Opal Apistogramma

Datenblatt Opal Apistogramma

Lateinischer Name: Apistogramma borelli „Opal“
Handelsname: Opal Apistogramma, Opal-Apistogramma
Ordnungsname: Buntbarschartige (Cichliformes)
Familie:
Cichliden (Cichlidae)
Gattung:
Cichliden (Cichlidae)
Herkunft: Südamerika, Einzugsbereich des Rio Paraguay, Mato Grosso-Region Brasiliens
Größe in cm:
bis 6
Aquariumgröße
Länge und Breite in cm:
ab 100
Inhalt in Litern: ab 80
Wasserwerte
Temperatur: 22 bis 27 °C
pH: 6,0 bis 7,5
GH:
5 und 20 °dGH
KH: unter 10
Verhalten/Besatz
Bereich: unterer und mittlerer Bereich
Futter: Allesfresser, Frostfutter, Granulat, Flocken, Lebendfutter (Kleinstkrebse, Artemia Nauplien, Daphnien, Cyclops, Enchyträen, weiße Mückenlarven)
Verhalten: Gruppenfisch, friedlich, revierbildend
Anzahl: Haremshaltung (1 Männchen mit 2 bis 3 Weibchen)
Lebenserwartung:
bis 4 Jahre
Vergesellschaftung mit Garnelen:
nein
Schwierigkeitsgrad: Fortgeschrittene
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Opal Apistogramma
Dornenwolf (https://www.flickr.com/photos/gartenfreuden/), Apistogramma borellii „Opal“ maleCC BY 2.0

Allgemeine Einleitung

Diese kleinen Zwergbuntbarsche sind in den Heimaquarien weit verbreitet. Die geringe Größe und ihr friedliches Wesen machen es möglich.

In der Natur bewohnen sie Uferbereiche und Überschwemmungsgebiete von größeren Flüssen. Dort, im dicht bewachsenen Bereich unter Schwimmpflanzen, fühlen sie sich wohl.

Aussehen

Bei der Art handelt es sich um eine Farbvariante des Gelben Zwergbuntbarsches (Apistogramma borelli). Sie kommt in der Natur an bestimmten Standorten vor. Es ist keine Zuchtvariante.

Der typische Hochrücken eines Barsches ist bei den Fischen kaum ausgebildet. Auf der grauen Körperoberfläche haben die Tiere die namensgebenden Glanzschuppen, die opalfarben schimmern.

Die Art ist leicht an den türkisfarbenen und roten Flecken und Tupfen im Gesicht zu erkennen. Bei manchen Individuen können die Tupfen in der Nähe des Augendeckels teilweise gelb sein.

Auf dem Schwanzstiel leuchtet ein roter Fleck.

Die Rückenflosse ist lang und läuft spitz aus. Sie ist, wie die Bauchflosse, zur Hälfte opalfarbig. Etwa auf Mitte der Rückenflosse beginnt die Afterflosse. Die Schwanzflosse ist abgerundet. Schwanz- und Rückenflosse sind gelb mit wenigen hellblauen Punkten.

Verhalten

Als Gruppenfisch haben die Tiere eine Sozialstruktur. Das ranghöchste Männchen scharrt einen Harem aus 2 bis 3 Weibchen um sich. Er steckt sein Revier ab und vertreibt daraus jeden Artgenossen. Ist das Becken groß genug, bilden sich mehrere Haremsgruppen mit jeweils eigenem Revier.

In der Paarungszeit nehmen rangniedere Männchen häufig die Färbung von Weibchen an. Sie schützen sich damit vor ständigen Angriffen anderer, ranghöherer Männchen.

Futter und Fütterung

Apistogramma ist beim Futter nicht wählerisch. Er kommt aus nährstoffarmen Gewässern. Im Aquarium sollte er sein Futter in kleinen Portionen verabreicht bekommen. Ist zu viel Futter vorhanden, neigen die Tiere dazu, sich zu überfressen. Sie verfetten dann schnell.

Damit die Fische ihre volle Farbenpracht und einen schönen Opalglanz bekommen, brauchen sie Lebend- bzw. Frostfutter.

Aquarium

Die Zergbuntbarsche stellen keine besonderen Anforderungen an die Wasserwerte. Auf alkalisches Wasser reagieren sie empfindlich. Durch Zugabe von Huminstoffen oder Erlenzapfen leuchten ihre Farben noch intensiver.

In ihrer Heimat fallen die Wassertemperaturen während der Regenzeit auf 16 bis 18 °C. Im Artbecken kann die Temperatur zeitweise gesenkt werden. Das vermittelt den Tieren den natürlichen jahreszeitlichen Rhythmus.

Als Boden ist Sand oder feiner Kies geeignet. Viele Verstecke in Form von Wurzeln, Steinaufbauten oder Röhren strukturieren das Becken. Es fällt den Tieren leichter, Reviergrenzen festzulegen oder sich aus dem Weg zu gehen.

Zwingend notwendig ist ein üppig bepflanzter Bereich. Die Tiere graben nicht und beschädigen die Pflanzen auch sonst nicht. Freier Schwimmraum sollte ausreichend vorhanden sein.

Geschlechtsunterschiede

Die Männchen sind etwas größer als die Weibchen. Ihre Seitenlinie ist kaum ausgeprägt. Bei ihnen liegt ein deutlicher blauer Glanz über dem ganzen Körper.

Den Weibchen fehlt dieses Blau. Sie sind grau, mit einer gelben Bauchregion. Sie haben ein schwarzes Längsband, das teilweise unterbrochen ist und gelbe Flossen.

Zucht

Das Wasser im Becken muss sauer und weich sein. Es sollte 25 °C warm sein. Durch Lebendfutter wird die Laichbereitschaft angeregt.

Sind keine Laichräuber mit im Aquarium, gelingt die Zucht im Gemeinschaftsbecken. Andernfalls müssen die Zuchttiere in ein extra Becken umziehen.

Opal Apistogramma gehören zu den Höhlenbrütern. Sind mehrere Weibchen im Becken sollte für jedes Weibchen mindestens eine Höhle zur Verfügung stehen. Die Weibchen heften die Eier an die Höhlendecke, teilweise auch an senkrechten Wänden, manchmal sogar an die Aquariumwand. Pro Weibchen sind mit 50 bis 70 Eiern zu rechnen.

Das Weibchen betreibt die Brutpflege. Sie beschützt und befächelt ihr Gelege, während das Männchen das Revier bewacht. Nach 2 bis 4 Tagen schlüpfen die Larven.

Aufzucht

Nach einer Woche schwimmen die Kleinen frei. Sie werden vom Weibchen weiterhin betreut. Die Mutter leitet sie bei der Futtersuche an. Bei mehreren Weibchen kann es vorkommen, dass sie sich gegenseitig die Jungfische streitig machen.

Vergesellschaftung

Die Zwergbuntbarsche können mit anderen friedlichen kleinen Fischen vergesellschaftet werden. Gute Mitbewohner sind Salmler und Panzer- oder Harnischwelse. Wobei nicht allzu viele Welse mit im Becken sein sollten, weil sie ebenfalls den Bodenbereich bewohnen.

Garnelen, Krebse, Schnecken oder Muscheln gehören nicht mit ins Gemeinschaftsbecken. Die Fische passen wunderbar in ein Südamerika-Becken.

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