Wie Aquariensand ausgewaschen wird

Wenn es erforderlich ist, kann neuer Aquariensand einfach ausgewaschen werden. Dazu haben sich einige einfache Verfahren als geeignet herausgestellt, die sich im Detail unterscheiden, aber alle auf dem Prinzip beruhen, den Sand einfach mit Wasser durchzuspülen.

Ein Eimer oder ein anderes Gefäß wird teilweise, z. B. zu einem Drittel, mit Sand gefüllt. Dann wird möglichst heißes Wasser voll aufgedreht, z. B. mit einer Dusche oder einem Schlauch. Mit dem Schlauchende wird der Sand bis zum Boden durchgerührt. Wenn der Eimer voll ist, wird das Wasser mit den aufgeschwemmten Schmutzteilchen abgegossen. Der Vorgang wird wiederholt, bis das Wasser sauber ist.

Verschiedene Varianten:

  • Sand portionsweise in einen Eimer füllen und durchspülen.
  • Sand in einen emaillierten Einkochtopf füllen und mit vollem, hartem Duschstrahl spülen.
  • Sand in Nylonstrümpfe füllen und durchspülen.

Ansicht 1: Nicht jeder Sand muss gewaschen werden.

Einige Sände enthalten Lehm oder Ton. Solche Sände können oft gar nicht so gründlich gewaschen werden, dass später keine Trübung im Aquarium auftritt. Wird die erste, unterste Bodenschicht bei diesen Sänden nur grob ausgewaschen, hat man gleichzeitig einen Langzeitdünger bzw. einen guten Speicher für Dünger.

Vorgewaschener oder nicht stark verschmutzter Sand muss überhaupt nicht gewaschen werden. Bei Bedarf können feine Partikel und Sandstaub bei den ersten Wasserwechseln mit einer Mulmglocke abgesaugt werden, damit diese nicht immer wieder aufgewirbelt werden und das Wasser trüben.

Normalerweise setzt sich so behandelter Sand nicht zu, auch wenn feine Partikel mit im Bodengrund sind.

Ansicht 2: Quarzsand sollte immer gewaschen werden.

Das Auswaschen von Quarzsand dient in erster Linie der Vereinzelung der Korngröße. Dadurch wird erreicht, dass keine kleineren Partikel das Porensystem des Sandbodens zusetzen und eine funktionierende Diffusion gegeben ist.

Diese feineren Partikel werden sich nicht an der Sandoberfläche sammeln, um abgesaugt werden zu können, sondern im Porensystem in größeren Zwischenräumen eingebaut. Ein Langzeitdünger ist es noch weniger, da auch feine Sandpartikel keine verwertbaren Nährstoffe abgeben, sondern lediglich die Diffusion von Nährstoffen in tiefere Sandschichten verhindern bzw. erschweren.

Quarzsand sollte daher immer mit einem scharfen Wasserstrahl ausgewaschen werden um eine möglichst homogene Korngröße zu erreichen. Hierzu kann kaltes Wasser benutzt werden. Warmes Wasser birgt in diesem Zusammenhang keinerlei Vorteile, sondern lediglich das Risiko höherer Schadstoffbelastung (z. B. Kupfer).

Heißes oder kaltes Wasser verwenden?

Eine mögliche Schadstoffbelastung bei warmem Wasser durch Kupfer ist nur bei Warmwasserboilern oder Kupferleitungen zu befürchten. Bei Kupferleitungen kann man das Wasser sicherheitshalber einige Minuten ablaufen lassen, bevor das Auswaschen beginnt. Warmes Wasser aus Boilern sollte nicht verwendet werden.

Es wird nicht immer frischer und sauberer Sand verwendet. Einige Schmutzteilchen lösen sich besser mit heißem Wasser. Heißes Wasser kann evtl. einige organische Bestandteile wie Algensporen oder Pilzsporen abtöten, die im Sand enthalten sein können.

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Letzte Aktualisierung am 11.09.2019 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API