Apfelschnecke
Apfelschnecke Foto: Manuel Heiss

Nach dem Kauf sollten Apfelschnecken nicht nur feucht transportiert werden, sondern wie Fische in einem Beutel mit Wasser, weil das Wasser Wärme speichert. Eine Schnecke kühlt viel schneller aus, als ein halber Liter Wasser.

Wie Fische müssen sie vorsichtig an die veränderten Wasserwerte und die neue Umgebung gewöhnt werden.

Apfelschnecken laichen oberhalb des Wassers ab. Dabei klettern sie ca. 10 bis 20 Zentimeter aus dem Wasser heraus. In der Natur laichen sie an Pflanzenteilen über Wasser ab, im Aquarium an Aquarienkanten, Querstreben, unter der Abdeckung usw.

Aquarien mit Apfelschnecken sollten deshalb gut abgedeckt werden. Sonst können die Tiere unter Umständen ganz aus dem Becken fallen.
Offene Becken sind für Apfelschnecken deshalb ungeeignet. Auch weil bei offenen Becken die Luftfeuchtigkeit über der Wasseroberfläche zu gering ist, so dass die Laichballen vertrocknen.
Es gibt jedoch auch Ausnahmen, wo Apfelschnecken nicht aus einem offenen Becken geflüchtet sind und die Eier sich normal entwickelt haben.

Da die Apfelschnecken ihr Haus mit einem Deckel verschließen, können sie recht lange auf dem Trockenen überleben. So haben schon Apfelschnecken 4 Tage auf dem Trockenen überlebt. Selbst wenn eine Apfelschnecke äußerlich trocken aussieht, lohnt sich ein Versuch sie in einen Becher Wasser zu legen.

Wenn sich die Schnecken trotz Abdeckung durch kleine Spalten nach Außen arbeiten, können die Spalten mit Fliegengitter usw. abgedichtet werden. Apfelschnecken dürfen nicht mit Fischen vergesellschaftet werden, die gerne an Dingen wie Fühlern und Flossen herumzupfen, z.B. Sumatrabarben. Die Schnecken ziehen sich in ihr Haus zurück und komme nicht mehr heraus, irgendwann sterben sie.

Werden so belästigte Apfelschnecken rechtzeitig in ein kleines Extrabecken gesetzt, erholen sie sich meist schnell. Auch abgeknabberte Fühler wachsen wieder nach.

Apfelschnecken müssen nicht extra gefüttert werden. Von Flockenfutter bleibt immer etwas in den Pflanzen an der Wasseroberfläche hängen, wo es dann von Schnecken gefressen wird. Auch von Tablettenfutter für Welse bleiben immer irgendwo Reste hängen.

Apfelschnecken treiben manchmal oben an der Wasseroberfläche.

Nitrit vertragen Apfelschnecken überhaupt nicht.

Apfelschnecken liegen manchmal einen ganzen Tag mit geschlossenem Deckel herum, sind aber am nächsten Tag wieder unterwegs.

Es sollte überlegt werden, alte Apfelschnecken zu töten, ehe sie im Aquarium sterben. Eine einzige unentdeckte tote Apfelschnecke kann ein ziemlich großes Aquarium verpesten.

» Alle Apfelschnecken anzeigen

Geschlechtsunterschiede

Apfelschnecke
Apfelschnecke Foto: Manuel Heiss

Im Gegensatz zu vielen anderen Schneckenarten sind Apfelschnecken keine Zwitter. Allerdings sind sich weibliche und männliche Apfelschnecken so ähnlich, dass sie mit bloßen Augen nicht zu unterscheiden sind.

Die weiblichen Tiere haben eine Art Tank, in dem sie die Samen der Männchen sehr lang lagern können. Mit diesem Vorrat können sie die Eier bei passender Gelegenheit befruchten.

So konnte eine Apfelschnecke, die 8 Monate allein und ohne jede Apfelschneckengesellschaft lebte, über einen Zeitraum von einer Woche plötzlich Eier in mehreren Gelegen ablegen. Die Eier waren befruchtet, und es schlüpften Jungschnecken.

