Schmalblättriges Wollgras

Datenblatt Schmalblättriges Wollgras

Botanischer Name: Eriophorum angustifolium
Herkunft: Europa, Asien, Nordamerika
Wuchshöhe / Größe 30 – 60 cm
Blattfarbe: grün
Blütenfarbe: weiß
Verhalten/Besatz
Standort am Teich: Sumpfzone
Blütezeit: April – Mai
Lichtanspruch: halbschattig bis sonnig
Winterhart: ja
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Irene Grassi from Italy, Common Cottongrass (Eriophorum angustifolium) (7949591596), CC BY-SA 2.0

Das Schmalblättrige Wollgras ist ein mehrjähriger, wintergrüner und lockerrasig wachsender Rhizom-Geophyt und gehört zur Familie der Riedergrasgewächse bzw. der Sauergräser (Cyperacae), einer Ordnung der Süßgräser. Die weißen Blüten sind im Frühjahr zwischen April und Mai zu sehen und gelten aufgrund ihres frühen Erscheinens als zeitige Bienenweide.

Die lineal-rinnigen Blätter sind vermutlich eine Anpassung an die Mineralsalzarmut des arttypischen Standorts und stellen eine durch Nährstoffmangel ausgelöste morphologische Veränderung (Peinomorphose) dar, wie sie bei vielen Moorpflanzen zu beobachten ist.

Durch die Düngung und Entwässerung von Mooren ist Eriophorum angustifolium im Rückgang begriffen und regional zwar stark gefährdet, deutschlandweit jedoch nicht. Die Art ist auf dem nordamerikanischen Kontinent, dem gemäßigten Asien und in Europa verbreitet.

„Eriophorum“ leitet sich von dem griechischen erion = Wolle ab. Namensgebend sind die dichten Fruchtstände, die mit der Zeit zu weißen Wollschöpfen heranwachsen. Die Früchte sind kleine von den stark verlängerten Perigonborsten gekrönte Nüsschen.

In ihrer dichten Ansammlung ähneln sie der Textur von Wolle und zieren heutzutage nicht nur unsere heimischen Flach- und Zwischenmoore, sondern auch Moorbeete und Randbereiche von Gartenteichen.

Haltung und Standortansprüche

Als Orientierung können die von der Art in der Natur bevorzugten Standorte dienen. Diese sind unter anderem verschiedene Arten von Mooren, nasse Wiesen und Uferzonen von Bachläufen oder anderen Gewässern.

Das Schmalblättrige Wollgras lässt sich gut mit anderen Teichpflanzen wie dem Hechtkraut oder der Schwanenblume vergesellschaften und kann außerhalb extremer Wetterverhältnisse das ganze Jahr über als Cointainerware gepflanzt werden.

Der Standort sollte sonnig bis halbschattig gewählt werden. Die Sumpfzone eines Teichs ist dabei bestens geeignet. Die Wassertiefe darf bis zu 10 cm betragen. Nach der Pflanzung ist Eriophorum angustifolium genügsam und bedarf bis auf Wässerung in extremen Trockenzeiten keiner zusätzlichen Pflege.

Anforderungen an den Teich

Bei der Bepflanzung am Teichrand sollte auf eine genügend große Sumpfzone geachtet werden, da das Schmalblättrige Wollgras dazu neigt dichtere Bestände zu bilden.

Zudem sollte der Standort vor Austrocknung geschützt sein und eine Vergesellschaftung mit sehr starkwüchsigen, und somit konkurrierenden Pflanzen bedacht werden, wobei das Wollgras generell als ein verträglicher Pflanzpartner zu bezeichnen ist.

Vermehrung

Die Vermehrung erfolgt durch die Verfrachtung der Samen als Schirmchenflieger, welche eine Fluggeschwindigkeit von etwa 22 cm/s und eine Flugweite von mindestens 10 Kilometern erreichen können.

Bei feuchtem Wetter ist zudem eine Wasserhaftausbreitung (Hydroepizoochorie) möglich, bei der sich die Samen an feuchten Oberflächen haftend weitertragen lassen und sich bei späterer Abtrocknung wieder lösen.

Vegetativ vermehrt sich das Schmalblättrige Wollgras über unterirdische Ausläufer, die zu dichten Beständen führen können. Ebenso kann Wollgras künstlich durch Teilung vermehrt werden.

Winterhärte

Eriophorum angustifolium ist in Europa von den Alpen bis hin zur Arktis verbreitet und verträgt Temperaturen von bis zu -30°C. Es lässt sich also ohne weiteres am gesetzten Standort überwintern.

Verwendung von Wollgras

In früheren Zeiten diente das Wollgras außerhalb seines natürlichen Standorts nicht ausschließlich der Zierde, sondern wurde auch zu medizinischen Zwecken verwendet. So stellte man aus den bauschigen Fruchthaaren Wundwatte her.

Weiterhin wurden die Wollschöpfe zu Kerzendochten verarbeitet oder kamen sogar als Kissenfüllung zum Einsatz. Die Blattscheiden wurden zu „Fasertorf“ verarbeitet, den man beispielsweise in der Papierherstellung gebrauchen konnte.

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