Mehlwürmer

Datenblatt Mehlwürmer

Lateinischer Name: Tenebrio molitor
Herkunft: weltweite Verbreitung
Größe:
bis zu 18 mm
Alterserwartung: bis zu 5 Monaten
Zucht: möglich
Futter: geeignet für Amphibien, Reptilien, Nagetiere, Geflügel
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mehlwuermer
Jon GlittenbergMealworm (Tenebrio molitor)CC BY-SA 4.0

Allgemeine Informationen

Mehlwürmer sind eigentlich keine Würmer, sondern Larven von Mehlkäfern. Dieser Mehlkäfer wird bis zu 1,7 Zentimetern lang und besitzt eine längliche Form, eine schwarzbraune Färbung und 6 Beine.

Sie verfügen über in Längsrichtung geriffelte Deckflügel, die die älteren Käfer sie nicht ausbreiten, die Jungkäfer hingegen schon. Ihre unterentwickelten Unterflügel sorgen dafür, dass die Insekten nicht fliegen können. Haben sich Mehlkäfer verpuppt, sollte ihr Behältnis abgedeckt werden, um die Jungkäfer an der Flucht zu hindern.

Mehlkäfer sowie ihre Larven, die Mehlwürmer, fressen gern Brot, Mehl und Getreide. Dieses Insekt ist demnach ein Schädling, den niemand in seiner Küche vorfinden möchte. Die Mehlkäferlarven sowie der Mehlkäfer sind nachtaktive Insekten. Erstere können nicht an glatten und steilen Wänden emporklettern, um aus ihrem Behältnis zu entkommen.

Die Mehlkäferlarven werden also Mehlwürmer genannt. Sie besitzen einen Chitinpanzer. Die geschlüpften Larven sind etwa 3 Millimeter groß und von weißer Farbe. Wenn ihnen viel Futter und Wärme zukommt, wachsen sie schnell und durchleben mehrmals eine Häutung, bis sie gelblich werden. Ihre Größe beträgt fast 2 Zentimeter. Bei geringem Futterangebot und kühlen Bedingungen ist ihr Wachstum langsamer. Sie können dann fast ein Jahr Larven bleiben. Bei optimalen Bedingungen werden aus ihnen zwischen 2 und 3 Monaten Käfer.

An ihrer Kopfvorderseite befindet sich das Maul mit den beiden seitlichen Beißwerkzeugen zum Zerkleinern der Nahrung. Mit ihren Augen und Fühlern nehmen Mehlkäfer Helligkeit und Dunkelheit wahr. Der Vorderleib ist mit 6 Beinen ausgestattet, mit denen die Käfer sich recht schnell bewegen, sowie in die Erde eingraben können. Klettern ist damit aber nicht möglich.

Ausgewachsene Larven verpuppen sich und nach rund 21 Tagen schlüpfen Käfer. Sie sind zunächst hell, färben sich aber in wenigen Stunden dunkel. Sie erhalten dann auch ihren vollständigen Chitinpanzer.

Haltung

Mehlwürmer werden am besten in Kunststoffwannen untergebracht, die keinen Deckel tragen müssen, weil Mehlwürmer nicht klettern können. Die Sauerstoffzufuhr sollte ausreichend sein, weil es sonst zu Feuchtigkeitsbildung in der Kunststoffwanne kommen kann, die einen negativen Einfluss bezüglich der Lebenskraft der Mehlwürmer hat. Schlimmstenfalls bildet sich Schimmel.

Die Mehlwürmer benötigen ausreichend Platz, sodass sie nicht aufeinander liegen. Eierkartons können ihnen mehr Platz verschaffen. Eine Raumtemperatur zwischen 20 und 23 °C ist für Mehlwürmer optimal und es sind keine zusätzlichen Wärme- oder Lichtspender notwendig.

Mehlwürmer als Futtertiere benötigen Sauberkeit sowie eine gute Ernährung, da die zu fütternden Tiere schließlich gesund bleiben sollen. Ein kleines Behältnis ab 18 × 11 × 14 Zentimeter ist ausreichend. Ein größeres Marmeladenglas eignet sich ebenfalls für Mehlwürmer. Dieses benötigt aufgrund der fehlenden Kletterfähigkeit der Mehlwürmer keinen Deckel. Der Grund des Behälters wird mit einigen Zentimetern Haferflocken, Mehl, Brot, Weizenkleie oder Grieß bedeckt, worin die Würmer leben und sich davon ernähren.

