Kampffische

Alle Infos zu Kampffischen - Betta splendens in einem Artikel

Haltungsbedingungen für Kampffische

Kampffisch
Kampffisch mit Corydoras panda. Foto: Marc-Kevin

Kampffische stammen aus Südostasien. Ursprünglich waren Kampffische einfarbig. Mittlerweile gibt es Kampffische in vielen Farbvariationen, die durch Zucht entstanden sind. Ob Kampffische ursprünglich dunkelgrau/braun waren oder ob die ursprünglichen Farben rot, blau, grün, orange und weiß waren, ist nicht klar. Mit weiß sind in diesem Fall keine Albinos gemeint.

Kampffische werden bei glasklarem Wasser unruhig. Kampffische, die von Geburt an ständig zusammenleben, können zusammen in einem Aquarium gepflegt werden. Wenn die Tiere von der Gruppe isoliert werden und einzeln gepflegt werden, werden sie Einzelgänger. Als Einzelgänger werden sie kampflustig und greifen jeden anderen Kampffisch an. Sobald sie auch nur die Silhouette eines Artgenossen wahrnehmen, breiten sie ihre Kiemen aus und gehen taxierend in Kampfstellung auf den Gegner zu.

Ansonsten sind sie sehr träge und bevorzugen ein ruhiges Leben. Kampffische bevorzugen kleinere und ruhige Aquarien mit nicht allzu hohem Wasserstand. Das folgt schon aus der langsamen Fressweise. Sie peilen das Futter erst genau an und schnappen dann zu.

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Betta Kampffisch
ivabalk / Pixabay

Dennoch sollten sie nicht in zu kleinen Behältern gepflegt werden. Sie kommen zwar zur Not mit wenig Platz aus, dennoch ist die Haltung z. B. in Einmachgläsern nicht artgerecht. Auch ein einzelnes Kampffischmännchen sollte ein Becken von mindestens 24 Litern zur Verfügung haben.

Für ein Paar geeignet sind sogenannte Asienbecken ab 60 Liter Wasserinhalt. In 112 Litern kann ein Männchen mit 4 Weibchen gehalten werden.

Das Aquarium muss sehr dicht bepflanzt sein, z. B. mit Hornkraut, Wasserpest usw. Die Wasseroberfläche sollte zu etwa 1/3 mit Schwimmpflanzen bedeckt sein. Auch unter einem Teil der Beleuchtung sollten Schwimmpflanzen sein. Kampffische müssen aber freien Zugang zur Wasseroberfläche haben.

Zur Dekoration eignen sich einige Bambusstäbe, evtl. eine Wurzel, eine 1/2 Kokosnuss.

Die Filterströmung sollte schwach sein, so dass die Oberfläche nur wenig bewegt wird. Das Becken muss abgedeckt sein, weil Kampffische aus dem Wasser springen können und die Luft über dem Wasser nicht zu kalt sein darf. Sie erkälten sich sonst regelrecht.

ivabalk / Pixabay

Kampffische mögen es warm. Empfohlen werden Temperaturen zwischen 24 und 27 °C. 24 bis 25° sollte die untere Temperaturgrenze bei Einzelhaltung sein. Kampffische werden in der Regel erst richtig aktiv bei Temperaturen zwischen 28 und 30°. Dennoch sollte die Temperatur nicht zu hoch sein. Hohe Temperaturen verkürzen die Lebensdauer stark.

Bei niedrigen Temperaturen sind Kampffische unter Umständen sehr träge. Auch neu gekaufte Kampffische können einige Tage träge sein, bis sie sich eingewöhnt haben.
Hält man einem Männchen einen kleinen Spiegel vor, erkennt man, warum die Kampffische ihren Namen haben.

Der Wasserstand sollte ca. 25 Zentimeter betragen. Kampffische nehmen über das Labyrinth Sauerstoff aus der Luft auf. In ihren Heimatgewässern kommen sie auch nur in sehr niedrigen Wasserzonen und an feuchten Bodenstellen vor. Das Labyrinth ist ein zusätzliches Atemorgan, das das Leben in sehr sauerstoffarmem Wasser ermöglicht.
Ein Wasserstand von 25 Zentimetern Höhe ist auch die maximale Obergrenze bei erwünschter und erfolgreicher Zucht.

In einem 40 Zentimeter hohen Aquarium mit ca. 8 Zentimeter Bodengrund und ca. 5 Zentimetern Wasserabstand zum oberen Beckenrand beträgt die Wasserhöhe z. B. nur 27 Zentimeter.

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Zu hart sollte das Wasser nicht sein. Es sollte mindestens 50 % Lebendfutter gegeben werden.

Zutrauliche Kampffische fressen sogar aus der Hand und knabbern an den Fingern.

Wer Kampffische hält, sollte immer ein Aquarium zur Verfügung haben, in dem ein unterdrücktes Tier untergebracht werden kann.

Betta splendens haben unter dem Kopf zwei verschiedene, so genannte paarige Flossen. Das sind die Brustflossen links und rechts des Kopfes und Bauchflossen unter dem Kopf.

Es gibt bei Betta splendens mehrere Ursachen, bei denen ein Tier die Bauchflossen bis in den Ansatz hinein verliert. Solche Tiere sind auf jeden Fall beim Ablaichen behindert. Zum Verlust der Flossen können z. B. BauchwassersuchtTuberkulose oder ähnliche bakterielle Infektionen führen.

Das Drohverhalten von Kampffischen

Kampffisch
Aufgestellten Kiemendeckeln. oto: Caroline Eggert

Kampffische drohen einander, indem sie die Flossen ausbreiten und die Kiemendeckel aufstellen bzw. abspreizen.

Diese Drohgebärden können Männchen und Weibchen zeigen.

Wie unverträglich Kampffische sind

Über die Verträglichkeit von Kampffischen gibt es viele unterschiedliche Darstellungen.

Das geht von angeblich absolut friedlichen Tieren bis zu regelrechten Schauergeschichten.

Ursachen sind:

  1. Uninformiertheit
  2. Unkritisches Abschreiben von anderen, ohne eigene wirkliche Erfahrungen
  3. Haltung in zu kleinen Becken
  4. Haltung in zu schwach bepflanzten Becken, in denen vor allem flutende Pflanzen fehlen.
  5. Kampffischmännchen werden üblicherweise von den Züchtern sofort getrennt, wenn sie die ersten Rangordnungskämpfe beginnen, und in Einzelhaltung in Minibecken großgezogen.
Die Aggressivität kann sich von Kampffisch zu Kampffisch stark unterscheiden. Es gibt Berichte, dass sich Geschwister, die nie getrennt wurden, untereinander vertragen. Ebenso gibt es Berichte, dass bestimmte Zuchtstämme friedlich untereinander sind. Nach einer Vermutung sind auch Männchen friedlich, die in Rangkämpfen immer unterlegen waren. Die Art der Aufzucht beeinflusst die Aggressivität auch.

