Häufigsten Fehler und Fragen für Anfänger im Bereich Aquarium

Die häufigsten Fehler

  • Es werden keine oder zu wenig Informationen vor dem Kauf des Aquariums eingeholt.
  • Das Aquarium wird sofort nach der Einrichtung mit Fischen besetzt. Viele der Fische sterben nach kurzer Zeit an Nitritvergiftung.
  • Die Ansprüche der Fische sind nicht bekannt.
  • Es werden zu viele Fische in das Aquarium gesetzt.
  • Es werden Fische in das Aquarium gesetzt, die nicht zusammen passen (aggressive und scheue Fische z. B.).
  • Es wird viel zu viel Futter gegeben.
  • Der Filter wird zu häufig und zu gründlich gereinigt.
  • Das Aquarium wird zu gründlich gereinigt, z. B. von Algen.
  • Es werden zu viele chemische Mittel aus dem Zoohandel eingesetzt, um Probleme wie Algenwuchs zu lösen.

Die grundlegenden Regeln

  • Als Bodengrund ca. 7 bis 10 cm kalkfreien Sand oder feinen Kies verwenden.
  • Zu Beginn viele Stängelpflanzen einsetzen, als Nahrungskonkurrenz für Algen.
  • Zum Wasser passende Fischarten auswählen. Dazu den pH-Wert, die Gesamthärte GH und Karbonathärte KH messen oder beim Wasserwerk erfragen.
  • Nur auf wenige Fischarten beschränken.
  • Nicht zu groß werdende Fische kaufen. PrachtschmerlenSkalare und viele Welse werden für die meisten Anfängeraquarien zu groß.
  • Die Faustregel 2 Liter Wasser pro Zentimeter Fisch beachten.
  • Den Filter so selten wie möglich reinigen, um die Bakterienkultur nicht zu zerstören.
  • Die Einfahrzeit und den Nitritpeak abwarten, bevor Fische eingesetzt werden.
  • Nur wenig Futter geben.
  • Regelmäßig wöchentlich ca. 30 % Wasser wechseln.
  • Beim Auftreten von Algen keine chemischen Mittel einsetzen.

Das Aquarium einrichten

Die Aufstellung soll einen kurzen Überblick geben. Details können und sollten unter den angegebenen Links vertieft werden.

  • Aquarium, Technik, Dekoration usw. ohne chemische Mittel gründlich reinigen. Am Besten wird nur klares, heißes Wasser verwendet. Kalkflecken können mit etwas Essig entfernt werden. Danach den Essig mit klarem Wasser gut abspülen.
  • Die Rückwand befestigen.
  • Das Aquarium auf eine ebene Fläche ohne direkte Sonneneinstrahlung stellen. Je nach Herstelleranleitung eine Unterlage verwenden oder nicht.
  • Den Bodengrund mit heißem Wasser durchspülen, bis das Wasser nicht mehr trüb wird.
  • Den Bodengrund einfüllen. Vorne ca. 4 bis 5 Zentimeter, hinten ca. 8 bis 10 Zentimeter hoch.
  • Dekoration, wie Wurzeln und Steine auf den Bodengrund legen. Wurzeln müssen vorher gewässert werden, damit sie nicht aufschwimmen.
  • Das Aquarium ca. 20 Zentimeter hoch mit Wasser auffüllen. Dazu einen Teller oder eine Tasse auf den Boden stellen und das Wasser darauf fließen lassen, damit der Boden nicht hochgewirbelt wird.
  • Regelheizer, Filter und ggf. weitere Technik in den gewünschten Positionen befestigen. Während der Arbeit im Wasser die Geräte aus Sicherheitsgründen nicht an das Stromnetz anschließen.
  • Die Pflanzen einsetzen. Klein bleibende Pflanzen kommen in den Vordergrund. Pflanzen, die bis zur Wasseroberfläche wachsen, kommen in den Hintergrund. Vor dem Einpflanzen werden die Wurzeln auf wenige Zentimeter Länge gekürzt und faulende Blätter entfernt.
  • Aquarium ganz mit Wasser füllen. Ein Wasseraufbereiter ist nur wichtig, wenn Chlor oder Kupfer im Leitungswasser ist. Ist nur Chlor im Wasser, kann man alternativ das Wasser einige Tage stehen lassen oder durch ein Küchensieb laufen lassen.
  • Den Regelheizer auf die gewünschte Temperatur, meist ca. 25 Grad, einstellen und anschließen.
  • Filter, Beleuchtung und ggf. weitere Technik nach Herstelleranweisung in Betrieb nehmen.
  • Das Aquarium mindestens 3 Wochen einfahren. Mit Starterbakterien, Filterschlamm oder kleiner Futtermengen das Einfahren unterstützen. Regelmäßig den Nitritwert messen.
  • Die Pflanzen je nach Wuchs und abhängig vom Algenwuchs mit Flüssigdünger düngen.
  • Nach dem Nitritpeak die ersten Fische einsetzen.
  • Fischbestand nach und nach aufstocken.
  • Den Nitritwert weiter überwachen. Sobald der Wert steigt keine Fische mehr zusetzen und mit vielen Wasserwechseln den Wert unter die Nachweisbarkeitsgrenze drücken.
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Fische stellen Ansprüche

