Pfauenaugenbuntbarsche
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Die Haltungsbedingungen für Pfauenaugenbuntbarsche


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Astronotus ocellatus

Quelle: Bild auf Wikimedia Commons
Lizenz: CC Attr. SA 3.0
Urheber: Mistvan

Ein anderer Name für Pfauenaugenbuntbarsche, Astronotus ocellatus, ist Roter Oskar. Astronotus bevorzugen stehende oder nur langsam fließende Gewässer, in denen zeitweise sehr hohe Temperaturen herrschen. Sie sind auch an niedrige Sauerstoffgehalte angepasst, bei denen andere Fische schon nach Luft schnappend an der Oberfläche stehen. Deutsches Sommerwetter überstehen sie problemlos.

Als halbwüchsige Tiere bis etwa 15cm Länge leben Pfauenaugenbuntbarsche gesellig. Solche Trupps halbwüchsiger Tiere sind ziemlich verfressene Stänkerer.
Wenn die Tiere älter werden, leben sie monogam in Paaren und sind für 30 bis 5 Zentimeter große Fische relativ friedlich.

Wer Pfauenaugenbuntbarsche pflegen möchte, muss also viel Platz haben.


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Astronotus ocellatus

Quelle: Bild auf Wikimedia Commons
Lizenz: CC Attr. SA 3.0
Urheber: Mistvan

Für sechs Jungtiere wird ein Aquarium mit mindestens 300 Litern Inhalt benötigt. Wenn sich Paare finden, muss jedes Paar mindestens 500 Liter bzw. ein 1,5 bis 2,5 Meter langes Aquarium für sich alleine haben. Ideal ist ein Becken von mindestens 3 Meter Kantenlänge. Dann können Tiere ohne Partner unter Umständen im Becken bleiben.

Weil die Geschlechter fast nicht unterschieden werden können, ist es schwierig, eine passende Gruppe zusammenzustellen. Nur wirkliche Liebhaber von Großcichliden mit viel Platz können die Tiere halten. Dazu kommt, dass die Tiere auch ein schönes Alter erreichen und mehr als 10 Jahre alt werden.

Junge Oskar im Handel recht niedlich aus. Sie wachsen aber sehr schnell. Das Aquarium wird nach den Vorstellungen der Fische gestaltet. Pflanzen werden kaum geduldet wenn sie bei Laichversuchen im Weg sind. Pfauenaugenbuntbarsche gehen ruppig miteinander und mit anderen Fischen um. Fische, die kleiner als 10 Zentimeter sind, werden als Futter verspeist. Nur Panzerwelse und ancistrine Harnischwelse werden meist in Ruhe gelassen, weil die Fressversuche nicht gelingen. Es wurde beobachtet, wie ein Oskar eine Apfelschnecke ins Maul nahm und an einer Scheibe zertrümmert hat, um an das Innere zu kommen.


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Astronotus ocellatus

Quelle: Bild auf Wikimedia Commons
Lizenz: CC Attr. SA 3.0
Urheber: Jón Helgi Jónsson

Wenn keine Fütterung ansteht, sind sie sehr ruhige Fische. Sie beobachten aber jede kleinste Bewegung im Becken. Bei der Fütterung darf kein anderer Fisch im Weg sein. Sie können sehr schnell beschleunigen.

Größere Tiere beißen den Pfleger bei der Fütterung oder bei Arbeiten im Aquarium in Finger oder Arme. Dabei kann es zu blutenden Wunden kommen.

Wenn genug Platz vorhanden ist, ist die Haltung einfach. Wenn sich ein Paar aus einer Gruppe Jungfische gefunden hat, besetzt es ein 2 Meter Becken als ihr Revier. Die anderen Tiere aus der Gruppe werden dann unterdrückt.

Richtig gehaltene Oskars sind auch ausgewachsen noch aktiv. Sie sind den ganzen Tag in Bewegung und suchen das ganze Aquarium nach möglichen Futtertieren ab. Wenn die Tiere nicht aktiv sind und nur ruhig im Aquarium stehen, müssen die Haltungsbedingungen überprüft werden. Vermutlich ist dann die Grundfläche zu klein, so dass sie nicht richtig beschleunigen können, um Futter zu jagen. Sie stehen dann frustriert und resigniert im Aquarium, weil sie sonst ständig gegen die Scheiben stoßen.

