Normans Leuchtaugenfisch

Datenblatt Normans Leuchtaugenfisch

Deutscher Name: Normans Leuchtaugenfisch
Wissenschaftlicher Name: Aplocheilichthys normani / Poropanchax normani
Herkunft: Westafrika
Größe: bis 4 cm
Aquarium
Länge: mind. 60 cm breit, 35 cm tief
Inhalt: ab 60 Liter
Wasserwerte
Temperatur: 23 °C – 27°C
PH: 6,0 – 8,5
GH: 14°dGH – 20°dGH
Verhalten
Bereich: mittlere Region
Futter: Flockenfutter, Frostfutter, Lebendfutter
Verhalten: friedlicher Schwarmfisch
Anzahl: ab 10 Tieren
Schwierigkeitsgrad: mittel
Normans Leuchtaugenfisch
Cisamarc, Aplocheilichthys normani 3, CC BY-SA 3.0

In seiner Heimat besiedelt er überwiegend das Einzugsgebiet des Niles und des Tschad Rivers. Gerne hält er sich in schattigen und üppig bewachsenen Gewässern auf, die sowohl fließend als auch stehend sein können. Aplocheilichthys normani ist auch unter dem Namen Blauer Leuchtaugenfisch bekannt und der ursprüngliche wissenschaftliche Name ist mittlerweile nicht mehr gültig. Inzwischen wird er Poropanchax normani genannt.

Ihren Namen verdanken die Normans Leuchtaugenfische der leuchtend blauen Farbe ihrer Augen, die aber auch irisierend goldfarben sein können. Männchen und Weibchen sind in einer gelblichen oder silbrigen Farbe gefärbt, an den Seiten kommt ein bläulicher Schimmer zum Vorschein.

Die Fische können am Anfang, wenn sie neu ins Aquarium eingezogen sind, noch sehr scheu wirken. Mit der Zeit verlieren sie aber ihre Angst und schwimmen munter im Schwarm umher.

Überwiegend stammen die im Handel angebotenen Leuchtaugenfische aus Nachzuchten aus Asien oder Europa.

In freier Wildbahn leben diese kleinen Fische nur ein paar Monate, während sie im Aquarium bis zu drei Jahre alt werden können. Es wurde auch schon eine Lebenszeit von fünf Jahren beschrieben.

Geschlechtsunterschiede

Die Flossen des Männchens haben eine gelbe oder orangene Farbe, während die der Weibchen transparent erscheinen.

Beim Männchen sind die Bachflossen lang und spitz zulaufend und die Schwanzflosse kann dunkel gesäumt sein. Beim Weibchen sind die Flossen abgerundet.

Während des Paarungsrituals färben sich beide Tiere dunkel. In der übrigen Zeit besitzt das Männchen eine intensivere Körperfarbe.

Zucht

Eine Nachzucht ist im heimischen Aquarium problemlos möglich. Normans Leuchtaugenfisch ist ein eierlegender Zahnkarpfen und heftet seine Eier an geeignete Pflanzen.

Nach einer durchaus heftigen Balz und Paarung der Fische sucht sich das Weibchen einen guten Platz zum Ablaichen. Hier bevorzugt sie Schwimmpflanzen, die an der Oberfläche treiben, um ihre Eier mit einem klebrigen Faden zu befestigen. Meist geschieht dies in den Morgenstunden.

Ein separates Aufzuchtbecken ist nicht notwendig, denn auch in einem Gesellschaftsbecken überleben genug Jungtiere, um den Schwarm in seiner Größe aufrecht zu erhalten. Sollte aber eine Zucht geplant sein, die viele Jungfische hervorbringt, so sind die Babys in einem anderen Becken besser aufgehoben. Hier darf die Wassertemperatur gerne zwei bis drei Grad höher sein.

Die geschlüpften Tiere werden anfangs mit Pantoffeltierchen ernährt und später mit Artemia-Nauplien weiter aufgezogen.

Eine Fütterung ist selbstverständlich regelmäßig vorzunehmen, allerdings sollte die Menge eher sparsam dosiert sein. Die Jungfische nehmen das Futter nur von der Wasseroberfläche auf und alles, was auf dem Boden landet, wird liegen gelassen. Aplocheilichthys normani ist mit etwa 10 Monaten geschlechtsreif und hat eine Lebenserwartung von etwa drei Jahren.

Vergesellschaftung

Eine Vergesellschaftung innerhalb der eigenen Art darf gerne mit mehr als 10 Tieren durchgeführt werden, eine entsprechende Beckengröße natürlich vorausgesetzt. Nach einer Eingewöhnungszeit ist auch eine Vergesellschaftung mit anderen friedlichen Schwarmfischen oder gar Garnelen, die in etwa die gleiche Größe haben sollten, problemlos möglich. Hier kommen insbesondere kleine Bärblinge, Zwergsalmler oder andere kleine Killifische in Frage.

Poropanchax normani ist lichtempfindlich und sucht deshalb gerne dunklere Stellen im Aquarium auf. Plötzlichen Lichtwechsel mag dieser Schwarmfisch gar nicht und kann sehr schreckhaft reagieren, wobei es schon vorgekommen ist, dass in dieser Panik die Fische aus dem Becken gesprungen sind. Deshalb ist immer auf eine gute Abdeckung zu achten.

Sonstige Fragen

Wie sollte das Aquarium ausgestattet sein?

Den kleinen Fischen sollte viel Schwimmraum zur Verfügung stehen, dabei ist das Becken aber gut zu strukturieren.

Da der Normans Leuchtaugenfisch gerne ein schattiges Plätzchen aufsucht, sind Wurzeln, Aufbauten aus Stein und entsprechende Pflanzen, auch gerne Schwimmpflanzen, in das Aquarium einzubringen.

Das Wasser sollte einen hohen Sauerstoffanteil aufweisen. An den Bodengrund sind keine besonderen Bedingungen geknüpft, hier kann der Aquarianer seiner Phantasie freien Lauf lassen.

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