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Etwa 100 Würmer haben in solch einem Behälter Platz. Der Futteranteil sollte die Mehlwürmeranzahl übersteigen, denn bei zu hohem Besatz kann Schimmel entstehen. Manchmal brauchen Mehlwürmer etwas Feuchtigkeit, die sie in Form von Salat oder Gurke bekommen. Dieses Grünfutter nehmen sie gern an.

Zucht

Die Mehlwürmer benötigen kaum Ressourcen. Diese Ausstattung reicht für den Beginn einer Mehlwurmzucht:

  • ein paar stapelbare Behälter, da Mehlwürmer verschiedene Entwicklungsstadien durchlaufen
  • Käferbox samt Abdeckung, Schlüpframpe und Siebboden
  • Brotkrümel, Haferflocken, Mehl und ähnliches als Einstreu und Futter
  • Gemüse- und Obststücke als Futter
  • Startkolonie Mehlwürmer
  • Insektensieb
  • Schaufel
  • Pinsel zum Reinigen

Mehlwürmer lieben einen ausreichend belüfteten und gleichmäßig warmen Raum. Die Zucht gelingt zwischen 20 und 23 °C sehr gut. Die Mehlwurmbehausung wird jeden Tag gereinigt und die Tiere erhalten täglich Futter. Herangereifte Larven werden stets entnommen und die bereits im Verpuppungstadium befindlichen Larven zum Nachzüchten in eine Käferbox gegeben.

Jeder Mehlwurmzüchter hat die Möglichkeit selbst ein Mehlwurmzuchtsystem zu erstellen oder ein Fertigsystem zu erwerben.

Der Lebenszyklus der Mehlkäfer wird aufrechterhalten, indem sie immer wieder gezüchtet werden. Hierzu werden die gereiften Larven herausgefiltert, damit sie verpuppen können. Die Puppen kommen dann in eine Käferbox auf die Schlüpframpe. Dort können sie sich ohne Störungen entwickeln und werden nicht von Mehlkäfern und Larven aufgefressen. Nach dem Schlupf stürzen sie auf das Gitter am Boden, wo sie ihre Eier ablegen.

Futter und Verfütterung

Mehlwürmer lieben Einstreu, bestehend aus Brotkrümeln, Mehl oder Haferflocken. Ein paar Mal in der Woche bekommen sie zusätzlich frische Gemüse- und Obststückchen, woraus sie ihre Flüssigkeit beziehen. Die Einstreumasse sowie der Kot sind regelmäßig zu entsorgen und durch neue Einstreu zu ersetzen. Die Reste sollten gleich richtig entsorgt werden, denn im Hausabfall können sich Larven befinden, die darin gedeihen.

Mehlwürmer werden den Tieren, zum Beispiel Reptilien oder Amphibien direkt als Futter angeboten und nur in für sie essbaren Mengen. Sonst können sich einige Larven im Boden des Terrariums eingraben oder sogar dessen Rückwände anfressen.

Schalen für die Wurmfütterung sind auch eine Option. Die Mehlwürmer kommen nicht aus diesem Behälter heraus und die Reptilien können fressen, wann sie wollen. Nicht gefressene Mehlwürmer bleiben darin und können später gefressen werden.

Die nachtaktiven Mehlwürmer liegen tagsüber leblos herum. Ob sie noch leben, wird durch Hochheben klar, denn dann bewegen sie sich. Leblose, sich nicht bewegende Mehlwürmer sollten nicht verfüttert werden, denn sie können tot sein und Krankheitserreger übertragen.

Nagetiere sollten die Mehlwürmer sofort töten. Sie sollten mit der Hand gefüttert werden, sodass das Nagetier zuerst deren Köpfe abbeißt, was die Nager sowieso meist machen.

Hühner picken fleißig nach Würmern und Insekten. Sie und anderes Geflügel mögen Mehlwürmer sehr, zudem sie sich zur Zähmung von scheuem Geflügel eignen. Mehlwürmer dienen außerdem als Protein- sowie Vitaminquelle und sind völlig naturbelassene Futtertiere.

Die getrockneten Mehlwürmer beinhalten sogar mehr Eiweiß als lebendige. Sie enthalten auch reichlich Fett und sollten nur maßvoll als Futter gegeben werden, zumal sonst auch Durchfallerkrankungen auftreten können.

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