Mosaikfadenfische

Mosaikfadenfisch
Trichgaster leerii Männchen Quelle: Bild auf Wikimedia Commons Lizenz: CC Attr. SA 2.0 Urheber: Stefan Maurer 

Mosaikfadenfische, Trichogaster leeri, werden ca. 12 Zentimeter groß. Geschlechtsreife Tiere sind leicht revierbildend. Sie sind aber nicht ausgesprochen aggressiv.

Das Wasser sollte warm, weich und leicht sauer sein.

Wenn ein ausreichend großes Aquarium vorhanden ist, sollte eine Gruppe von etwa 5 – 6 jüngeren Tieren gekauft werden. Beim Kauf muss auf den guten Wuchs der Tiere geachtet werden.

In einem Aquarium mit 112 Liter Wasserinhalt können ein Männchen und zwei Weibchen gepflegt werden. In einem solchen Becken sollten sie alleine oder höchstens mit wenigen, ruhigen Beifischen gepflegt werden.

Mosaikfadenfisch
Trichogaster leeri Männchen Quelle: Bild auf Wikimedia Commons Lizenz: CC Attr. SA 3.0 Urheber: Alexander Siering 

Je mehr Beifische gehalten werden und je unruhiger es im Aquarium ist, desto schwieriger wird es, die Tiere artgerecht zu halten. Der Platzbedarf für eine gute Haltung steigt dann stark an. Sumatrabarben und ähnlich lebhafte Tiere bringen zu viel Unruhe für Mosaikfadenfische.

Mosaikfadenfische benötigen viel Ruhe und sehr dichte Bepflanzung im Becken. Sie gedeihen am Besten, wenn ausreichend dichte und dicke Schwimmpflanzenpolster im Becken sind. Sie stehen stundenlang unter den Schwimmpflanzen und suchen nach Nahrung.

In einem verkrauteten 112 Liter Artenbecken mit viel Riccia auf der Wasseroberfläche und Wurzeln zum Durchschwimmen und Verstecken sind Mosaikfadenfische viel neugieriger und unbefangener als in Gesellschaft anderer Fische.

Die Wasseroberfläche muss mit einem dicken Krautteppich bedeckt sein. Das ganze Aquarium muss so von Pflanzen zugewuchert sein, dass sich die Fische gegenseitig nicht sehen können.

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Das lebhafte Verhalten in Händlerbecken hat nichts mit dem ruhigen Verhalten der erwachsenen Tiere zu tun. Oberflächenbewegungen des Wassers mögen Mosaikfadenfische überhaupt nicht. Wenn viele Schwimmpflanzen im Aquarium sind, wird das Wasser an der Oberfläche nur schwach bewegt. Es kann deshalb zu einer Kahmhaut kommen. Eine Kahmhaut kann für die Tiere förderlich sein.

Erst bei einer solchen ruhigen Einrichtung entfalten Mosaikfadenfische ihr volles Verhalten und die Männchen zeigen ihre Farbenpracht.

Mosaikfadenfische jagen sich.

Mosaikfadenfisch
Trichogaster leeri  Quelle: Bild auf Wikimedia Commons Lizenz: CC Attr. SA 3.0 Urheber: SuperJew 

Wie andere Fadenfische jagen sich auch Mosaikfadenfische untereinander. Erwachsene männliche Mosaikfadenfische dulden in ihrem Territorium keine Weibchen, außer das Männchen will eine Familie gründen.

Oft ist dann ein Tier laichbereit und das andere Tier nicht. Wenn nicht genug Ausweichmöglichkeiten im Aquarium sind, endet das oft mit dem Tod des gejagten Tieres. Im Aquarium müssen deshalb viele Versteckmöglichkeiten sein. Es sollten viele Pflanzendickichte und Schwimmpflanzen vorhanden sein. Die Beleuchtung sollte relativ schwach sein.

Manchmal hilft es, wenn auf ein Männchen 2 bis 3 Weibchen gehalten werden. Unter Umständen wird aber auch das jeweils schwächste Tier von den anderen Tieren unterdrückt.

Auch andere Fische können herumgescheucht werden. Besonders bei der Fütterung werden andere Fische verjagt.

