Rotflossen-Antennenwels

Phractocephalus hemioliopterus

Datenblatt Rotflossen-Antennenwels

Deutscher Name: Rotflossen-Antennenwels
Wissenschaftlicher Name: Phractocephalus hemioliopterus
Herkunft: Südamerika, große Flüsse des Amazonasbeckens (Rio Negro, Orinoko, Maranhamm) in Brasilien und Kolumbien, Maranon in Peru, Rio Madeira in Bolivien und den Flüssen im Tiefland von Ecuador und Guayana
Größe: Körperlänge bis zu 110 cm lang und 40 kg schwer
Aquarium
Länge: ausschließlich für Großaquarien geeignet!

Länge ab  4 m

Inhalt: ab 5.000 Liter
Wasserwerte
Temperatur: 20°- 26° C
PH: 6 – 7,5
GH: weniger als10° dH
Verhalten
Bereich: unterer Bereich
Futter: Allesfresser, Frischfleisch, Obst, Gemüse, Trockenfutter als Tabletten, große Flocken oder Granulat, Frostfutter, Krustentiere, Würmer
Verhalten: Lauerjäger, ruhig, nachtaktiv, neigt dazu, sich zu überfressen
Anzahl: Einzelgänger
Schwierigkeitsgrad: wegen der Größe für Fortgeschrittene
Rotflossen Wels
PauloFerreiraBR, Fish br, als gemeinfrei gekennzeichnet, Details auf Wikimedia Commons

Besonderheiten

Diese großen Welse sind ebenfalls unter den Namen Cajaro, Pirarara, Pejije Torre, Redtail Catfish oder Banana Catfish bekannt. Am auffälligsten ist ihre rote Schwanzflosse. Fühlt der Fisch sich bedroht, sondert er über sie ein rotes Sekret ab. Das Sekret ist bei dieser Welsart nicht giftig, die rote Farbe verwirrt den Gegner und der Fisch kann sich in Sicherheit bringen.

Ein weiteres Charakteristika sind seine langen Barteln. Die Haut ist schwach beschuppt. Stattdessen ist sie zum Schutz vor Parasiten mit einer Schleimschicht bedeckt. Bei Gefahr kann die Rotflosse diesen Schleim vermehrt produzieren und ins Wasser abstoßen.

An das Wasser hat Phractocephalus hemioliopterus keine besonderen Ansprüche.

Die Tiere neigen dazu, zu fressen, bis nichts Fressbares mehr zu finden ist. Das kann schnell zu Übergewicht führen. Überfütterte Fische werden träge und warten ausschließlich auf ihre nächste Mahlzeit. Wird der Wels nicht übermäßig gefüttert, ist er agiler. Hier gilt es das richtige Maß zwischen zu viel und darben lassen, zu finden.

Bekommt der Wels Fischfilet oder Rinderherz, sein Lieblingsfutter, aus der Hand des Pflegers, wird er schnell zahm und zutraulich. Ein zutraulicher Rotflossen-Antennenwels zeigt sich anderen Fischen gegenüber weniger aggressiv, ein Vorteil im Gemeinschaftsbecken.

Geschlechtsunterschiede

Die Unterschiede zwischen Männchen und Weibchen sind gering. Bei den Männchen sind die Antennen deutlicher ausgebildet.

Zucht

Eine Zucht im Aquarium ist nach vorheriger Hormonbehandlung der Tiere bereits gelungen, aber problematisch. Fast alle im Handel erhältlichen Tiere sind Wildfänge.

Vergesellschaftung

Eine Vergesellschaftung ist möglich, wenn die Beifische groß genug sind, um nicht mehr als Beute angesehen zu werden. Geeignet sind große Cichliden, L-Welse (Glyptoperichtys gibbiceps, Astronotus ocellatus), Salmler oder Rochen.

Von einer Vergesellschaftung mit Arapaima ist abzuraten. Arapaimas werden zu groß.

Sonstige Fragen

Kann man einen Rotflossen-Antennenwels im Teich halten?

Eine Haltung in einem Teich ist ausschließlich dann möglich, wenn der Teich groß und tief genug ist. Er sollte auf jeden Fall 1,20 m tief sein und muss mehrere tausend Liter Fassungsvermögen haben. In kleineren Teichen erwärmt sich das Wasser im Sommer zu stark.

Sinkt die Wassertemperatur im Herbst unter 20°, muss der Wels in ein entsprechend großes Winterquartier mit passenden Wasserwerten umziehen.

Kann man den Fisch essen?

Angler aus den USA sind ganz versessen auf diesen Fisch. Bei ihnen wird er Redtail Catfish genannt. Ab einer Größe von 20 kg ist er ein begehrter Beute- und Speisefisch.

Die Einheimischen verschmähen den Wels. Die schwärzliche Farbe des Fleisches schreckt sie ab. Eine Zeitlang galt der Fisch in seiner Heimat als giftig, das hat sich als Irrtum herausgestellt.

879c506f25f444d6b727885fe547e928

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

? Fragen, Anregungen und Berichte zu Rotflossen-Antennenwels im Aquarium » Hilf anderen und teile deine Erfahrungen:

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*