Tausenddollarfisch

Datenblatt Tausenddollarfisch

Lateinischer Name: Chitala ornata
Handelsname: Tausenddollarfisch
Ordnungsname: Knochenzünglerartige
Familie:
Altwelt-Messerfische
Gattung:
Chitala
Herkunft: Indonesien, Vietnam, Laos, Kambodscha & Thailand
Größe in cm:
80 – 100
Aquariumgröße: Großaquarium
Länge und Breite:
3 Meter x 1 Meter
Inhalt in Litern:
2000 Lite rund mehr
Wasserwerte
Temperatur: 23 – 24°C
pH:
6 – 7,5
Gesamthärte:
5 – 10° dGH
Karbonathärte:
6 – 12° dKH
Verhalten/Besatz
Bereich: Die Art bevorzugt vor allem tagsüber Versteckmöglichkeiten in Pflanzen, wurzeln oder Steinbauten
Futter: Lebend- sowie Frostfutter ist geeignet: Am geeignetsten sind kleinere Fisch, wie z.B. Frost-Stinte, Aber auch Muschel- und Krebstiere
Verhalten: Ausgewachsene Tiere verhalten sich oft sehr aggressiv und territorial, weshalb sie eher als Einzelgänger bezeichnet werden können
Anzahl: Aufgrund des aggressiven Verhaltens ist eine Haltung mit kleineren Arten nicht ratsam. Ein einzelnes Tier kann also entweder gemeinsam mit größeren Fischen oder einzeln im Aquarium gehalten werden
Lebenserwartung:
Tausenddollarfische können ein Alter von bis zu 8 Jahren erreichen
Vergesellschaftung mit Garnelen:
nein
Schwierigkeitsgrad: Die Haltung sowie die Zucht ist eher schwierig und deshalb nur Fortgeschrittenen zu empfehlen
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Tausenddollarfisch
Mistvan, Chitala ornata (Zoo Brno, Czech Republic), CC BY-SA 3.0

Allgemeine Einleitung

Diese natürlicherweise in Südostasien beheimatete Raubfischart kann bis zu einem Meter lang und ca. 5 Kilogramm schwer werden. Äußerliche Merkmale sind vor allem seine silbrige Färbung, die stark reduziert ausgeprägten Flossen und die abgeflachten Seiten.

Mit zunehmendem Alter und Wachstum bilden sich an der Untersite des Körpers aus schwarzen Querstreifen nach und nach schwarze Punkte bzw. Flecken aus, die mit einem weißen Rand versehen sind.

Die Art geht vorwiegend nachts auf die Jagd nach bodennah lebenden und freischwimmenden Organismen, wie kleineren Knochenfischen, Muscheln, Krebstieren, Würmern und Insekten. Die Beutetiere werden dabei über den Geruchs- und Sehsinn wahrgenommen, gejagt und auch gleich im Ganzen verschlungen.

Geschlechtsunterschiede

Der wohl einzige äußerliche Unterschied, mit dem man die Männchen von den Weibchen unterscheiden kann ist, dass bei adulten Exemplaren die Weibchen in der Regel etwas größer werden als die Männchen. Für einen direkten Vergleich ist es allerdings besser, Exemplare beider Geschlechter nebeneinander sehen zu können.

(Auf-)Zucht

Tausenddollarfische sind Offenbrüter, das heißt, dass die Befruchtung äußerlich stattfindet. Das Weibchen legt die Eier auf festem Substrat oder auch Pflanzen ab. Das Männchen hat bis zum Schlupf nach etwa einer Woche die Aufgabe, die Brut zu bewachen und die Eier durch Bewegungen mit der Schwanzflosse von Schwebstoffen freizuhalten sowie mit genügend Sauerstoff zu versorgen.

Aber auch nach dem Schlüpfen der Jungtiere übernimmt der Vater für einige weitere Tage die Betreuung seines Nachwuchses. Diese Art der Gemeinschaft wird dann auch oft als Vaterfamilie bezeichnet.

Da die Zucht recht schwierig ist, findet sie meistens in, zu kommerziellen Zwecken genutzten, Teichanlagen statt.

Vergesellschaftung

Für eine Vergesellschaftung mit anderen Arten eignen sich nur Großfische wie Tigerbarsche, die ebenfalls aus Asien stammen, da Tausenddollarfische ein sehr ausgeprägtes und aggressives Revierverhalten zeigen. Insbesondere kleinere Fische werden als Beute angesehen und sind daher nicht geeignet.

Sonstige Fragen / Nutzerfragen

Seit wann gibt es die Art in Deutschland?

Erste Exemplare dieses Angel- und Speisefisches wurden bereits im Jahre 1934 von Asien aus nach Deutschland eingeführt.

Unter welchem Namen ist die Art noch bekannt?

Aufgrund seiner Familienzugehörigkeit und seines Aussehens werden Jungtiere meist auch auch als “Gestreifte Messerfische” angeboten und verkauft.

Kann die Art der Ausstattung des Aquariums Auswirkungen auf den Lebenszyklus nehmen?

Wenn das Aquarium mit sehr vielen Schwimmpflanzen bestückt ist und allgemein wenig Licht in die untere Wasserregion, wo der Tausenddollarfisch sich bevorzugt aufhält, einfällt, kann es zu einer zunehmenden Aktivität der Art auch tagsüber kommen.

Welches Charakteristikum weisen die Flossen auf?

Äußerlich auffallend sind die doch recht untypischen Flossen des Tausenddollarfisches: Die Rückenflosse ist stark verkleinert und zurückgebildet, während die Afterflosse auf der Bauchseite sehr langgestreckt ist. Das liegt daran, dass das After sich sehr weit nach vorn gezogen befindet.

Diese Afterflosse ist mit der Schwanzflosse verwachsen und mit ihr zu einer Art Saum verbunden. Dieses ermöglicht es dem Raubfisch auch rückwärts zu schwimmen.

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