Echinodorus mit Pinselalgen
Echinodorus mit Pinselalgen Foto: Maggie Frahm

Allgemeines zu Algen im Aquarium

In jedem Aquarium stellen sich nach kurzer Zeit Algen ein. Algen vermehren sich durch Sporen. Diese Sporen befinden sich im Wasser, an Substraten, die in das Aquarium gebracht werden, und sogar in der Luft. In der Regel werden Algen mit den Pflanzen in das Aquarium eingeschleppt. Hin und wieder haftet auch die ein oder andere Algenspore an einem neuen Fisch, der in das Aquarium gesetzt wird.

Zu einer regelrechten Plage werden Algen, wenn die Wachstumsbedingungen für Algen im Aquarium besser sind als für die Pflanzen. Welche Algenart in einem solchen Fall dominiert, hängt von den genauen Umständen (Licht, Nährstoffe etc.) im Aquarium ab. Schafft man gute Wachstumsbedingungen für möglichst viele Pflanzen unterschiedlicher Arten, beugt man gleichzeitig unerwünschtem Algenwuchs vor. Ein vollkommen algenfreies Aquarium ist allerdings nicht erreichbar. In vielen Fällen ist ein algenfreies Aquarium auch gar nicht erwünscht. Eine ganze Reihe von Fischarten frisst Algen gerne als Beifutter und viele Jungfische sind auf Algen als Futter angewiesen.

Eine häufige Ursache für verstärktes Algenwachstum ist ein zu geringer CO2-Gehalt im Aquarienwasser. Hohe pH-Werte können ein Hinweis auf zu niedrigen CO2-Gehalt sein. Pflanzen benötigen zur Assimilation viel CO2. Ist nicht genug CO2 vorhanden, werden auch andere im Wasser vorliegende Nährstoffe nicht von den Pflanzen verwertet. Diese überschüssigen Nährstoffe werden von den Algen aufgenommen.

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Algen stellen sich in neu eingerichteten Aquarien schon nach wenigen Tagen ein. Wenn sie einmal Überhand genommen haben, dauert es lange, bis sie wieder verschwunden sind, da sie Nährstoffe für ca. 4 Wochen speichern können. Selbst wenn alle Bedingungen im Aquarium optimal sind dauert es ca. 4 Wochen, bis die Algen verhungern.

Es sollten deshalb nicht zu schnell hintereinander unterschiedliche Maßnahmen gegen Algen durchgeführt werden. Dies schadet meist mehr als es hilft.

Chemische Algenbekämpfungsmittel sollten auf keinen Fall verwendet werden. Diese schädigen die Pflanzen mindestens genauso, wie die Algen. Es ist nicht auszuschließen, dass sich die enthaltenen Giftstoffe in algenfressenden Fischen, z. B. Antennenwelsen, anreichern.

Damit die Freude am neuen Aquarium nicht gleich durch eine Algenplage genommen wird, sollten einige Regeln eingehalten werden.

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Regeln, um Algenplagen in neuen Aquarien zu vermeiden:

  • Da in neu eingerichteten Aquarien die meisten Pflanzen noch nicht richtig wachsen, sollte in der Einfahrzeit kein Dünger verwendet werden. Auch auf nährstoffreiche Bodenzusätze kann verzichtet werden. Einige Pflanzen, wie z. B. Echinodorus werden in der Wassergärtnerei in der Luft gezüchtet. Nach dem Umsetzen ins Wasser werden alle Blätter abgeworfen und neue Unterwasserblätter ausgetrieben. Das dauert mehrere Wochen.
  • Schnell wachsende Pflanzen wie Hornkraut und Wasserpest einsetzen, damit diese den Algen Nährstoffe wegnehmen.
  • Damit Pflanzen dauerhaft gut wachsen, muss der Aquarienboden mindestens ca. 7 cm hoch sein.
  • Geduld bewahren. Algen kommen schnell und gehen langsam.
  • Werden, wie oft empfohlen, Antennenwelse als Algenfresser eingesetzt, muss unbedingt eine Wurzel im Aquarium sein. Antennenwelse benötigen Holz als Nahrungsergänzung.
  • CO2-Düngung stärkt den Wuchs der Wasserpflanzen und ist deshalb schlecht für Algen. Mit der Hefegärung kann man einfach und preiswert CO2 herstellen.
  • Den Filter erst reinigen, wenn fast kein Wasser mehr umgewälzt wird.
  • Zur Beleuchtung Dreiband-Leuchtstoffröhren verwenden.

