Zwergschilderwelse

Peckoltia vittata

eckoltia brevis Weibchen Quelle: Bild auf Wikimedia Commons Lizenz: CC Attr. SA 3.0 Urheber: Hantanplan 

Besonders junge Peckoltia vittata sind von Peckoltia pulcher kaum zu unterscheiden. Deshalb werden die Tiere oft unter falschem Namen verkauft und gehalten. Beide Arten werden hier deshalb gemeinsam beschrieben.

Peckoltia vittata, L 15, werden zudem oft mit L 103 und Panaqolus maccus (L 104) verwechselt. Besonders Tiere die viel Holz raspeln, könnten Panaque sein.

Entsprechend unsicher sind auch die bei Bildern in Büchern und im Internet genannten Namen.

Peckoltia vittata werden mindestens 8 Zentimeter groß. Abhängig vom Untergrund können sie ihre Farbe verändern.

Peckoltia pulcher bleiben etwa einen Zentimeter kleiner.

Peckoltia vittata und Peckoltia pulcher sind gute Algenfresser. Allerdings kann man sich nicht darauf verlassen, dass alle Tiere gut Algen fressen. Es gibt auch Berichte, nach denen kaum Algen gefressen werden. Vermutlich hängt auch von der sonstigen Fütterung ab, wie viele Algen gefressen werden. Vielleicht sind Tiere, die wenige Algen fressen aber auch Panaqolus maccus.

Ebenso unklar ist, ob Peckoltia vittata und Peckoltia pulcher Pflanzen fressen. Einige unter diesen Namen verkaufte Tiere fressen Pflanzen, andere Tiere nicht. Auch hier spielt die Fütterung eine Rolle. Bekommen die Tiere nicht tägliche eine oder zwei Futtertablette mit Pflanzenanteil bzw. entsprechend anderes Grünfutter, werden z.B. Amazonasblätter abgeraspelt. Gefährdet sind auch junge Triebe verschiedener Pflanzenarten.

Futter für Peckoltia vittata und pulcher:

  • Gurken
  • Futtertabletten mit Spirulina
  • Granulatfutter
  • Mückenlarven
  • Rohe Kartoffelscheiben
  • Zucchini
  • Paprika
  • Überbrühter Salat
  • Erbsen
  • Gekochter Kohlrabi
  • Algenblätter

Peckoltia vittata, Zierbinden-Zwergschilderwelse, und Peckoltia pulcher sind in der Regel nachts aktiv und liegen am Tag unter Wurzeln etc. Besonders wenn sie neu eingewöhnt sind und andere größere Fische im Aquarium sind.

Einige Tiere sind auch Tags aktiver, besonders wenn sie eingewöhnt sind und keine großen Fische im Aquarium sind.
Besonders bei der Fütterung mit Tabletten können sie untereinander und mit anderen Fischen heftig um das Futter rangeln.

Weibchen der Art, die im Mergus als Peckoltia pulcher abgebildet ist, werden ca. 11 Zentimeter groß. Sie fühlen sich bei 28° sehr wohl. Sie fressen viele Algen, sogar Rotalgen. Ansonsten werden Gurke und gekochte Tiefkühl-Erbsen gefressen. Meistens hängen die Tiere an oder unter Wurzeln.

Warum die Artbestimmung so schwer ist

Peckoltia
Peckoltia sp. (L 218)  Quelle: Bild auf Wikimedia Commons Lizenz: CC Attr. SA 3.0 Urheber: Frank-Christian Baum 

Die Artbestimmung bei Harnischwelsen ist schon grundsätzlich sehr schwierig, weil sehr viele Arten noch nicht wissenschaftlich beschrieben sind. Erkennbar ist das an den vielen L-Nummern. Oft wird für eine Bestimmung der Art auch eine Fundortangabe benötigt. Die Angabe Zoogeschäft Bahnhofstraße reicht leider nicht aus.

Die einzige Möglichkeit herauszufinden, ob man wirklich z.B. einen Peckoltia pulcher hat ist, den entsprechenden Wels in Alkohol oder neutralisiertes Formalin einzulegen und in das Museum zu fahren, in dem der Holotypus von Peckoltia pulcher liegt. Dann lässt man sich den Holotypus aushändigen und vergleicht ihn mit dem eingelegten Wels. Sind beide Tiere identisch, handelt es sich bei beiden Tieren um Peckoltia pulcher.

Im Grunde kann man nur den eigenen Wels mit in Büchern, auf Webseiten usw. abgebildeten Welsen vergleichen und unabhängig vom jeweils angegebenen Namen die Haltungsbedingungen in der Bildbeschreibung berücksichtigen.

Allgemeines über Peckoltia angelicus

Peckoltia angelicus werden unter 4 L-Nummern geführt:

  • L4
  • L5
  • L28
  • L73.

Die unterschiedlichen Nummern beziehen sich, auf verschiedene Altersstadien und verschiedene Fundortvarianten. L4 sind juvenile, also junge, Tiere. L73 sind adulte, also ausgewachsene Tiere.

Die Art gehört zur Gattung Hypancistrus. Sie werden etwa 12 Zentimeter groß.

Das Wasser zur Haltung und zur Zucht soll weich bis mittelhart und leicht sauer sein. Zur Zucht sind geeignete Bruthöhlen notwendig.

Wie alle Hypancistrus sind Peckoltia angelicus aufgrund der reduzierten Zähne eher Aufwuchsfresser. Sie bevorzugen tierische Nahrung und fressen kaum Algen.

Salat wird gefressen. Frostfutter und Spirulina-Taletten sind aber besser geeignet und werden gern genommen.

Peckoltia angelicus sind nicht besonders aktiv. Wenn sie Hunger haben, kommen sie zwar gelegentlich zur Fütterung aus ihren Verstecken. Sonst bleiben sie aber lieber im Verborgenen.



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