Ringelhechtling

Datenblatt Ringelhechtling

Deutscher Name: Ringelhechtling
Wissenschaftlicher Name: Epiplatys annulatus
Herkunft: Westafrika
Größe: Körperlänge 4 cm
Aquarium
Länge: Länge ab 40 cm Breite 
Inhalt: 60 Liter
Wasserwerte
Temperatur: 22°C – 26°C
PH: 5,5 – 7
GH: 1° – 6° dH, muss unter 8° dH liegen
Verhalten
Bereich: Oberflächenbereich
Futter: feines Trockenfutter, Frostfutter, feines Lebendfutter
Verhalten: friedlich
Anzahl: Haremhaltung, 1 Männchen und mind. 2 Weibchen
Schwierigkeitsgrad: Anfänger

Epyplatys annulatus, der Ringelhechtling, gehört taxonomisch betrachtet zur Ordnung Zahnkärpflinge (Cyprinodontiformes).

Ringelhechtling
Epiplatys Annulatus – Ringelhechtling WF – Image 1 | © Fishtopia GmbH

Aussehen

Viele Fische dieser Ordnung zeichnen sich durch besonders schöne Farben und eine gute Anpassungsfähigkeit aus. Das macht sie zu beliebten Zierfischen. Im engeren Sinne gehört die Art zu einer Familie afrikanischer Zahnkärpflinge, den Cyprinodontiformes. Fische aus dieser Familie werden von Aquarianern auch Killifische genannt.

Der Ringelhechtling hat eine sehr schöne Färbung. Sein langgestreckter, heller Körper schillert silbrig und besitzt vier breite, blau-schwarze Querbinden (Ringel), die rings um den Körper laufen. Die Rückenflosse ist zurückgesetzt.

Killifisch-Fibel*
  • Rudolf Pohlmann (Autor)

Haltung

In der Natur lebt er oberflächennah in sumpfigen Gewässern und kleinen Wasseransammlungen des Regenwaldes oder der Savanne etwa in Guinea, Sierra Leone oder Liberia.

Als typischer Lauerjäger versteckt sich der Fisch hinter Schwimmpflanzen, um dann blitzschnell aus der Deckung hervorstoßend, kleine Beutetiere zu erlegen, etwa Insekten oder wirbellose Tiere. Sein Maul ist, wie bei vielen an der Oberfläche jagenden Fischen oberständig, der Unterkiefer etwas länger als der Oberkiefer.

Er erreicht eine Länge von maximal vier Zentimetern. Ringelhechtlinge können bis zu vier Jahre alt werden. Mit etwa fünf Monaten werden die Tiere geschlechtsreif. Ihre Eier legen sie im Bodenbereich am Fuß von Pflanzen ab. Nach etwa acht Tagen schlüpfen Jungtiere, welche sich zunächst von kleinsten Lebewesen ernähren. In natürlichem Umfeld lebt der Ringelhechtling oft gemeinsam mit anderen Epyplatys-Arten zusammen.

Entsprechend ihrem natürlichen Lebensraum fühlen sich die Fische im Aquarium wohler, wenn ihnen ausreichend Versteckmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Wichtig ist, dass Schwimmpflanzen vorhanden sind. Sie bieten den Fischen Schatten, den diese brauchen und geben Deckung. Aus dieser Deckung heraus können die kleinen Jäger dann auf Beute lauern, etwa auf Trockenfutter, das ins Becken gestreut wird.

Daneben benötigt die Art aber auch viel freien Raum zum Schwimmen. Die Randbepflanzung des Aquariums sollte dicht und der Boden sandig sein.

Geschlechtsunterschiede

Die Männchen sind farbiger und weniger füllig als die Weibchen.

Gut zu unterscheiden sind die Geschlechter auch anhand ihrer Flossen. Weibliche Tiere haben abgerundete Flossen, die abgesehen von den Schwanzflossen farblos sind. Die Flossen der männlichen Tiere sind dagegen spitz zulaufend und leuchten in roter und gelber Farbe. Zudem weist deren Schwanzflosse, die im mittleren Bereich stark verlängerte Strahlen hat, auch noch eine schöne rot-blau-orange Längsbänderung auf.

Zucht

Die Zucht im Artaquarium ist möglich. Ringelhechtlinge sind Haftlaicher. In der Natur legen die Weibchen ihre Eier an Schwimmpflanzen ab. Gibt es im Aquarium eine verkrautete Oberfläche mit feinen Pflanzen, zum Beispiel Teichlebermoosen, Wasserlinsen oder Javamoos, können die Tiere dort ihre Eier anheften. Sobald sie geschlechtsreif sind, legen die weiblichen Tiere fast täglich einige wenige Eier ab.

Das Wasser in einem Aufzuchtbecken sollte möglichst weich sein. Es empfiehlt sich eine Temperatur von 26-26 °C.

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Zur Fütterung der Jungtiere eignet sich in den ersten Wochen sehr feines Lebendfutter (Infusorien), zum Beispiel Rädertierchen.

Die adulten Tiere gehen nicht an Laich, die Jungtiere können daher im Becken mit den Eltern zusammen aufwachsen. Zur gezielten und intensiven Zucht, die eine Reihe bestimmter Voraussetzungen bedarf, damit sie erfolgreich verläuft, kann ein Wollmopp eingesetzt werden. In der Killizucht wird er oftmals eingesetzt.

Bei Ringelhechtlingen ist jedoch die extensive Zucht in der Regel erfolgreicher. Die Eier entwickeln sich dort, wo die Fische sie im Becken angeheftet haben und werden nicht extra behandelt oder abgelesen.

Die frisch geschlüpften winzigen Jungtiere können sich im Aquarium zunächst zwischen Schwimmpflanzen verstecken. Sie wachsen am Anfang sehr langsam und sind ab etwa sechs Monaten geschlechtsreif.

Vergesellschaftung

Trotzdem die Tiere in Gemeinschaft mit anderen friedlich sind, empfiehlt sich die Haltung im Artbecken. In größeren Becken können sie auch in Gemeinschaft leben, aber nur mit ebenfalls friedlichen Fischen oder friedlichen Wirbellosen wie bestimmten Garnelen- oder Krebsarten.

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Weitere Infos findest du hier:

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