Apfelschnecken graben sich ein

Apfelschnecke
Apfelschnecke Foto: Philippe Coulon

Hin und wieder graben sich Apfelschnecken vollständig in den Boden ein. Selbst tischtennisballgroße Apfelschnecken wühlen zumindest im Boden. Vermutlich sind sie dann interessantem Futter auf der Spur, z.B im Boden verkrochene Grindal, Algen unterhalb der Bodenoberfläche etc. Auch bei ungünstigen Bedingungen können Apfelschnecken sich eingraben. Z.B. bei zu niedriger oder ungewohnter Karbonat- oder Gesamthärte., bei zu hohen Nitratwerten usw.

Manchmal graben sich Apfelschnecken kleine Mulden und legen sie dort hinein, scheinbar um zu ruhen.

Immer wieder werden auch Pausen eingelegt, in denen sich die Schnecken nicht mehr bewegen. Sie schwimmen dabei oft auch an der Wasseroberfläche mit dem eingezogenen Kopf nach unten. Ob die Tiere dann an einer Stelle viel Futter finden und raspeln, oder ob sie sich wirklich ausruhen, ist unklar.

Möglicherweise hängen Anzahl und Dauer dieser Pausen m it der Beleuchtung zusammen. Je mehr Licht im Becken ist, desto häufiger und länger scheinen die Pausen zu sein. Bei Dämmerung im Aquarium sind in der Regel auch alle Apfelschnecken unterwegs.

Schwimmen dabei oft auch an der Wasseroberfläche mit dem (eingezogenen)Kopf nach unten

Innerhalb der einzelnen Arten scheint es dabei unterschiedliche Grenzwerte zu geben. Es gibt über 70 Arten alleine bei der Gattung Pomacea, pauschale Grenzwerte können deshalb nicht angegeben werden.

Blaue Pomacea bridgesi haben eigentlich ein weißes Gehäuse. Die Färbung kommt durch den durchscheinenden Körper zustande.

Gestreifte Apfelschnecken können aus der Gattung Asolene stammen. Diese kommen nur an einigen Stellen in Südamerika vor.

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Welche Wasserhärte brauchen Apfelschnecken?

Die für Apfelschnecken geeignete Wasserhärte hängt davon ab, in welchem Wasser die Tiere aufgewachsen sind.

Viele Apfelschnecken leben in ihrer Heimat in ausgesprochenen Weichwassergebieten. Wenn sie in weichem Wasser aufwachsen sind, haben sie in aller Regel auch später keine Probleme in weichem Wasser.

Die Schnecken benutzen immer die Stoffe zum Aufbau ihrer Gehäuse, die sie in großen Mengen vorfinden. In Mitteleuropa sind das Karbonate. In ihrer Heimat dagegen gibt es Karbonate nur ganz beschränkt und werden entsprechend wenig verwendet.

Apfelschnecken können deshalb mit Wasser < 100 µS und sogar in 40µS, ohne irgendwelche Nachteile aufgezogen und gehalten werden.

Weil in weichem Wasser die Menge der gelösten verwertbaren Salze gering ist und zudem viele, kleine, wachsende Apfelschnecken Wasser ziemlich effektiv enthärten können, sind in solchen Fällen häufige Wasserwechsel wichtig. Entscheidend ist der Unterschied der Gehäusestruktur:

  • Wenn eine Hartwasserschnecke in Weichwasser gesetzt wird, wird das Gehäuse nach kurzer löchrig.
  • Wenn eine Weichwasserschnecke in hartes Wasser gesetzt wird, bleiben die Löcher aus.

In Weichwasser aufgewachsene Apfelschnecken lagern evtl. mehr Horn ein, in Hartwasser aufgewachsene Schnecken mehr Kalk.

In Weichwasser gehaltene Apfelschnecken wachsen evtl. etwas langsamer als in Hartwasser gehaltene Apfelschnecken.

Damit sich in hartem Wasser aufgewachsene Apfelschnecken auf Dauer wohl fühlen, sollte die Gesamthärte ca. 15° betragen.
Das Wasser muss etwas Kalk enthalten, damit die Schnecken ihre Häuser weiter aufbauen können. Sonst werden die Häuser löchrig, woran die Apfelschnecken früher oder später sterben. Bei Bedarf kann der Kalkgehalt durch kalkhaltige Dekorationsgegenstände oder durch Korallensplitt bzw. Korallensand als Bodengrund, oder Teil des Bodengrunds, erhöht werden, wenn der übrige Besatz dies zulässt.

