Medusa Schmerle

Datenblatt Medusa Schmerle

Lateinischer Name: Serpenticobitis octozona
Handelsname: Medusa Schmerle, Medusaschmerle, Achtringe-Schmerle, serpent loach
Ordnungsname: Cypriniformes
Familie:
Serpenticobitidae
Gattung:
Serpenticobitis
Herkunft: Südost Asien, Laos Sekong River, Mekong mit Nebenflüssen
Größe in cm:
4,0 bis 5,5
Aquariumgröße
Länge und Breite in cm:
ab 100
Inhalt in Litern:
ab 200 Liter
Wasserwerte
Temperatur: 23 bis 26 °C
pH: 5 bis 6
GH: mittelhart  
Verhalten/Besatz
Bereich: unterer Bereich
Futter: Allesfresser, Lebendfutter (Artemia, Daphnien), Granulat, Trocken- und Frostfutter, gekochtes oder überbrühtes Gemüse
Verhalten: Schwarmfisch, friedlich
Anzahl: 6 bis 10 Tiere
Lebenserwartung:
bis 10 Jahre
Vergesellschaftung mit Garnelen:
ja
Schwierigkeitsgrad: Anfängerfisch
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Allgemeine Einleitung

Diese kleine Schmerlenart ist noch neu in der Aquaristik. Den lateinischen Namen octozona verdankt sie den 8 markanten, dunklen Binden auf dem Körper.

Am besten gedeihen die Schmerlen, wenn sie in einer kleinen Gruppe gepflegt werden. Sie haben ein ausgeprägtes Sozialverhalten mit einer Rangordnung und kommunizieren über Knacklaute miteinander. Zu anderen Fischen sind Serpenticobitis friedlich.

Bemerkenswert ist ihre Fähigkeit, sich an senkrechten und überhängenden Oberflächen festzuklammern. Dabei hilft ihnen ihr unterständiges Saugmaul. Damit halten sie sich an Steinen und Wurzeln fest, um nicht von der Strömung mitgerissen zu werden. Sie können sich damit sogar gegen die Strömung fortbewegen. Das tun sie hauptsächlich während der Laichzeit.

Dabei knabbern sie Algenaufwuchs und andere Beläge ab. Die Tiere durchwühlen gern den Boden nach Kleinstlebewesen und Schnecken. Bei ihrem Futter sind sie nicht wählerisch, sie verschlingen in Windeseile alles Fressbare. Es ist darauf zu achten, dass für eventuelle Mitbewohner genug Futter übrig bleibt.

Medusa Schmerlen sind hauptsächlich in der Dämmerung aktiv, grelles Licht meiden sie.

Ihr zylindrischer Körper ist für Schmerlen gedrungen. Sie haben einen kleinen Kopf und ein gerundetes Maul mit fleischigen Lippen. Schmerlentypisch sind die drei Bartelpaare und jeweils ein aufstellbarer Unteraugendorn. An den Bauch- und Brustflossen sitzt je ein Stachel. Auffällig sind die Reihen aus Punkten, die sich auf allen Flossen befinden. Auf der Basis der Schwanzflosse ist ein großer, deutlicher Fleck.

Die Fische sind den Wasserwerten gegenüber tolerant. In ihrer Heimat leben sie in schnell fließenden, sauerstoffreichen Gewässern mit saurem, weichen Wasser.

Ihr Aquarium sollte ähnliche Bedingungen aufweisen. Es braucht eine gute Filterung und ausreichend Strömung. Huminstoffe erhöhen das Wohlbefinden der kleinen Schmerlen.

Als Bodenbelag eignet sich Sand oder feiner Kies. Die Bepflanzung braucht nicht üppig zu sein. Einige robuste Pflanzen wie Anubias, Vallisnerien oder Javafarn genügen. Wichtig sind viele Steine, Steinaufbauten und Wurzeln als Versteckmöglichkeiten. Damit die aktiven Fische nicht aus dem Becken springen können, sollte es abgedeckt sein.

Geschlechtsunterschiede

Die Weibchen sind etwas rundlicher als die Männchen.

Zucht

Bisher sind im Aquarium nur einige wenige Zufallszuchten geglückt. In der Natur schließen sich die Schmerlen in der Laichzeit zu großen, lockeren Verbänden zusammen. Gemeinsam wandern sie die Flüsse aufwärts und laichen in engen Spalten oder unter Überhängen ab.

Diese Laichwanderung ist im Becken schlecht zu simulieren. Sie ist offenbar notwendig, um die Tiere in Laichbereitschaft zu versetzen.

In Asien werden die Fische mit Hormonbehandlungen zum Ablaichen veranlasst. In großen Anlagen werden dort Jungfische für den Export produziert.

Vergesellschaftung

Eine Vergesellschaftung mit anderen friedlichen Fischen mit ähnlichen Biotopansprüchen ist möglich. Günstig sind Mitbewohner, die sich im oberen Beckenbereich aufhalten. Dazu gehören Salmler, Bärblinge, kleine Barilius, Devario, Danio, Mystacoleucus, Epiplatys, Pseudogastromyzon, Beaufortia, Gastromyzon, Sewellia und verschiedene Rasbora Arten.

Ein Zusammenleben mit Garnelen funktioniert, der Garnelennachwuchs könnte auf der Speisekarte der Serpenticobitis octozona landen.

Von Krebsen als Mitbewohner ist abzuraten. Krebse bewohnen den gleichen Bereich im Becken wie die Schmerlen. Die Medusa Schmerlen würden wahrscheinlich aufgrund ihrer geringen Größe von den Krebsen gefressen werden.

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