Brauner Kugelfisch

Datenblatt Brauner Kugelfisch

Lateinischer Name: Tetraodon miurus
Handelsname: Brauner Kugelfisch, Kongo Kugelfisch
Ordnungsname: Kugelfischartige (Tetraodontiformes)
Familie:
Kugelfische (Tetraodontidae)
Gattung:
Tetraodon
Herkunft: Afrika, Kongobecken
Größe in cm:
bis 15
Aquariumgröße
Länge und Breite in cm:
ab 120
Inhalt in Litern: ab 250
Wasserwerte
Temperatur: 24 bis 28 °C
pH: 6,5 bis 7,8
GH:
10 bis 20 °dGH
Verhalten/Besatz
Bereich: unterer und mittlerer Bereich
Futter: Fleischfresser, Lebendfutter (kleine Fische, Fischfilet, Schnecken, Garnelen)
Verhalten: Einzelgänger, Raubfisch, territorial
Anzahl: Einzelfisch
Lebenserwartung:
bis 10 Jahre
Vergesellschaftung mit Garnelen:
nein
Schwierigkeitsgrad: Fortgeschrittene
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Brauner Kugelfisch - Tetraodon miurus

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brauner kugelfisch
TetraniBrauner KugelfischCC BY-SA 3.0

Allgemeine Einleitung

Die zu den Barschverwandten zählende Art ist ebenfalls als Kofferkugelfisch bekannt.

Vorsicht Gift!

Als Kugelfisch besitzt Tetraodon miurus eines der stärksten Nervengifte, die bekannt sind. Das Gift befindet sich in der Haut, der Leber und den Eierstöcken der Fische. Das Fleisch ist ungiftig.

Die Fische nutzen das Gift nicht zur Jagd. Es wird ausschließlich zur Verteidigung eingesetzt. Das Gift lähmt die Opfer, sie sterben in kurzer Zeit am Versagen entweder der Lunge oder des Herzens.

Aussehen

Die Tiere sehen nicht wie typische Fische aus. Sie sind eher kofferförmig und kantig gebaut, daher der Name Kofferfisch. Insgesamt wirken sie gedrungen, mit einem viel zu mächtigen Kopf. Große Augen ragen nach oben aus diesem Kopf heraus. Sein oberständiges Maul ist schnabelförmig. Die Zähne sind zu Zahnleisten zusammengewachsen.

Die Farbe variiert von rot-orange bis ockergelb, hellbraun oder dunkelbraun. Manche Exemplare sind fast schwarz. Kugelfische haben keine Bauchflossen.

Der Körper ist mit Stacheln besetzt. Im Normalfall liegen sie eng an und sind kaum zu sehen. Bläst sich der Kugelfisch bei Erregung auf, stehen sie nach allen Seiten ab.

Verhalten

Um sich aufzublasen, verschlucken die Fische ruckweise Wasser. Das wird in einem Nebensack des Magens gespeichert. Die größere Gestalt soll Nebenbuhler und Angreifer einschüchtern. Die abstehenden Stacheln sind ein zusätzlicher Schutz. Der Braune Kugelfisch kann sich noch im Maul und Rachen eines Fressfeindes Aufblasen. Er vergrößert sein Volumen so stark, dass der Angreifer ihn nicht mehr verschlingen kann.

Die Fische dürfen auf keinen Fall im Aquarium von ihrem Pfleger dazu veranlasst werden, sich aufzublasen. Das Aufblasen bereitet ihnen viel Stress. Dazu können sie anschließend das aufgenommene Wasser schlecht wieder ausstoßen. Tetraodon miurus ist ein aggressiver Raubfisch.

Er bewegt sich vorwiegend mit seinen Brustflossen vorwärts. Schwanzflosse und Schwanzstiel fungieren als Steuerruder. Dadurch schwimmen sie relativ langsam, sind dafür äußerst wendig. Die Fische können vorwärts sowie rückwärts schwimmen.

Um ihrer Beute aufzulauern, graben sie sich in den Sand ein. Nur Augen und Schnauze schauen heraus. Vorbeikommende Fische oder Garnelen werden gefangen und gefressen. Dieses Verhalten zeigen die Fische im Becken selten.

Hier suchen sie sich ihr Futter etwas höher im Freiwasserbereich. Selbst großen Fischen stellen die Räuber nach und attackieren und beißen sie.Kugelfische sind Einzelgänger.

Futter und Fütterung

Ausgewachsene Exemplare verschlingen kleine Fische, Garnelen, Regenwürmern, Schnecken oder Muscheln. Jüngere Tiere begnügen sich mit weißen Mückenlarven, Artemia, Enchytraen oder Mysis.

Sie brauchen eine Weile, bis sie sich an Frostfutter gewöhnt haben und es akzeptieren. Hier sind Fischfilet, kleine Stinte oder Garnelen möglich.

Gern nehmen die Tiere Futterfische an, die sie selbst erbeuten können. Dann können sie ihren natürlichen Jagdtrieb im Becken ausleben.

Lebende Schnecken sind eine optimale Ergänzung. Wer sich einen Kugelfisch hält, sollte über eine separate Zucht von Futterfischen und Posthorn- oder Blasenschnecken nachdenken.

Die Zähne wachsen zeitlebens nach. Zum Kauen und Knabbern sollte Korallenbruch oder Muschelsplitt im Becken nicht fehlen.

Mit ein wenig Geduld lernt ein Tetraodon miurus Futter aus einer stumpfen Pinzette zu nehmen. Aus Sicherheitsgründen sollte er kein Futter aus der Hand angeboten bekommen.

Aquarium

Die Fische stellen keine besonderen Ansprüche an die Wasserwerte. Strömung sollte anliegen, da die Tiere aus Fließgewässern stammen.

Damit die Tiere sich eingraben können, muss der Boden mit einer dicken Sandschicht bedeckt sein. Steine, Hölzer und Wurzeln strukturieren das Becken und bieten Unterschlupfmöglichkeiten.

Wasserpflanzen sind nicht unbedingt erforderlich. Eine Ecke oder der Hintergrund können dezent bepflanzt werden.

Geschlechtsunterschiede

Die Geschlechter unterscheiden sich kaum voneinander.

Zucht

Den Braunen Kugelfisch im Aquarium nachzuziehen ist schwer. Es ist bisher nur selten gelungen.

In der Natur bauen die Männchen ein burgartiges Nest aus Sand. Die Weibchen inspizieren mehrere Nester und entscheiden sich dann für das Männchen, dessen Nest ihnen am besten gefällt.

Vergesellschaftung

Die Raubfische sind am besten in einem Artbecken aufgehoben. Für ein Gemeinschaftsbecken kommen sie nicht infrage.

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