Die Männchen werden bei der Zucht oft früh getrennt, damit sich die Flossen für Ausstellungen fehlerfrei entwickeln können. Bei der Hochzucht können wegen Platzmangel und Kosten oft nur kleine Becken zur Zucht verwendet werden. In diesen Becken würden sich zusammen gehaltene Kampffische tatsächlich sehr schnell umbringen, weil das unterlegene Männchen das Revier des überlegenen Männchens nicht sofort verlassen kann.

So aufgezogene Männchen haben keine Möglichkeit, eine normale Sozialisierungsphase zu durchlaufen. Sie lernen nicht, Kämpfen rechtzeitig aus dem Weg zu gehen. Weil sie das nicht lernen, sind sie deutlich aggressiver, als Kampffische, die diese Lernerfahrung machen konnten.

Kampffische haben ein reiches Repertoire an Kommunikationsmöglichkeiten, um sich in eine fest gefügte Rangordnung einzugliedern. Die Möglichkeiten reichen von abgestuften Farbsignalen bis zum Präsentieren des Bauchs, um sich als unterlegen auszuweisen.

Dieser Aufwand wäre von der Evolution vermutlich nicht getrieben worden, wenn die Tiere nicht in der Lage wären, diese Signale zu nutzen, um durch eine feste, akzeptierte Rangordnung die Aggressionen auf ein nicht schädliches Maß in der Nachbarschaftsgruppe zu senken.

Schwarzenarzisse / Pixabay

Kampffische bilden ein Brutrevier, wie auch viele Buntbarsche. Das Kampffischrevier besteht aus einer inneren und einer äußeren Zone. Die innere Zone wird in der Regel vom Männchen besetzt und verteidigt die äußere Zone vom Weibchen.

Beide Partner beteiligen sich also an der Verteidigung des Reviers. Die Größe des Reviers kann stark variieren. Die Reviergröße hängt vom Temperament der Tiere und zu einem großen Teil von der Sichtweite im Wasser ab, d. h. davon, wie stark das Wasser verkrautet ist.

Kampffische lieben stark verkrautete Lebensräume. Je mehr das Wasser verkrautet ist, desto kleiner ist das Revier.
Die innere Zone kann bis zu 40 Zentimeter um das Schaumnest herum betragen.

In einem 250 Liter Aquarium mit der Grundfläche 100 x 50 Zentimeter kann z. B. ein Paar zusammen mit den Jungen aus verschiedenen, nacheinander durchgeführten Bruten leben. Die Jungfische können Größen von 1,5 Zentimetern bis fast Erwachsenengröße haben.

Betta splendens sollen ihre Brüder erkennen, so dass es unter Geschwistern nicht zu Schadenskämpfen kommt, sondern nur zu Drohungen. Unter den Jungfischen gibt es keinerlei Stress, auch wenn die älteren Jungfische ausgefärbt sind. Es bildet sich eine feste Rangordnung, die beachtet wird. Wenn ein rangniedriges Tier unvorsichtig wird, dreht das überlegene Tier den Kopf in die Richtung und spreizt evtl. die Kiemen. Mehr geschieht in der Regel nicht.

Betta smaragdina Paar Quelle: Bild auf Wikimedia Commons Lizenz: CC Attr. SA 3.0 Urheber: Acapella 

Der Vater unterscheidet eindeutig und klar zwischen seinem Weibchen, das wie üblich aus der inneren Zone vertrieben wird und seinen Jungen, denen er keine Aufmerksamkeit schenkt.

So lange der Vater im Aquarium ist, zeigen die Jungtiere oft keinen richtigen Flossenaufbau. Es kommt aber kaum zu Aggressionen.
Selbst voll entwickelte, 9 Monate alte Jungtiere mit voll ausgebildeter Farbe und Flossen schwimmen manchmal friedlich zusammen mit dem Vater. Es gibt aber keine Garantie, ob und wie lange das Zusammenhalten mehrerer Männchen in einem Aquarium möglich ist.

Wenn der Halter nicht zur Stelle ist, wenn die Tiere anfangen sich zu bekämpfen, endet das vermutlich mit dem Tod eines Tieres.

Deshalb sollte so ein Becken mit mehreren Männchen immer genau beobachtet werden. Wenn doch ein junges Männchen den Vater ablösen will oder es doch zum Streit unter den Jungen kommt, muss es schnell möglich sein, die Streitenden zu trennen.

Kampffischweibchen können ähnlich aggressiv sein wie die Männchen.

Was die schwarzen Streifen bedeuten

Betta splendens Weibchen Quelle: Bild auf Wikimedia Commons Lizenz: CC Attr. SA 2.5 Urheber: HAH

Männchen und Weibchen zeigen horizontale, schwarze Streifen, wenn sie unter Stress stehen. Stressstreifen laufen also vom Kopf zum Schwanz.
Wenn das Weibchen eine vertikale Streifung zeigt, also vom Rücken zum Bauch, signalisiert es, dass es noch nicht laichbereit ist.

Stark unterschiedlich gefärbte Kampffische interessieren sich nicht füreinander.

Erfahrungen deuten darauf hin, dass bei deutlich unterschiedlich gefärbten Bettas das Interesse füreinander abnimmt.

Das gilt sowohl für das Verhältnis von Männchen zu Weibchen, als auch für Männchen untereinander.

Bilden Kampffische Paare oder einen Harem?

Kampffisch
Schleierschwanzkampffisch-Weibchen. Foto: Caroline Eggert

Häufig wird empfohlen ein Männchen mit mehreren Weibchen zusammen zu halten. Als Argument wird in der Regel angegeben, dass sich so die Aggressionen des Männchens auf mehrere Weibchen verteilen.

Wenn die Aggressionen des Männchens gegenüber dem Weibchen zur Belastung für das Weibchen werden, stimmen in der Regel die Haltungsbedingungen nicht. Die Haltungsbedingungen müssen dann den Fischen angepasst werden. Häufige Probleme bei Kampffischen sind zu kleine Becken und eine zu wenig verkrautete Bepflanzung des Beckens, vor allem im Oberflächenbereich.

