Datenblatt Moskitobärbling

Deutscher Name:Moskitobärbling
Wissenschaftlicher Name:Boraras brigittae
Herkunft:Südostasien
Größe:Bis zu 2-3cm
Aquarium
Länge:
mindestens 50 Liter  / Länge 50cm – Breite 30cm
Wasserwerte
Temperatur:24°C bis 28°C
GH:2 – 10 °dGH
PH:6 – 7
KH:2 – 10° dKH
Verhalten
Bereich:Mittlerere Aquarienbereich
Futter:
kleines Lebendfutter, Flockenfutter
Verhalten:Schwarmfisch, friedlich
Anzahl:Schwarmfisch mindestens 10
Schwierigkeitsgrad:Für Fortgeschrittene
Moskitobärbling
Atulbhats, Boraras brigittae, CC BY-SA 4.0

Mit dem Boom der Nanoaquaristik stieg in den vergangenen Jahren auch die Nachfrage nach Minifischen. Neben Funkensalmler, Perlhuhnbärbling und Zwergpanzerwels gehört vor allem der Moskitobärbling zu den beliebtesten Winzlingen der Süßwasseraquaristik.

Aber Vorsicht: Nur weil ein Fisch einen zarten Körperbau aufweist, muss er sich noch lange nicht in Nano Aquarien wohlfühlen. Gerade für quirlige Schwarmfische wie den Moskitobärbling sollten zumindest Aquarien mit 50 Liter Volumen bereitstehen. Nach oben hin gibt es keine Grenzen. Je größer das Becken, umso größer der mögliche Schwarm und umso mehr Interaktion zwischen den Fischen untereinander.

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Geschlechtsunterschiede

Die Grundfärbung des Moskitobärblings besteht aus einem leuchtenden Rot bis Orange, auf dem sich ein schwarzer Fleck befindet. Dieser zieht sich wie ein langgestreckter Rhombus vom Kiemendeckel bis hinter die Rückenflosse. Über und unter diesem dunklen Fleck zieht sich jeweils eine feine, leuchtend helle Linie. Auch Brust-, Bauch und Rückenflossen zeigen sowohl rotorange als auch schwarze Anteile. Die Schwanzflosse ist hingegen größtenteils durchsichtig.

Bei den Männchen zeigt sich die Färbung wesentlich intensiver und leuchtender als bei den Weibchen. Bei weiblichen Tieren wird das leuchtende Rot oft zu einem verwaschenen Orange. Wie bei vielen anderen Fischarten auch, sind die Männchen zusätzlich kleiner und zarter gebaut als die Weibchen.

Wer Moskitobärblinge gezielt züchten möchte, muss ein wenig Aufwand betreiben. Passende Pärchen werden separat in dicht bepflanzte Kleinstbecken gesetzt und dort ausreichend mit feinem Lebendfutter wie Artemia und Wasserflöhe angefüttert. Das Wasser sollte möglichst weich und sauer sein. Nach Paarung und Eiablage müssen die Elterntiere das Zuchtbecken verlassen und werden am besten zurück ins Stammbecken gesetzt. Moskitobärblinge sind nämlich Freilaicher und stellen ihrem Nachwuchs nach.

Am schwierigsten gestaltet sich die Aufzucht der Jungtiere. Nach dem Aufzehren des Dottersacks sind für die winzigen Jungfische nämlich mitunter sogar Artemia-Nauplien zu groß. Die Fütterung erfolgt daher in den ersten Tagen mit Staubfutter oder Infusorien.

Wer nur auf einen stabilen Schwarm bedacht ist, kann diesen auch dauerhaft in einem dicht bepflanzten Becken mit Mulmschicht am Boden pflegen. In diesem Milieu gelingt es immer wieder einzelnen Jungfischen, die schwierigen ersten Wochen zu überstehen und direkt zum Schwarm hinzuzustoßen.

Vergesellschaftung

Moskitobärbling
VivienneHarper, Nano-Aquarium mit Boraras brigittae, CC BY-SA 3.0

Richtig wohl fühlt sich der Moskitobärbling in einem gut eingefahrenen Unterwasserdschungel. Ein dichtes Wurzelwerk, Laub auf dem Boden und Filterung über Torf erzeugen nicht nur weiches, saures Wasser, sondern auch eine schummrige Umgebung, in der die Farben des Minifisches so richtig zur Geltung kommen. Dunkler Bodengrund und eine Schwimmpflanzendecke verstärken diesen Effekt zusätzlich. Die Filterung sollte keine große Strömung erzeugen. Aufgrund seines niedrigen Stoffwechsels eignet sich der Moskitobärblingen bei erfahrenen Aquarianern und geringer Besatzdichte sogar für filterlose Becken.

Beifische sollten ähnliche Ansprüche an Wasserwerte und Einrichtung haben. Auch Größe und Friedlichkeit sollte in einem ähnlichen Bereich liegen. Am besten eignen sich zur Vergesellschaftung also andere friedliche Minifische wie Zwergpanzerwelse oder kleine Salmlerarten. Wer auf demselben Kontinent bleiben möchte, kann sich an Knurrenden Zwergguramis oder Prachtguramis versuchen. Aber auch friedliche Zwergbuntbarsche eigenen sich als Gesellschaft.

Bei größeren Fischen besteht die Gefahr, dass der Moskitobärbling aufgrund seiner geringen Größe auf dem Speiseplan landet. Im Zweifelsfall sollte daher auf eine Vergesellschaftung verzichtet werden. Umgekehrt stellt der kleine Bärbling Zwerggarnelen nicht nach, weswegen auch diese gemeinsam im gleichen Aquarium gepflegt werden können.

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