Haltungsbedingungen für Schachbrettcichliden

Schachbrettcichliden, Dicrossus filamentosus, sind nicht einfach zu pflegen. Es ist unbedingt weiches, saures und vor allem sauerstoffreiches Wasser von guter Qualität notwendig. Es muss deshalb ausreichend Wasser gewechselt werden.

Hohe Nitratwerte und belastetes Wasser, wenn z. B. nicht genug Zeit zur Pflege ist, verzeihen die Tiere nicht. Sie sterben dann recht schnell. Schachbrettcichliden sind generell recht anfällig und werden oft nicht sehr alt.

Schachbrettcichliden stammen aus dem kolumbianischen Einzugsgebiet des Rio Orinoco. Wasserhärte ist an den Originalfundorten nicht nachweisbar. Der pH-Wert liegt zwischen 4,4 und 5,5. Die Temperatur beträgt 28 – 31° C.

Schachbrettcichliden werden am Besten paarweise gehalten. Ein Paar zieht dann meistens gemeinsam durch das Aquarium. Als Beifische eignen sich z. B. Zitronensalmler.

Männchen sind außerhalb der Brutzeit scheinbar untereinander nicht besonders aggressiv. Es setzt sich dennoch ein dominierendes Tier durch und betrachtet auch in einem 200 x 50 x 50 Zentimeter großen Becken den gesamten Bodenbereich als sein Revier. Rivalen können zu Tode gehetzt werden. Das Männchen duldet mehrere Weibchen in seinem Revier.

Weibchen bilden Reviere von etwa 50 x 50 Zentimeter Größe. Darin werden keine anderen Fische geduldet. Sogar das dominante Männchen wird vertrieben. Weibchen, die kein entsprechendes Revier besetzen können, kümmern.

Futter für Schachbrettcichliden

Gefressen wird Lebend- und Frostfutter. Flockenfutter wird nicht von allen Schachbrettcichliden genommen.

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Zucht von Schachbrettcichliden

Schachbrettcichliden sind Offen- bzw. Substratbrüter. Sie heften ihr Gelege an Blätter oder Steine.

Wie viele Offenbrüter laichen Schachbrettcichliden auch dann, wenn die Haltungsbedingungen nicht besonders gut sind. Ob wirklich Junge schlüpfen und heranwachsen ist eine andere Sache. Eine erfolgreiche Zucht ist nicht einfach und bedarf viel Aufmerksamkeit für das Wasser. Außerdem ist ein Artenbecken notwendig. Im Gesellschaftsbecken brüten sie zwar, normalerweise schlüpfen aber erst gar keine Jungen.

Dicrossus filamentosus ähneln in dieser Beziehung den Schmetterlingsbuntbarschen.

Die Gesamthärte zur Zucht sollte bei 1 – 2 dGH liegen. Die Leitfähigkeit sollte unter 60 Mikrosiemens liegen. Der pH-Wert sollte etwas unter 5 sein. Die Temperatur sollte 28 – 29° C betragen.

Wenn die Bedingungen für die Entwicklung und Aufzucht der Brut ungeeignet sind, werden die Eier vom Weibchen aufgefressen.

Ansonsten schlüpfen die Larven nach etwa 2 bis 3 Tagen. Das Weibchen löst die Larven mit dem Maul aus den Eihüllen. Die Larven werden mehrmals am Tag vom Weibchen umgebettet. Mindestens einmal am Tag wird der Platz gewechselt. Die Entwicklung der Jungen ist 6 bis 7 Tage nach dem Laichen abgeschlossen.

Wenn ein Weibchen zum ersten Mal brütet, bekommt es blutrote Brustflossen. Die Brustflossen bleiben dann dauerhaft blutrot, sind außerhalb der Brutzeiten aber nicht ganz so stark gefärbt.

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Letzte Aktualisierung am 15.11.2019 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API