Laichkästen oder auch Ablaichkasten heißen nicht deshalb Laichkästen, weil sie nur für Laich und nicht für Junge gedacht sind. Laichkasten ist vielmehr die Abkürzung für Ablaichkasten. Heute sollten sie nur als Notbehelf verwendet werden. Die Kästen wurden hauptsächlich für kleinere Lebendgebärende Zahnkarpfen, z.B. Guppys, verwendet.

Ein Weibchen wird über dem Gitterrost in den Laichkasten gesetzt. Die Jungen sinken nach der Geburt durch das Laichrost nach unten und können so von der Mutter nicht gefressen werden. Anschließend wird die Mutter und das Gitter aus dem Laichkasten entfernt. Die Jungen werden im Laichkasten großgezogen, bis sie in ein anderes Becken gesetzt werden können.

Eine andere Variante sind Netzlaichkästen. Durch das Netz findet ein relativ starker Wasseraustausch statt. Netzlaichkästen haben aber kein Gitterrost und die Jungen sind vor Nachstellungen der Mutter nicht geschützt.

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Laichkästen / Ablaichkasten sind nur ein Notbehelf.

Netzlaichkasten
Junge Guppies in einem Netzlaichkasten Foto: Moritz Hertel

Sowohl die Eltern als auch andere Fische fressen den Nachwuchs von Lebendgebärenden, wie Black Mollys, Guppys und Platys auf. Ablaichkästen zum Schutz sind aber nur ein Notbehelf. Für die Mutter ist ein solcher Kasten zu eng und auch die Jungen werden schnell zu groß. Besser ist es, das Aquarium dicht mit Javamoos, Hornkraut oder anderen Pflanzen zu bepflanzen, damit die Jungen genug Versteckmöglichkeiten haben. Bei nicht zu dichtem Besatz kommen dann immer einige Jungfische durch.

Wie das Foto zeigt, werden Mutter und Junge auch durch neugierige Aquarienbewohner gestört und gestresst.

In diesem Fall muss nicht zusätzlich gefüttert werden. Die Jungen finden in den Pflanzen genug Algen und Mikroorganismen als Nahrung.

Damit kann auch verhindert werden, dass nach kurzer Zeit mehrere neue Aquarien angeschafft werden müssen, um ständig neue Jungfische aufzunehmen. Schon nach kurzer Zeit können aus 3 Fischen sonst 80 oder mehr werden.

Direkt nach der Geburt sinken die Jungen oft auf den Boden. Später halten sie sich gerne in der Nähe der Wasseroberfläche auf.

Wer gezielt möglichst viele Junge nachziehen möchte, sollte ein gesondertes Aufzuchtbecken einrichten. Dazu ist z. B. ein kleines Becken mit 12 Liter Wasserinhalt ausreichend. Das Becken benötigt weder Bodengrund noch eine Filterung. Je nach Jahreszeit bzw. Raumtemperatur ist eine Heizung notwendig. Javamoos bietet Versteckmöglichkeiten und Mikroorganismen, die die Jungen gerne fressen. Das Moos kann einfach in das Wasser gelegt aber auch auf Steinen festgebunden werden. Auch Hornkraut kann einfach in das Becken gelegt werden. Ein Lüfterstein ist zur Wasserumwälzung sinnvoll. Das Wasser sollte täglich gewechselt werden. Zum Nachfüllen kann Wasser aus dem größeren Aquarium genommen werden, in dem die Eltern leben.

Damit zuviel gegebenes Futter nicht im Becken verdirbt, können Schnecken oder kleine Antennenwelse mit in das Becken gesetzt werden. Damit wird auch der Algenwuchs etwas eingeschränkt.

Je nach Anzahl und Größe der Jungen werden sie später in größere Aquarien gesetzt. Für junge Lebengebärende geeignet sind z. B. Becken mit 54 Liter Wasserinhalt, die im Handel oft als Komplettsets im Angebot zu finden sind.

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Wie kann ein Laichkasten gereinigt werden?

Netzlaichkasten
Netzlaichkasten Foto: Moritz Hertel

Nach kurzer Zeit sammelt sich im Laichkasten Futter, Kot usw. Um diesen Dreck aus dem Laichkasten zu entfernen ohne dass Jungfische in das Aquarium kommen, wird durch einen Luftschlauch geeigneter Länge das Wasser aus dem Laichkasten in einen sauberen Aquarieneimer abgesaugt.

Einige Schnecken im Laichkasten fressen Kot und Futterreste und halten so den Laichkasten sauber. Auch junge Antennenwelse fressen unnötige Reste.

Wenn der Laichkasten voll Algen ist, kann ein junger Antennenwels eingesetzt werden. Es können auch vorsichtig alle Jungen abgesaugt werden und der Kasten dann mit einer Zahnbürste und einem weichem Schwamm gereinigt werden.

Bastler können aus einer Kunststoffflasche einen Mulmsauger für Laichkästen herstellen. Die Flasche muss möglichst schlank und so groß sein, dass sie höher ist als der Wasserstand im Laichkasten. Die Flasche muss sehr gutausgespült werden.

Etwa 0,5 Zentimeter über dem Boden werden Löcher in die Flasche gestochen. Die Löcher müssen kleiner sein als die Jungfische, aber größer als der Schmutz. Die Flasche wird mit Verschluss in den Laichkasten gedrückt und über die verschmutzten Stellen bewegt. Mit dem Öffnen des Verschlusses wird reguliert, wie stark Wasser eingesaugt werden soll. Zum Entfernen der gefüllten Flasche wird der Deckel verschlossen.

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Guppygeburt im Laichkasten:

Guppygeburt im Zuchtbecken:

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Letzte Aktualisierung am 12.11.2019 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API