L260 Welse

Hypancistrus sp. Queen arabesque

L 260, Hypancistrus sp. Queen arabesque, kommen aus dem Rio Tapajos in Brasilien. Sie werden 12 Zentimeter lang.

Die Haltungsbedingungen für L 260 sind die gleichen, die für andere Hypancistrus-Arten, z. B. L 46, Hypancistrus zebra, gelten. Sie sollten bei Temperaturen um 27° 28° gehalten werden. Sie brauchen sauerstoffreiches Wasser.

Geeignete Wasserwerte:

Im Rio Tapajos liegt je nach Jahreszeit der pH-Wert unter 7 bis 7,2. Der Leitwert liegt bei 11. Die Temperatur kann 29° erreichen.

Weil sie, wie die meisten Hypancistrus-Arten, tierische Kost bevorzugen, fressen sie normalerweise nicht an Pflanzen. Allerdings gilt das nur für erwachsene Tiere. Jungtiere fressen unter Umständen stark an Pflanzen.

Die Geschlechter kann man manchmal schon bei 8 Zentimeter großen Tieren erkennen. Die Männchen sind dann manchmal schon bestachelt. Bei Nachzuchttieren sieht man frühestens nach 18 Monaten Geschlechtsunterschiede, meistens erst nach 2 Jahren.

Die Stacheln erkennt man an den Zwischenkiemendeckeln, den vorderen Brustflossenstrahlen und ggf. auf dem Hinterkörper bzw. der Schwanzwurzel. Am Sichersten kann die Bestachelung an den Kiemendeckeln gefunden werden. Stacheln auf dem Hinterkörper sind zwar leichter zu erkennen, aber gerade bei Hypancistrus ist diese Bestachelung nicht besonders ausgeprägt.

L 260 sind untereinander ebenso verträglich, wie zu anderen Welsen.

Hinweise zur Zucht

Zucht und Aufzucht sind nicht sonderlich schwierig, sondern wie bei den anderen Hypancistrus-Arten. L 260 laichen in Höhlen, z. B. aus Ton. Die Eier werden auf einmal gelegt, nicht über mehrer Tage verteilt. Das Männchen fächelt den Eiern bzw. Larven sauerstoffreiches Wasser zu.

Die Gelege können unterschiedlich groß sein. Die Größe hängt vom Alter der Eltern ab, wann zuletzt gebrütet wurde usw.
Einige Hypancistrus-Arten sind generell nicht besonders produktiv, wie z. B. der L 46. Bei einem erfahrenen, adulten Paar L 260 sollten 20 – 30 Eier in einem Gelege möglich sein. Wie viele Junge im Verhältnis zu den gelegten Eiern freischwimmen hängt von den Wasserbedingungen ab. In vernachlässigten Becken wachsen deutlich weniger Junge auf als in gut gepflegten Becken.

Kurz vor dem Freischwimmen sollten die Jungen aus der Höhle geholt und in ein kleines Aufzuchtbecken gesetzt werden. Zur Not geht auch ein Ablaichkasten. Das Männchen sollte mit der Höhle im Aquarium bleiben.

Wenn die Jungen noch einen großen Dottersack haben aber schon geschlüpft sind, dauert es etwa eine bis eineinhalb Wochen, bis die Jungen freischwimmen. Solange das Männchen das Gelege bewacht und in der Höhle bleibt, ist das Gelege sicher. Das Separieren der Jungen dient in erster Linie der besseren Fütterung. Solange sie einen Dottersack haben und nicht freischwimmen, müssen sie aber noch nicht gefüttert werden.

Es darf aber nicht zu oft in die Höhle hineingeleuchtet werden, weil das Männchen sonst das Gelege unter Umständen in Panik aus der Höhle wirft.

Es ist oft nicht einfach, die Jungen aus der Höhle zu bekommen. Sie können recht hartnäckig sein, wenn sie erstmal richtig verschreckt sind. Glücklicherweise sind sie sehr robust.
Am Besten wird die Höhle an der Luft über Kopf gehalten, bis sie loslassen. Meistens klappt das ganz gut. Manchmal kann das aber auch länger dauern.

Dann wird die Höhle immer wieder in das Wasser getaucht, um den Jungen nicht zu viel Luft zuzumuten.

Die letzten Hartnäckigen können mit einem Stab kurz angeschubst werden. Sie kommen dann schnell heraus.

Man kann sogar eine Hand auf die Höhlenöffnung halten, kräftig schütteln und die Jungen mit Schwung in das Aufzuchtbecken schütten.
All diese Varianten sind nervig und mühsam. Aber es ist immer noch schneller als die Kleinen nach dem Freischwimmen mit dem Kescher einzusammeln. Die Jungen lassen die Scheiben nämlich genauso ungern los.

Nach dem Herausfangen aus der Höhle müssen die Jungen reichlich gefüttert werden. Tagsüber fressen die Jungen kaum. Wichtig ist abends zu füttern, wenn das Licht aus ist. Um optimales Wachstum zu gewährleisten, sollten die Jungen in den ersten Wochen ständig im Futter stehen. Das Aufzuchtbecken muss entsprechend häufig gesäubert werden.
Bei einem Ablaichkasten wird am Besten Wasser aus dem Aquarium oder dem Filter direkt in den Kasten geleitet. Dazu kann ein Teil des Filterauslasses abgezweigt werden. Alternativ kann ein kleiner Außenfilter oder ein Luftheberfilter eingesetzt werden.

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Damit dabei nicht zu viel Futter herausgespült wird, sollten etwas Holz und einige Pflanzen, z. B. Hornkraut, in den Kasten gelegt werden. Die Strömung verringert sich so und das Futter bleibt länger im Kasten. Evtl. können auch einige der Schlitze im Kasten abgedichtet werden, z. B. mit Heißkleber.

Nach einigen Wochen sollten die Jungen auf jeden Fall in ein gesondertes Aufzuchtbecken gesetzt werden.



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