Wenn sich ein Paar gefunden hat, kann es bis zu einem Jahr dauern, bis sie zum ersten Mal laichen.

An die Wasserwerte werden keine besonderen Ansprüche gestellt.

Was Pfauenaugenbuntbarsche fressen

Es wird alles gefressen, was in das Maul passt.

Lebendfutter:

  • Fische, z. B. ausgewachsene Guppies
  • Regenwürmer
  • Asseln
  • Mehlwürmer
  • Heuschrecken
  • Grillen
  • Heimchen
  • Wachsmotten
  • Schnecken, außer Turmdeckelschnecken

Frostfutter:

  • Artemia
  • Shrimps
  • Rote Mückenlarven
  • Weiße Mückenlarven
  • Schwarze Mückenlarven
  • Tintenfisch
  • Aquadelle, winzige Sardinen mit Innereien
  • Stinte
  • Garnelen
  • Muscheln, d. h. gefrorene Miesmuscheln
  • Krabben

Pflanzliches Futter:

  • Spinat
  • Erbsen
  • Mais
  • Gurke

Sonstiges:

  • Granulat
  • Koi-Sticks
  • Brot
  • Geschabtes Rotbarschfilet

Es wird praktisch das gleiche Lebendfutter gefressen, das auch Terrarientiere fressen, nur Riesenheuschrecken sind zu groß. Lebende Insekten sollten vor der Fütterung im Kühlschrank gekühlt werden bis sie starr sind, damit sie nicht flüchten können. In Angelgeschäften können lebende Köderfische zum Verfüttern gekauft werden.

Astronotus sind Molluskenfresser mit sehr kräftigen Schlundzähnen, mit denen sie die großen Brocken zerkleinern. Pflanzliches Futter wird ungern gefressen. Kleines Futter nehmen sie nur in allergrößten Notfällen. Flockenfutter wird nicht gefressen.

Zuchtformen von Astronotus


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Astronotus ocellatus Albino

Quelle: Bild auf Wikimedia Commons
Lizenz: CC Attr. SA 3.0
Urheber: Sitron

In den USA gibt es bereits wirkliche Monsterzuchten. In Deutschland sind in der Regel nur Farbzuchten oder Wildformen erhältlich. Einfarbige Astronotus sind normalerweise Zuchtformen, auch die Albinos. Weil die Wildformen auch über sehr schnelle und deutliche Farbänderungen kommunizieren, wurde den Zuchtformen bereits ein Teil ihres Verhaltensspektrums genommen.

Dabei gibt es sehr verschiedenfarbige Wildformen. Darunter sehr auffällig gefärbte mit hohen Rot- oder Gelbanteilen. Die Grundfarbe ist eine unregelmäßige braune bis schwarze Bänderung auf lehmfarbenem Grund. Die Zahl und Farbe der Glanzschuppen ist sehr verschieden.

Gerade die Farbwechsel sind hochinteressant. Die lehmige Grundfarbe wird bei Erregung ganz hell leuchtend, die dunkle Bänderung wird gleichzeitig tiefschwarz. Die Glanzschuppen treten noch deutlicher hervor. Das sieht aus, als wäre der Fisch ein leuchtender Lampion, bei dem innen eine Kerze angezündet wurde.


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Astronotus ocellatus

Quelle: Bild auf Wikimedia Commons
Lizenz: CC Attr. SA 2.5
Urheber: André Karwath


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Astronotus ocellatus

Quelle: Bild auf Wikimedia Commons
Lizenz: CC Attr. SA 2.5
Urheber: André Karwath


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Astronotus ocellatus

Quelle: Bild auf Wikimedia Commons
Lizenz: CC Attr. SA 3.0
Urheber: Mazapura


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Astronotus ocellatus

Quelle: Bild auf Wikimedia Commons
Lizenz: CC Attr. SA 3.0
Urheber: Mazapura


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Astronotus ocellatus

Quelle: Bild auf Wikimedia Commons
Lizenz: CC Attr. SA 3.0
Urheber: Mazapura


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Astronotus ocellatus

Quelle: Bild auf Wikimedia Commons
Lizenz: CC Attr. SA 3.0
Urheber: Mazapura


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Red Tiger Oscar

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Urheber: Mkmk


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2 junge Oscars

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Lizenz: CC Attr. SA 3.0
Urheber: Prakash Chakraborty

