Nacktlaube

Datenblatt Nacktlaube

Lateinischer Name: Sawbwa resplendens
Handelsname: Nacktlaube
Ordnungsname: Karpfenartige
Familie:
Karpfenfische
Gattung:
Sawbwa
Herkunft: Myanmar
Größe in cm:
5 – 7
Aquariumgröße
Länge und Breite in cm:
80 cm
Inhalt:
60 Liter
Wasserwerte
Temperatur: 20 – 24 °C
pH: 7 – 7,5
GH:
10 – 17 Grad
Verhalten/Besatz
Bereich: Mitte des Aquariums
Futter: Frost-, Lebend- sowie Trockenfutter
Verhalten: friedlich, Schwarmfisch
Anzahl: ab 10 Tiere
Lebenserwartung:
4 Jahre
Vergesellschaftung mit Garnelen:
ja
nacktlaube
The Man On The Street at English WikipediaSawbwa resplendensCC BY 3.0

Allgemeine Informationen zur Nacktlaube

Bei der Nacktlaube, wissenschaftlicher Name Sawbwa resplendens, umgangssprachliche Bezeichnung Glühköpfchen, handelt es sich um einen kleinen Karpfenfisch, welche ursprünglich im Inle-See von Myanmar und den nahegelegenen Sümpfen beheimatet ist. Der Inle-See ist hochgelegen, klar und kühl.

Dieser Fisch heißt Nacktlaube, weil er überhaupt keine Schuppen trägt. Der Körper ist mittellang und an den Seiten abgeflacht. Die Körperlänge einer ausgewachsenen Nacktlaube erreicht 5 bis 7 Zentimeter. Männchen haben eine stahlblaue Färbung und sind am Bauch silberweiß. An der Unterseite der Schnauze und an den Spitzen ihrer Schwanzflossen ist diese Fischart rötlich gefärbt.

Viele kleine dunkle Punkte lassen den Rücken in einer dunkleren Färbung, nämlich grünlich, erscheinen. Der Rest der Flossen ist bei Weibchen sowie Männchen farblos. Die Weibchen haben eine messingfarbene bis olivgrüne Farbe. Ihr Bauch ist silbern und sie tragen ein schwarzes Mal am After.

Nacktlauben verfügen über ein kleines Maul und ihr Oberkiefer steht hervor. Die haben keine Barteln und auf ihren Schlundknochen befinden sich jeweils vier reihenförmig angeordnete Zähne. Über dem Bauch befindet sich nur eine schwache Seitenlinie. Die After- und Rückenflosse gabeln sich und sind klein. Am zweiten Flossenstrahl des Rückenflossenbereiches befindet sich am hinteren Rand eine Zahnung.

Die Nacktlauben leben in größeren Schwärmen in klaren Gewässern, in Brackwasser und Wasser mit Torfgehalt und dichter Bepflanzung. Die Monate Februar bis März sind die Laichzeit für die weiblichen Nacktlauben. Ihre Fischeier sind durchschnittlich 1 Millimeter groß und gelblich eingefärbt. Die Fischlarven benötigen 3 oder 4 Tage zum Schlüpfen und nach etwa einer Woche schwimmen sie frei herum.

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  • Robert Donoso-Büchner (Autor)

Vergesellschaftung

Nacktlauben lassen sich problemlos vergesellschaften, denn es sind äußerst friedliche Fische, die eher Opfer anderer Fische werden können. Der Schwarmfisch liebt es, mit zahlreichen Artgenossen zusammenzuleben. Fischhalter sollten 10 oder mehr Fische in ihrem Aquarium halten.

Der friedliche Bärbling kann gut mit kleinen Garnelen vergesellschaftet werden. Junge Garnelen stehen jedoch auf seiner Speisekarte, daher sollten es Garnelenarten mit guter Vemehrungsrate sein.

Sonstige Fragen

Wie sollte das Aquarium gestaltet werden?

Die Größe der Nacktlaube beträgt lediglich 5 – 7 Zentimeter, also ist eine Beckengröße von rund 80 Zentimetern ausreichend. Der Fisch hält sich besonders gern im mittleren Bereich des Aquariums auf.

Da es sich bei der Nacktlaube um einen ruhigen sowie zum Teil scheuen Zierfisch handelt, sollte er auf jeden Fall in Gesellschaft anderer Fische leben, die nicht aggressiv sind. Diese Fische lieben eine höhere Wasserhärte zwischen 10 und 17 Grad, einen pH-Wert zwischen 7 und 7,5, eine kühlere Wassertemperatur von 20 – 24 °C sowie eine recht dichte Bepflanzung am Rand. Wärme sollte es nicht sein, sonst können die Fische erkranken. Kleinere Schwankungen sind aber kein Problem.

Ist eine Nachzucht möglich?

Eine Nachzucht gestaltet sich relativ einfach. Allerdings ist zu beachten, dass Nacktlauben gleich nach dem Auswechseln des Wassers ihre Eier an Pflanzen im Bereich der Wasseroberfläche ablegen. Die Fische könnten ihren Jungen nachstellen, daher sollten die Eier nach dem Ablaichen abgetrennt werden.

Was fressen Nacktlauben?

Nacktlauben sind vorwiegend Allesfresser. Sie fressen allerlei Frost- und Lebendfutter sowie manchmal Flockenfutter.

Jungtiere benötigen nach dem Schlüpfen winziges Lebendfutter.

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