Sturisoma sind problemlos zu halten. Die Wasserwerte sollten aber nicht stark schwanken. Deshalb müssen sie auch vorsichtig eingewöhnt werden. Temperaturen bis 30°C werden vertragen. Dauerhaft geeignet sind ca. 26°C.

Geeignete Wasserwerte:

Sturisoma können die Farbe wechseln

Halbwüchsige Sturisoma werden manchmal grau. Nach einiger Zeit nehmen sie wieder die ursprüngliche Farbe an. Auch wenn sie sich erschrecken oder unwohl fühlen, werden sie manchmal grau.

Die Geschlechtsunterschiede bei Sturisoma

Geschlechtsreife Sturisoma Männchen haben einen Backenbart. Weibchen haben keinen Backenbart. Geschlechtsreif sind z.B. Sturisoma aureum nach einem Jahr mit ca. 10 Zentimeter Größe.

Futter für Sturisoma

Sturisoma fressen zwar Rote Mückenlarven und Tablettenfutter. Sie sind aber hauptsächlich Pflanzenfresser. Wenn sie dauerhaft gesund bleiben sollen, müssen sie entsprechned ernährt werden.

Haben sie die Wahl zwischen Grünfutter und anderem Futter, dann sind sie den ganzen Tag mit dem Grünfutter beschäftigt. Es sollte auch immer etwas Futter zur Verfügung stehen. Längere Hungerperioden werden schlecht vertragen. Unter diesen Bedingungen sind die Tiere auch den ganzen Tag aktiv und eigentlich immer zu sehen.

Einige Sturisoma fressen Pflanzen. Besonders Echinodorus sind gefährdet. Damit sie nicht an Pflanzen gehen, kann vorbeugend Grünfutter gegeben werden.

Geeignetes Futter für Sturisoma:

  • Spinat
  • Salat
  • Kartoffeln
  • Frostfutter
  • Mückenlarven
  • Muschelfleisch
  • Artemia
  • Algae Wafers von Hirikari
  • Gurke
  • Zucchini
  • Paprika
  • Avocados
  • Erbsen
  • Chinakohl

Diskus mit Sekretbildung für den Nachwuchs werden von Sturisoma sehr gerne angegangen und abgeraspelt.

Diskus Quick wird sehr gerne genommen. Wenn diese Fütterung für ein Wochenende erfolgt, kommt es ca. 2 Wochen später zur Laichabgabe.

Hinweise zur Aufzucht

Sturisoma panamense Quelle: Bild auf Wikimedia Commons Lizenz: CC Attr. SA 2.5 Urheber: OpenCage 

Für die Aufzucht von Sturisoma ist entscheidend, dass die Jungen genug Futter bekommen. In großen Aquarien mit wenig Futter verhungern sie in der Regel.

In den ersten Wochen saugen sich die Jungen nur irgendwo fest und bewegen sich sehr wenig.Eine aktive Futteraufnahme ist kaum zu beobachten. Auch nachts. Nach einem Bericht aus vermutlich der Datz, sind Sturisomas in den ersten Wochen Filtrierer. Der Bericht enthielt Mikroskopaufnahmen vom Maul der Sturisoma, die zeigten, dass sie am Anfang überhaupt keine Zähnchen hatten.
Nach anderen Berichten können die Jungen am Anfang die vorhandene Nahrung nicht erschließen, weil sie dazu erforderliche Enzyme nicht haben. Diese müssen sie anfangs aus dem Kot der Eltern oder aus vermulmten Filtermatten etc. entnehmen.

Wenn die Eier wurden vom Welsmännchen gut bewacht werden, wartet man ab, bis die Jungen geschlüpft sind. Die Jungen hängen sich 1 bis 3 Tage nach dem Schlupf gerne an den oberen Rand der Aquarienscheiben. Von dort werden die Jungen abgefangen und in ein Aufzuchtbecken gesetzt.

Kennt man den Zeitpunkt des Schlüpfens nach einigen Laichgängen genauer, kann das Blatt oder den Gegenstand an dem die Eier sind einen Tag vor dem Schlüpfen in das Aufzuchtbecken gelegt werden.

Während die Jungen schlüpfen, muss nachgeschaut werden, ob die Jungen es alleine schaffen, zu schlüpfen. Ansonsten kann mit einem kleinen, weichen Pinselchen vorsichtig nachgeholfen werden. Nach 2 bis 3 Tagen ist der Dottersack aufgezehrt.

