Red Parrot Cichlid Quelle: Bild auf Wikimedia Commons Lizenz: Public domain Urheber: George Chernilevsky 

Papageienfische, Red Parrot Cichlid, sind eine hybride Züchtung, d. h. eine Kreuzung aus verschiedenen Buntbarschgattungen, die Qualzuchten zumindest sehr nahe kommt.

Qualzuchten sind Zuchttiere, die nicht mehr richtig lebensfähig sind bzw. denen durch Zucht Körperteile fehlen oder so verändert wurden, dass sie für den normalen Gebrauch nicht mehr verwendet werden können. Qualzuchten dürfen in Deutschland nicht gehandelt werden.
Allerdings werden Fische im Tierschutzgesetz in dieser Hinsicht nicht konsequent berücksichtigt. Zudem kennen sich viele Amtsveterinäre mit Fischen nicht aus, so dass solche Fische gehandelt werden können.

Papageienfische sehen aus wie vollkommen entstellte Goldfische. In der Natur würden sich die Arten nicht paaren und die Jungen wären auf keinen Fall überlebensfähig. Auch die gezüchteten Tiere sind oft nicht fähig sich zu vermehren.

Sie sind so verkrüppelt, dass sie nicht einmal ihr Maul schließen können. Sie können nicht jedes Futter fressen und sich nicht gegen andere Fische verteidigen. Sie haben eine stark verkrümmte Wirbelsäule, die die inneren Organe in einem ziemlich kugeligen, kurzen Bereich zusammendrängt.

Welche Arten in die Zucht eingegangen sind ist nicht klar. Die Züchter geben die Arten nicht bekannt. In der Zeitschrift „Akwarium Terrarium“, Heft 5/6 1999 aus Moskau steht, dass es eine Kreuzung von Cichlasoma labiatum und Cichlasoma citronellum sei.

Sven O. Kullander hat in einer Mailingliste vermutet, dass Cichlasoma nigrofasciatus mit eingekreuzt wurde. Er verurteilt diese künstlich geschaffenen Tiere scharf. Als Kullander die Tiere in einer Zoohandlung in Schweden gesehen hat, glaubte er zunächst an gentechnische Manipulation und wollte deswegen ein sofortiges Importverbot bewirken, weil schwedische Gesetze diesbezüglich sehr streng sind.

Cher Chan, dem Redakteur der taiwanesischen Zeitschrift AquaLifeMagazine, fielen die Tiere 1986 zum ersten Mal auf. In Taiwan können wohl 3 – 4 Züchter diese Hybriden züchten. Demnach wurden dort Amphilophus citrinellus mit Vieja synspilus gekreuzt.

Vermutet werden auch Arten wie z. B. Heros severus und Herichthys cyanoguttatus.

Nach anderen Vermutungen sind Papageienfische eine Krüppelzüchtung des Zitronenbuntbarsches und keine Kreuzung. Danach wurden durch Zufall verkrüppelte Tiere gezeugt, mit denen weiter gezüchtet wurde.

Solche Mutationen können durch Zufall, durch Bestrahlung der Elterntiere oder von Keimzellen oder durch Chemikalien hervorgerufen werden. Wenn eine solche Mutation aufgetreten ist, kann sie auch weitergezüchtet werden. Papageienfische sollen aber nicht durch radioaktive Bestrahlung entstanden sein.

Red Parrots sind wohl in der Lage ein Gelege zu produzieren, es sollen aber noch in keinem Fall Larven geschlüpft sein. Es wird aber berichtet, dass ein Red Parrot im Aquarium mit Herichthys carpinte erfolgreich abgelaicht hat.

Auch im Meerwasser gibt es eine Art mit dem Namen Papageienfisch. Das sind schön bunte Tiere, die vermutlich in Meerwasser gut gehalten werden können. Sie ernähren sich aber hauptsächlich von Steinkorallen. Sie brechen die Korallen mit starken Zahnleisten ab und kauen sie durch. Das Endprodukt ist feiner, weißer Korallensand.
Weil Korallen sehr hart sind werden die Zähne der Fische stark abgenutzt und wachsen entsprechend schnell nach. Wenn Tiere im Aquarium mit der üblichen Nahrung ernährt werden, wachsen die Zähne deutlich schneller, als sie abnutzen.

Acopora-Korallen zu züchten, um Papageienfische damit zu ernähren, ist nicht praktikabel.

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Letzte Aktualisierung am 19.07.2019 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Papageienfische
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