L 18, Baryancistrus sp., stammen aus dem Rio Xingú in Brasilien. In der Natur werden sie mehr als 30 Zentimeter groß, im Aquarium in der Regel 15 bis 20 Zentimeter.
Warum Baryancistrus generell im Aquarium kleiner bleiben als in der Natur ist unklar. Möglicherweise benötigen sie ganz bestimmte Futter- oder Nährstoffe zur vollen Entwicklung, die im Aquarium nicht zur Verfügung stehen. Weil die Tiere schon als Jungfische aus ihren Biotopen herausgefangen werden, ist die Entwicklung dadurch eingeschränkt. Um welche Stoffe es sich dabei handelt, ist unbekannt. Vielleicht fehlen bestimmte Pflanzenarten, so wie Eukalyptus beim Koala.

Die Tiere bevorzugen weiches, saures Wasser und relativ hohe Temperaturen. Besondere Ansprüche an die Wasserwerte werden aber nicht gestellt.

Nach Beschreibungen der Herkunftsgewässer kommen L 18 teilweise in einer relativ hohen Besatzdichte in abgetrennten Uferregionen vor. Die Haltung in Gruppen sollte demnach möglich sein. Allerdings sind die Bedingungen im Aquarium anders als in der Natur. Zwischen einer kleinen Gruppe und einem großen, dichten Haufen ist ein großer Unterschied. Obwohl die Tiere eher scheu sind, können sie anderen Welsen gegenüber recht territorial werden, wenn es z. B. um das Futter geht. Sonst liegen sie eher in Wurzeln herum oder perforieren Pflanzen.

L 18 fressen ausgesprochen gerne Pflanzen. Pflanzliches Zusatzfutter, z. B. Gurke, wird dringend empfohlen. Das Aquarium sollte dicht bepflanzt werden. Die durch Pflanzenfraß perforierten Blätter sind dann mehr im dichten Hintergrund zu finden und fallen weniger auf.

Kartoffeln und tiefgefrorenes Muschelfleisch werden ebenfalls gefressen.

Neu gekaufte Tiere brauchen teilweise lange, bis sie an das Futter gehen.

In Becken für junge L 18 sollten Algen mit reichlich Aufwuchsnahrung vorhanden sein. Evtl. wirkt das dem mangelnden Wachstum im juvenilen Stadium entgegen und die Tiere wachsen prächtig heran. Die Zucht dieser Tiere ist bislang noch nicht gelungen. Evtl. erreichen sie im Aquarium nicht die Geschlechtsreife, weil sie ihre Erwachsenengröße nicht erreichen. Erwachsene, geschlechtsreife Tiere, mit denen die Zucht versucht werden könnte, werden üblicherweise aus wirtschaftlichen Gründen nicht importiert.

L 18 fressen Schnecken.

Als Geschlechtsunterschiede gelten bei Baryancistrus normalerweise die Hautzähnchen an den Zwischenkiemendeckeln, die Odontoden oder eine Körperbestachelung, die jedoch bei Baryancistrus kaum ausgeprägt ist.

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Letzte Aktualisierung am 18.05.2019 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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