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Pfauenaugenbuntbarsch
Systematik
Ordnung: Barschartige (Perciformes)
Unterordnung: Lippfischartige (Labroidei)
Familie: Buntbarsche (Cichlidae)
Gattung: Astronotus
Art: Pfauenaugenbuntbarsch
Wissenschaftlicher Name
Astronotus ocellatus
Agassiz, 1831

Der Pfauenaugenbuntbarsch (Astronotus ocellatus), unter Aquarianern auch Oskar genannt, ist ein imposanter Großcichlide. Häufig sieht man diesen zu den Buntbarschen zählenden Fisch in Großaquarien (Amazonasbecken) von Zoos, aber auch in der privaten Aquaristik erfreut er sich großer Beliebtheit. In Südamerika dient er als Speisefisch.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Vorkommen

Der Pfauenaugenbuntbarsch ist ein südamerikanischer Süßwasserfisch, der aus dem Amazonasgebiet stammt. Hier bewohnt er den Rio Parana, den Amazonas, den Río Ucayali, den Rio Solimões, den unteren Tocantins, den oberen Madeira- und Paraguay-Einzug, den Orinoco, den Rio Branco, Guyana und Französisch-Guayana. Des Weiteren wurde er in Florida, Mittelamerika und auf einigen Inseln Ozeaniens eingebürgert.

Diese Buntbarschart bevorzugt ruhige, stehende Gewässer, deshalb hält er sich häufig in toten Seitenarmen der Flüsse auf, welche dann nur während der Regenzeit mit den großen Strömen verbunden sind. Dort findet man ihn oft am Grund.

Insgesamt gelten die Pfauenaugenbuntbarsche als relativ robust und anpassungsfähig in Bezug auf die Wasserwerte. Die Wassertemperatur liegt in ihrem Verbreitungegebiet zwischen 22 und 27 °C, kann aber auch zeitweise auf über 30 °C ansteigen. Der pH-Wert liegt bei 6,5-7,5.

[Bearbeiten] Erscheinung

Zuchtform "Roter Oskar"

Der Pfauenaugenbuntbarsch kann eine Größe von bis zu 45 Zentimeter und ein Gewicht von ca. 1,5 kg erreichen. Dabei erlangt er aber auch einen sehr massigen Körper, wodurch er noch größer und wuchtiger erscheint.

Die durchschnittliche Größe liegt allerdings bei etwa 35 cm.

Sein Körper ist schlank und seitlich zusammengedrückt. Der Kopf ist stumpf und besitzt ein sehr großes Maul mit stark ausgeprägten Lippen. Der Unterkiefer steht vor.

Die Rückenflosse hat 11 bis 14 Hart- und 19 bis 21 Weichstrahlen, die Afterflosse drei Hart- und 15 bis 17 Weichstrahlen.

Ansicht von vorn

Der Körper des Pfauenaugenbuntbarsch weist eine dunkelgrüne bis graue Färbung auf, daneben besitzt die Stammform wolkige Flecken und Binden, die rötlich oder orange erscheinen. Bei Erregung ist der Pfauenaugenbuntbarsch in der Lage, sehr schnell seine Färbung zu verändern. In der oberen Schwanzflossenbasis und oft auch in der Rückenflosse befinden sind die orangefarben umrandeten, schwarzen Augenflecke. Diese Flecken gaben ihm auch seinen Namen (Pfauenauge, oder auch in der wissenschaftlichen Bezeichnung: "ocellatus"= (lat.) mit Äuglein).

Ein Geschlechtsunterschied ist äußerlich anhand der Form des Urogenitaltraktes erkennbar. Lediglich während der Laichzeit ist bei dem weiblichen Tier eine Genitalpapille zu sehen.

[Bearbeiten] Verhalten

Insgesamt sind Pfauenaugenbuntbarsche eher ruhige Tiere. Allerdings können sie untereinander, und auch anderen Fischen gegenüber, eine hohe Aggressivität entwickeln. Ein harmonisches Paar zeigt häufig das Verhalten des ?Synchronschwimmens?, bei dem die Fische ruhig nebeneinander her schwimmen oder einander folgen. Auch wenn sie meist eher gemütliche Tiere sind, können sie doch erstaunlich schnell beschleunigen.

?Alles was ins Maul passt, wird gefressen? gilt als Grundregel für das Zusammenleben der Pfauenaugenbuntbarsche mit anderen Fischarten. Kleinere Fische stellen einen großen Teil ihrer Nahrungsquelle dar.

