Süßwasserrochen

Potamotrygon

 

Datenblatt Süßwasserrochen

Deutscher Name: Süßwasserrochen
Wissenschaftlicher Name: Potamotrygon
Herkunft: Südamerikanische Flüsse
Größe: 25 cm – 100 cm Durchmesser
Aquarium
Länge: Länge ab 200 cm Breite und ab 60 cm Breite
Inhalt: ab 2.000 Liter
Wasserwerte
Temperatur: 25°- 30° C
PH: 6,5 – 7,5
GH: 8,4° – 15° dH
Verhalten
Bereich: Boden
Futter: Fleischfresser
Verhalten: nicht mit anderen Fischen vergesellschaften
Anzahl: kleine Gruppe
Schwierigkeitsgrad: Fortgeschrittene
Süßwasserrochen - Pfauenaugen-Stechrochen im Aquarium
Marcel Burkhard, Stachelroche, CC BY-SA 2.0 DE

Der Rochen gehört zur Familie der Knorpelfische und besitzt daher keine Schwimmblase. Wenn der Rochen an die Wasseroberfläche kommen möchte, unterstützen ihn dabei seine wie Flügel aussehenden Brustflossen. Zudem hat er meist Fetteinlagerungen, die ebenfalls für einen Auftrieb sorgen.

Aussehen

Seine Brustflossen sind mit dem Kopf vereint und der Körper weist eine extrem flache Form auf. An der Unterseite des Tieres sind das Maul, die Kiemen und die Nasenlöcher zu finden, die Augen wiederum befinden sich auf der oberen Seite. Einige Arten des Süßwasserrochens besitzen einen oder mehrere Giftstachel am Schwanz, deshalb sollten Arbeiten im Aquarium nicht mit bloßen Händen durchgeführt werden. Die Färbung eines Rochens kann variieren, da sich diese Fische hervorragend an ihre Umgebung anpassen können. Zudem ist auch die Größe ist sehr unterschiedlich, je nachdem, welche Art des Süßwasserrochens gehalten wird. Sie kann zwischen 25 cm und 100 cm Durchmesser des Körpers (Körperscheibe) betragen. Zudem wächst Potamotrygon sein ganzes Leben lang.

Herkunft

Zuhause ist er in südamerikanischen Flüssen und besiedelt hier den sandigen oder schlammigen Bodengrund. Nur in seltenen Fällen schwimmt der Süßwasserrochen frei im Wasser.

Nahrung

Potamotrygon ist ein reiner Fleischfresser, somit ein Raubfisch. Im Aquarium sollte angebotenes Futter aus Muscheln, Garnelen, Schnecken und entweder ganzen oder zerteilten Fischen bestehen. Wichtig ist eine große Vielfalt der Nahrung und diese sollte im besten Falle häufig in kleinerer Menge angeboten werden, als einmal täglich eine große Futtermenge. Nicht verzehrtes Futter muss aus dem Becken entfernt werden.

Sollte das Futter nicht angenommen werden, können Parasiten oder andere Krankheiten dafür verantwortlich sein. Es muss immer dafür gesorgt werden, dass ein Quarantänebecken zur Verfügung steht.

Geschlechtsunterschiede

Das Männchen eines Süßwasserrochens besitzt einen Anhang hinter der Geschlechtsöffnung. Dieser ist bei den Weibchen nicht vorhanden. Ansonsten gibt es keine optischen Unterscheidungsmerkmale.

Zucht

Die Geschlechtsreife eines Weibchens liegt etwa bei zwei Jahren. Während des Paarungsrituales, welches bis zu 30 Minuten dauern kann, beißt ein Männchen den Weibchen manchmal in den Körper oder in die Flossen. Ansonsten liegen beide mit den Bauchseiten zueinander. Sollte das bissige Verhalten zu heftig ausfallen, müssen die Fische voneinander getrennt und verletzte Weibchen in einem separaten Becken gepflegt werden.

Ein Rochenweibchen trägt etwa drei Monate, bis die Jungfische lebend geboren werden. Es ist möglich, dass nur ein Baby zur Welt kommt, es können aber auch mehr als 12 Fische geboren werden. Hier spielt das Alter des Muttertieres eine große Rolle. Die Nachkommen sind gleich nach der Geburt selbständig und werden von den Eltern kaum bis gar nicht gepflegt. Eine Größe von bis zu 15 cm ist bei den Jungfischen möglich. Zudem sollten die Jungen in einem eigenen Aquarium aufgezogen werden, da es nicht unwahrscheinlich ist, dass sie von den Elterntieren gefressen werden. Das Aufzuchtbecken kann deutlich kleiner sein, als das Heimatbecken.

Vergesellschaftung

Eine Vergesellschaftung mit anderen Fischen sollte besser nicht stattfinden. Der Süßwasserrochen ist ein Raubfisch und alles, was in sein Maul hineinpasst, wird gefressen. Zudem ist es möglich, dass auch größere Fische erlegt aber nicht gefressen werden.

Sonstige Fragen

Wie sollte das Aquarium ausgestattet sein?

Wichtig ist hier vor allem die Grundfläche des Beckens. Es sollte bedacht werden, dass im Handel meist junge Fische angeboten werden und diese ein Leben lang wachsen. Die in der obigen Tabelle angegebenen Maße sind für zwei Süßwasserrochen ausreichend. Für jedes weitere Tier sollte etwa 20% der Grundfläche hinzugerechnet werden. Die Wassertiefe ist hierbei nicht von Bedeutung.

Sollte das Aquarium über keine Abdeckung verfügen, muss der obere Rand einen sogenannten Rand-Steg aufweisen, oder der Wasserspiegel muss etwa 15 cm unterhalb des oberen Randes enden. Potamotrygon kommt gerne an die Wasseroberfläche und es kann passieren, dass aus dem Becken fällt.

Die Beleuchtung und auch ein eventuell vorhandener Heiz-Stab sollten mit einem Schutz versehen werden, damit sich der Rochen nicht daran verbrennen kann.

Der Bodengrund sollte aus Flusssand bestehen, damit die Tiere gut darin gründeln und sich eingraben können. Einige Aufbauten aus Felsen und Wurzeln sowie größere Kieselsteine dienen als Sichtschutz und Rückzugsmöglichkeiten. Eine Bepflanzung ist ebenfalls möglich. Diese ist an der rückwärtigen Scheibe in Form von hochwachsenden und kräftigen Arten am sinnvollsten. Alle Strukturen im Becken müssen allerdings größere Abstände zueinander haben, damit sich der Rochen gut dazwischen bewegen kann.

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