Als Aufzuchtbecken kann aus Plexiglas ein Becken geklebt werden, das in das Aquarium gehängt werden kann. Etwa so wie die Laichkästen für Guppys etc., allerdings 3 Mal so groß. Auf einer Seite wird das Becken mit kleinen Löchern versehen.
Alternativ kann ein kleines Kunststoffbecken, z.B. eine Faunabox aus dem Zoohandel, in das Aquarium eingehängt werden. Für den Wasseraustausch wird ein 30mm Loch in eine Seite gebohrt. In das Loch wird ein Stück Filtermatte gesteckt.

Sturisoma aureum Quelle: Bild auf Wikimedia Commons Lizenz: CC Attr. SA 2.5 Urheber: Richard Bartz 

Im Aufzuchtbecken ist ständige Frischwasser- und damit auch Sauerstoffzufuhr wichtig. Dazu kann vom Filterauslauf des Aquariums eine Abzweigung auf die Oberfläche des Aufzuchtbehälters geleitet werden.

Z.B wird in das Auslaufrohr eines Außenfilters ein dünner Luftschlauch gesteckt. Dieser wird mit einer Wäscheklammer am Rand des Aufzuchtbeckens befestigt, so dass ständig Wasser in das kleine Becken fließt und durch die Löcher bzw. den Schaumstoffkorken wieder heraus.

In solchen Behältern können die Jungen im Futter schwimmen. In den ersten Wochen ist sehr feines Futter notwendig.
Gefüttert werden kann z.B. mit aufgeschütteltem Sera micron. Es wird mehrmals am Tag so viel gefüttert, dass die Jungen in einer richtig grüne Wolke schwimmen. Gut ist auch grün veralgtes Wasser.

Durch die Größe es Aquariums, in dem der Behälter hängt, und dessen Filter, ist die Wasserverschlechterung nicht sehr groß. Vorausgesetzt, dass das Aquarium nicht zu klein ist.

Ansonsten werden Futterreste immer wieder abgesaugt und der Boden täglich mit einem Pinsel gereinigt. Zur Unterstützung können einige kleine Schnecken in das Aufzuchtbecken gesetzt werden.

Das Aufzuchtbecken muss nicht unbedingt im Aquarium hängen. Auch ein allein stehendes Aufzuchtbecken kann verwendet werden. Das Becken sollte gut belüftet und gefiltert werden.

Im Aufzuchtbecken sollte ein Stück Wurzelholz sein. In das Aufzuchtbecken kann etwas getrocknetes Eichen- oder Buchenlaub gelegt werden. Eichen- und Buchenlaub hat beim Auflösen eine fungizide, Keim hemmende, Wirkung und kommt so den Bedürfnissen vieler Waldfische entgegen. Laub bedeckt den Boden der Gewässer im Amazonasgebiet und bietet den jungen Sturisoma hervorragenden Lichtschutz und Sicherheit. Junge Ancistren, Harnischwelse, gehen z.B. sonst in den ersten Lebenstagen oft an Darmparasiten ein.

Auch die erwachsenen Welse raspeln ständig am Laub.

Wenn die Jungen einige Zentimeter lang sind, nach ca. 3 Wochen, kommt ein kritischer Punkt, an dem aus ungeklärten Gründen ein Teil der Jungen stirbt. Durch abwechslungsreiche Fütterung mit Grünfutter, Gemüse, Futtertabletten, Spirulinatabletten, Artemianauplien usw, kann dem entgegengewirkt werden.
Bei einigen Arten sind Algen als Futter wichtig, weil die Jungen selbst mit mehreren Zentimeter Größe nur Algen fressen. Auch wenn die Eltern jedes Futter fressen.
Wenn im Aufzuchtbecken nicht genug Algen vorhanden sind, können mit Algen bewachsene Steine oder Pflanzenteile aus einem anderen Becken in das Aufzuchtbecken gelegt werden. Nach einiger Zeit werden die veralgten Teile ausgewechselt.

Eine weitere Möglichkeit ist, aus verschiedenen Futterarten einen Brei anzurühren, der auf einen Stein geschmiert und dann getrocknet wird. Danach wird der Stein in das Aufzuchtbecken gelegt.

Junge Sturisoma fressen Schalen von Artemia, vertragen diese jedoch nicht. Wenn Schalen in das Aufzuchtbecken gelangen, sterben sie daran.

Ein unbestätigter Tipp ist, abgekochten Löwenzahn mit einer Wäscheklammer an den Schlauch eines Sprudelsteins, direkt in die Luftblasen, zu klemmen. Damit sollen die Jungen an Futter kommen und groß werden.

