Die folgende Diskussion ist eine beendete Diskussion aus der Newsgroup drta.

Links auf dieser Seite sind bis zur Überarbeitung nicht aktualisiert und gehen wahrscheinlich ins Leere.

Hallo NG!

Nochmal so ne kleine Frage! Wie sieht das mit der Strömung im AQ aus?
Was ist sinnvoll und vorallem wieviel. Ich habe jetzt an meinem 160l AQ eine Eheim 2213 mit 440l/h Durchfluß. Die Blätter der Pflanzen im ganzen Becken sind in Bewegung, d.h. sie schwanken so 1-2 cm hin und her. An einigen Stellen hab ich beobachtet müssen die Fische (Zebrabuntbarschnachwuchs 1,5 cm groß) ganz schön „strampeln“ um gegen die Strömung anzukommen. Es scheint ihnen aber nichts auszumachen. Passt das?

Danke
Sven


Ooch, ich denke schon, daß das paßt. Meine Beilbäuche machen sich sogar zeitweise einen Spaßdaraus, auf der Strömung zu reiten. 🙂
Ansonsten halten sie sich oft in ruhigeren Ecken auf.

bis dann
Achim


Hallo Sven!

Mehr aber auch nicht. Für die Fische ist das ein laues Lüftchen. Strampeln müssen sie da keineswegs.:-)

Ich habe in meinem (gut bepflanzten) Südamerikabecken LBH 100 x 50 x 40 sowohl einen Eheim 2229 (1.050 l/h) als auch einen Powerhead mit 1.000 l/h. Da pfeift es schon etwas mehr, den Samlern, Ramirezis, Garnelen und Pflanzen macht das gar nichts; den Welsen sowieso nicht. Die Fische erscheinen wesentlich gesünder und fitter als man sie sonst in den „stehenden“ Becken beobachten kann. Sie ehen auch so aus. Im Ostafrikabecken herrschen ähnliche Bedingungen.

Da sich die Leistungsangaben auf neue, leere Filter beziehen und „gut“ hochgerechnet sind, hat man durch Einfüllen des Filtergutes, Anwachsen der Baktereienrasen und Verschleiss sowieso nur noch einen Bruchteil der angegebenen Durchflussleistung.

MfG,
Peter


willst du damit den atlantik simulieren?? wozu soll das gut sein?

mfg stefan


Also nach den Erfahrungen in meinen Aquarien ist Stroemung an einer bestimmten Stelle besser fuer die Fische, als staendig in unbewegter Bruehe stehen. Die meisten Fische, z.B. alle Welse und oft auch die Salmler, schwimmen immer wieder mal vor die Stroemungsquelle, um dort zu „surfen“. Ein nicht kleiner Teil der Welsarten braucht Stroemung geradezu und haelt sich deshalb bevorzugt dort auf. Manche laichen besser in duchstroemten Roehren etc.
Kannste bei mir nachlesen unter „Stroemung“. Ich habe in den meisten Becken deshalb noch zusaetzlich eine Stroemungspumpe installiert.
Nur bei den Kletterfischen nicht!

Gruss Klaus


Hallo Klaus, hallo stefan,

Richtig, richtig! Jeder, der mal mit Schnorchel in die Fluten stieg und sich am Flußufer anklammern mußte, um nicht weggespült zu werden, muß doch erstaunt gewesen sein, was es da an Fischen um einen herumblitzt. Flache breite reißende Geröll-Gewässer in Ecuador, wo jeder kürbisgroße Stein mit angehafteten Borstennasen-Welsen übersät ist, die es aufgescheucht kaum gegen die Strömung bis zum nächsten Stein schaffen. Und nach einer plötzlichen Flut, die die Hängebrücke mitnahm, 2 Tage drauf, wenn das Wasser wieder klar ist, dann sind all die vielen lieben kleinen Salmler wieder da! Wo die sich angekrallt hatten?