Aus dem Paarungsverhalten der Kampffische lässt sich eine Empfehlung zur Haremshaltung nicht ableiten.

Kampffisch
Schleierschwanzkampffisch-Männchen. Foto: Caroline Eggert

Betta splendens bilden als Paar ein zweigeteiltes Revier. Den Innenbereich, direkt um das Nest, verteidigt das Männchen, Den äußeren Bereich verteidigt das brütende Weibchen. Männchen und Weibchen arbeiten also als Paar bei der Brut zusammen. Wenn das Männchen ausfällt, übernimmt das Weibchen teilweise die Brutpflege am Nest, mitsamt dem Nestbau mit Hilfe von Blasen.

Das Männchen unterscheidet sehr genau zwischen dem Weibchen, mit dem es brüten will bzw. brütet und anderen Weibchen. Nur das zur Paarung ausgewählte Weibchen ist Ziel längerer Treibaktionen durch das Männchen.

Die anderen Weibchen werden nur aus dem Revier vertrieben. Auch das ausgewählte Weibchen vertreibt andere Weibchen heftig aus dem Revier.

Kampffische bilden also eigentlich keinen Harem. Wenn mehr Weibchen als Männchen gehalten werden, können die zusätzlichen Weibchen deshalb schnell zum 3. Rad am Wagen werden.

Besonders in kleinen Becken können ein oder zwei zusätzliche Weibchen dann leicht vom Männchen und dem dominierenden Weibchen gejagt werden.

Kampffische sollten deshalb als Paarfamilie gehalten werden. D. h. es wird jeweils ein Männchen mit jeweils einem Weibchen zusammen gehalten werden.

Weil in mittelgroßen Aquarien nicht zwei Männchen zusammen gehalten werden können, ist bei entsprechenden Haltungsbedingungen in solchen Becken eine Haltung von einem Männchen mit mehreren Weibchen möglich, wenn kein Weibchen unterdrückt wird.

Kampffische in einem 60 Zentimeter Aquarium halten

Betta splendens
Betta splendens Foto: Doris Thorsch

In einem 60 Zentimeter Becken kann ein Männchen zusammen mit zwei Weibchen gehalten werden. Kampffische bilden keine festen Paare. Das Männchen laicht manchmal mit dem einem, manchmal mit dem anderen Weibchen ab. Das Interesse des Männchens wird auf beide Weibchen verteilt und es wird nicht immer nur ein Weibchen gejagt.

Mehr Weibchen sind nicht anzuraten. Die Weibchen sind untereinander auch nicht gerade verträglich. Sie machen sich untereinander auch Stress, d. h. sie jagen und streiten sich heftig.

Es gibt sogar Berichte, dass 2 Weibchen in einem schwach bepflanzten 60 Zentimeter Aquarium das Männchen totgejagt haben.

Das Männchen kann den Weibchen gegenüber ruppig werden. Das Aquarium muss deshalb dicht bepflanzt werden, z. B. mit Javamoos, dicht zusammenstehendem Wasserfreund usw.
In den Pflanzen können sich die Weibchen verstecken, wenn das Männchen sie angeht. Bewährt haben sich auch Wurzeln mit kleinen Unterständen. Auch da suchen die Weibchen Schutz. Steinhöhlen werden auch zum Schutz aufgesucht. Als Hilfe für den Nestbau sollten Schwimmpflanzen im Aquarium sein, z. B. Wasserlinsen, Muschelblumen usw.

In einem solchen Becken können z. B. noch sechs Amanogarnelen und zwei Apfelschnecken gehalten werden. Die Garnelen trauen sich trotz der Kampffische aus ihren Verstecken.

Kampffische mit anderen Fischarten zusammen halten

etta splendens Weibchen im Gesellschaftsaquarium Quelle: Bild auf Wikimedia Commons Lizenz: CC Attr. SA 3.0 Urheber: Epastore 

Wenn Kampffische mit anderen Fischarten vergesellschaftet werden sollen, sollten diese Arten keine auffälligen großen oder langen Flossen haben.

Schon die Schwanzflossen von Guppies reichen aus, damit das Kampffischmännchen im Guppy einen Rivalen sieht und den Guppy angreift.

Fische zur Vergesellschaftung sollten auch nicht an Flossen zupfen, wie die meisten Barben, z. B. Sumatrabarben.

Bärblinge stammen zwar ebenfalls aus Asien. Sie sind in der Regel aber zu lebhaft für eine Vergesellschaftung mit Kampffischen.

Ungeeignet zur Vergesellschaftung sind auch Fische, die leicht andere Fische tyrannisieren, z. B. Feuerschwänze.
Es gibt einen Bericht, nach dem ein Kampffischmännchen einen Zwergfadenfisch trotz dichter Bepflanzung getötet hat.
Gut geeignet zur Vergesellschaftung sind Bodenbewohner, z. B. kleine Panzerwelse. Auch mit Platies können Kampffische zusammen gehalten werden.

Zusammen mit geeigneten Fischen sind Kampffische außerhalb der Laichzeit in der Regel friedlich.

Kann man mehrere Männchen in einem Aquarium halten?

Betta albimarginata Quelle: Bild auf Wikimedia Commons Lizenz: CC Attr. SA 3.0 Urheber: BS Thurner Hof 

Geschwister, die seit der Geburt zusammen in einem Aquarium leben, gehen miteinander normalerweise recht friedlich um, so dass in solchen Fällen auch mehrere Männchen zusammen gehalten werden können.

Je höher das Alter ist, in dem die Männchen zusammengesetzt werden, desto aggressiver sind die Männchen gegeneinander.

Bei Betta splendens benötigt jedes Männchen ein Revier von mindestens 60 Zentimetern.\\ Nach Literaturangaben können in Aquarien ab 180 Liter Inhalt 2 Männchen gehalten werden. Erfahrungen zeigen aber, dass das zu klein sein kann.

Wenn zwei oder mehr Männchen zusammengesetzt werden, sollten auf jeden Fall eingefahrene Ausweichbecken zur Verfügung stehen, so dass die Männchen bei ernsthaften Streitigkeiten sofort getrennt werden können.

Schon bei der Haltung eines Männchens mit mehreren Weibchen kann es zu Problemen kommen. Die kurzflossigen Weibchen sind wesentlich beweglicher als die Männchen. Bei Rangeleien im Becken unterliegt deshalb meistens das Männchen. Die Schleierflossen werden dabei stark zerzaust.

