Zebrabärblinge

Datenblatt Zebrabärblinge

Deutscher Name: Zebrabärblinge
Wissenschaftlicher Name: Brachydanio rerio
Herkunft: Indien, Pakistan
Größe: Körperlänge bis zu 8 cm
Aquarium
Länge: Länge ab 80 cm Breite, möglichst lang gestrecktes Becken
Inhalt: ab 100 Liter
Wasserwerte
Temperatur: 20°- 26° C
PH: 6 – 8
GH: 5° – 25° dH
Verhalten
Bereich: mittlerer Bereich
Futter: Allesfresser (Lebendfutter, Frostfutter, Trockenfutter), auch pflanzliche Nahrung
Verhalten: sehr lebhaft, friedlich
Anzahl: Schwarmfisch, Gruppenhaltung ab mind. 7 Tieren
Schwierigkeitsgrad: Anfänger
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Zebrabärbling
© Mirko Rosenau Fotolia.com

Verhalten von Zebrabärblingen

Zebrabärblinge, Brachydanio rerio, stammen aus den Zuflüssen des Ganges in Nordindien, Bangladesh und Pakistan. Dort leben sie in stehenden oder langsam fließenden Gewässern, z.B. in Reisfeldern.

Im Aquarium schwimmen sie gerne in Gruppen von 2 oder 3 Fischen zusammen. Manchmal bilden sich auch größere Gruppen. Manchmal schwimmen sie auch einzeln durch das Aquarium.

Ein typischer Schwarm, der sich wie ein einzelner Fisch verhält, wird kaum gebildet. Es sollten mindestens 7 Zebrabärblinge zusammen gehalten werden.

Aggressivität von Zebrabarben

Zebrabärbling mit Schleierflossen
Zebrabärbling mit Schleierflossen Quelle: Bild auf Wikimedia Commons Lizenz: Public domain Urheber: Marrabbio2

Zebrabarben gehören zu den Bärblingen, denen manchmal Aggressivität unterstellt wird. Nach einem typischen Bericht wurde ein Weibchen so aggressiv gegenüber den Männchen, dass ein Männchen isoliert werden musste, weil es Bisswunden hatte. Die insgesamt 6 Bärblinge wurden in einem 60 Liter Aquarium gehalten mit vielen Pflanzen, sowie Steinen und Kokusnüssen als Verstecke. Allerdings verstecken sich Zebrabärblinge in der Regel nicht in Höhlen. Sie schwimmen evtl. kurz hinein, aber sofort wieder heraus. In dem Aquarium waren außerdem zwei Saugschmerlen von 6 Zentimeter Größe, die untereinander ebenfalls aggressiv waren.

Ein Aquarium mit 60 Liter ist für die schnellen und ausdauernd schwimmenden Zebrabärblinge zu klein, auch wenn ein solches Becken oft als Mindestgröße angegeben wird. Trotzdem ist zweifelhaft, ob das Männchen wirklich durch das Weibchen gebissen und verletzt wurde.

Normalerweise ist es kein Grund zur Sorge, wenn Zebrabärblinge sich gegenseitig etwas jagen und scheuchen. Das ist ganz normal. Sie sollten aber nicht mit Fischen zusammen gehalten werden, die den Stress nicht vertragen.

Mit der Zeit werden auch Zebrabärblinge etwas ruhiger. Wenn sie in Laichstimmung sind, werden sie aber wieder richtig aktiv. In Laichstimmung kommen sie etwa alle 4 – 6 Wochen.

Geschlechtsunterschiede

Die Grundfarbe, auf der die dunkelbau bis schwarzen Längsstreifen liegen, sind bei geschlechtsreifen Männchen goldgelb, bei Weibchen silber bis weiß.

Die Männchen sind deutlich schlanker als die Weibchen. Die Weibchen sind rundlich und können zeitweise extrem dick werden. Manchmal laichen so dicke Weibchen sofort ab, wenn sie in ein gesondertes Becken gesetzt werden. Möglicherweise werden sie im Gesellschaftsbecken zu stark gestört. Damit die Eier befruchtet werden, muss ein Männchen dazugesetzt werden.

Zucht von Zebrabärblingen

Zebrabärbling
Zebrabärbling Quelle: Bild auf Wikimedia Commons Lizenz: Public domain Urheber: Azul

Die Eltern werden zunächst gut gefüttert, vor allem mit Mückenlarven. Dabei können sie im normalen Aquarium bleiben. Am Besten wird eine Woche lang kein Wasserwechsel durchgeführt und während der Zeit gut gefüttert.

Ein kleines Gefäß oder Aquarium wird mit frischem Leitungswasser gefüllt. Ein Gefäß mit 5 Liter Wasser reicht schon aus. Größer ist natürlich besser. Das Wasser sollte 2 Tage abstehen. Dann werden einige feingliedrige Pflanzen in das Gefäß gelegt. Die Pflanzen werden so beschwert, dass sie auf den Boden sinken. Ein Busch feiner Pflanzen kann z. B. mit einem Gummi an einem Stein befestigt werden. Als Filter wird ein luftbetriebener Schwammfilter verwendet. Ein Heizstab hält die Temperatur bei 24° bis 25° C. Das Becken kann auf eine Fensterbank gestellt werden, so dass die Morgensonne auf das Becken scheint. Morgensonne ist aber nicht unbedingt notwendig.