Futter für junge Sturisoma

Aus Staubfutter mit Wasser wird ein Brei angerührt. Der Brei auf einen Stein geschmiert und dann getrocknet. Danach wird der Stein in das Aufzuchtbecken gelegt.

Tiefgekühlte Erbsen oder Erbsen aus der Dose können gequetscht werden, so dass sich die harte Außenhaut löst. Die Haut wird weg geworfen. Alternativ können die Erbsen geschält werden. Das Innere von einigen Erbsen wird auf einen flachen Stein gestrichen und etwas angetrocknet gelassen. Dann wird der Stein ins Becken gelegt. Das geht auch mit Spinat.

Spinat, Erbsen und Ackersalat werden mit einem Mixer püriert und eingefroren. Bei Bedarf wird die Masse aufgetaut und auf kleine, flache, rauhe Steine geschmiert und getrocknet. Danach wird damit gefüttert.

Möhren mit Kartoffeln oder Spinat mit Kartoffeln in einem Eiswürfelbereiter ein gefroren und nach Bedarf gefüttert.

Als Futter für junge Sturisoma geeignet sind zudem Zucchini, Salatgurken, gekochtes Eigelb und Eiweiß, frischer Salat, Bananen und rote Paprika. Vitamine können zusätzlich in das Wasser gegeben werden. Die Jungen raspeln auch an Holz, mit Algen bewachsenen Steinen und an den Aquarienscheiben.

Allgemeines über Sturisoma aureum

Sturisoma aureum
Sturisoma aureum Foto: Philippe Coulon

Sturisoma aureum, Goldbartwelse , werden ca. 30 Zentimeter groß und brauchen Aquarien ab 120 Zentimeter Länge.

Sie sind Algen- und Pflanzenfresser.

Algen und Grünfutter, z.B. aufgetaut pürrierte, Tiefkühlerbsen sind als Futter notwendig.

Die Tiere brüten auf einem Substrat, z.B. Pflanzen.

Gegenüber Artgenossen verhalten sie sich leicht territorial. Sie brauchen gute Wasserqualität und starke Wasserbewegung.

Allgemeines über Sturisoma cf. panamense

Sturisoma cf. panamense bevorzugen weiches und saures Wasser. Die Temperaturen sollten 26 bis 29°C betragen.

Sie sind tagaktiv und verstecken sich selten. Trotz der Aktivitäten am Tag müssen unbedingt Unterstände und Versteckmöglichkeiten vorhanden sein. Die Welse werden dann zutraulich und sind überhaupt nicht schreckhaft.

Praktisch jedes tierische und pflanzliche Futter wird gern angenommen, besonders Spinat und Gurke. Algen werden ebenfalls gefressen.

Tipps zur Aufzucht von Sturisoma panamense

Sturisoma panamense Quelle: Bild auf Wikimedia Commons Lizenz: CC Attr. SA 2.5 Urheber: OpenCage

Am 7. Tag nach dem Ablaichen, spätestens wenn die ersten Jungwelse schlüpfen wird das Gelege in eine separate Schale überführt. Wenn dabei nicht alle restlichen Jungen schlüpfen, wird mit einer Pipette oder einem Pinsel nachgeholfen.

Die Schale lässt man im normalen Haltungsbecken treiben. Geeignet sind z.B. Plastikschalen mit ca. 3 Liter Inhalt. Mit einem Sauerstoffstein wird die Schale kräftig belüftet. Mindestens 1 Mal und möglichst 2 Mal werden 80 bis 90% Wasser mit einem dünnen Schlauch aus der Schale gesaugt. Gleichzeitig wird der Boden der Schale mit einem Pinsel abgepinselt. Mit Wasser aus dem Aquarium wird die Schale wieder aufgefüllt.

Wenn die Dottersäcke der Jungen am 2. oder 3. Tag aufgebraucht sind, wird 2 bis 3 Mal täglich mit wenig Staubfutter, z.B. Sera micron, gefüttert. Besser als Staubfutter sind fein zerriebenes Flockenfutter oder Futtertabletten. Ab etwa dem 10. Tag wird Morgens z.B. halbe Tablette Sera Premium Plankton Tab in die Schale gelegt.

Wenn die Welse ca. 2 bis 2,5 Zentimeter groß sind, werden sie in das Haltungsbecken gesetzt. Spätestens wenn tote Junge in der Schale liegen, werden die noch lebenden Junge in das Aquarium gesetzt.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

🐠 Fragen, Anregungen und Berichte zum Störwels » Hilf anderen und teile deine Erfahrungen:

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


Letzte Aktualisierung am 11.09.2019 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API