Metallkärpfling

Datenblatt Metallkärpfling

Lateinischer Name: Girardinus metallicus
Handelsname: Metallkärpfling
Ordnungsname: Zahnkärpflinge (Cyprinodontiformes)
Familie:
Lebendgebärende Zahnkarpfen (Poeciliidae)
Gattung:
Girardinus
Herkunft: Kuba, Südamerika
Größe in cm:
4 bis 
Aquariumgröße
Länge und Breite:
80 und 35 cm
Inhalt in Litern:
100 l
Wasserwerte
Temperatur: 22 – 27 Grad
pH:
7 – 7,5
GH:
10 bis 25° dGH
KH:
ab 10 dKH
Verhalten/Besatz
Bereich: obere Region
Futter: feines Trockenfutter, Lebendfutter, Frostfutter, Algen
Verhalten: Schwarmfisch
Anzahl: ab 7 Tiere
Lebenserwartung:
4 – 5 Jahre
Vergesellschaftung mit Garnelen:
ja
Schwierigkeitsgrad: Anfänger
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Metallkärpfling
No machine-readable author provided. Foto-dami assumed (based on copyright claims)., Girardinus metallicus, CC BY 3.0

Silber im Aquarium

Allgemeine Einleitung: Ein Schwarm der metallisch schimmernden Tiere bringt viel Leben in das Aquarium. Attraktiv sind die bläulich gefärbten Augen des Fisches.

Die Naturfarbe von Girardinus metallicus ist grau-silbern; 1984 gelang es dem Züchter Stallknecht, eine schwarzbäuchige Form zu züchten. Girardinus metallicus gilt als hübscher, unkomplizierter Anfängerfisch.

Immer bereit

Der Metallkärpfling wird mit fünf Monaten geschlechtsreif. Die Nachzucht der Art ist einfach, da die Art bei der Zucht an die Wasserwerte geringe Ansprüche stellt ist und zu den lebendgebärenden Fischen gehört.

Der männliche Fisch balzt häufig und versucht sich mit den weiblichen Fischen zu paaren. Wichtig ist es, den Weibchen durch reichen Wasserpflanzenbewuchs ausreichend Rückzugsmöglichkeiten zu bieten.

Beckenausstattung

Der sehr bewegungsfreudige Girardinus metallicus freut sich über leichte Strömung und viel freien Schwimmraum. In einem zu kleinen Becken wird dieser agile Fisch nicht glücklich, das Aquarium sollte als Mindestgröße 100 Liter aufweisen.

In dieser Beckengröße kann ein Schwarm der Fische mit Weibchen-Überschuss gepflegt werden. Für die Zucht bieten sich Schwimmpflanzen wie Froschbiss, Wasserlinsen und Muschelblumen an, da sich die kleinen Jungfische darin wunderbar verstecken können.

Bei dunklem Untergrund wirken die metallischen Farben des Fisches am schönsten. In Bezug auf die Wasserqualität ist der Fisch unkompliziert und anpassungsfähig. Er benötigt höhere Temperaturen als z. B. Platys. Etwas Salz im Becken kann für die Art förderlich sein.

Fütterung

Metallkärpflinge sollten abwechslungsreich gefüttert werden. Sie fressen Flockenfutter, Pellets und Frostfutter, gefriergetrocknetes Futter und freuen sich über lebende Futtertiere wie Artemia, schwarze, rote und weiße Mückenlarven, Tubifex, Wasserflöhe, Cyclops oder Grindalwürmchen.

Jungfische werden mit Spezialflockenfutter für lebendgebärende Zahnkarpfen aufgezogen. Zusätzlich erhalten sie beispielsweise Infusorien, Essigälchen und kleine Artemia Nauplien. Die Art pflückt oft Algen und Aufwuchs von Oberflächen ab.

Zuchttipps

Geschlechtsunterschiede: Das Männchen ist deutlich kleiner als das Weibchen und weist eine dunkle Bauchfärbung auf. Auffällig ist das ungewöhnlich lange Gonopodium, das aus der Afterflosse gebildet wurde und zur Begattung dient.

Bei dominanten und balzenden Männchen zeigt das Gonopodium eine tief schwarze Färbung. Der weibliche Metallkärpfling erinnert stark an einen weiblichen Guppy.

Beide Geschlechter weisen glänzende Querbinden auf, die je nach Stimmung des Fisches heller oder dunkler ausgeprägt sind. Beim Männchen sind diese Querbinden etwas kontrastreicher gefärbt als beim Weibchen.

Von der Balz zur Geburt

Eine harmonische Zuchtgruppe besteht aus einem Männchen und 4 Weibchen. Weibliche Kärpflinge sollten durch häufige Lebendfuttergaben für die Zucht konditioniert werden. Bei der Balz umkreist der männliche Fisch das Weibchen und „winkt“ mit dem Gonopodium.

Dann kommt es zur Paarung, wobei das Männchen sein Gonopodium kurz in die Kloake des weiblichen Fisches einführt. Nach einer Tragzeit von ca. 20 bis 25 Tagen entlassen die weiblichen Kärpflinge den Nachwuchs in einer Eihülle, die sofort aufplatzt (lebendgebärendes Verhalten).

Girardinus metallicus ist sehr fruchtbar, einmal pro Monat bekommt ein Weibchen Nachwuchs; ein älteres Tier kann bis zu 100 Junge pro Wurf „gebären“!

Wasserpflanzen zum Ausruhen und Überleben

In einem dichten Bewuchs mit feingliedrigen Pflanzen oder vielen Schwimmpflanzen wie Lemna, Muschelblumen oder Froschbiss können sich die Weibchen vor den zudringlichen Männchen verstecken.

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Viele Pflanzen lassen viele Jungfische durchkommen, da die Elterntiere oft Kannibalen sind. In der Wasservegetation finden die Fischlarven nicht nur Schutz, sondern auch Aufwuchs und Kleinstlebewesen, von denen sie sich anfangs (mit)ernähren.

Jungfischaufzucht

Aufzucht: Für eine hohe Anzahl an Jungfischen sollte der Nachwuchs in einem eigenen „Kindergarten“-Becken aufgezogen werden. Frisch geborene Jungfische können mit Infusorien zugefüttert werden. Später ernähren sich die jungen Fische von Essigälchen, Artemia-Nauplien und fein zerriebenen Trockenfutter.

Wer mit wem? Beckengenossen für den Metallkärpfling

Vergesellschaftung: Metallkärpflinge verhalten sich gegenüber allen anderen, ähnlich großen Fischen friedlich. Sehr gut passen Zwergpanzerwelse, Schwertträger und Mollys als Beifische zu dieser Art. Größere Flossenträger wie Skalare könnten den kleinen Fischen nachstellen.

Bei der Vergesellschaftung sollte beachtet werden, dass diese Art eher basenreiches Wasser bis hin zu leichtem Brackwasser bevorzugt. Fischarten, die weiches Wasser benötigen (wie beispielsweise Zwergbuntbarsche), gehören nicht in ein Aquarium mit Metallkärpflingen.

Wirbellose und Metallkärpflinge

Die Vergesellschaftung mit Garnelen stellt kein Problem dar, da Zwerggarnelen als Beute zu groß für die kleinen Mäuler der Fische sind. Die Art ist als Oberflächenfisch nur an Beutetieren in den oberen Wasserschichten interessiert – Garnelen halten sich grundsätzlich im unteren Teil des Aquariums auf.

Zwergflusskrebse wie Cambarellus diminutus können mit Metallkärpflingen problemlos gemeinsam gehalten werden. Wasserschnecken werden von Girardinus metallicus nicht behelligt.

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