Fragen rund um Algen im Aquarium

Spätestens mit dem Kauf von Pflanzen schleppt der Aquarianer eine Vielzahl verschiedener Algenarten in sein Aquarium ein. Die Algen oder ihre Sporen haften unsichtbar an den Pflanzen. Sind die Bedingungen im Aquarium für die Algen ungünstig, treten sie nicht sichtbar in Erscheinung. Erst wenn günstige Bedingungen vorliegen, breiten sie sich sichtbar aus. Bei besonders günstigen Bedingungen für die Algen kann es zu einer regelrechten Algenplage kommen. Erschwerend kommt hinzu, dass die unterschiedlichen Algenarten auch unterschiedliche Bedingungen im Aquarium bevorzugen. Zum Beispiel gibt es sowohl Algen, die schattige Stellen bevorzugen, als auch Algen, die besonders gut in grellem Licht wachsen.

Somit ist verständlich, dass Algen sehr schnell im Aquarium auftauchen und sich mehr als erwünscht ausbreiten, ihre Vermeidung und Beseitigung aber oft schwierig und langwierig ist. Andererseits sind Algen aber auch keine unabänderliche Seuche, die sich unvermeidbar immer weiter ausbreitet, sobald die ersten Algen im Aquarium sichtbar werden.

Der erste Kontakt mit Algen

Unweigerlich kommt jeder Aquarianer zum ersten Mal mit dem Thema Algen in Kontakt, wenn sich in seinem neu eingerichteten Aquarium die ersten Algen ausbreiten. Die Einfahrphase eines Aquariums ist immer eine kritische Zeit. Meist befinden sich sehr viele Nährstoffe im Aquarium, ohne dass diese Nährstoffe auch durch die Pflanzen verbraucht werden.

Zuviel Dünger ist gut für Algen

Vielen Aquarianern werden gerade für die Anfangsphase Bodenzusätze und Düngemittel empfohlen, die einen guten Pflanzenwuchs fördern sollen. Die Menge der Nährstoffe ist dabei in der Regel so berechnet, wie sie höchstens für ein Aquarium mit gutem Pflanzwuchs benötigt wird. Zusätzlich wird die benötigte Düngemenge meistens anhand der maximalen Wassermenge im Aquarium berechnet. Dabei wird nicht beachtet, dass durch den Bodengrund, Einrichtungs- und Dekorationsgegenstände und sogar die Glasdicke wesentlich weniger Wasser im Aquarium vorhanden ist, als die Bruttoangaben beim Verkauf der Aquarien aussagen. Eine Faustregel geht davon aus, dass ca. 20 % weniger Wasser im Aquarium vorhanden ist, als nach den Außenmaßen des Aquariums berechnet wird.

Auch Pflanzen müssen sich eingewöhnen

Wasserpflanzen werden in den Züchtereien meistens über Wasser gepflegt. Im Aquarium werfen daher viele Pflanzenarten zuerst einmal ihre Überwasserblätter ab und entwickeln neue Unterwasserblätter. Alle Pflanzenarten müssen sich zunächst einmal an das neue Aquarienklima gewöhnen und haben in dieser Zeit einen relativ geringen Stoffwechsel. Häufig werden in neuen Aquarien auch nur wenige Pflanzen eingesetzt, weil die Pflanzen sich ja vermehren. Im neu eingerichteten Aquarium verbrauchen die Pflanzen also relativ wenig Nährstoffe.

Fischfutter bringt Nährstoffe ins Wasser

Aquaristikanfänger überschätzen in der Regel den Nahrungsbedarf der Fische und geben sehr viel Futter. Durch die Fütterung gelangen wiederum viele zusätzliche Nährstoffe und Spurenelement in das Wasser.