Kampffische alleine halten

Es ist zwar möglich, ein Kampffischmännchen ohne Weibchen zusammen mit anderen Fischen zu halten, in der Regel wird dem Männchen aber schnell langweilig.

Wenn nur ein kleines Becken zur Verfügung steht, kann ein Männchen ohne Weibchen eingesetzt werden. Wenn das Männchen das Becken beherrscht, kann es ruhig mit den anderen Fischen alleine bleiben. Männchen spielen in kleinen Becken gerne mit anderen Fischen, indem sie z. B. kleine Glühsalmlerschwärme auseinander jagen. So lange andere Fische nur gelegentlich verfolgt aber nicht attackiert werden, kann das geduldet werden.

Wenn das Männchen still und einsam vor sich hindümpelt, die Flossen nie aufstellt werden und Krankheiten ausgeschlossen werden können, benötigt das Männchen möglicherweise ein Weibchen. Wenn das Becken ausreichend groß und gut bewachsen ist, kann ein Weibchen eingesetzt werden. Sonst wird ein größeres Aquarium benötigt.

Kampffischmännchen in kleinen Behältern

Kampffischmännchen in kleinen Behältern die in Sichtweite untereinander stehen, z. B. Einmachgläsern, stehen ständig unter Stress.

Für ein Männchen sind mindestens 24 Liter Wasser angebracht. Zwischen den Becken sollte ein Sichtschutz vorhanden sein.
60 Liter Becken, die oft im Angebot sind, kosten nicht viel mehr. Sie bieten den Tieren mehr Schwimmraum und sehen schöner aus.

Mögliche Ursachen für stark angeschwollene Bäuche bei Kampffischen

Wenn der Bauch nur kurzzeitig angeschwollen ist, hat sich das betroffene Tier möglicherweise überfressen.

Wenn ein Weibchen mehrere Tage lang einen stark angeschwollenen Bauch hat und sich trotzdem normal und gesund verhält, hat das Weibchen vermutlich viel Laich angesetzt und ist laichbereit. Manchmal können die Konturen der Eier am Bauch bei der Laichpapille erkannt werden.

Ein dicker Bauch ist bei Bettas häufig ein Vorzeichen für den nahen Tod. Das Tier hat dann scheinbar Bauchwassersucht. Im Gegensatz zur echten Bauchwassersucht werden andere Fische nicht angesteckt. Besonders auf Rote Mückenlarven scheinen Bettas häufiger so zu reagieren.

Betta splendens „Crowntail“

Crowntail bezieht sich auf die Struktur der unpaaren Flossen. Die Flossenstrahlen z. B. der Schwanzflosse stehen dann wie Dornen aus der Flosse heraus. Männchen sehen dann zottelig aus.

Alter und Lebenserwartung von Kampffischen (Betta splendens)

2 Kampffische
Betta splendens 2 Weibchen Quelle: Bild auf Wikimedia Commons Lizenz: CC Attr. SA 3.0 Urheber: Epastore 

Bei guter und abwechslungsreicher Fütterung werden Betta splendens problemlos 2 Jahre alt.

In ihrer Heimat sind Betta splendens durch den Monsun praktisch Saison- oder Jahresfische. In den Ursprungsgebieten kommen im Tropensommer längere Phasen mit hohen Temperaturen von z. B. 35° C, Trockenheit und flachen Gewässerständen vor.

Abhängig von der Temperatur altern sie schnell.

Tiere im Verkauf haben schon ein gewisses Alter. Wenn sie im Aquarium bei 24 – 26° C gepflegt werden, können sie bei guter Fütterung mit mindestens 2 Jahren deutlich älter werden, als in der Natur.

Ob die Haltung dann einer artgerechten Pflege entspricht, kann diskutiert werden.

Typische Alterssymptome

Betta splendens Männchen Quelle: Bild auf Wikimedia Commons Lizenz: CC Attr. SA 3.0

Die Haut alter Betta splendens kann sich silber-grau verfärben.

Alte Betta splendens lassen manchmal den Hinterleib herunterhängen und stehen dann fast senkrecht im Wasser. Die Flossen sehen dünn aus, weil sie farblos oder grau werden.

Die gleichen Symptome können auch bei starkem Stress auftreten, z. B. nah dem Ablaichen.

Zur Überprüfung wird das betroffene Tier am Besten in ein eigenes Aquarium gesetzt und bei guter Pflege beobachtet, ob die Symptome verschwinden.

Die neue Umgebung muss eingefahren werden und Betta- bzw. altersgerecht gestaltet sein. Die Oberflächenatmung und Nahrungsaufnahme sollte leicht möglich sein. Ideal ist ein Aquarium mit flacherem Wasserstand.

Aufzucht von Kampffischen (Betta splendens)

Zucht von Kampffischen
Betta splendens Brut im Schaumnest Quelle: Bild auf Wikimedia Commons Lizenz: CC Attr. 3.0 Urheber: ZooFari 

Das Männchen verjagt das Weibchen vom Nest, sobald abgelaicht wurde. Das Weibchen sollte deshalb sofort nach dem Ablaichen aus dem Laichbecken genommen werden. Das Männchen kann sich so auf die Brutpflege konzentrieren, ohne ständig das Weibchen zu jagen und dabei sogar das Nest zerstört.

Das Männchen passt unter dem Nest auf und spuckt die Eier wieder in das Nest, wenn sie herausfallen.

Die Jungen schlüpfen bei Temperaturen um 25° C nach ca. 2 Tagen. Nach einem weiteren Tag schwimmen sie hin und wieder herum.

Es wird teilweise empfohlen, die Jungen bei 30° C aufzuziehen. Sie schlüpfen dann früher. Zudem wachsen sie dann viel schneller, weil der Stoffwechsel so enorm beschleunigt wird. Allerdings altern die Tiere dann entsprechend schneller und die Tiere sollen später weniger robust sein. Es ist also besser, wenn die Jungen bei ca. 25° aufwachsen.

Schaumnest Betta Kampffisch
Betta splendens Schaumnest Quelle: Bild auf Wikimedia Commons Lizenz: Public domain Urheber: ErgoSum88 

Das Männchen sollte 2 Tage nach dem Schlupf der Jungfische aus dem Becken genommen werden. Spätestens wenn das Männchen nach dem Freischwimmen der Jungen es nicht mehr schafft, die Jungen in das Nest zurückzubringen, sollte das Männchen entfernt werden. Es betrachtet die Jungen sonst evtl. als Nahrung und frisst sie auf. Freischwimmen bedeutet, dass die Jungen sich aktiv und gezielt horizontal schwimmend bewegen können. Die Jungen verlassen dann normalerweise das Nest und die erste und wichtigste Phase der Brutpflege ist beendet.

