Augenfleckbuntbarsch

Datenblatt Augenfleckbuntbarsch

Deutscher Name: Augenfleckbuntbarsch
Wissenschaftlicher Name: Heros liberifer, auch Heros severus, Heros notatus, Cichlasoma severum
Herkunft: Südamerika
Größe: Körperlänge bis zu 28 cm
Aquarium
Länge: Länge ab 150 cm Breite und ab 50 cm Breite
Inhalt: ab 450 Liter
Wasserwerte
Temperatur: 23°- 30° C
PH: 6 – 7,5
GH: 2° – 20° dH
Verhalten
Bereich: unterer bis mittlerer Bereich
Futter: Allesfresser, Flockenfutter, Frostfutter
Verhalten: friedlich aber revierbildend
Anzahl: einzeln oder als Pärchen
Schwierigkeitsgrad: Fortgeschrittene

Der Augenfleckbuntbarsch ist auch unter den Namen Heros severus, Heros notatus und Cichlasoma severum bekannt. Bereits seit Anfang des 20. Jahrhunderts wird dieser Fisch in Europa im Aquarium gehalten und galt damals als „Diskus des armen Mannes“.

Herkunft

Das natürliche Habitat des Augenfleckbuntbarsches befindet sich in Südamerika. Hier bevölkert er das Orinoco-Becken in Kolumbien und Venezuela und das Amazonas-Flussbecken sowie den oberen Rio Negro.

Augenfleckbuntbarsch im Aquarium
Stawikowski, Beitrag liberifer1, CC BY-SA 4.0

Aussehen

Der Körper des Augenfleckbuntbarsches ist etwas hochrückig und an den Seiten flach. Seine Stirn dagegen ist rundlich ausgeprägt. Seine Grundfarbe ist meist beige, gelb, braun, grün oder blau-grau, wobei die Rückenpartie dunkler gefärbt ist. Über den Körper verteilt finden sich meist sieben schwarze Querstreifen, die bei Jungtieren sehr stark hervortreten und bei älteren Tieren verblassen oder sogar verschwinden. Nur der letzte Streifen am Schwanz bleibt immer sichtbar. Zudem können viele dunkle Punkte den gesamten Fischkörper zieren.

Nahrung

An die Ernährung werden keine hohen Ansprüche gestellt, allerdings ist es ratsam, hin und wieder frischen Salat anzubieten, um die Pflanzen im Aquarium zu schützen. Gerne werden auch rote Mückenlarven angenommen, allerdings sollten diese nur sporadisch gefüttert werden, da die Fische sonst zu Übergewicht neigen.

Der Augenfleckbuntbarsch kann mit der Zeit sehr zutraulich und zahm werden. Eine Fütterung aus der Hand ist dann durchaus möglich.

Geschlechtsunterschiede

Unterscheidungen im Geschlecht sind sehr schwer möglich. Beide Geschlechter haben dieselbe Größe und dieselbe Farbe. Es kann sein, dass Männchen und Weibchen gleichermaßen Punkte auf den Kiemendeckeln haben, oder aber nur die Männchen diese besitzen, da sie bei den Weibchen mit zunehmendem Alter verschwinden.

Bei adulten Tieren könnten die Flossen der Männchen stärker ausgezogen sein, als bei den Weibchen.

Zucht

Während der Balz tanzen die Fische förmlich umeinander herum. Sie stupsen sich an und spreizen die Flossen weit vom Körper ab. Manchmal sieht es sogar so aus, als ob sie sich küssen. Die Farbe kann sich soweit verdunkeln, dass nur noch die Augen herausstechen.

Nach einer erfolgreichen Befruchtung werden die Eier auf Steinen oder Wurzeln abgelaicht. Der Untergrund wird vorher von den Eltern sehr genau gesäubert. Hier schlüpfen dann die bis zu 200 Jungfische und werden erst dann ins Maul der Elterntiere aufgenommen. Nach etwa einer Woche schwimmen die Babys frei im Wasser und können dann mit Artemia-Nauplien weiter aufgezogen werden.

Allerdings ist es nicht einfach, ein zur Zucht geeignetes Pärchen zu finden. Dieses muss absolut gut zueinander passen und miteinander harmonieren. Am besten geht es vonstatten, wenn mehrere Jungtiere zusammen aufgezogen werden. Hier besteht die größte Möglichkeit, dass ein Pärchen zusammenkommt.

Vergesellschaftung

Eine Vergesellschaftung mit anderen friedlichen Cichliden ist durchaus möglich, denn der Augenfleckbuntbarsch ist ein sehr ruhiger Vertreter seiner Art. Nur während der Laichzeit kann es zu Aggressionen kommen.

Natürlich sollten die Haltungsparameter annähernd übereinstimmen und auch in der Größe sollte es nicht zu große Unterschiede geben. Denn kleine Fische, die in das Maul des Augenfleckbuntbarsches passen, könnten gefressen werden.

Sonstige Fragen

Wie sollte das Aquarium ausgestattet sein?

Der Bodengrund sollte aus feinem Sand bestehen und zusätzlich mit grobem Kies und Geröll angereichert werden. Felsaufbauten, Höhlen und Wurzeln dienen als Versteck- und Rückzugsmöglichkeiten. Dabei ist aber auf viel Schwimmraum zu achten. Eine Bepflanzung ist möglich, diese sollte dann aber aus sehr robusten Arten am Rand eingebracht werden, da der Augenfleckbuntbarsch gerne im Sand wühlt.

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