Kupfer im Aquarium

Kupfer ist ein wichtiges Spurenelement.

Kupfer ist ein wichtiges Spurenelement für Tiere und Pflanzen. Tiere haben Kupfer z. B. im Hämoglobin. Pflanzen benötigen Kupfer bei der Photosynthese.

Kupfersulfat ist ein bekanntes Mittel gegen Algen, Insekten und einige Pilzarten. Vor Jahren wurde empfohlen, Kupfer gegen Hydra zu einzusetzen und zur Vorbeugung gegen Parasiten eine Kupfermünze in das Aquarium zu legen. Mittlerweile hat sich die Einstellung zum Kupfer geändert. Vermutlich wurden durch den Einsatz von Kupfer mehr Fische getötet als gerettet.

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Die Schädlichkeit von Kupfer

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Alexas_Fotos / Pixabay

Kupfer ist ein Schwermetall und kann ab einer bestimmten Menge für viele Aquarienbewohner schädlich und sogar tödlich sein. Besonders empfindlich reagieren Welse und Wirbellose, z. B. Garnelen, auf Kupfer im Aquarienwasser.

Auch Filterbakterien vertragen Kupfer schlecht, so dass keine größeren Mengen Kupfer in den Filter gelangen sollten.

In geringsten Mengen benötigen alle Pflanzen Kupfer. Aber für einige Pflanzen sind größere Mengen sehr giftig, während andere Pflanzen etwas mehr Kupfer vertragen.

Weil Menschen gegenüber Kupfer relativ unempfindlich sind, wird die giftige Wirkung auf Fische oft unterschätzt. Im Leitungswasser können Kupfermengen sein, die für Menschen ungefährlich sind, Fisch aber töten können.

Kupfer ist ab ca.

  • 0,03 mg/l für Algen schädlich
  • 0,08 mg/l für Wasserpflanzen schädlich
  • 0,10 mg/l für Fische schädlich
  • 3 mg/l für Menschen schädlich

Die Giftigkeit von Kupfer ist abhängig von der Anzahl an freien Cu++-Ionen. So lange die Ionen freibleiben, ist Kupfer reaktionsfreudig und giftig. In Wasser wird Kupfer schnell an organische Stoffe im Wasser und im Bodengrund gebunden, z. B. an Huminsäuren.

In alkalischem Wasser binden sich Kupferionen an Kalziumkarbonat, so dass die Menge an freien Kupferionen im Wasser sinkt. Karbonate sind jedoch Teil des sogenannten pH-Puffers. Wenn der pH-Wert später sinkt, werden die giftigen Kupferionen wieder frei.
Die medizinisch wirksame Menge Kupfer bei höherem pH-Wert kann so zu einer tödlichen Dosis bei niedrigerem pH-Wert werden.

Bei sehr niedrigen pH-Werten ist das Wasser wenig gepuffert und Kupfer kann sehr giftig werden. Bei pH-Werten unter 6 kann sogar vorher absorbiertes Kupfer wieder löslich und giftig werden. So kann sogar Kupfer wieder schädlich werden, das nach einer lange zurückliegenden Behandlung noch gebunden im Aquarium vorhanden war.

Kupfer im Leitungswasser

Hohe Kupferwerte im Leitungswasser resultieren meistens aus der Verwendung von Wasser aus Kupferleitungen oder von warmem oder heißem Wasser aus Wasserboilern. Die Wärmetauscher von Wasserboilern sind ebenfalls aus Kupfer.

Warmes Wasser aus Wasserboilern sollte deshalb im Aquarium auf keinen Fall verwendet werden. Wasser aus Kupferleitungen kann man längere Zeit ablaufen lassen, bis alle aus der Leitung gelösten Kupferrückstände abgelaufen sind. Das Wasser muss mindestens zwei Minuten ablaufen.

Mit einer Osmoseanlage oder einem Ionenaustauscher kann Kupfer aus dem Wasser entfernt werden, bevor das Kupfer überhaupt ins Aquarium kommt.

Ist Kupfer in noch nicht schädlicher Menge im Aquarienwasser vorhanden, kann die Kupfermenge durch Filterung über Torf reduziert werden.

Schädliche Kupfermengen sollten zuerst mit einem Wasseraufbereiter gebunden werden, da das Kupfer nur langsam entfernt werden kann. Die im Wasseraufbereiter enthaltenen Chelatoren binden das Kupfer und machen es vorerst unschädlich. Mit zahlreichen Wasserwechseln wird anschließend das chelatierte Kupfer aus dem Aquarium entfernt.

Weil Kupfer sich gerne im Bodengrund absetzt, sollten am Boden lebende oder viel vom Boden fressende Fische in ein anderes Aquarium umgesetzt werden.

Frische Aktivkohle kann einen Teil des freien Kupfers entfernen. Dazu verwendete Aktivkohle muss anschließend entfernt werden. Aktivkohle entfernt aber nicht das ganze Kupfer. An Huminstoffe gebundenes Kupfer bleibt z. B. im Aquarium und kann später freiwerden.

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2 Gedanken zu „Kupfer im Aquarium“

  1. Ich verwende einen kleinen UV-C Wasserklärer im Wasserkreislauf des Aquariums und habe mit der Wirkung gute Erfahrungen gemacht.
    Leider sind diese Geräte ganz oder überwiegend aus Kunststoff, der nicht UV-beständig ist. Das hat bei mir schon zweimal zu Fast-Katastrophen geführt. Einmal war das ganze wasserdurchflossene Gehäuse so papierdünn geworden, dass Wasser begann auszutreten. Dann habe ich ein Gerät gekauft, das als „Edelstahl-UV-C-Klärer“ angepriesen wurde. Da waren die Schlauchanschlüsse aus transparentem Kunststoff. Nach 5 Jahren hat sich der eine von innen her soweit aufgelöst, dass er einfach abgeknickt ist.

    Jetzt meine Frage:
    Kann man für die Schlauchanschlüsse Messingteile verwenden, wie sie auch für Leitungswasser üblich sind? Es geht nur um kurze Stücke, ein paar Zentimeter.
    Hat jemand dazu echte Informationen? Keine Vermutungen bitte.

    Antworten
    • Alternativ gäbe es auch PVC-U oder Edelstahlfittinge.

      Ich sage es mal überspitzt.
      Messinganschlüsse sind nicht des Teufels, jedoch wenn ich ein Aquascape mit geringer KH, starker CO2-Düngung und Amanogarnelen, die meinen Sand oder feinen Kies ins den Filteransaug befördern, und ich dazu von Wasserwechsel kaum was halte, wird es kritisch bis tödlich.

      Geringer pH-Wert ist kritisch
      Abrieb ist kritisch
      Und sollte auch ohne starken Abrieb durch Sand usw sich doch Kupfer aus dem Messing lösen durch z.B. den geringen pH-Wert, ist ein Altwasserbecken auch nicht wirklich förderlich.

      Antworten

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