Wie atmen Apfelschnecken?

Apfelschnecken haben sowohl eine Lunge, als auch Kiemen. Und sie benutzen beides. Das „Luftrohr“ ist eine Hautfalte und dient der zusätzlichen Atmung. Wenn sie hin und wieder das Atemrohr ausfahren, muss das nicht auf zu wenig Sauerstoff im Wasser hindeuten.

Wenn im Wasser zu wenig Sauerstoff ist, so dass die Kiemen nicht ausreichen, gehen sie allerdings verstärkt an die Oberfläche, um über die Lungen zu Atmen.

Wenn Apfelschnecken also ungewöhnlich oft ihr Atemrohr einsetzen, sollte die Ursache erforscht werden.

Wenn das Atemrohr von anderen Fischen verletzt wird, geht eine betroffene Apfelschnecke sehr wahrscheinlich ein. Apfelschnecken sollten deshalb nicht mit Tieren zusammen gehalten werden, die gerne an Fühlern, Flossen etc. knabbern, z.B. Sumatrabarben und Trauermantelsalmler.

Vorbeugen kann man nur durch Trennung entsprechender Tiere von den Apfelschnecken.

Junge Apfelschnecken atmen in den ersten 14 Tagen über die Haut. Sie sind so klein, dass die Diffusion von Sauerstoff aus dem Wasser ins Gewebe ausreicht.

Salzzugabe bei Apfelschnecken

Eine leichte Salzzugabe von ca. 2 gehäuften Teelöffeln auf je 10 Liter Wasser wird von Apfelschnecken vertragen. Auch Turmdeckelschnecken, Tellerschnecken, Blasenschnecken und Posthornschnecken vertragen diese Salzmenge.

Diese Arten können also auch in Aquarien mit Mollys und Guppys gehalten werden, falls das Wasser entsprechend aufgesalzt wird.

Woran merkt man, dass eine Apfelschnecke tot ist?

Apfelschnecke
Apfelschnecke Foto: Sebastian Karkus

Wenn eine Apfelschnecken nicht mehr täglich durch das Becken streift, besteht die Gefahr, dass das Tier tot ist. Apfelschnecken sind sehr agile Tiere, die selten in Ruhephasen verfallen. Sie müssen vielmehr regelmäßig an die Wasseroberfläche, um Sauerstoff aufzunehmen.

Das Gehäuse liegt bei toten Tieren auf der Seite und ist dann offen, weil der Deckel durch den Muskel nicht mehr gehalten wird. Solch ein Tier entwickelt eine große Biomasse, die schnell dazu führen kann, dass das Wasser sich verschlechtert – rasche Entsorgung ist gefragt.

Aber auch eine solche Apfelschnecke darf nicht in den Müll geworfen werden, bloß weil sie sich anscheinend ein paar Tage nicht bewegt. Es kann eine andere Schnecke sein, die an dieser Stelle liegt. Es kann der Schnecke schlecht gehen, weil ein Medikament in das Wasser gegeben wurde. Die Konzentration von Kupfer beim letzten Wasserwechsel kann zu hoch gewesen sein usw.

Bei Verdacht auf Tod, kann man die Schnecke in einem leeren Magarinebecher mit etwas Wasser an der Oberfläche schwimmen lassen. Wenn die Schnecke wirklich tot ist, wird man das riechen. Das kann aber auch zwei Wochen dauern, denn sie kann ihr Gehäuse wirklich gut verschließen. Die Gase brauchen Zeit um die Versiegelung, die sie ja auch beim Austrocknen ihrer Pfütze in der Natur, braucht, zu durchbrechen.

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Alter von Apfelschnecken

Wie so oft bei Altersangaben in der Aquaristik, gibt es auch für Apfelschnecken sehr unterschiedliche Angaben.

In der Literatur werden oft 1,5 Jahre als Alter angegeben. Im Mergus Atlas, Band 1, 11. Auflage, Seite 964 werden allerdings sogar 10 Jahre angegeben. 10 Jahre erscheinen jedoch extrem hoch gegriffen.