Salmler im Aquarium
Salmler im Aquarium

Fische stellen unterschiedliche Anforderungen an das Wasser, in dem sie gehalten werden. Ungeeignetes Wasser kann zu erhöhter Anfälligkeit für Krankheiten und damit indirekt zum Tod führen.

Grundsätzlich ist zu überlegen, ob die gewünschten Fische in Leitungswasser gehalten werden sollen, oder ob das Leitungswasser den Ansprüchen der Fische entsprechend verändert werden soll.

In hartem und alkalischem Leitungswasser (Gesamthärte GH größer als 12, pH-Wert höher als 7) können z. B. GuppysPlatysZwergkärpflinge und Kardinalfische gehalten werden.

In weichem und saurem Leitungswasser (Gesamthärte GH kleiner als 8, pH-Wert kleiner als 7) können z. B. Sternfleck– und Trauermantelsalmler gehalten werden.

Mit Hilfsmitteln wie Osmoseanlagen und Aufhärtesalzen kann jedes Leitungswasser so verändert werden, dass praktisch für jede Fischart verträgliches Aquarienwasser hergestellt werden kann.

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Worauf beim Fischkauf geachtet werden muss.

Einige Hinweise zum Kauf von Fischen.

  • Vor dem Kauf eine Liste der gewünschten Fische erstellen und bei mehreren Quellen über die Ansprüche der Fische informieren. Vertragen sie das zur Verfügung stehende Wasser, vertragen sich die Fischarten untereinander, werden die Fische für das Aquarium nicht zu groß usw.?
  • Nicht alle Fische auf einmal kaufen.
  • Vor dem Kauf die Aquarien beim Händler betrachten. Ein toter Fisch kann schon einmal vorkommen. Mehrere tote Fische sind ein schlechtes Zeichen und es sollten keine Fische gekauft werden.
  • Die Qualität der Beratung durch entsprechende Fragen prüfen. Keinem Verkäufer trauen, der Diskus für Aquarien mit 60 Litern Wasserinhalt verkauft.
  • Die Fische genau betrachten und auf Anzeichen für Krankheiten achten. Keine Fische aus Aquarien kaufen, in denen Fische mit Krankheitsverdacht schwimmen.
  • Artet das Einfangen der gewünschten Fische zu einer Hetzjagd aus, besser auf den Kauf verzichten.

Hinweise auf mögliche Krankheiten bei Fischen.

  • Weiße Pünktchen.
  • Weißer und schleimiger Kot.
  • Schnelle und schwere Atmung.
  • Träges und apathisches Verhalten.
  • Kratzen und Scheuern an Dekorationsgegenständen.
  • Verfärbtes, z. B. grünes, Wasser im Aquarium.


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Letzte Aktualisierung am 15.01.2019 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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