L144 Wels

Datenblatt L144 Wels

Deutscher Name: L144 Wels
Wissenschaftlicher Name: Ancistrus
Herkunft: Südamerika
Größe: Körperlänge 12 cm – 15 cm 
Aquarium
Länge: Länge ab 80 cm Breite und ab 40 cm Breite
Inhalt: 112 Liter
Wasserwerte
Temperatur: 22°C – 27°C
PH: 5,5 – 7,5
GH: 0° – 20° dH
Verhalten
Bereich: unterer Bereich
Futter: Lebend- und Frostfutter
Verhalten: ruhig, friedlich
Anzahl: Gruppe, 6 – 10 Tiere
Schwierigkeitsgrad: Anfänger

Herkunft

Die Heimat der L 144 Welse liegt im nördlichen und mittleren Südamerika. Dort leben die Fische in Fließgewässern, aber auch in stehenden Gewässern in Überflutungsgebieten und Sümpfen.

Bei den im Handel erhältlichen Arten handelt es sich um die Goldenen Schwarzaugen Antennenwelse. Reine L144–Arten sind dagegen kaum noch zu haben.

Aussehen

Ihren Namen erhielt die Fischart aufgrund der gelblichen Körperfarbe und dem beeindruckenden, geweihartigen Tentakeln (Antennen) am vorderen Teil des Kopfes der geschlechtsreifen Männchen. Charakteristisch ist der Kontrast zwischen der gelben Körperfarbe und den schwarzen Augen. Mit dem  großen Saugmaul und den zahlreichen feinen Zähnen, kann sich die Art problemlos an glatten Gegegenständen festhalten.

Haltung

L 144 Welse sind ruhige, friedliche und anpassungsfähige Beckenbewohner. Zu Beginn der Haltung zeigen sie sich scheu. Doch wenn sie ausreichend Zeit zum Eingewöhnen bekommen, verlieren sie die Zurückhaltung und sind auch tagsüber im Aquarium unterwegs.

Das artgerechte Aquarium misst eine Kantenlänge ab 80 Zentimetern, wobei die Größe der Anzahl der Fische anzupassen ist! Die Wasserqualität ist klar, sauerstoffreich und hat eine Strömung. Die warmen Temperaturen liegen zwischen 22 bis 27° Celsius, der pH-Wert zwischen 5,5 und 7,5 und der Härtebereich zwischen 2 bis 20° dGH.

Die Einrichtung ist gut strukturiert. Es gibt eine Freifläche, an einem Bereich verschiedene Versteck- und Ruheplätze für alle Bewohner und eine Hintergrundbepflanzung aus filigranen Gewächsen. Die Verstecke bestehen aus Höhlen in Form von aufgebauten Steinen, Wurzeln und enge, einseitig offene Bambusröhren. Diese nutzen auch die ablaichenden Weibchen als sicheren Brutplatz für ihre Nachkommen.

Der Boden besitzt eine höherer feine Sandschicht aus Rundkorn. Dort können die Welse genüsslich nach Futterresten gründeln, ohne ihre empfindlichen Barteln zu verletzen.

Nahrung

Die Tiere sind Allesfresser und lassen sich gut an jedes im Handel hochwertige Lebendfutter, Frostfutter und Granulat für Welse gewöhnen. Zusätzlich zum tierischen Futter nehmen sie auch verschiedene Gemüsearten wie beispielsweise Gurke, Salat, Paprika und Spinat.

Wichtiges Zusatzfutter ist eine weiche Moorkienwurzel: Diese raspeln die Welse ab und erhalten wertvolle Zellulose, die sie für einen funktionierenden Verdauungsapparat brauchen.

Übrigens: Die richtige Nahrung muss stets von hochwertiger Qualität sein. Nur dann bleiben die Fische gesund und vital. Billige Produkte sind oftmals minderwertig und machen nur satt. Sie enthalten ungesunde Zusatzstoffe und zu wenige wertvolle Nährstoffe. Da diese zudem meist schlecht verdaut werden, landet ein Teil der Nährstoffe über den Kot im Wasser und sorgen für einen starken Algenwuchs und eine Keimbildung. Die Folge sind Abgeschlagenheit, Allergien, Krankheiten und sogar kleinste Verletzungen im Maulbereich der Tiere.

Geschlechtsunterschiede

Weibchen sind kleiner und korpulenter als Männchen. Die geschlechtsreifen Männchen tragen Tentakeln auf dem Kopf. Sie besitzen längere Interoperculaodontoden und mehrere Odontoden auf dem Brustflossenstrahl.

Zucht

Stimmen die Bedingungen, vermehren sich die L 144 Welse im Aquarium problemlos. Vor dem Ablaichen putzt das Männchen die Höhle (einseitig offene Bambusröhre) und drängt dann das tragende Weibchen hinein. Es kommt zur Ablage von etwa 100 Eiern. Nach dem Vorgang betreibt das Männchen die Brutpflege. Dabei wedelt er durch Flossenschläge den Eiern immer wieder Frischwasser zu.

Nach etwa sieben Tagen schlüpfen die Larven. Sie verbleiben in der Höhle und ernähren sich vom Dottersack. Nachdem dieser aufgebraucht ist, schwimmen die voll entwickelten Jungtiere frei. Sie sind schon in der Lage sich mit ihrem Saugmaul an glatten Oberflächen festzuhalten.

Von nun an können sie mit feinem Spinat, Artemien oder Futtertabletten versorgt werden. Sie wachsen sehr langsam.

Vergesellschaftung

Ancistrus sind ruhig und friedlich. Sie können sehr gut mit Artgenossen zusammenleben, aber auch andere friedliche Zierfische und Garnelen sind gute Gesellschafter.

Bei artgerechter Haltung können L 144 Welse ein Lebensalter bis 10 Jahren erreichen.

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Weitere Infos findest du hier:

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3 Gedanken zu „L144 Wels“

  1. Hallo
    wer kann mir helfen. Meine Albino Welse gelb , werden auf einmal weiß und liegen
    dann nach ein paar Tagen Tod am Boden des Aquarium. Habe schon mehrere Tiere verloren.

    Antworten
    • Hallo Hans,

      die Verfärbund tritt wahrscheinlich nach dem ableben auf. Hast du mal die Wassertwerte geprüft – sind noch andere Fische betroffen?

      Antworten
    • Hallo Hans-Werner habe deine Frage heute erst gelesen,hast bestimmt schon antworten darauf bekommen.Hast du wenigstens Wurzeln im Aquarium diese werden von den Welsen benötigt.
      Sind deine Welse vielleicht verhungert?
      Mfg. Erwin

      Antworten

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