Es gibt Erfahrungen nach denen die Eltern auch länger im Aufzuchtbecken bleiben können und das Männchen auch nach dem Freischwimmen der Jungen Brutpflege betreibt. Einige Aquarianer lassen die Eltern deshalb während der gesamten Aufzucht mit den Jungen zusammen.

Freischwimmende Junge werden vom Männchen eingesammelt. Das Männchen steht im Wasser und fächert ganz schnell mit den Brustflossen. Dadurch entstehen an der Wasseroberfläche Wellen, die als Zentrum das Maul des Männchens haben. Jungfische, die von den Wellen erreicht werden, schwimmen zum Zentrum, wo das Männchen sie ins Maul nimmt, um sie umzusetzen.

Jungisch Betta Kampffisch
Betta splendens Jungtier Quelle: Bild auf Wikimedia Commons Lizenz: CC Attr. 3.0 Urheber: ZooFari

Andere Halter empfehlen, das Männchen ebenfalls nach der Eiablage zu entfernen. Demnach ist der Pflegeinstinkt schon häufig nicht komplett ausgebildet, weil Kampffische überzüchtet sind. Dies führt zu unkontrollierbaren Handlungen von Männchen und Weibchen. Das wiederum führt zum Frust bei Hobbyaquarianern.

Bei der Frage des Umsetzens der Eltern oder Jungen muss also jeder Halter für sich berücksichtigen, ob dadurch der Pflegeinstinkt von Generation zu Generation weiter verkümmert. Wobei die Brutpflege eigentlich eine der interessantesten Verhaltensweisen bei Labyrinthern ist.

Junge Kampffische haben nur etwa 1/3 der Größe von Lebendgebärenden. Entsprechend klein muss das Futter sein. Es sind deshalb auch nicht alle Ablaichkästen geeignet, um die ganz Jungen darin aufzuziehen.

In einem dicht bewachsenen Aquarium mit einem großen Büschel Javamoos finden die Jungen anfangs geeignete Mikroorganismen als Nahrung. Wenn im Aquarium keine weiteren Fressfeinde leben, kommt ohne zusätzliche Pflege immer wieder mal ein Jungfisch durch.

Als Zusatzfutter in den ersten Tagen geeignet ist z. B. Micron von Sera, JBL Nobofluid, Eidotterpulver, Liquifry No 1 oder Brustmann Protogen-Granulat.
Normales Trockenfutter für Jungfische, z. B. Futter, das für die Guppyzucht verkauft wird, ist zu groß für junge Kampffische.

Zucht von Kampffischen (Betta splendens)

Kampffisch
Kampffische bei der Paarung. Foto: Caroline Eggert

Wer Betta splendens züchten möchte, der sollte schon einige Zeit vor dem eigentlichen Zuchtbeginn seine Fische und das Becken vorbereiten.

Die ausgesuchten Fische sollten etwas kräftiger gefüttert werden.

Dabei ist neben dem (wohl üblichen) Flockenfutter darauf zu achten, dass Lebendfutter gefüttert wird.

Die Fische benötigen für den Laichakt und die anschließende Brutpflege genügend Kräfte.

Damit beide Tiere laichbereit werden, ist kräftiges Lebendfutter hilfreich. Frostfutter und anderes Futter können aber auch gegeben werden.
Kampffische bei der Paarung
Kampffische bei der Paarung Foto: Caroline Eggert

Geeignet sind z. B. Schwarze und Weiße Mückenlarven, gefroren oder lebendig, Fruchtfliegen, Insekten in Mückengröße und kleinere Regenwürmer.

Weil das Brutgeschäft bei Betta splendens sehr kräftezehrend ist, werden Männchen und Weibchen ein- oder zweimal täglich mit Frost- oder Lebendfutter abgefüllt.

Die Temperatur beim Anfüttern kann ca. 25° C betragen.

Wenn die Tiere trotzdem keine Lust zeigen, wird ein Wasserwechsel durchgeführt und die Temperatur unter Umständen auf 27° erhöht. Höhere Temperaturen sind eigentlich nicht notwendig.

Wenn beide Tiere in ein spezielles Zuchtbecken gesetzt werden, muss immer zuerst das Weibchen eingesetzt werden.

Das Zuchtbecken

Betta splendens
Betta splendens Foto: Malte Tied

Ein einfaches Becken mit den Kantenlängen 40 x 25 x 25 reicht völlig aus. Dunkler Untergrund ist empfehlenswert. Auf Bodenmaterial kann verzichtet werden. Die Unterseite des Beckens kann z. B. von außen dunkel gestrichen werden. Zumindest sollte eine einfarbige, dunkle Unterlage unter das Becken gelegt werden.

Das Männchen findet so auch auf dem Boden liegende Eier. Die Ausbeute wird entsprechend höher. Es fallen immer wieder einige Eier aus dem Nest auf den Boden, besonders wenn der Wasserstand ca. 10 bis 15 Zentimeter beträgt, wie oft empfohlen wird.

In größeren Aquarien sollte der Wasserstand evtl. auf ca. 15 Zentimeter gesenkt werden.

Nach anderen Erfahrungen sollte der Wasserstand etwas höher sein. Beim Paarungsakt, dem Umschlingen der Tiere, sinken die Eltern leicht nach unten. Wenn die Eier vom Männchen während des Schwebevorgangs eingesammelt werden bevor die Eier Bodenkontakt haben, ist die Ausbeute an Larven wesentlich höher. Die Gefahr des Kontakts der Eier mit Bakterien am Boden ist sehr hoch.

Als Einrichtung reicht eine Heizung. Die Temperatur kann zwischen 25° und 28° C betragen. 25° bis 26° C ist normalerweise ein passender Wert. Höhere Temperaturen werden empfohlen, um älteren oder schlappen Männchen für die Brut auf die Sprünge zu helfen. Bei höheren Temperaturen schwimmen die Jungen etwas schneller frei, hohe Temperaturen schaden aber den Eltern.

Ein Filter kann eingesetzt werden. Dabei ist darauf zu achten, dass kaum Oberflächenströmung entsteht. Zur Verwendung geeignet sind kleine Schaumstoffinnenfilter, wie auch ein Hamburger Mattenfilter.

Versteckmöglichkeiten für das Weibchen sollten vorhanden sein, z. B. eine halbe Kokosnuss mit zwei Ausgängen. Wenn zusätzlich ein größerer Stein unter der Kokosnuss liegt, kann sich das Weibchen gut verstecken.