Erfahrungsgemäß scheinen die meisten Apfelschnecken bei den üblichen Aquarientemperaturen um ca. 25° zwischen 12 und 18 Monate alt zu werden.

Bei niedrigeren Temperaturen können Apfelschnecken 3 bis 4 Jahre alt werden.

Apfelschneckenlaich und Eipakete von Apfelschnecken

Gelege einer Apfelschnecke
Gelege einer Apfelschnecke Foto: Ralf Fischer

Apfelschnecken legen ihre Eier oberhalb des Wassers ab. Der Laich sieht aus wie eine dicke, wässrig rosafarbene Raupe und ist leicht gekrümmt. Die Länge beträgt etwa 5 cm und der Durchmesser ca. 15 mm. Das Gelege besteht aus dicht aneinandergefügten einzelnen Eiern mit einem Durchmesser von ca. 2 mm.
Diese sind mit einem Kalkmantel umgeben. Das Gelege hat eine feste Struktur und fühlt sich also hart an.

Das Gelege muss feucht bleiben, darf aber auf keinen Fall in Wasser gebracht werden. In Wasser ertrinken die sich entwickelnden Schnecken. In einem Aquarium mit Abdeckung ist die Luft über der Wasseroberfläche normalerweise feucht genug, auch wenn der Laich äußerlich trocken wirkt. Die äußere „Schale“ trocknet aus und verhärtet sich, um die Feuchtigkeit im Inneren stabil zu halten. Das machen auch viele Frösche.
Wenn man mal aus Versehen einige Eier zerquetscht hat, weiß man, dass sie sowieso feucht sind. Die Eier trocknen nicht so schnell aus. Hohe Luftfeuchtigkeit hilft allerdings während der Wachstumsphase.

Es spricht aber nichts dagegen, zur Sicherheit das Gelege regelmäßig, ca. 3 mal pro Tag, mit Wasser zu besprühen. Bei großer Feuchtigkeit, wenn z.B. dauerhaft Wasser am Gelege herab tropf, wird das Gelege matschig und löst sich auf. Wenn der Ballen nach der Eiablage einmal gut angetrocknet ist, nach ca. 24 Stunden, macht es nichts, wenn ab und zu Wasser am Gelege runtertropft.

Gelege einer Apfelschnecke
Gelege einer Apfelschnecke Foto: Manuel Heiss

Mit der Zeit werden die Eier immer dunkler. Manchmal erkennt man auch gar keine Veränderung. Die Schlupfzeit beträgt je nach Temperatur 1 bis 4 Wochen. Bei 24 bis 24° schlüpfen die kleinen Schnecken nach ca. 7 bis 11 Tagen. Das Gelege wird dann wieder weicher, die Eier brechen auf und schließlich fallen die Jungen aus dem Gelege ins Wasser.

Die Jungen haben nach dem Schlupf etwa Eiergröße. Aus einem Gelege kommen ca. 50-150 Junge. Mit ca. 70 Jungen, die ca. 6 mm groß werden, muss gerechnet werden. Es können aber auch 200 Schnecken werden. Ab einer Größe von 6 mm Durchmesser sterben die Tiere nur noch selten frühzeitig.

Wenn die Jungen schnell wachsen sollen, sollten sie gezielt mit Futtertabletten gefüttert werden.

Um eine Schneckenplage zu verhindern, sammelt man den Laich ein bzw. saugt den laich beim Wasserwechsel ab.

Wenn ein oder mehrere Gelege geschlüpft sind, brauchen die jungen Schnecken nicht unerhebliche Kalkmengen für die Gehäuse! Die Härtewerte können dann je nach Beckengröße stark absinken. Bei drei Gelegen in einem 60 Liter Aquarium fiel z.B. innerhalb einer Woche die Gesamthärte von 12 auf 6,5. In einem 200 Liter-Becken mit Karbonathärte von ca. 3 fiel die Karbonathärte innerhalb von 3 Tagen auf 1 bei nur vier Apfelschnecken.

Wenn in dem Aquarium Tiere sind, die Schnecken fressen, kann man einen Ablaichkasten oder Ähnliches unter dem Gelege platzieren. Die Ritzen des Ablaichkasten müssen etwas kleiner sein, als die Schnecken.