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Geschlechtsunterschiede

Mosaikfadenfisch
© Vladimi Wrangel -Fotolia

Männchen haben eine spitze Rückenflosse. Weibchen haben eine rund auslaufende Rückenflosse. Bei Jungen Tieren ist es schwierig, das Geschlecht zu erkennen. Erst wenn die Tiere so groß sind wie eine Kinderhand, zeigen sich die unterschiedlichen Rückenflossen und Farben.

Bei größeren Tieren ist die Unterscheidung einfach. Männchen sind prachtvolle Fische mit lang ausschweifender Rückenflosse, einem orangeroten Bauch inkl. der Flosse. Auch die Fäden können rot sein. Die Afterflosse ist in kleinen Fäden lang ausgezogen.

Zucht von Mosaikfadenfischen

Nach dem Ablaichen schlüpfen die Jungen nach ein bis zwei Tagen. Die Jungen sind so klein, dass sie mit bloßem Auge kaum zu erkennen sind.

Wenn keine Brutfresser im Becken sind, muss nur Kleinstfutter gegeben werden. Zerriebenes Trockenfutter ist dazu geeignet oder Infusorien. Artemianauplien können erst nach zwei Wochen gefüttert werden.

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Wenn Fressfeinde im Becken sind, sollte das Schaumnest mit Hilfe einer Untertasse umgesetzt werden.

FAQs – Häufige Fragen zum Mosaikfadenfisch

Was ist ein Mosaikfadenfisch?

Der Mosaikfadenfisch gehört zur Ordnung der barschartigen Kletterfische. Diese schönen Fische können sehr gut im Aquarium gehalten werden. Den Namen verdanken die Tiere ihren braun umrandeten und silbrig schimmernden Schuppen. Das Muster ist einem perlförmig glänzenden Mosaik sehr ähnlich.

Mosaikfadenfische können im Gesellschaftsbecken paarweise gehalten werden. Als Nachbarfische bieten sich friedliche Arten an, welche sich bevorzugt in den unteren Schichten des Wassers aufhalten. Nicht geeignet sind aus diesem Grund Skalare, Buntbarsche oder Sumatrabarben. Diese knabbern die fadenförmigen Flossen des Mosaikfadenfisches gern an, was besonders schmerzhaft für diesen ruhigen Fisch ist.

Wie sieht der Mosaikfadenfisch aus?

Die Mosaikfadenfische haben silbrig glänzende Schuppen, welche blaugrün bis bräunlich umrandet sind.

Hierdurch entsteht das bekannte perlmuttartige Muster, welches den Fischen den Namen gibt. Ausgeprägt ist ebenfalls ein schwarzer und schmaler Längsstreifen. Dieser beginnt am Maulbereich, läuft über das Auge bis hin zur Flosse am Schwanz. Der Mosaikfadenfisch wird in vielen Farben gezüchtet.

Woher kommt das Mosaikmuster?

Sehr auffällig an diesen bunten Fischen sind die kleinen weißen Flecken, welche wie ein Mosaikmuster den Körper durchziehen. Selbst die Flossen sind mit einem solchen Muster geschmückt. Auf diese Weise wirkt der Körper generell größer.

In der Schwanzflosse fehlt jene weiße Farbe und sieht wie ein Netz aus. Vorne am spitzen Maul beginnt bei den Fischen je ein Längsband in Schwarz, welches aufgrund der hellen Musterung am Körper zum Ende des Schwanzes hin stärker unterbrochen ist und vor der Flosse am Schwanz in einem matten Fleck endet. Die Brustflossen sind bei den Männchen zu paarigen und langen Fäden ausgebildet, welche dem Fisch ebenfalls diesen Namen geben.

Wie pflanzt sich der Mosaikfadenfisch fort?

Nicht nur die Farbe der Mosaikfadenfische soll diese größer aussehen lassen, als diese es sind. Die zerfranst aussehende Afterflosse des Männchens verstärkt diesen Eindruck zusätzlich. Beim Weibchen sind die Afterflosse dagegen sowie die Rückenflosse rund ausgebildet.