Lothar


Hallo Klaus!

Eben! Und es sind ja nur einige Stellen, die särker durchströmt werden. Man glaubt ja nicht, wie wenig von den Herstellerangaben in der Praxis übrig bleibt. Die Filterverschmutzung, Bakterienbesiedlung und die Bepflanzung sorgen schon dafür, daß im Becken nicht mehr viel der vermuteten starken Strömung übrig bleibt.

Es sind auch genug strömungsarme Stellen vorhanden, so daß sich jeder Fisch nach Belieben aussuchen kann,wo er sich aufhält.
Seltsamerweise stehen auch die Salmler zumeist im Randbereich der stärkeren Strömung. 🙂

Bei Welsen dürfte es eigentlich bekannt sein.

Ach ja, das Wohlgefallen drückt sich auch in mehr als ausreichender Nachzucht aus.

MfG,
Peter


Wasserumwälzung im Becken

Hallo zusammen,

aus der Erfahrung ist bekannt, daß die Wasserumwälzung im Becken etwa dem Beckenvolumen/h entsprechen sollte, d.h., bei einem 200l Becken etwa 200lWasser/h. Nun würde ich gerne wissen, ob dieser Wert daher resultiert, daß dann für die Filterbakterien im Filter optimale Lebends- und Arbeitsbedingungen vorherrschen oder ob das für eine optimale Strömung im Becken notwendig ist, z.B. für die Verteilung des Düngers im Wasser oder auch für die Lebensbedingungen der meisten Fische.
Die Überlegung hat folgenden Hintergrund. Wenn der vorhandene Filter zu klein wäre und nicht vergrößert werden könnte, wäre es möglich, einen 2. Filter parallel zum 1. zu betreiben. Dann würde allerdings die Beckenströmung um den doppelten Wert, in dem Beispiel auf 400l/h, zunehmen, wobei die Strömung in den Filtern mit 200l/h gleich bleibt. Natürlich könnte man dann gleich einen größeren Filter nehmen, aber das trifft nicht den Kern meiner Frage. Wenn diesbezüglich Erkenntnisse vorliegen, bitte ich um Antwort, Danke und Gruß Klaus.


Hallo Klaus,

auf meienm Server findest Du dazu ein paar Grundlagen die (hoffntlich“ zum Verständnis beitregen. Schau mal unter Technik – Filtertechnik nach.

Norbert


Hallo Norbert,

Dank für Deinen Hinweis. Ich kannte Deine vorzügliche HP bereits, sie ist bei mir unter Favoriten abgespeichert. Dennoch habe ich erneut hineingeschaut. Die Sache mit der Durchflußgeschwindigkeit im „System“ AQ (Filter und Becken) ist mir schon klar. Zur Verdeutlichung meiner Frage:
Wenn für das Filter die Regel der Durchflußgeschwindigkeit eingehalten wird (ca. 1x Beckenwasservolumen/h),gilt dies denn auch für das Becken selbst? Das Becken ist zwar auch ein Filter im Sinne von chem. Umsetzung, hat m.E. aber nicht den hohen Stellenwert wie das eigentliche Filter und müßte in seiner Gesamtheit daher flexibler sein. Oder irre ich mich? Nochmals konkret, sind im Becken höhere Durchflußgeschwindigkeiten als im Filter (dann nämlich, wenn mehrere Filter parallel betrieben werden) für das System AQ nicht schädlich? Die Strömungsgeschwindigkeiten (m/s) sind ja ohnehin unterschiedlich. Oder ist meine Frage nicht sinnvoll?

