Wasserwechsel im Aquarium

Wasserwechsel im Aquarium
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Unter speziellen Bedingungen können nach Wasserwechseln Probleme auftreten. Solche Einzelfälle dürfen aber nicht als Ausrede gelten, regelmäßige Wasserwechsel zu vernachlässigen.

Vergiftung durch Wasserwechsel

Fische können sich an belastetes Wasser gewöhnen, wenn die Belastung sich langsam über einen längeren Zeitraum erhöht. Bei einem plötzlichen, starken Wasserwechsel mit unbelastetem Wasser können bei solchen Fischen Vergiftungserscheinungen auftreten.

Werden z. B. Fische übernommen, die aus einem längere Zeit nicht gepflegten Aquarium stammen, sollten diese langsam eingewöhnt werden. In länger nicht gepflegten Aquarien sollten keine radikalen Wasserwechsel durchgeführt werden. Sie sollten langsam umgestellt werden. Die in den meisten Fällen zu recht empfohlenen starken Wasserwechsel können in diesen seltenen Fällen schaden und sogar zum Vergiftungstod der Fische führen.

Todesfälle nach Wasserwechsel mit fast reinem Osmosewasser


Fotos: Robert Christmann

Nach einem Wasserwechsel mit fast reinem Osmosewasser trat bei den gezeigten Halbschnäblern, Dermogenis pusillus, eine weiße Masse oder Schleim aus. Die Tiere starben direkt nach dem Wasserwechsel innerhalb weniger Minuten.Es war deutlich mehr Schleim als auf den Bildern festgehalten werden konnte.

Wenige Jahre vorher waren schon einmal Halbschnäbler nach einem Wasserwechsel mit Osmosewasser verendet. Die genaue Todesursache ist unbekannt. Möglicherweise hängt sie mit dem stark veränderten osmotischen Druck zusammen.

Ein ähnliches Phänomen trat bei der unten gezeigten Wurzel nach jedem Wasserwechsel auf, bis die Wurzel entfernt wurde. Die austretende weiße Masse wurde von Garnelen mit Vorliebe gefressen.

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Foto: Robert Christmann



2 Kommentare

  1. Kein Gewässer in der freien Natur ist klinisch rein. Gesundes Aquarienwasser lebt und soll ein Biotop voller Mikroorganismen sein. In meiner langjährigen Erfahrung mit Aquarien und der Haltung von tropischen Zierfischen konnte ich stets mehr Schaden als Nutzen mit den hochgepriesenen, wöchentlichen und grosszügigen Teilwasserwechseln beobachten. (gilt ausdrücklich nur für bepflanzte Aquarien und grosszügig dimensionierte Filter!) Nicht selten führten diese zum biologischen Chaos und Algenwuchs. Nicht zu vergessen ist auch der Stress für die Insassen des Biotops, wenn ihnen kurzzeitig das „Lebenselixir“ über den Köpfen abgesaugt wird und kurz darauf ein Wasser mit völlig anderen Eigenschaften den Organismus empfindlich stört. Beim Fischkauf ist die Wichtigkeit der Angewöhnung an ein neues Wasser jedem klar – beim Wasserwechsel offenbar nicht mehr – und der Verstand geht hier auch deshalb flöten, weil eine gefühlte Million Zierfisch-Foren dem neuen Aquarianer die Wasserwechsel-Gehirnwäsche mit Nachdruck eintrichtert….
    Ein gesundes, stabiles Ökosystem erreicht man nicht mit vielen Wasserwechseln, sondern mit einer optimierten Biosphäre. Dazu gehören im Idealfall (abhängig vom Besatz) vor allem auch Wasserpflanzen und „Putz-Kolonne“ wie z.B. Schnecken und Garnelen.
    Viele Aquarianer vergessen, dass wir ein Aquarium nicht zur Trinkwasserherstellung pflegen, sondern um unseren Haustieren ein möglichst artgerechtes Biotop erschaffen wollen – und diese leben in freier Wildbahn nicht im „Anti-Bac-Osmose-Wässerchen“. Der Amazonas wird auch nicht wöchentlich zur Hälfte geleert und mit reinem Regenwasser nachgefüllt … 🙂

    • Hallo Stefan,

      danke für deinen Beitrag – dem kann ich nur zustimmen – oftmals wird pauschal gewechselt – dies muss immer in Anlehnung an die Bepflanzung und „Besatzung“ erfolgen.

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Letzte Aktualisierung am 7.12.2018 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API