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So können die aus dem Gelege gefallenen Jungen auch gezielt gefüttert werden. Die Jungen können dann später in ein anderes Becken ohne Fressfeinde gesetzt werden.

Soll schon das Gelege in ein anderes Becken gebracht werden, stellt man ein umgedrehtes Glas so in das Becken, das es über die Wasseroberfläche ragt. Evtl. muss der Wasserstand gesenkt werden. Das Gelege wird auf das Glas gelegt.

In einem separaten Becken kann man gezielt füttern, Wasser wechseln, aufhärten usw., ohne zuviel auf evtl. empfindliche Fische Rücksicht nehmen zu müssen.

Das Gelege kann entfernt werden, indem man es vorsichtig von der Unterlage abgedreht. Das Gelege wird in zwei Finger genommen und hin und her gedreht. Bei Bedarf lässt man man von oben ein paar Tropfen Wasser bis zum Laich laufen, so dass sich der „Klebstoff“ etwas löst. Dann hebelt man den Laich vorsichtig ab.
An anderer Stelle kann man den Laich einfach wieder von unten an eine Glasstrebe etc. kleben. Das Glas wird feucht gemacht und der Laich angedrückt.

Gelege von Apfelschnecken:

Atemrohr von Apfelschnecken

Apfelschnecke
Apfelschnecke Foto: Sebastian Karkus

Apfelschnecken haben sowohl eine Lunge, als auch Kiemen. Und sie benutzen beides. Wenn sie hin und wieder das Atemrohr ausfahren, muss das nicht auf zu wenig Sauerstoff im Wasser hindeuten.

Wenn im Wasser zu wenig Sauerstoff ist, so dass die Kiemen nicht ausreichen, gehen sie allerdings verstärkt an die Oberfläche, um über die Lungen zu Atmen.

Wenn Apfelschnecken also ungewöhnlich oft ihr Atemrohr einsetzen, sollte die Ursache erforscht werden.

Wenn das Atemrohr von anderen Fischen verletzt wird, geht eine betroffene Apfelschnecke sehr wahrscheinlich ein. Apfelschnecken sollten deshalb nicht mit Tieren zusammen gehalten werden, die gerne an Fühlern, Flossen etc. knabbern, z.B. Sumatrabarben und Trauermantelsalmler.

Vorbeugen kann man nur durch Trennung entsprechender Tiere von den Apfelschnecken.

Farbformen bei Apfelschnecken

Welche Farbformen gibt es bei Apfelschnecken?

Bei Apfelschnecken der Gattung Pomacea bridgesi gibt es vier grundsätzliche Farbschläge, die man durch Kreuzung wildfarbener und goldener Tiere erhalten:

  • Wildfarbene Schnecken: dunkler Fuß, dunkelbraunes Gehäuse mit schwarzen Streifen.
  • Goldene Schnecken: heller Fuß, helles Gehäuse ohne Streifen.
  • Blaue Schnecken: dunkler Fuß, helles Gehäuse ohne Streifen.
  • Kastanienfarbige Schnecken: heller Fuß, helles Gehäuse mit hellbraunen Streifen.

Bei der Kreuzung von wildfarbenen und goldenen Tieren entstehen allerdings nur ganz wenige kastanienfarbige und noch viel weniger blaue Tiere. Blaue und die kastanienfarbigen Farbschläge sind scheinbar rezessive Merkmale und die wildfarbenen und die goldenen Varianten sind dominante Merkmale.

Blaue Apfelschnecken

Blaue Apfelschnecken sind Farbvarianten von Pomacea bridgesi, bei denen der schwarze Körper durch das transparent-weiße Gehäuse hindurch schimmert. Bei entsprechendem Licht sieht das dann hellblau aus Die Schnecken werden nicht mit blauer Farbe künstlich eingefärbt.

Es gibt auch rein weiße Tiere, also Körper und Gehäuse weiß. Diese sind allerdings noch seltener als die blauen Varianten.

Blaue Apfelschnecken fressen keine höheren Pflanzen.

Futter für Apfelschnecken

Apfelschnecke saugt Futter:

Frisch geschlüpfte Apfelschnecken werden zur Aufzucht am besten in ein kleines, gut veralgtes Aquarium umgesetzt, in dem keine Fische sind. Skalare und andere große Fische fressen sehr gerne Schnecken.

