Halbschnabelhechtling

Datenblatt Halbschnabelhechtling

Lateinischer Name: Dermogenys pusillus
Handelsname: Halbschnabelhecht, hechtköpfiger Halbschnäbler, Dermogenys pusillus
Ordnungsname: Hornhechtartige (Beloniformes)
Familie:
Familie der Zenarchopteridae
Gattung:
Dermogenys
Herkunft: Südasien
Größe in cm:
7 cm
Aquariumgröße
Länge und Breite in cm:
ab 80 cm
Inhalt in Litern:
ab 112 Liter
Wasserwerte
Temperatur: 18 bis 29° Celsius
pH:
7 – 8,5
GH:
10 bis 25
KH:
5-20
Verhalten/Besatz
Bereich: unter Wasseroberfläche
Futter: carnivor – Fleischfresser; Lebend- und Frostfutter wie Artemia, Daphnien, Taufliegen, Mückenlarven, Drosophila
Verhalten: interessante Lauerjäger, sehr friedlich und gesellig
Anzahl: Schwarm ab 7 Fischen mit Überschuss an Weibchen
Lebenserwartung:
bis zu 4 Jahren
Vergesellschaftung mit Schnecken:
ja
Schwierigkeitsgrad: für Fortgeschrittene
Halbschnabelhechtling
Ahsan_al_hidayat, Dermogenys pusilla, CC BY-SA 3.0

Allgemeine Informationen zum Halbschnabelhechtling

Der Halbschnabelhecht zählt zur Familie der Zenarchopteridae, welche früher der Unterfamilie der Halbschnäbler zugeordnet wurde. Heute besitzt der hechtköpfige Halbschnäbler jedoch selbst einen Familienstatus.

Charakteristisch für den schlanken und filigranen Dermogenys pusillus sind der gestreckte Körper, die gerade Kopf-Rückenlinie ebenso wie das vorstehende, lange Unterkiefer.

Diese Fische können bis zu acht Zentimeter groß werden und sie weisen eine silbrig schillernde Farbe auf, welche bei manchen Zuchtvarianten stark herausgezüchtet wurde.

Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich von den Philippinen bis nach Indonesien und Thailand. Sie kommen in küstennahen, flachen, langsam fließenden und stehenden Gewässern vor, die leicht salzig sind. Da diese Tiere ursprünglich im Brackwasser leben, sollte auch das Aquariumwasser leicht brackig sein.

Halbschnabelhechtlinge weisen ein äußerst soziales Verhalten auf, sie sind gesellig und friedvoll. Die Haltung in einer Gruppe ist empfehlenswert. Idealerweise empfiehlt sich die Haltung von mindestens sieben hechtköpfigen Halbschnäblern mit einem Überschuss an Weibchen.

Der Halbschnabelhechtling fühlt sich direkt unter der Wasseroberfläche in einem Aquarium mit einer Kantenlänge von mindestens 80 Zentimetern wohl.

Das Süßwasseraquarium sollte ein wenig abgeschattet sein und einen dunklen Bodengrund aufweisen. Zur Abschattung bietet es sich an, das Licht ein wenig zu dimmen oder eine partielle Schwimmpflanzendecke anzubringen, die für ausreichend schattige Bereiche sorgt.

Als Futter bevorzugen diese prähistorisch wirkenden Fische Taufliegen, Daphnien, Artemia und Mückenlarven. Der Anteil an Lebendfutter sollte hoch sein. Zur Ergänzung bietet sich Trocken- und Frostfutter an.

Diese Tiere zählen zu den lebendgebärenden Fischen. Dies bedeutet, dass sie keine Eier legen, sondern bereits voll entwickelte junge Fische gebären.

Geschlechtsunterschiede

Die männlichen Tiere unterscheiden sich in Bezug auf die Größe von den Weibchen. In der Regel sind die Weibchen mit etwa sieben Zentimeter Körperlänge ein wenig größer.

Männchen erkennt man an dem roten Fleck, der die Rückenflosse ziert, und an der intensiveren Färbung der orangeroten Flossen.

Die männlichen Halbschnabelhechtlinge haben eine Afterflosse, auch Andropodium genannt, die der Begattung dient.

Zucht

Die Zucht der Halbschnabelhechtlinge ist im heimischen Aquarium problemlos möglich. Ähnlich wie Platys und Guppys handelt es sich bei Halbschnabelhechtlingen um lebendgebärende Fische.

Aufzucht im Aquarium

Nach der innerlichen Befruchtung liegt die Tragezeit der Weibchen etwa acht Wochen. Trächtige Weibchen sollten mit einem hohen Insektenanteil gefüttert werden, um einem Vitamin-D-Mangel vorzubeugen. Zu wenig Vitamin D führt während der Tragezeit häufig zu Totgeburten.

Das Weibchen gebärt rund zehn Jungtiere, die sofort mit feinem Frost- und Trockenfutter gefüttert werden sollten.

Für die gezielte Zucht erweist sich ein separates Becken als sinnvoll. Da Elterntiere den Jungen nachstellen, sollen diese nach der Geburt entfernt werden.

Vergesellschaftung

Für die Vergesellschaftung eignen sich Fischarten, welche ein leicht salziges Milieu bevorzugen.

Diese sozialen und geselligen Fische lassen sich mit friedlichen Fischarten wie beispielsweise Guppys, Mollys, Goldringelgrundeln und australischen Wüstengrundeln vergesellschaften.

Zudem können hechtköpfige Halbschnäbler mit Schnecken gehalten werden.

Die wichtigsten Fragen

Von wo nehmen Halbschnabelhechtlinge Nahrung auf?

Die Oberflächenfische bevorzugen Nahrung von der Wasseroberfläche.

Warum sollten Aquarianer das Becken gut abdecken?

Da diese Fische Lauerjäger sind, die ihr Futter von der Wasseroberfläche fressen, sollte das Becken abgedeckt sein um das Herausspringen aus dem Aquarium zu verhindern.

Wie hoch sollte der Salzgehalt sein?

Das leichte Brackwasser sollte einen Salzgehalt zwischen 0,1 und 1 aufweisen.

Welche Bepflanzung ist empfehlenswert?

Das Aquarium sollte an einigen Stellen verkrautet und dicht bewachsen sein, damit die Halbschnabelhechtlinge einen Rückzugsort und Rastplatz finden. Zudem verdunkelt eine teilweise Decke aus Schwimmpflanzen das Becken.

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