Die Eltern fressen den Laich und die Jungen. Als Schutz kann ein Laichrost oder ein Schusser bodendeckend in das Ablaichbecken gelegt werden.

Am späten Nachmittag werden die Bärblinge noch einmal gut gefüttert. Dann wird ein Paar Zebrabärblinge in das Laichbecken gesetzt. In etwas größere Laichbecken können auch 2 – 3 Weibchen und 3 – 5 Männchen gesetzt werden. Das Laichbecken muss gut abgedeckt werden.

Am nächsten Morgen fangen die Bärblinge an zu treiben und laichen an einem Pflanzenbüschel ab. Die Eier kleben nicht und fallen durch ein evtl. vorhandenes Laichrost auf den Boden. Die Eier sind ca. 1 mm dick und fast unsichtbar.

Am besten sieht man die Eier, wenn man mit der Taschenlampe im Dunkeln schräg dagegen leuchtet oder wenn man sie auf einem dunklen Untergrund betrachtet.

Am nächsten Tag gegen Mittag werden die Fische aus dem Becken genommen. Heizung und Filter werden ebenfalls entfernt. Durch Umrühren wird das Wasser kurz aufgewirbelt. Wenn die Eier wieder auf dem Boden liegen, der Dreck, Fischkot etc. aber noch schwimmt, wird das dreckige Wasser bis auf einen kleinen Rest abgegossen. Anschließend wird Wasser aufgefüllt und Lüftung und Heizung wieder in Betrieb genommen. Das Becken wird etwas abgedunkelt.

Nach einem Tag sieht man die Augen der Jungen und sie bewegen sich in den Eiern. Bei 25° C schlüpfen die Larven nach 1,5 – 2 Tagen. Wenn die Larven geschlüpft sind, dauert es noch einige Tage, bis die Jungen frei schwimmen.

Zucht im Gesellschaftsbecken

Wenn in einem Gesellschaftsbecken sehr viel Javamoos vorhanden ist, können auch im Gesellschaftsbecken hin und wieder einige Junge groß werden. Bei einem Innenfilter sollte ein Nylonstrumpf als Schutz über den Filter gezogen werden, damit die Jungen nicht in den Filter gezogen werden.

Aufzucht

Nach dem Freischwimmen wird sparsam mit staubfeinem Flockenfutter gefüttert. Das Wasser muss möglichst oft vorsichtig gewechselt werden, ohne Fische abzusaugen. Weil die Jungen sehr schnell wachsen, fällt das Problem aber schnell weg.

Die Jungen werden am Besten in einem größeren Becken aufgezogen. Sonst wachsen sie unterschiedlich schnell. Ein größeres Becken kann auch leichter gereinigt werden. Außerdem kann so ein Ansatz einige hundert Jungen ergeben, von denen auch die meisten durchkommen.

Junge Zebrabärblinge können wie Leopardbärblinge, Kupfersalmler und Glühlichtsalmler mit Staubfutter gefüttert werden. Mehrmals am Tag, d. h. mindestens 3 Mal, wird in Wasser gerührtes Staubfutter in das Aquarium gegeben.

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Es muss nicht unbedingt mit Einzellern gefüttert werden. Es können auch Staubfutter oder frisch geschlüpfte Artemien verfüttert werden.

Barben wachsen gerne in Schüben. Es kann also passieren, dass die Jungen nach einigen Wochen trotz guter Fütterung einige Zeit nicht weiter wachsen. Faktoren, die das Wachstum begrenzen, sind ansonsten die Wasserqualität und das Futterangebot bzw. die Qualität des Futters.

Zebrabärblinge mit Kiemenschäden sind evtl. überzüchtet.

Einige scheinbar überzüchtete Zebrabärblinge haben eine oder zwei geschwollene, rote, scheinbar abstehende Kiemen. Ein oder beide Kiemendeckel fehlen. Diese Tiere haben eine kürzere Lebenserwartung als die Tiere mit vollständigen Kiemendeckeln. Sie sind ansonsten aber so munter wie andere Zebrabärblinge auch.

Zebrabärblinge und Leopardbärblinge können zusammen gehalten werden.

Zebrabärblinge, Brachydanio rerio, können zusammen mit Leopardbärblingen, Brachydanio frankei, gehalten werden. Leopardbärblinge sind vermutlich eine spezielle Variation der Zebrabärblinge.

FAQs – Häufige Fragen zu Zebrabärblingen

Welche Lebenserwartung haben Zebrabärblinge?

Die Lebenserwartung wird oft mit 1,5 Jahren angegeben. Bei idealer Haltung werden Zebrabärblinge aber im Durchschnitt 2 bis 3 Jahre alt. Vereinzelt werden die Tiere bis zu 4 Jahre alt.