Schwimmpflanzen oder auch ein Stück Styropor sollten auf der Wasseroberfläche vorhanden sein. Als Hilfe für den Nestbau kann auch ein Futterring oder ein Stück Schlauch auf der Wasseroberfläche schwimmen.

Betta splendens bei der Paarung
Betta splendens bei der Paarung Quelle: Bild auf Wikimedia Commons Lizenz: CC Attr. 3.0 Urheber: ZooFari

Unter einer 1 Zentimeter dicken und ca. 10 Zentimeter durchmessenden Styroporplatte oder Korkrinde kann das Männchen das Schaumnest bauen. Nach einem Bericht holte das Männchen nach dem Ablaichen das Nest Bläschen für Bläschen unter der Korkrinde hervor.
Nach anderen Erfahrungen bauen Kampffische das Schaumnest an der freien Wasseroberfläche und nicht unter einer Platte wie Fadenfische.

Torffilterung ist zwar nicht notwendig, schadet aber auch nicht und bringt seine positiven Wirkungen auch im Zuchtbecken zur Geltung.

Wasserhärte und pH-Wert sind nicht sonderlich wichtig, wenn die Werte nicht zu extrem sind. Das Wasser kann weich sein, mit einem pH-Wert von 7. Aber auch in Wasser mit der Gesamthärte 20 oder einem pH-Wert von 7,5 ist die Zucht möglich.

Zur Zucht kann auch ein 15 Liter Becken verwendet werden, das mit Javamoos bis zur Wasseroberfläche dicht bepflanzt ist. Ein Problem bei dieser Zuchtmethode ist, dass die Jungtiere schlecht an die Wasseroberfläche kommen, wenn sie ihr Labyrinth mit Luft füllen. Das kann mit rechtzeitigem Umsetzen verhindert werden.

Einige Züchter decken die Zuchtaquarien für Labyrinther grundsätzlich nur zu 90 % ab. Diese Züchter bringen im Zuchtbecken weder Durchlüftung noch Filterung an. Die Tiere koten aber. Durch die Bakterientätigkeit beim Abbau des Kots könnte ein Sauerstoffmangel entstehen. Dies kann zum Absterben des Geleges oder der Larven führen. Wenn die Abdeckscheibe leicht geöffnet ist, findet ein Gasaustausch über die Wasseroberfläche statt.

Möglich ist die Verwendung eines Sauerstoffsteins, der kleine Bläschen erzeugt. Einige Züchter belüften das Becken erst, wenn die Jungen geschlüpft sind.

Das Weibchen wird vom Männchen verjagt.

Es ist normal, dass das Männchen anfangs das Weibchen jagt. Das Weibchen ist dann noch nicht laichbereit. Das so genannte Treiben gehört zum Fortpflanzungsritual, damit das Weibchen laichbereit wird. Es bekommt dann eine Schreckfärbung, d. h. der Körper zeigt Längsstreifen.

Wenn das Weibchen zu stark gejagt wird, wird das Weibchen aus dem Zuchtbecken genommen und in ein kleines Becken nebenan gesetzt. Das Männchen muss das Weibchen sehen können.

Wenn das Männchen ein Schaumnest gebaut hat, wird das Weibchen wieder in das Zuchtbecken gesetzt. Ist das Weibchen immer noch laichbereit, wird es wieder aus dem Becken herausgenommen.

Die Paarungsbereitschaft zeigt das Weibchen deutlich an. Ein Weibchen in Laichstimmung hat einen dicken Bauch und zeigt eine hellere quer gestreifte, senkrechte Laichfärbung im Bereich der mittleren Körperpartie.

Meistens kommt das Weibchen dann aktiv auf das Männchen zu. Nach starkem Treiben kann ein Weibchen in Laichstimmung aber auch zerrupft und erschöpft in einer Ecke liegen und seine Laichfärbung zeigen.

Bei der Paarung umschlingt das Männchen das Weibchen. Das Weibchen treibt wie tot nach oben, wenn es sich in der so genannten Laichstarre befindet. Etwas später erfolgt die nächste Paarung.

Kampffische brauchen kein sauerstoffreiches Wasser.

Sauerstoffreiches Wasser wie bei anderen Fischarten ist nicht erforderlich. Betta splendens leben in den Herkunftsgebieten in schlammigem Wasser, in überschwemmten Wiesen und in Reisäckern. Der Wasserstand beträgt meistens zwischen 10 und 30 Zentimetern.

Dort vergammelt eine relativ große Pflanzenmasse in relativ wenig Wasser. Die Temperaturen steigen tagsüber schnell und stark auf über 30° C an.
Das Wasser hat also wenig Sauerstoff. Ein Vorteil ist, dass die Kampffische keine Konkurrenz durch empfindlichere Fische haben. Außerdem ist das Nahrungsangebot in dieser Zeit sehr hoch.
Für Kampffische ist ein gutes Nahrungsangebot wichtig. Wenn Kampffische richtig satt sind, vermehren sie sich, weil dann vermutlich auch die Jungen satt werden.

Was für bestimmte Fischarten eine Dreckbrühe ist, ist für andere Arten ein wunderbarer gesunder Lebensraum. Dreckbrühe definiert sich also an der speziellen Fischart. Wasser in dem sich Betta splendens immer noch wohlfühlen, kann für andere Arten schon tödlich sein.

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Kampffische haben sich mit dem Labyrinthorgan an sauerstoffarmes Wasser angepasst. Die Eier und Larven werden mit Hilfe des Schaumnestes mit Sauerstoff versorgt. Damit für alle Jungen genug Sauerstoff vorhanden ist, schichtet das Männchen die Brut ständig um, packt die Jungen also regelmäßig wieder in frische Blasen ein.

Die schlüpfenden Larven werden auch immer wieder mit frischen Blasen in das Nest gepackt solange sie noch nicht frei schwimmen. Die freischwimmenden Larven schwimmen meistens direkt an der Wasseroberfläche, wo der Sauerstoffgehalt höher sein dürfte als in den unteren Wasserschichten.

Futter und Fütterung von Kampffischen (Betta splendens)

Kampffische sollten nur 3 Mal in der Woche gefüttert werden, weil sie sonst zu faul werden.