In Großaquarien von Zoos werden Pfauenaugenbuntbarsche häufig mit Gabelbärten, Pacus und Großwelsen vergesellschaftet gezeigt. In privaten Aquarien wird eine Vergesellschaftung mit Heros oder Cichlasoma-Arten gern gewählt, auch Aequidens rivulatus (?Green Terror?) wird gerne genommen.

Bei der Haltung im Aquarium ist das Verhalten gegenüber dem Pfleger höchst abwechslungsreich. Die Pfauenaugen scheinen sehr intelligent zu sein, denn sie können verschiedene Personen unterscheiden. So konnte beobachtet werden, dass sie bei Fütterung durch eine fremde Person nicht einmal fressen wollten. Gegenüber vertrauten Personen werden sie sehr zutraulich, können aber auch, vor allem zur Paarungszeit, aggressiv reagieren. So kam es bereits häufiger vor, dass ein männlicher Fisch statt nach dem Futter, das ihm hingehalten wurde, nach der Hand schnappte, und dazu sogar ein gutes Stück aus dem Wasser sprang.

In Europa ist die Forschung stark an diesem Fisch interessiert, neben dem Verhalten wird auch die Sehkraft dieses Barsches untersucht. In Südamerika gelten die Pfauenaugen als beliebter Speisefisch.

[Bearbeiten] Paarungs- und Aufzuchtverhalten

Jungfisch

Die Geschlechtsreife setzt bei den Pfauenaugen bereits mit einer Größe von etwa zwölf Zentimetern ein.

Dem eigentlichen Ablaichen geht ein sehr langes Paarungsverhalten voraus, das sich bei jungen und unerfahrenen Fischen auch über Monate hinziehen kann. Zu beobachtendes Verhalten sind hierbei Zucken mit der Schwanz- oder Rückenflosse und auch das Treiben des Partners. Des Weiteren wird eine geeignete Stelle zum Ablaichen ausgesucht und von den beiden Partnern ordentlich geputzt. Dieser Platz kann eine Größe von bis zu 40*60 cm ausmachen. Auf dieser Fläche werden dann in vielen Fällen alle Pflanzen ausgerissen und Steinchen entfernt. Auch das Töten von anderen Fischen in diesem Bereich kann zur Säuberung gehören.

Zum Ablaichen wählen die Pfauenaugen gerne einen flachen Stein, manchmal wird auch eine Grube ausgehoben. Pfauenaugenbuntbarsche sind Offenbrüter. Sie betreiben gemeinsam eine intensive Brutpflege vor und nach dem Schlupf.

Die ersten Gelege umfassen etwa ein paar hundert Laichkörner, bei erfahrenen Weibchen kann die Gelegegröße bis zu 2000 Eier betragen. Die Laichkörner besitzen etwa die Größe eines Hirsekorns und zeigen eine gelbliche Färbung. Bereits nach 5 Tagen können die Jungfische frei schwimmen und Nahrung aufnehmen. Die Jungfische besitzen ein auffallendes schwarz-silbernes Schuppenkleid.

[Bearbeiten] Aquarienhaltung

Zuchtform "Tiger-Oskar"
Zuchtform "Langflossen-Oskar"

1929 wurde der Pfauenaugenbuntbarsch erstmalig nach Deutschland durch Scholze und Poetzschke eingeführt.

Vor der Anschaffung eines Pfauenaugenbuntbarsches sollte bedacht werden, wie groß dieser Fisch wird. Auch sollte nicht außer Acht gelassen werden, dass er 15 Jahre alt werden kann und so auf der Suche nach einem dauerhafterem Zuhause ist. Häufig werden Pfauenaugenbuntbarsche im Handel als Jungfische mit einer Größe von etwa 5 cm angeboten und landen häufig in kleinen 60 l Aquarien, in denen sie kaum Entwicklungsmöglichkeiten haben. Denn Fische werden zwar größer, wenn das Becken größer ist, erreichen aber auch in kleinen Becken eine bestimmte Mindestgröße. Es gibt Angaben, nach denen ein Paar bereits in einem Becken mit 300 l gehalten werden kann, andere geben an, dass es mindestens 800 l pro Fisch bedarf. Als Grundmaß sollte gelten, dass das Aquarium ein Verhältnis von 9:1 zur Fischlänge hat. Ein oft verwendetes Maß sind Aquarien mit einer Kantenlänge von 200×60×60 cm(B×T×H).

