Panda-Zwergbuntbarsch

Apistogramma nijsseni

Allgemeines über Apistogramma nijsseni

Panda Zwergbuntbarsch Apistogramma nijsseni Weibchen im Balzkleid
Apistogramma nijsseni Weibchen im Balzkleid Quelle: Bild auf Wikimedia Commons Lizenz: CC Attr. SA 2.5 Urheber: Sascha Biedermann 

Apistogramma njisseni werden auch Panda-Zwergbuntbarsche genannt. Weibchen sind gelb und haben einen schwarzen Punkt im Bereich der Brustflossen. Über den Augen befindet sich ein schwarzer Strich. Die Schwanzflosse ist rot umrandet.

Männchen sind leicht grau und haben eine gelbe Brust und gelbe Rückenflossen. Die Schwanzflosse ist leicht bläulich und rot umrandet.

A. nijsseni gehören zur selben Gattung wie Kakaduzwergbuntbarsche und haben eine ähnliche Körperform.

A. nijsseni sehen A. panduro sehr ähnlich und haben wie diese einen roten Saum an der Schwanzflosse.

Unterschieden werden können beide Arten am Schwanzwurzelfleck. Bei A. panduro ist der Fleck stark ausgeprägt. A. nijsseni ist etwas heller und zierlicher. A. panduro ist bulliger.

A. nijsseni bilden große Reviere.

A. nijsseni haben relativ große Revieransprüche. Wenn eine Gruppe aus mehreren Männchen gehalten werden soll, werden besser einige Männchen mehr eingesetzt, damit die Aggressionen verteilt werden. Besser ist natürlich, ausreichend viel Platz zur Verfügung zu stellen. Der Durchmesser der Reviere beträgt ungefähr 40 Zentimeter um die Laichhöhle herum.

Apistogramma nijsseni Männchen
Apistogramma nijsseni Männchen Quelle: Bild auf Wikimedia Commons Lizenz: CC Attr. SA 2.5 Urheber: Sascha Biedermann 

Die Männchen können für ihre Größe recht aggressiv sein und greifen z. B. auch viel größere Purpurprachtbuntbarsche erfolgreich an.

In einem 80 Zentimeter Aquarium können 1 Männchen und 2 Weibchen gehalten werden. Besser ist aber ein größeres Aquarium. Ein Weibchen greift sonst oft das andere Weibchen an, auch wenn das Becken gut strukturiert ist. Auf jeden Fall muss für jedes Weibchen eine Laichhöhle vorhanden sein.

In einem dicht bewachsenen 80 Zentimeter Becken können je nach Temperament der Tiere 2 Männchen mit 3 Weibchen gehalten werden.

Ein Paar A. nijsseni kann auch in einem 240 Liter Aquarium für starke Unruhe sorgen. Besonders in der Brutzeit bilden sie Reviere um die Laichhöhlen, aus denen andere Fische vertrieben werden.

Was A. nijsseni fressen.

  • Lebendfutter
  • Frostfutter
  • Weiße Mückenlarven
  • Schwarze Mückenlarven
  • Artemia
  • Bosmiden
  • Cyclops
  • Garnelen
  • Wasserflöhe
  • Trockfutter

Wie bei vielen Apistogramma kann es schwierig sein, sie an künstliches Futter zu gewöhnen.

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A. nijsseni fressen auch 2 Zentimeter große Neonsalmler und junge Guppys. Rote Mückenlarven sollten nicht gefüttert werden.

Tipps zur Zucht

Weil A. nijsseni Deckenbrüter sind, müssen im Aquarium Höhlen vorhanden sein. Geeignet sind Blumentöpfe, Kokosnussschalen und aus Wurzeln gebildete Höhlen. Falls möglich, bauen die Tiere die Höhlen nach ihren Vorstellungen um. Das Innere wird z. B. ausgegraben und der Eingang zugebaut.

Das Wasser muss weich und sauer sein. Der Leitwert sollte zwischen 80 und 120 µS betragen. Es werden aber auch 150 µS vertragen. Der pH-Wert sollte um 6 liegen. Der pH-Wert zur Zucht sollte 5,5 betragen. Bei höheren Werten kommen weniger Junge durch. Um den pH-Wert zu senken kann über Torf gefiltert werden.

Wenn der pH-Wert zur Zucht nicht so stark gesenkt werden kann, kann ein UV-Klärer sinnvoll sein. Evtl. ist der Keimdruck das eigentliche Problem. Der Keimdruck kann durch saures Wasser, also einen niedrigen pH-Wert, oder durch einen UV-Klärer verringert werden.

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Nach dem Schlüpfen der Larven wird der UV-Klärer ausgeschaltet, damit die Jungen durch einen moderaten Keimdruck widerstandsfähiger werden.

Das Gelege wird vom Weibchen bewacht. Die Männchen verteidigen nur grob das Revier. Nach ca. 48 Stunden schlüpfen die die Larven. Je nach Wassertemperatur schwimmen die Jungen nach 6 – 8 Tagen frei. Nach dem Freischwimmen werden sofort frisch geschlüpfte Artemia gefressen.

Das Weibchen bettet die Larven wahrscheinlich ein- oder mehrmals um. Die Verteilung der Geschlechter hängt stark von der Temperatur und dem pH-Wert ab.

In einem Fall betrug der Anteil an Weibchen bei relativ kühlem Wasser von ca. 22 °C 80 %. Auch im neutralen Temperaturbereich zwischen 25 und 26° schlüpfen manchmal nur Weibchen.

Nach dem Cichlidenatlas von Mergus führen niedrige pH-Werte und hohe Temperaturen zu deutlich überhöhten Anteilen an Männchen. Niedrige Temperaturen und hohe pH-Werte führen zu hohen Anteilen an Weibchen. pH-Werte zwischen 4,5 und 6,5 haben bei A. nijsseni scheinbar kaum Einfluss auf das Geschlechterverhältnis.

Panda-Zwergbuntbarsche bei der Revierverteidigung:

Panda-Zwergbuntbarsche bei der Balz:



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