Wie viel CO2 braucht ein Aquarium?
Die Anzahl der Blasen hängt davon ab, welcher CO2-Gehalt im Aquarium angestrebt wird. Empfehlenswert ist ein CO2-Gehalt zwischen 10 und 20 mg/Liter. Werte in diesem Bereich reichen zur CO2-Versorgung der Wasserpflanzen und sind unschädlich für die Fische.
Wer zum ersten Mal eine CO2-Zufuhr verwendet, sollte nicht durch möglichst hohe CO2-Zufuhr versuchen, so schnell wie möglich besseren Pflanzenwuchs zu erzeugen.
Der CO2-Wert bildet mit der Karbonathärte und dem pH-Wert eine Dreierbeziehung. Nach einer vereinfachten Formel gilt:
CO2 = 10 x KH x 10 hoch (6,5 - pH)
Damit kann errechnet werden, bei welchen pH-Wert der CO2-Gehalt den gewünschten Wert hat, wenn die Karbonathärte bekannt ist.
Die so berechneten Werte sind aber nur dann zuverlässig, wenn die jeweils anderen Werte genau genug gemessen werden können. Bei sehr weichem Wasser zeigen die üblichen Wassertests schnell ungenaue Werte. Bei Filterung mit Torf werden die Werte völlig ungenau.
Zu Beginn werden nur wenige Blasen eingestellt. Am Morgen und am Abend wird geprüft, welchen pH-Wert das Wasser hat. Bis der gewünschte Wert erreicht ist, wird die Blasenzahl einmal am Tag etwas erhöht. Die Fische benötigen einige Zeit, damit sie sich an die erhöhten CO2-Werte gewöhnen.
Wenn etwa 2 Stunden bevor das Licht ausgeht an den Pflanzenblättern kleine Sauerstoffblasen austreten, ist die CO2-Zufuhr hoch genug. Die Blasen treten besonders an Stellen auf, an denen die Pflanzen verletzt sind. Die Blasen zeigen an, dass das Wasser mit Sauerstoff gesättigt ist. Zusätzlich erzeugter Sauerstoff bleibt nicht im Wasser, sondern diffundiert vereinfacht geschrieben sofort in die Luft.
Nach Erfahrungswerten braucht ein Aquarium für jeweils 100 Liter Wasser ca. 1,3 - 1,5 Gramm CO2 am Tag. Bei üblichen Blasenzählern entsprechen ca. 10 Blasen pro Minute etwa einem Gramm CO2 in 24 Stunden.
15 Blasen pro Minute auf jeweils 100 Liter sind deshalb ein grober Richtwert.
Häufig wird folgende Formel verwendet:
Anzahl Blasen pro Minute = Karbonathärte KH x (Fassungsvermögen des Aquariums in Litern) / 50
Formeln zur Berechnung der Anzahl Blasen, bei denen die Karbonathärte KH eingegeben werden muss, beziehen sich auf die sogenannte Gleichgewichtskohlensäure. Der CO2-Gehalt wird so berechnet, dass der pH-Wert konstant bleibt.
Die Entwickler solcher Formeln befürchten, dass bei niedriger Karbonathärte zu niedrige pH-Werte auftreten können. Deshalb wird die Blasenzahl entsprechend reduziert. Bei niedriger Karbonathärte hat diese aber weder auf die optimale CO2-Konzentration noch auf die Löslichkeit und den Verbrauch von CO2 einen Einfluss.
Die berechnete Anzahl Blasen ist umso höher, desto höher die Karbonathärte ist. Dabei wird nicht berücksichtigt, dass so schädlich hohe CO2-Werte entstehen könnnen.
Bei niedriger Karbonathärte sind die mit der Formel errechneten Werte deshalb in der Regel zu niedrig, bei höherer Karbonathärte sind die errechneten Werte oft so hoch, dass ein CO2-Gehalt entsteht, der Fische schädigen kann.
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