Leopard-Trugschilderwels / L75 Wels

Datenblatt L75 Wels

Deutscher Name: L75 Wels, Leopard-Trugschilderwels
Wissenschaftlicher Name: Ancistomus cf. sabaji
Herkunft: Südamerika
Größe: Körperlänge 25 cm 
Aquarium
Länge: Länge ab 150 cm Breite und ab 50 cm Breite
Inhalt: 350 Liter
Wasserwerte
Temperatur: 25°C – 29°C
PH: 5,5 – 7,5
GH: 2° – 12° dH
Verhalten
Bereich: unterer und mittlerer Bereich
Futter: pfanzliche und tierische Nahrung
Verhalten: ruhig, friedlich
Anzahl: 5 – 6 Tiere
Schwierigkeitsgrad: normal

Herkunft

Das natürliche Verbreitungsgebiet vom L 75 Wels sind die brasilianischen Flüsse Rio do Para, Rio Tapajós, Rio Curuá Una, Rio Tocantins und im Rio Xingúist in Südamerika. Dort hält sich der Fisch bevorzugt in sauerstoffreichen Gebieten mit starker Strömung auf.

Bei Ancistomus cf. sabaji handelt es sich um einen Süßwasserfisch aus der Familie der Harnischwelse (Loricariidae) und der Unterfamilie (Hypostominae).

Aussehen

L75 Ancistomus cf. Sabaji 8-12cm - Image 1 | © Fishtopia GmbH
L75 Ancistomus cf. Sabaji 8-12cm – Image 1 | © Fishtopia GmbH

Der Körperbau ist langgestreckt und seitlich abgeflacht. Der vorderen Bereich ist leicht hochrückig. Die Grundfärbung ist grau-gelb und manchmal unterschiedlich hell bzw. dunkel getönt. Die Augen und die Flossen sind groß und die Barteln kräftig. Wichtigstes Erkennungsmerkmal und Hinweis auf seinen Namen Leopard-Trugschilderwels ist seine Tarnkleidung. Ihre Gestaltung zeigt über den gesamten Fischkörper zahlreiche dunkle Fleckenzeichen, wobei die Flecken m Bereich des Kopfes kleiner und dichter ausfallen.

Haltung

Der L 75 Wels ist ein ruhiger, friedlicher und geselliger Fisch. Er fühlt sich in einer kleinen Gruppe am wohlsten. Das artgerechte Aquarium bietet ausreichend Raum zum Schwimmen, Gründeln und Ruhen. Es misst eine Kantenlänge von mindestens 120 cm, wobei die Größe an die Anzahl der Bewohner anzupassen ist.

Die Gestaltung ist gut strukturiert. Es gibt eine Freifläche und eine Hintergrundbepflanzung sowie ausreichend Unterschlupf- und Rückzugsmöglichkeiten für alle Tiere. Die höhlenartigen Aufbauten bestehen aus standsicheren Schieferplatten, knorrigen Wurzeln und Bambus- oder Tonröhren. Auch weiches Moorkienholz zum Abraspeln für die Verdauung ist notwendig.

Der Beckenboden besteht aus einem höheren sandigen, rundköringen Sandboden. Dann kann der beim Buddeln nicht die empfindlichen Barteln verletzen.

Das Wasser ist sauerstoffreich und gut durchströmt. Dafür sorgen eine funktionale Filterung und Strömungspumpe sowie ein wöchentlicher Teilwasserwechsel. Die Temperaturen betragen 25 bis 29° Celsius und der pH-Wert ist mit 5,5 bis 7,5 leicht sauer.

Nahrung

Der omnivorer Allesfresser ernährt sich von pflanzlicher und tierischer Kost. Er nimmt Gemüse wie beispielsweise Kartoffel, Gurke, Salat und Spinat. aueßdem bekommt er Lebend- oder Frostfutter, Trockenfutter, Granulate, Pellets, spezielles Welsfutter sowie Insektenlarven und Krebstierchen.

Damit alle Tiere gesund und vital bleiben, muss die Ernährung von hochwertiger Qualität sein. Preiswerte Produkte enthalten oftmals ungesunde Zusatzstoffe und kaum wertvolle Nährstoffe. Sie machen satt, aber wirken nicht nachhaltig. Die Nahrung wird meist schlecht verdaut und ein Teil der Nährstoffe landet über den Kot im Wasser. Die Folge sind ein verstärkter Algenwuchs und schädliche Keime. Ist ein Exemplar nicht gesund, wirkt er abgeschlagen, apathisch und bleibt überwiegend im Versteck.

Geschlechtsunterschiede

Die Geschlechtsunterschiede sind erst bei älteren Tieren richtig zu erkennen. Das Männchen besitzt einen breiteren und längeren Kopf und eine schmalere Taille. Die Odontoden (Stacheln) hinter den Kiemendeckeln und auf dem ersten Strahl der Brustflossen sind kräftiger ausgebildet als beim Weibchen. Auch die Genitalpapille ist spitzer.

Zucht

Der L 57 Wels gehört zu den Höhlenbrütern. Seine Geschlechtsreife erreicht er mit einer Körperlänge von etwa 15 bis 20 cm.

Das befruchtete Weibchen laicht bis 120 Eiern in einer Höhle ab, am besten in einer einseitig offenen Bambus- oder Tonröhre. Das Männchen betreibt die Brutpflege.

Nach 6 bis 7 Tagen schlüpfen die Fischlarven und entwickeln sich zu selbstständigen Jungtieren. Nachdem der Dottersack aufgebraucht ist, schwimmen sie frei. Ab dann können sie Staubfutter, Artemia-Nauplien und feines pflanzliches Futter erhalten.

Das optimale Zuchtbecken besitzt hohe Wassertemperaturen von 29 bis 30° Celsius und eine gute Strömung. Das Wasser ist stets sauber und sauerstoffreich und es sind genügend Versteckmöglichkeiten vorhanden.

Die Laichbereitschaft vom Wels ist durch einen größeren Teilwasserwechsel mit kühlerem und weichem Wasser, das sich erst langsam wieder erwärmt, zu erreichen. Außerdem kann eine erhöhte Futterzugabe mit fleischiger Kost helfen.

Vergesellschaftung

Die Vergesellschaftung klappt mit 5 bis 6 Artgenossen. Ein erwachsener L 14 Wels kann sich schon mal territorial verhalten.

Andere perfekte Mitbewohner sind verschiedene, aber nicht zu nah verwandte Harnischwelse. Damit das Zusammenleben im Aquarium harmonisch verläuft, sollten alle ein friedliches und ruhigeres Verhalten an den Tag legen.

Bei artgerechter Haltung kann der Leopard-Trugschilderwels ein Lebensalter bis 15 Jahren erreichen.

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