Hohes Angebot – niedriger Verbrauch

Einem sehr hohen Nährstoffangebot steht in einem neu eingerichteten Aquarium also meistens ein sehr niedriger Nährstoffverbrauch gegenüber. Im Gegensatz zu Pflanzen, können sich Algen sehr schnell an veränderte bzw. neue Umgebungsbedingungen anpassen. Die überschüssigen Nährstoffe werden von den Algen verarbeitet, die sich daraufhin entsprechend schnell ausbreiten können.

Das Gleichgewicht finden

Die wichtigste Maßnahme in einem übermäßig von Algen befallenen Aquarium besteht also darin, Nährstoffangebot und Nährstoffverbrauch durch die Pflanzen in ein Gleichgewicht zu bringen. Da der Nährstoffverbrauch durch die Pflanzen von mehreren Bedingungen abhängt, ist es nicht einfach das Gleichgewicht zu finden. Die Wirkung einer Maßnahme zeigt sich nicht sofort, sondern benötigt immer eine gewisse Zeit. Auch dies macht es schwierig, das Gleichgewicht zu finden. Werden nun ungeduldig immer wieder verschiedene Dinge im Aquarium gleichzeitig verändert, ist es praktisch unmöglich, den Gleichgewichtszustand zu finden. In solchen Aquarien treten immer wieder neue Algenplagen durch teilweise unterschiedliche Algenarten auf.

Algen vorgebeuen?

Bepflanzung

Das Aquarium wird mit verschiedenen Pflanzenarten dicht bepflanzt, auch wenn nach einiger Zeit einige Pflanzen entfernt werden müssen, weil die Bepflanzung durch Wuchs und Ableger zu dicht geworden ist. Ziel ist, dass viele unterschiedliche Pflanzen möglichst viele Nährstoffe verbrauchen und den Algen möglichst wenig überschüssige Nährstoffe zur Verfügung stehen. Die Pflanzenarten richten sich nach den Umgebungsbedingungen. Pflanzen mit hohem Lichtbedarf werden in schattigen Aquarien auch dann kümmern und entsprechend wenig Nährstoffe verbrauchen, wenn alle anderen Bedingungen optimal sind. In der Einfahrphase sind Stängelpflanzen wertvoll, da sie schnell wachsen und damit viele Nährstoffe verbrauchen.

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Düngung

Das Nährstoffangebot sollte sich ausschließlich am Verbrauch durch die Pflanzen ausrichten. Auf Bodenzusätze mit Nährstoffen bei der Neueinrichtung kann verzichtet werden. Wenn Pflanzen Mangelerscheinungen zeigen, können diese Pflanzen durch gezielte Düngung mit Nährstofftabletten oder Tonkugeln gestärkt werden. Flüssigdünger braucht erst dann in das Aquarium gegeben werden, wenn die Pflanzen erste Mangelerscheinungen zeigen. Es wird zunächst maximal die halbe vom Hersteller empfohlene Dosis gegeben. Treten verstärkt Algen auf, wird die Dosis reduziert. Bleibt der Algenwuchs schwach und zeigen die Pflanzen weiterhin Mangelerscheinungen, wird die Dosis leicht erhöht. Nach einiger Zeit stellt man so fest, welche Nährstoffzufuhr erforderlich ist, damit einerseits die Pflanzen gesund wachsen und anderseits nicht zu viele Algen erscheinen.

Trotzdem Algen

Trotz vorbeugender Maßnahmen können in neu eingerichteten und auch in eingefahrenen Aquarien Algen auftreten. In neuen Aquarien verschwinden die Algen oft nach einigen Wochen, ohne dass besondere Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Offenbar pendelt sich das Aquarium nach einiger Zeit in ein Gleichgewicht ein. In eingefahrenen Aquarien sind plötzlich gehäuft auftretende Algen ein Zeichen, dass das Gleichgewicht gestört ist. In jedem Fall müssen die möglichen Ursachen sorgfältig überdacht werden und dann geeignete Maßnahmen ergriffen werden. Die weiteren Seiten zum Thema Algen geben viele Hinweise zu möglichen Ursachen und geeigneten Maßnahmen.

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Letzte Aktualisierung am 9.11.2019 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API