Ausgewachsene fressen fast jedes Futter, von Fischfutter über getrocknetes Laub bis zu toten Fischen und selbst toten Apfelschnecken.

Geeignetes Futter:
  • Flockenfutter
  • Tablettenfutter
  • Wasserlinsen
  • Nudeln
  • Gemüse
  • Kohlrabi
  • Paprika
  • Rohe Kartoffelscheiben
  • Blattsalat
  • Chinakohl
  • Gurkenscheiben
  • Granulatfutter
  • Mückenlarven
  • Buchenlaub
  • Algen

Eine ausgewachsene Apfelschnecke kann durchaus 2 mal täglich mit 1/4 bis 1/2 Futtertablette gefüttert werden. Das hängt von der Größe der Futtertabletten ab. Man kann auch eine Scheibe grüner Gurke in das Becken legen. Wenn die gefressen ist, legt man die nächste Gurkenscheibe oder ein kleines Blatt Salat in das Becken.

Bei Salat sollte man wegen etwaiger Pflanzenschutzgifte die äußeren Blätter nicht füttern.

Rohe Kartoffelscheiben müssen entfernt werden, wenn sie an die Wasseroberfläche steigen, weil sie sich sonst in einen Schleim verwandeln. Auch wenn Bläschen aufsteigen, ist es Zeit die Kartoffelscheibe zu entfernen.

Wird zu wenig gefüttert, kann eine Vermehrung ausbleiben. Es gibt Berichte, wonach bei zu starker Fütterung Schnecken zu dick und die Häuser zu klein wurden. Entweder konnten die Schnecken sich nicht mehr ganz zurückziehen und quollen vorne über, oder die Häuser rissen seitlich auf, oder beide Effekte traten auf.

Apfelschnecken fressen Pflanzen

Apfelschnecken der üblichen Gattung Ampullaria fressen keine Pflanzen. Apfelschnecken der Gattung Marisa, deren Gehäuse flacher gewunden ist, sind starke Pflanzenfresser. Einige Exemplare fressen bei Futterknappheit sogar den relativ harten Javafarn inkl. Stiel.

Im Handel werden hin und wieder auch angebliche Apfelschnecken verkauft, die sich dann als Nicht-Apfelschnecken und Pflanzefresser erweisen.

Paradiesschnecken, Marisa cornuarietis, fressen Pflanzen.

Zebra-Apfelschnecken, Asolene spixi, fressen Pflanzen.

Mit der regelmäßigen Gabe von Grünfutter kann Pflanzenfraß durch Apfelschnecken evtl. verringert oder sogar verhindert werden.

Fressen Apfelschnecken Pinselalgen?

Apfelschnecken
2 Apfelschnecken Foto: Viola (Forum)

Es werden mindestens drei Schneckenarten der Gattung Pomacea als Apfelschnecken verkauft. Nur die Art Pomacea bridgesi frisst keine Wasserpflanzen.

Keine der Arten frisst normalerweise Pinselalgen. Vermutlich sind Pinselalgen zu hart.

Es gibt zwar einzelne Berichte, nach denen Apfelschnecken Pinselalgen gefressen haben.

So wurde eine Pomacea bridgesi in einem 12 Liter Aquarium beim Fressen einzelner Pinselalgenbüsche beobachtet.

Aber vermutlich sind das seltene Ausnahmen. Auf keinen Fall können Apfelschnecken eine richtige Pinselalgenplage eindämmen.

Fressen Apfelschnecken Blaualgen?

Die Art Pomacea bridgesi frisst kleine Ansammlungen von Blaualgen. Blaue Apfelschnecken fressen hin und wieder, aber selten, Blaualgen. Goldapfelschnecken rühren Blaualgen nicht an.

Gehäuse von Apfelschnecken

Löcher entstehen im Gehäuse von Apfelschnecken oft, wenn das Wasser bei der Haltung weicher ist, als das Wasser bei der Geburt. Mit der Zeit löst sich das Gehäuse dann auf, weil Kalk aus dem Gehäuse an das Wasser abgegeben wird.
Bei weichem Wasser sollten deshalb Apfelschnecken gesucht werden, die schon in weichem Wasser geboren wurden.