Ein zusätzliches Merkmal der Unterscheidung der Geschlechter ist die Farbe des Bauches und der Kehle. Die Männchen tragen an dieser Stelle ein auffälliges rot-orange, die Weibchen sind hier Stelle weiß bis hellbraun. Nach einem aufwendigen und interessanten Paarungs- und Balzritual aus Umschlingungen und Verfolgungen werden die vom Weibchen abgelegten Eier vom Männchen eingesammelt, was mit dem Maul passiert. Im Anschluss platziert er diese unter dem Schaumnest, was er vorher aus mit Speichel umhüllten Luftblasen gebaut und auf diese Weise um das Weibchen geworben hat.

Dieses kann bis zu 30 Quadratzentimeter groß sein und ragt ein wenig über die Oberfläche des Wassers hinaus. Nach der Zeugung wird das Weibchen vertrieben.
Die Männchen der Mosaikfadenfische sind nicht so rabiat zu den Partnerinnen wie andere Fischarten. Im Anschluss bewacht das Männchen das Schaumnest und erweitfert es stetig bis zum Schlupf der jungen Fische.

Wie wird der Mosaikfadenfisch gehalten?

Mosaikfadenfische sind recht beliebte Fische für das Aquarium und aufgrund der unkomplizierten und einfache Pflege bei Anfängern sehr begehrt. Die Fische können gemeinsam mit dem Blauen Gurami sehr gut zusammenleben. Zudem sind diese sehr schönen Fische recht friedlich im Gegensatz zu anderen Arten.

Die erwachsenen Mosaikfadenfische können in warmen Aquarien ab 80 Zentimeter Kantenlänge sehr gut untergebracht werden. Der pH-Wert spielt für die Fische dabei eine untergeordnete Rolle, weil jedoch reichlich Pflanzen vorhanden sein müssen, ist ein pH-Wert um 7 meistens üblich.
Da die Mosaikfadenfische flache Uferbereiche mögen, sollte der Stand des Wassers nicht höher als 30 Zentimeter sein. Die Männchen sind meistens zänkisch. Daher sollte nur eines mit mehreren Weibchen im Aquarium gehalten werden. Dabei sollten aggressive Fische wie zum Beispiel Cichliden vermieden werden.

Die Haltung im Aquarium

Für die Mosaikfadenfische wird zur Haltung ein Aquarium benötigt, welches bei den kleineren Exemplaren wenigstens 60 Zentimeter und bei größeren Fischen doppelt so lang sein sollte. Das Becken sollte etwa 200 Liter Wasser fassen können. Dabei wird der Boden mit feinem Kies oder Sand aufgefüllt. Hier fühlen sich die Fische sehr wohl.

Zugleich sollten Bereiche mit einer dichten Bepflanzung vorhanden sein, in welche sich die Fische zurückziehen können. Weil diese aber oberflächenbezogen sind, sollte der Eingang nach oben nicht abgeschlossen sein. Dabei nimmt der Mosaikfadenfisch Nahrung auf und kann Luft holen. Die Strömung sollte dabei so gering wie möglich sein, vor allem dann, wenn sich der Halter der Zucht widmen möchte. Die Werte des Wassers hängen

Mosaikfadenfische kaufen

Mosaikfadenfische sind im lokalen Aquaristikhandel gut erhältlich. Einige wenige Anbieter bieten auch den Onlinekauf mit fachgerechtem Versand.

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Paarung:

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Paarung und Aufzucht:

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Jungtiere:

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2 Gedanken zu „Mosaikfadenfische“

  1. Ein sehr aufschlussreicher und guter Artikel, auch die Videos sind gut ausgewählt!
    Eine Frage blieb bei mir aber leider noch offen: Mit welchem Alter sollten die Trichogaster leeri ca. ausgewachsen sein? Es wäre sehr gut, das zu wissen, um z.B. abzuschätzen, ob die Fische sich und ihre Flossen noch weiterentwickeln (also auch um anhand der Flossen das Geschlecht bestimmten zu können). Eine kurze Ergänzung/Rückmeldung wäre ganz wunderbar!

    Ansonsten: Weiter so! 🙂

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  2. Das 2. Video geht überhaupt nicht!! Sumatrabarben sind für Mosaikfadenfische tödlich!!! Sie sind viel zu agil und fressen die Flossen der Fadenfische an. So etwas sollte hier nicht in dieser Kombination gezeigt werden.

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