Verschiedene Arten sind als Hemichromis lifalilii im Handel.

Hemichromis lifalili Weibchen
Hemichromis lifalili Weibchen Quelle: Bild auf Wikimedia Commons Lizenz: CC Attr. SA 2.5 Urheber: MiJoMi

Es werden verschiedene Buntbarscharten unter dem Namen Hemichromis lifalilii gehandelt. Diese Arten haben teilweise völlig verschiedene Temperamente. Einige Arten stehen gelassen über Allem. Andere Arten verprügeln sogar deutlich größere Buntbarsche.

Wegen der vielen verschiedenen Arten und weil sich die verschiedenen Arten stark ähnlich sind, kann eine Art ohne Angabe des Fundorts fast unmöglich bestimmt werden. Niemand kann spontan sagen, ob es sich um H. christatus, H. lifalili, H. bimaculatus, H. guttatus oder eine andere rote Hemichromis-Art handelt.

Weil immer mehr Arten beschrieben wurden, ohne Museumsexemplare zu vergleichen und ohne großflächige Freilanduntersuchungen, herrscht in der Gruppe fürchterliches Chaos.

Wichtig sind Angaben des jeweiligen Züchters, wie sich die gezüchteten Tiere verhalten und was bei der Haltung zu beachten ist.
Nur die Fische selbst erkennen sich untereinander, denn sie wählen ihre Partner immer aus ihrer Morphe.

Die Roten Cichliden im Fachhandel sind in der Regel Hemichromis guttatus. Meistens werden sie aber als Hemichromis bimaculatus oder Hemichromis lifalili angeboten. Richtige H. lifalili und H. bimaculatus gibt es im Handel nur sehr selten.

Hemichromis guttatus ist eine gedrungene, kräftige Art mit kurzem Kopf und relativ vielen, nicht miteinander verschmolzenen Glanzpunkten. Er fällt auch durch seine kleineren Augen auf. Im Vergleich zu H. bimaculatus ist der Kopf kürzer und der Schwanzstiel höher. H. bimaculatus wirkt im Vergleich gestreckt und langköpfig. H. bimaculatus hat am Körper keine blauen Glanzpunkte. H. bimaculatus gilt als relativ gelassen und friedlich. H. lifalili zeigt von allen Roten Cichliden die meisten türkisfarbenen Glanzpunkte.

Die Haltungsbedingungen für Hemichromis lifalilii

Alle Roten Cichliden, die als Hemichromis lifalilii verkauft werden, stammen aus Regenwaldgewässern. Sie benötigen also weiches und leicht saures Wasser. Das Aquarium sollte mit Holz und größeren, harten Pflanzen eingerichtet werden.

Rote Cichliden leben in Paaren. Es reicht schon für das geübte Auge, ein dominantes, schönes Männchen und ein kräftiges Weibchen zu kaufen. Nach einem Wasserwechsel mit Temperaturerhöhung fängt das „Paar“ schon meist mit dem Balzen an. Bei dieser Art Zusammenstellung sollte aber genug Versteckplätze vorhanden sein, da das Männchen stark treibt. Es handelt sich um Offenbrüter, die aber gerne versteckte Stellen zur offenen Brut auswählen.

Gefressen wird Flocken- und Trockenfutter, überbrühter Salat und junge Guppys.

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In ihrem Kernrevier dulden sie nur Freunde. Andere Fische werden vertrieben. Das Kernrevier beträgt etwa 50 Zentimeter. In einem großen Becken mit 200 x 60 x 60 Zentimetern ist das kein Problem. In einem kleinen 60 Zentimeter Becken kann das den Tod der anderen Fische bedeuten.

Hemichromis letourneauxi 
Hemichromis letourneauxi  Quelle: Bild auf Wikimedia Commons Lizenz: CC Attr. SA 2.5 Urheber: Noel Burkhead 

Je nach Temperament sind sie gegenüber roten oder farbigen Fischen sehr aggressiv. Nach einem Bericht überlebten Guppymännchen 10 Sekunden in einem Aquarium mit Roten Cichliden. Panzerwelse wurden ignoriert. Ein Feuerschwanz wurde nur hin und wieder gezwackt, wenn er zu sehr im Weg war. Bei Arbeiten im Aquarium wurde auch schon mal in den Arm gebissen.

In ein 200 x 60 x 60 Zentimeter Becken wird am Besten eine kleine Gruppe von etwa 6 jungen Roten Cichliden von 3 bis 5 Zentimetern Größe eingesetzt. Nach einiger Zeit bildet sich ein erstes Paar. Zu diesem Zeitpunkt werden die Tiere getrennt.

