Fische
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Die Fische

Da Aquarienfische in völlig unterschiedlichen Regionen der Erde beheimatet sind, sollte es nicht verwundern, dass Fische völlig unterschiedliche Ansprüche stellen und ebenso unterschiedliche Verhaltensweisen zeigen.
Deshalb dürfen auch im Gesellschaftsaquarium nicht alle im Handel erhältlichen Fischarten beliebig miteinander vergesellschaftet werden. Der Aquarianer muss sich bereits vor dem Kauf über die Ansprüche seiner künftigen Pfleglinge informieren und nur solche Fische vergesellschaften, die miteinander vereinbare Ansprüche stellen und verträgliche Verhaltensweisen haben.

Besatzdichte

Wie alle Lebewesen haben auch Fische einen Stoffwechsel, bei dem Kot und Urin ausgeschieden wird. Menge und Häufigkeit hängen zwar im Detail von der bevorzugten Nahrung und der Größe der Fische ab, aber grundsätzlich gilt: Je mehr und je größere Fische, desto mehr Dreck fällt an.

Zudem beanspruchen auch Fische je nach Art einen gewissen Freiraum, um ihr angeborenes Verhalten auszuleben.

Belastetes Wasser und zu beengte Verhältnisse führen zu erhöhtem Stress für die Aquarienbewohner und damit zu erhöhter Anfäligkeit für Krankheiten.

Auch wenn der Platzbedarf für jede Fischart gesondert betrachtet werden muss, haben sich zwei Faustregeln als Orientierung bewährt:

  • pro 1 cm Länge der Fische sollten mindestens 1 Liter (besser 2 Liter) Wasservolumen zur Verfügung stehen (vom Beckeninhalt müssen Bodengrund, Dekoration und Technik abgezogen werden)
  • die Länge des Aquariums sollte mindestens die zehnfache Länge des größten Fisches betragen

Bei der Berechnung muss natürlich auch bei Jungtieren die Länge der später ausgewachsenen Fische berücksichtigt werden, da das Becken im Normalfall nicht mitwächst.

Vergesellschaftung

Je nach Art zeigen Fische völlig unterschiedliche Verhaltensweisen. So belästigen manche lebhafte Fischarten (z. B. Sumatrabarben) ruhige Fischarten, oder knabbern? sogar die Flossen großflossiger Fische (z. B. Kampffische, Skalare usw.) an.

Viele Fischarten sind auf weiches Wasser angewiesen und fühlen sich unwohl oder sterben in härterem Wasser, andere benötigen gerade dieses härtere Wasser. Manche Fische benötigen unbedingt Lebendfutter, andere nehmen nur Pflanzennahrung zu sich.

Neben der reinen Anzahl sind also unbedingt die unterschiedlichen Lebensgewohnheiten bei der Vergesellschaftung zu beachten und nur solche Fische in einem Aquarium zu halten, die ähnliche Ansprüche stellen und miteinander verträglich sind.

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