Geeignetes Lebendfutter:
  • Rote Mückenlarven
  • Schwarze Mückenlarven
  • Weiße Mückenlarven
  • Eintagsfliegen
  • Enchyträen
  • Fruchtfliegen
  • Junge Guppies
  • Mehlwürmer
  • Moina
  • Mexikanische Bachflohkrebse
  • Wasserflöhe
  • zerdrückte Schnecken

Mit Artemia gibt es unterschiedliche Erfahrungen. Artemianauplien sind als Futter für Jungfische geeignet, aber es lohnt kaum die Mühe und die Kosten, Artemia als Futter für ausgewachsene Kampffische großzuziehen. Das sonst oft empfohlene feine Tümpelfutter ist für Kampffische weniger geeignet.

Größere Schnecken ab ca. 3 bis 4 Millimeter müssen zerdrückt werden. Schneckenlaich und kleinere Schecken werden auch unzerdrückt gefressen.

Ein Paar Guppies kann, quasi als Dauerfutterspender, mit Kampffischen zusammen gehalten werden.

Wenn Weiße Mückenlarven nach dem Kauf sofort gespült werden, können sie im Keller in einem alten Aquarium gehalten werden. Mit Artemianauplien und feinstem Tümpelfutter gefüttert, halten sie sich mehrere Monate.

Wenn kein Lebendfutter zur Verfügung steht, kann Frostfutter verwendet werden. Lebendfutter enthält aber mehr Nährstoffe als Frostfutter. Außerdem wird durch Lebendfutter der natürliche Jagdinstinkt gestärkt. Es verteilt sich schnell im ganzen Becken, so dass auch Kampffische zu fressen bekommen, die bei der Fütterung zurückhaltend und zu langsam sind.

Viele Züchter von Kampffischen füttern ihre Tiere nur mit Lebend- oder Frostfutter. Tabletten, Sticks oder Flockenfutter kennen solche Kampffische nicht. Kampffische, die Trockenfutter nicht fressen oder wieder ausspucken, sollten mit Lebend- oder Frostfutter gefüttert werden. In der Regel fressen sie dann.

Gefriergetrocknete Rote Mückenlarven werden von einigen Kampffischen gefressen, von anderen nicht.

Neue Kampffische fressen langsam.

Neue Kampffische, die bei der Fütterung langsam sind, sind vermutlich nicht an Futterkonkurrenz gewöhnt. Sie müssen erst lernen mit der neuen Konkurrenz umzugehen. Wenn geeignetes Futter gegeben wird, geht die Gewöhnung schneller.

Kampffische kommen aus Gewässern, in denen fast keine Strömung herrscht. Aquarienfilter erzeugen in der Regel stärkere Strömungen.

Wenn ein Kampffisch ständig an einer bestimmten Stelle im Aquarium steht, könnte es also sein, dass sich das Tier an dieser Stelle nicht durch eine zu starke Strömung belästigt fühlt.

Kampffische stehen auch gerne zwischen den Pflanzen oder stehen auf dem Boden gestützt auf den langen Bauchflossen. Dort schauen sie sich nach allem um, was essbar ist.

Vollgefressene Kampffische sind träge.

Vollgefressene Kampffische können sehr träge werden und nur noch herumhängen, bis der Bauch wieder leerer ist. Unter Umständen torkeln sie sogar herum oder schwimmen schwerfällig oder nicht im Gleichgewicht, als wäre die Schwimmblase defekt.

Wenn das Essen verarbeitet ist und die Schwimmblase wieder Platz hat, verhalten sich die Tiere wieder normal.

Ungewöhnliches Schwimmverhalten weist bei Kampffischen also nicht unbedingt auf eine Krankheit hin. Man sollte einen halben Tag abwarten, ob der Bauch wieder dünner wird und das Tier wieder normal schwimmt.

Geschlechtsunterschiede bei Kampffischen (Betta splendens)

Erst ab einer Größe von 3 bis 4 Zentimetern können Männchen und Weibchen anhand der Bauchflosse eindeutig unterschieden werden. Männchen haben ein bis in die Spitzen der Bauchflossen ausgezogenes Segel. Die Weibchen haben ein scharfes, fast rechtwinkliges Dreieck als Segel. Das Segel berührt bei den Weibchen vor dem Ende den Hartstrahl der Flosse. Von dort geht der Flossenstrahl noch als saubere Spitze ohne Segel ein Stück weiter.

Alle Jungfische zeigen bis zu einem gewissen Alter bzw. bis zu einer bestimmten Größe alle ähnliche Segel. Erst wenn ein starkes Männchen geschlechtsreif wird, sollte der Unterschied in diesen Flossen sichtbar werden.

Ab einem Alter von ca. 3 Monaten kann bei den Weibchen die Laichpapille erkannt werden. Die Papille befindet sich vor dem Ansatz der Afterflosse und sieht aus wie ein kleines weißes Körnchen.

Männchen haben keine Laichpapille.

Die Laichpapille der Weibchen ist aber ein problematisches Merkmal zur Geschlechtsunterscheidung. Unterdrückte Männchen sehen bei normalen Bettas, B. splendens, B. imbellis., B. smaragdina, genau so aus wie die Weibchen, inklusive der Papille. Junge Männchen können die Laichpapille imitieren, indem sie etwas weiß zeigen. Von einer echten Laichpapille unterscheidet sich das aber deutlich.

Bei erwachsenen Schleierkampffischen, Betta splendens, erkennt man die Männchen leicht an den größeren Flossen.

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  • Peter Bärwald
  • Herausgeber: Dähne Verlag
  • Auflage Nr. 2 (16.11.2016)

Oft sieht bei Aufzucht einer Brut nur ein Männchen aus wie ein Männchen. Die anderen Tiere sehen alle aus wie Weibchen. Erst wenn das offensichtliche Männchen entfernt wird, entwickelt sich ein weiteres Männchen schnell weiter und zeigt das typisch männliche Aussehen. Der Vorgang kann sich mehrfach wiederholen.

Wenn ein starkes, dominantes Männchen im Becken ist, können junge Männchen den Weibchen verblüffend ähnlich sehen. Das einzige Merkmal, das sie nicht unterdrücken können, ist das Segel an ihren Bauchflossen. Bei den Weibchen ist es immer ein klares Dreieck mit fast rechtwinkligem Zuschnitt, bei den unterdrückten Männchen läuft das Segel in die Spitze aus.

An der Färbung können die Geschlechter nicht unterschieden werden. Beide Geschlechter zeigen zwei längs laufende, scharze Seitenstreifen, wenn sie sich nicht wohlfühlen, verängstigt sind, oder ein deutlich überlegenes Tier in der Nähe ist.