Das Paar kann herausgefangen werden, um möglichst viel Nachwuchs zu erhalten. Der Nachwuchs wird aber kaum abgenommen. Besser ist, das Paar im Becken zu lassen und sich an der liebevollen Brutpflege zu erfreuen.

Die anderen Tiere müssen in einem anderen Aquarium untergebracht werden. Dieses Becken sollte mindestens 100 x 40 Zentimeter groß sein. Die Höhe ist fast gleichgültig. Das Becken darf nur sparsam dekoriert werden, damit nicht das nächste Paar ebenfalls ein Revier bezieht und noch ein Becken notwendig wird.

In einem Gesellschaftsbecken brutpflegende Paare müssen evtl. in ein kleineres Aquarium umgesetzt werden, z. B. in ein 60er Becken. So lange die Larven noch mit Dottersack in der Laichgrube liegen, ist es für die Eltern kein Problem das Gelege zu bewachen und zu verteidigen. Nach dem Freischwimmen der Larven bedeutet das Verteidigen der Larven und das Einsammeln von Ausreißern aber erkennbaren Stress, besonders wenn wesentlich größere Fische mit im Becken sind.

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Mit welchen Fischen Rote Cichliden zusammen gehalten werden können

Rote Cichliden sollten nicht mit Buntbarschen aus dem Malawisee vergesellschaftet werden. Diese benötigen alkalisches Wasser und werden in saurem Wasser anfällig gegen Krankheitserreger. Die Einrichtung für Malawis sollte aus unterschiedlich großen, glatten Felsblöcken bestehen, weil diese Arten Felsenküsten bewohnen.

In einem entsprechend eingerichteten Aquarium reichen einige Rote Cichliden als Besatz. In Gesellschaft anderer Fische vermehren sie sich entweder gar nicht, oder sie sorgen für starken Unfrieden im Aquarium. Alle Roten Cichliden sind kräftige und durchsetzungsfähige Fische, die sich auch gegenüber größeren Mitbewohnern behaupten. In einem 240 Liter Aquarium sollte nur ein Paar Roter Cichliden gehalten werden. Selbst normalerweise friedliche Arten, die andere Fische nur aus ihrem Revier verjagen, werden zur Laichzeit aggressiv.

Afrikanische Beifische für Rote Cichliden:
  • Kongosalmer
  • Fiederbartwelse, die nicht aus den ostafrikanischen Grabenseen stammen. Viele dieser Welse werden aber sehr groß und passen z. B. nicht in ein 240 Liter Aquarium.
  • Eutropiellus-Arten. Das sind aktive, freischwimmende, jagende Welse für große Aquarien.
  • Rückenschwimmende Kongowelse
  • Afrikanische Urwaldcichliden wie Pelvicachromis pulcher oder Chromidotilapia-Arten.

6 Hemichromis, 12 Eutropiellas und 1 Synodontis sind z. B. für ein 200 x 60 x 60 Zentimeter großes Aquarium geeignet.

Die Vergesellschaftung mit südamerikanischen Cichliden ist nicht zu empfehlen. Cichlasoma sajica und Thorichthys meeki werden heftig angegriffen. In mehr als 60 Millionen Jahren getrennter Entwicklung haben sich in beiden Gruppen unterschiedliche Sprachen entwickelt, insbesondere im agonistischen Verhalten. Wenn eine Art nicht versteht, dass die andere Art droht sind Streitigkeiten vorprogrammiert.

Meekis sprechen mit ihrer roten Brust vermutlich das Instinktverhalten der Roten Cichliden an. Rote Cichliden sprechen die Meekis nicht so stark an, weil sie nicht über die grauen Flächen verfügen.

Geeignet als Beifische sind Ancistren. Diese scheuchen hin und wieder sogar einen Roten Cichliden von ihrer Wurzel.

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Geschlechtsunterschiede

Männchen sind stärker lila gefärbt. Weibchen sind eher rot-orange gefärbt. Bei jungen Tieren ist der Unterschied schwierig erkennbar. Bei einem harmonierenden Paar ist der Unterschied deutlich erkennbar. Mit der Zeit erkennt man den Unterschied auch bei Jungtieren.

Im Zweifel muss darauf geachtet werden, ob sich aus einer Gruppe ein Paar absondert. Die Tiere selbst erkennen den Unterschied problemlos.

2 Kommentare

  1. Ich eine Frage vielleicht kann jemand helfen wir haben ein Pärchen rote cichliden sie verfärben sich in grau und rote Farben sind weg das geht jetzt schon 4wochen

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Letzte Aktualisierung am 19.07.2019 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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