Wenn der restliche Besatz härteres Wasser verträgt, kann das Wasser auch aufgehärtet werden.

Möglichkeiten Wasser aufzuhärten:
  • Kalkhaltigen Bodengrund verwenden.
  • Kalkhaltige Steine in das Aquarium legen.
  • Über Kalkstein oder Kalkbruch filtern. Marmorsplitt z.B. bekommt man ziemlich günstig, z.B. bei Steinmetzen oder Baumärkten. Die Splitter werden einfach in den Filter gegeben.
  • Aufhärtemittel für Osmosewasser aus dem Aquarienhandel.

Kalkhaltiger Boden und kalkhaltige Steine sind nur sinnvoll, wenn schon das Leitungswasser ständig zu weich ist. Dabei muss aber die Härte regelmäßig gemessen werden. Wird die Härte zu hoch, führt man einfach einen Wasserwechsel durch.

Eine Filterung über Kalkstein ist nur in kleinen Aquarien sinnvoll, weil sie sich die Härte dabei nur sehr langsam verändert. Zudem muss genug CO2 im Wasser sein.

Alternativ oder auch ergänzend zur Aufhärtung des Wassers können die Schnecken gezielt mit kalkhaltiger Nahrung gefüttert werden, z.B. gemahlene oder zerbröselte Eierschalen, abgenagte Hühnerknochen oder Sepiaschalen.
Sepiaschalen sind die Rückenschilde von Tintenfischen und enthalten als Karbonate ca. 98% Kalzium und 2% Magnesium. Damit kann ebenfalls porösen und brüchigen Stellen im Schneckenhaus vorgebeugt werden.
Die Schnecken stürzen sich in der Regel zwar nicht gerade auf solche Nahrung, allerdings wird ab und zu mal eine Schnecke daran raspeln. Ob die Verbesserung der Gehäuse dann auf die direkte Einnahme oder auf eine indirekte Erhöhung der Wasserhärte zurück zu führen ist, kann man evtl. durch Messung der Wasserhärte feststellen.

Quasi als letzten Ausweg kann man versuchen ein Gelege durch zu bekommen und die Kleinen aufzuziehen. Damit züchtet man selbst Apfelschnecken, die weiches Wasser vertragen.

Keine Probleme treten auf, wenn Apfelschnecken von weichem Wasser in härteres Wasser gesetzt werden. Waren sie längere Zeit im härteren Wasser, sollten sie nicht wieder in weiches Wasser zurück gesetzt werden. Die in der Zwischenzeit, also im härteren Wasser, gebauten Gehäuseteile würden im weichen Wasser leiden.

Löcher im Gehäuse können auch bei mangelhafter Ernährung, z.B. bei zu vielen Nahrungskonkurrenten, entstehen. Auch das Wachstum kann dann stagnieren. In solchen Fällen hilft eine gezielte Zufütterung der Apfelschnecken.

Der Deckel, das Operculum, der Apfelschnecken besteht, außer bei der Art Pila …. aus Horn. Deshalb liegt es nicht an der Wasserhärte, wenn sich der Deckel auflöst. Wenn sich der Deckel auflöst, leben die Tiere nicht mehr lange.

Größe von Apfelschnecken

Wie groß Apfelschnecken werden, hängt von der genauen Art ab, die unter dem Namen Apfelschnecke verkauft wird. Die meistens verkauften Arten, z.B. Ampullaria, werden ca. 2 bis 5 Zentimeter groß.

Andere Arten werden groß wie Tischtennisbälle oder sogar Tennisbälle. Die Art Pomacea canaliculata kann in der Natur durchaus so groß werden wie ein Boskopapfel.

Wie schnell wachsen Apfelschnecken?

Bei guter Haltung können Apfelschnecken sehr schnell wachsen. Z.B. wurde beobachtet, dass einer neu gekauften Apfelschnecke innerhalb von 2 Tagen am Ende des Hauses ein neuer, etwa 5 mm breiter Bereich in einem anderen Farbton nachgewachsen war. Wie Menschen wachsen Apfelschnecken nicht gleichmäßig, sondern schubweise.

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