Ein Schaumnest gegen Strömung sichern

Schaumnest
Schaumnest von Paradiesfischen Foto: Christoph Schöberl

Eine starke Strömung im Aquarium kann das Schaumnest von Labyrinthfischen zerstören. Das kann auch passieren, wenn die Strömung nach einer Filterreinigung stärker wird.

Einige Schwimmpflanzen können dafür sorgen, dass die Strömung gebrochen wird und dadurch eine Ecke im Aquarium strömungsfrei wird. Wenn das nicht ausreicht, kann aus einem Schlauch ein Strömungsschutz gebastelt werden.

Aquarienschlauch mit 8 bis 16 Millimeter Durchmesser wird zu einem Ring, Dreieck oder Ähnlichem verbunden. Die offenen Enden können mit Silikon, Holzdübeln oder Schrumpfschlauch verbunden werden. Abgedichtet wird der Ring mit Silikon oder Klebeband.

Mit Saugnäpfen kann der Schutzring an den Aquarienscheiben befestigt werden. Es kann auch einfach das Kabel des Stabheizers durch den Ring geführt werden oder der Ring mit Nylonschnur an einem geeigneten Gegenstand befestigt werden.

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Fertige Futterringe aus dem Zoohandel sind eine Alternative, wenn nicht gebastelt werden soll.

Wie funktioniert ein Wasserwechsel, wenn ein Schaumnest vorhanden ist?

Wenn das Schaumnest durch die Verwirbelung des Wassers beim Wasserwechsel zerstört wird, kann mit einem geeigneten Schutz (s. o.) eine strömungsfreie Zone gebildet werden. In der Regel reicht es aber aus, wenn ein dünner Schlauch, z. B. ein Luftschlauch, verwendet wird, durch den nur wenig Wasser fließt, so dass die Strömung nur sehr gering ist.

Aber auch durch die Änderung des Wasserstands wird ein Schaumnest leicht zerstört. Dann kann der Wasserwechsel mit zwei Schläuchen durchgeführt werden. Mit einem Schlauch wird Wasser abgelassen und mit dem zweiten Schlauch gleichzeitig Wasser eingelassen. Weil ein Teil des Frischwassers sofort wieder abläuft, muss etwas mehr Wasser gewechselt werden als normalerweise.

Mit einem einstellbaren Ventil kann die zufließende Wassermenge so eingestellt werden, dass sie der abfließenden Wassermenge entspricht.

Wenn das Frischwasser ca. 5 Grad kälter ist, kann es mit einem breiten Rohraufsatz unten im Aquarium eingefüllt werden. Durch den breiten Rohraufsatz entsteht wenig Strömung. Aufgrund der kälteren Temperatur schichtet sich das Frischwasser relativ gut getrennt unter das wärmere Altwasser. Das Altwasser wird gleichzeitig nahe der Oberfläche mit einem feinporigen Schaumstoffaufsatz entnommen.

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Vor dem Wasserwechsel werden alle Geräte abgeschaltet, die das Wasser verwirbeln, so dass die beiden Wasserschichten sich zu schnell vermischen könnten.

Wenn keine besonders empfindlichen Fische oder Garnelen gehalten werden, gibt es auch beim Durchschwimmen der Temperaturschicht keine Probleme. Die Trennung der Schichten ist in der Regel auch nicht allzu scharf bzw. die Temperaturunterschiede gleichen sich schnell an. Im Wesentlichen wird verhindert, dass das Frischwasser oben gleich wieder abgesaugt wird.

In einem gut eingefahrenen Aquarium kann auch mal ein Wasserwechsel entfallen. Je nach Temperatur schlüpfen die Jungen in der Regel nach der Eiablage nach 24 bis 36 Stunden.

Vom Bau des Schaumnests bis zum Schlüpfen der Jungen dauert es höchstens 1 bis 2 Wochen. In einem gut funktionierenden und nicht mit Fischen überfüllten Becken ist es kein Problem, wenn ausnahmsweise so lange kein Wasserwechsel durchgeführt wird.

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Letzte Aktualisierung am 15.11.2019 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API