Die gleiche Musterung zeigen Jungtiere bis zu einem gewissen Alter ständig, damit sie nicht angegriffen werden.

Wenn ein Tier senkrechte Streifen zeigt, also vom Rücken zum Bauch, dann ist es mit ziemlicher Sicherheit ein Weibchen. Diese Streifen zeigen Weibchen, die noch nicht laichbereit sind.

Die Laichpapille ist erst dann ein Unterscheidungsmerkmal, wenn das Weibchen sie wirklich deutlich zeigt.

Betta splendens Weibchen 
Betta splendens Weibchen

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Betta splendens Weibchen 
Betta splendens Weibchen

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Betta splendens Männchen 
Betta splendens Männchen

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Betta splendens Männchen 
Betta splendens Männchen

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Pflanzen für Kampffische (Betta splendens)

Aquarien für Kampffische sollen dicht bepflanzt sein, wobei auch die Wasseroberfläche teilweise von Pflanzen bedeckt sein soll.

Pflanzen, die an die Wasseroberfläche wachsen:
  • Brasilianischer Wassernabel
  • Hornkraut
  • Rotala
  • Schwimmender Hornfarn
Schwimmpflanzen:
  • Ceratopteris thalictrodies C46 (dennerle) 005A (tropica)
  • Muschelblumen
  • Riccia
  • Schwimmgras
  • Wasserlinsen
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Stängelpflanzen wie Hornkraut und Rotala werden sehr lang und wuchern die Oberfläche regelrecht zu, wenn sie nicht gekürzt werden.

Hornkraut ist filigran und hat keine richtigen Blätter. Aus dem Stängel kommen eher Büschel von Zweigen. Hornkraut wird aber relativ dicht. Die Pflanze ist hellgrün.
Rotala hat jeweils mehrere kleine Blätter an einem Knoten. Abhängig vom Licht werden die Blattunterseiten rot und die Blattoberseiten dunkelgrün.

Kampffische Betta picta

Die Haltungsbedingungen für Betta picta

Maulbrütende Kampffische sollten nicht zu warm gehalten werden. Temperaturen zwischen 22 und 24 Grad sind geeignet.

Betta picta können sehr gut springen, auch durch kleine Öffnungen.

Hinweise zur Zucht von Betta picta

Die Zucht von Betta picta ist einfach und bereitet kaum Probleme.

Wenn das Männchen das Maul voll mit Jungen hat, kann das Männchen aus dem Zuchtbecken gefangen werden. Das Männchen kann dann in ein extra Becken oder in einen Netzablaichkasten gesetzt werden.

Ablaichkästen müssen abgedeckt werden. Sonst springt entweder das Männchen heraus oder das Weibchen springt zu den Jungen und frisst sie auf.

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Die Jungen sind etwa so groß wie junge Guppies und daher einfach aufzuziehen.

Die Aufzucht der Jungen im Becken der Eltern ist scheinbar schwierig.

Betta picta:

Kampffische Betta Imbellis

Die Haltungsbedingungen für Betta imbellis

Kampffisch Foto: Claudia

Für die Haltung eines Paars Betta imbellis gut geeignet ist ein 60 Zentimeter Becken, das gut mit Cabomba, Javafarn, Javamoos, Cryptocoryne wendti und Riccia fluitans bewachsen ist.

Als Mitbewohner eignen sich einige Corydoras habrosus und einige Bienengarnelen.

Oft wird ein Männchen mit zwei Weibchen gehalten. Erfahrungsgemäß ist es besser ein Paar zu halten. Auch dann sollte ein eingefahrenes Aquarium zur Verfügung stehen, um das Paar trennen zu können. Auch die Weibchen bilden ein Revier. Weibchenreviere haben einen Durchmesser von ca. 30 Zentimetern.

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Die Eltern können bei der Aufzucht im Aufzuchtbecken bleiben.

Während der Brutpflege übernimmt das Männchen die Nahverteidigung des Nestes. Das Weibchen übernimmt die Fernverteidigung.

Anders als bei vielen anderen Labyrinthern und auch bei vielen Betta-Weibchen fressen bei Betta imbellis beide Eltern ihre Jungen nicht, wenn die Eltern gut genährt sind.

Auch wenn die Jungfische freischwimmen werden sie von der Mutter nicht beachtet. Selbst wenn sie der Mutter direkt vor der Schnauze schwimmen.

Die Geschlechtsunterschiede

Erst ab 3 bis 4 Zentimetern Länge können die Geschlechter bei Betta imbellis unterschieden werden.

Bei fast ausgewachsenen Tieren ist die Afterflosse der Männchen auch in zugeklapptem Zustand deutlich länger ausgezogen als bei Weibchen. Wenn die Tiere in einem Glas von oben betrachtet werden ist das gut zu erkennen.

Bei sichtbar ausgeklappten Flossen läuft die Afterflosse beim Weibchen parallel zur Körperlinie, mit einem sauberen relativ wenig spitzen Winkel als Abschluss.
Beim Männchen hat die Afterflosse eine Spitze, die nach hinten unten verläuft. Es gibt keine sauberen Winkel, sondern die Spitze verläuft, d. h. sie wird einfach immer spitzer.

Weibchen mit Laichansatz sind leicht zu erkennen. Die Eiermasse in der Leibeshöhle scheint gelblich durch. Der Bauch ist leicht dick und bleibt auch dick, wenn nicht gefüttert wird.

Die Laichpapille der Weibchen ist ein problematisches Merkmal zur Geschlechtsunterscheidung. Unterdrückte Männchen sehen bei normalen Bettas, B. splendens, B. imbellis., B. smaragdina, genauso aus wie die Weibchen, inklusive der Papille.

Betta imbellis:

Kampffische Betta picta und imbellis wie man die Arten unterscheiden kann

Wie sich Betta splendens und Betta imbellis unterscheiden

Ca. einen Monat nach der Geburt sind die Streifen bei Betta splendens ausgeprägter. Ausgewachsene Betta imbellis sind schlanker als Betta splendens.

Betta imbellis sind immer ängstlich und nutzen jede Möglichkeit sich zu verstecken. Auch bei der Fütterung erscheinen sie nur ganz kurz.

Betta splendens sind nicht so ängstlich.

Kampffische
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2 Kommentare

  1. Hallo alle zusammen ich möchte mit der Kafi Zucht anfangen und frage mich ob als Becken für die Paarung und Aufzucht ein 54l Becken geieignet ist…?
    LG Rosa Bauling

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Letzte Aktualisierung am 7.12.2018 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API