Als Bodengrund bietet sich Aquarienkies oder auch Sand an. Es sollte nur darauf geachtet werden, dass dieser Bodengrund keine scharfen Kanten aufweist, da die Fische, wenn sie das ganze Maul mit Futter vollgestopft haben, auch mal auf den Boden herabsinken, um dort zu verdauen, oder gerne auch mal Tunnel unter Einrichtungsgegenständen hindurch anlegen. Als Einrichtung empfehlen sich größere Steinaufbauten als Versteckmöglichkeiten oder Reviergrenzen. Auch Tunnelbauten werden angenommen. Immer wieder wird berichtet, dass Pfauenaugen Pflanzen in ihrem Aquarium keine Chance lassen. Pflanzen werden häufig, besonders bei der Brutvorbereitungen, ausgerissen. Wenn dies geschieht, sollte die Pflanze einfach an anderer Stelle wieder eingepflanzt werden, häufig war den Fischen die Pflanze nur an dieser Stelle im Weg.

Inzwischen sind verschiedene Zuchtformen erschienen. Besonders bekannt ist die Zuchtform des ?Roten Oskars?. Diese Zuchtform zeigt einen einheitlich kupferroten Körper. Daneben existieren auch verschiedene Albinoformen, die einen samtweiß bis gelblichen Körper aufweisen und - je nach Zuchtform - rote Streifen besitzen (Zuchtform ?Albino Tiger?).

[Bearbeiten] Ernährung

Pfauenaugenbuntbarsche gelten als sehr starke Fresser, die gerne das ganze Maul voll Futter nehmen. Großes Interesse zeigt diese Buntbarschart bei "Anflugnahrung", die auf die Wasseroberfläche geweht wird.

In freier Wildbahn ernähren sich diese Fische von Früchten und Samen, anderen Fischen, Regenwürmern, Krabben und andere Krebstieren, Insekten, kleinen Fröschen und Mollusken.

Als Futter in Aquarien bietet sich deshalb für sie großes Frostfutter wie Garnelen, Muscheln, Tintenfisch und Fischfilet an, daneben auch Insekten und Cichlidensticks. Man kann aber auch Mehlwürmer verfüttern.

[Bearbeiten] Synonyme

Für lange Zeit im 20. Jahrhundert wurden alle Astronotus der einen Art A. ocellatus zugeschrieben, bis zunächst Kullander[1] die Eigenständigkeit eines bisherigen Synonyms postulierte. Seither ist Astronotus nicht mehr monotypisch, sondern besitzt mit Astronotus crassipinnis (Heckel 1840) eine zweite Art. Als Synonyme werden jetzt noch folgende Taxa gewertet:

  • Lobotes ocellatus Agassiz in Spix & Agassiz, 1831
  • Acara compressus Cope, 1872
  • Acara hyposticta Cope, 1878
  • Astronotus orbiculatus Haseman, 1911
  • Cychla rubroocellata Jardine & Schomburgk in Schomburgk, 1843
  • Astronotus ocellatus var. zebra Pellegrin, 1904

[Bearbeiten] Literatur

  • W. E. Engelmann: Zootierhaltung - Tiere in menschlicher Obhut - Fische. Verlag Harri Deutsch, 1. Auflage, 2005
  • R. Stawikowski, U. Werner: Die Buntbarsche Amerikas I. 1998
  • W. Staeck, H. Linke,: Amerikanische Cichliden II - Große Cichliden - Ein Handbuch für Bestimmung, Pflege und Zucht. 1992
  • K. H. Lüling: Südamerikanische Fische und ihr Lebensraum. 1973
  • S. Hutchinson, C. Gsänger, G. Lehari, R. Weinberger: Die Enzyklopädie der Fische. 2008
  • G. Sterba: Süßwasserfische der Welt. 1987

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Kullander, S. O. (1986): Cichlid fishes of the Amazon River drainage of Peru. Swedish Museum of Natural History. 1-431.

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Astronotus ocellatus ? Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien


Text und Bilder der Zusatzinformation stammen aus dem Artikel Roter_Oskar der freien Enzyklopädie Wikipedia und stehen unter der GNU Free Documentation License. Die Liste der Autoren ist in der Wikipedia unter dieser Seite verfügbar, der Original-Artikel lässt sich hier bearbeiten.




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