Gruß Klaus


Hi Klaus,

mit hohen Strömungsgeschwindigkeiten im Becken meinst Du: Gesamte Umwälzung Liter/h im Verhältnis zum Beckeninhalt.Dazu kurz (ich spreche hier von Süßwasser):

Im Becken erhöht starke Umwälzung den Schadstoffabbau allgemein. Ist empirisch erwiesen durch Experimente.Wenn Du also an ein leeres Becken mit Kies ohne Filter eine 600 l/h Pumpe hängst und fütterst, hast Du in etwa einen doppelt so hohen Schadstoffabbau/geringeren Ammoniumgehalt wie bei einer 300 L/h Pumpe. Grund: Die im Becken verteilten Bakterien werden besser mit Nahrung versorgt.

Theroretisch machst Du mit einem 200 Liter AQ mit einer Gesamtumwälzung von 1.000 oder 1.500 Liter/h nichts falsch; viele Amis betreiben Ihre unbepflanzten Becken auch nach diesem Prinzip: „Kies rein, Pumpen rein und ab die Post mit 5-7* Beckeninhalt/Stunde“.

Aber:

Es gibt ja noch Fische und Pflanzen. Den Pflanzen treibst Du mit einer starken Umwälzung das CO2 aus.Gleichzeitig bilden sich durch starke Anströmung auch leicht Algen und algenähnliche „Schmierbeläge“.Kein Wunder. Die sind ja den Bakterien nah verwandt.

Viele Fische mögen keine starke Strömung. Du wirst manche Arten nur dann in ihrem natürlichen Verhalten beobachten können, wenn im Becken nur leichte Umwälzung stattfindet. Gutes Beispiel aus meiner Erfahrung: Fadenfische. Die werden ganz irre, wenn stärkere Strömung herrscht. Andere Fische brauchen Strömung wie etwa Welse „jemehrjelieber“.

Es hängt also vom Besatz ab. Ein stark bepflanztes Aquarium sollte man eher mit kaum oder wenig Pumpenleistung betreiben, zumal die Sauerstoffversorgung durch die Pflanzen betrieben wird. Ein kaum oder nicht bepflanztes Becken wie etwa mein 430 l Malawibecken verträgt eine Menge Pumpenleistung.
Konkret: Da ist bei mir bei 2000 l/h noch lange nicht Schluss, so lange die Fische nicht unruhig werden.

Frage ist nur: Wozu ist die Gesamtumwälzung wichtig?

Umwälzung verbessert allgemein den Hygienestatus eines Beckens. Ich kann das ohne Redoxmesser nicht erfassen,aber es bilden sich in einem insgesamt stark durchströmten Becken natürlich weniger tote Ecken,Mulmhäufchen usw.; wenn Du damit keine Probleme hast, brauchst Du auch zusätzlich zu Deiner Matte keine weitere Pumpe. Wenn doch, kannst Du einfach eine kleine Strömungspumpe mit einem kleinen Schaumstoffvorfilter verwenden. Das reicht dann meist schon.

In meinem Pflanzenbecken 375 l hatte ich lange Zeit den Effekt, dass der Eheim das Wasser nicht komplett umgewälzt hat. Auf der gegenüberliegenden Seite vom Ausströmer „stand“ das Wasser. Ein kleiner Miniinnenfilter mit < 600 l/h hat da Wunder gewirkt. Ich reinige den wöchentlich. Der schaufelt jetzt das Wasser zurück. Die morgendliche Trübung (Schwebeteilchen bei niedrigem Sauerstoffgehalt) bleibt fast ganz aus.

Um bei der Sprache der „Hamburger Fraktion“ (Norbert und Lars) zu bleiben:
Der Filter hält die nitrifizierenden und sonstigen Bakterien aus dem AQ-Wasser raus, wenn der Bodengrund dafür nicht ausreicht. Dadurch wird das Wasser optisch klar.

Die Umwälzung transportiert Ansammlungen von noch nicht abgebautem organischem Material in`s AQ-Wasser und macht sie damit leichter für die Bakterien zugänglich.

Alexander

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Schreibe einen Kommentar

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


Letzte Aktualisierung am 26.07.2020 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API / Preise inkl. MwSt.