Wie sollte die Temperatur zur Haltung von Zebrabärblingen sein?

Die ideale Temperatur liegt zwischen 25°C bis 31°C. Möglich ist die Haltung jedoch schon bei Temperaturen von 18°C bis 20°C. Allerdings vermehren sich Zebrabärblinge nur eingeschränkt bis gar nicht, wenn die Temperatur nicht im Idealbereich liegt.

Wo hält sich der Zebrabärbling im Aquarium auf?

Meistens halten sich Zebrabärblinge im oberen Bereich auf, um das Futter von der Wasseroberfläche direkt zu schnappen. Hierbei kann es vorkommen, dass sie aus dem Wasser springen. Deshalb ist eine Abdeckung für das Aquarium ratsam.

Mit welchen Fischen kann man Zebrabärblingen vergesellschaften?

Zebrabärblinge sind sehr gut anpassungsfähig und lassen sich gut vergesellschaften. Geeignet sind beispielsweise Pracht– und Sumatrabarben sowie Blaubarsche.

Welche Geschlechtsunterschiede haben Zebrabärblinge?

Die Männchen sind dünner als Weibchen. Wie bei vielen anderen Arten haben auch hier die Männchen die leuchtenderen Farben und sind dünner. Haben die Weibchen mit der Produktion von Rogen (die Eier) begonnen sehen sie molliger aus.

Was fressen Zebrabärblinge in der Natur?

Die Fische sind Allesfresser. In ihrer natürlichen Umgebung ernähren sie sich aber vor allem von kleinen Insekten, Würmern und Krebstieren.

Wann laichen Zebrabärblinge?

Die Geschlechtsreife erreichen Zebrabärblinge mit etwa zweieinhalb Monaten. Die Tiere sind Freilaicher und legen ihre Eier in der Natur gerne in Flachwasserbereichen nahe des Ufers ab. In ihrer Heimat herrscht Monsunklima mit einer Trocken- und einer Regenzeit. Die Laichzeit der Tiere ist zu Beginn der Regenzeit. Im Aquarium sind die Fische etwa alle ein- bis eineinhalb Monate in Laichstimmung.

Was ist der Leopardenbärbling?

Der Körper des Leopardenbärblings weist keine blauen Streifen wie der Zebrabärbling auf.

Die Streifen scheinen sich bei ihm stattdessen in Punkte oder Tupfen aufgelöst zu haben. Ursache ist eine Mutation eines Gens des Zebrabärblings. Es ist nicht bekannt, ob es sich bei Leopardenbärblingen um eine Zuchtform handelt oder um eine natürliche Population. Erstmals entdeckt wurden die Tiere in einem Aquarium in Prag.

Der Leopardenbärbling, auch als Danio frankei beschrieben, ist wissenschaftlich nicht als eigene Art anerkannt und stellt eine Farbvariante des Zebrabärblings dar.

Woher kommen Zebrabärblinge?

Der Zebrabärbling stammt aus Asien und kommt im Gebiet des Gangesstroms vor, in Pakistan, Indien, Bangladesch und Nepal. Sein Lebensraum sind langsam fließende oder stehende Gewässer. So findet er sich etwa in kleinen Bächen, Gräben, Teichen, Kanälen und auch Reisfeldern.

Welche Zebrabärblinge gibt es?

Neben der in der Natur vorkommenden Wildform gibt es noch weitere Zebrabärblinge. Es existiert eine schleierflossige Variante und eine sogenannte amelanistische Zuchtform. Diese wird auch Goldener Zebrabärbling genannt und es gibt sie sowohl in der natürlichen Form als auch in einer schleierflossigen Form. Alle drei sind Varianten der Wildform und durch natürliche Zucht ganz legal entstanden.

Neben diesen Varianten gibt es aber auch solche, die durch Genmanipulation hervorgegangen und aus Laboren in Umlauf geraten sind. Sie werden in den USA und in Südostasien zum Beispiel unter dem Namen Glowfish (Glühender Fisch) in großem Umfang gehandelt. In Europa ist der Handel und die Zucht mit diesen gentechnisch veränderten Fischen streng verboten und mit hohen Geld- und sogar Freiheitsstrafen belegt.

Gentechnisch veränderte Zebrabärblinge haben einen grünlichen, rötlichen oder gelblichen Körper, fluoreszieren und erscheinen wie mit Neonfarbe bemalt. Für Aquarianer in der EU sind sie tabu.

Videos zu Zebrabärblingen:

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Leopardbärblinge bei der Fortpflanzung:

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Die gezielte Zucht von Zebrabärblingen:

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Zebrabärblinge bei der naturnahen Fortpflanzung:

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Die Zucht in der Schüssel:

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0 bis 3 Tage alte Larven:

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6 Tage alte Jungtiere:

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25 Tage alte Jungtiere:

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Zebrabärblinge, Leopardbärblinge und Albino-Panzerwelse in (zu) dichtem Gedränge:

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