Costarica Buntbarsche
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Hinweise zur Haltung von Cichlasoma sajica

Cichlasoma sajica sind auch unter dem Namen Cryptoheros sajica bekannt. Sie werden bei optimaler Pflege 12 bis 17 Zentimeter groß. Im Aquarium bleiben sie oft kleiner. Die Männchen werden dann meist ca. 10 Zentimeter groß, die Weibchen ca. 8 Zentimeter. Ausgewachsene Tiere beanspruchen leicht ein 240 Liter Aquarium für sich alleine.

Außerhalb der Laichzeit sind sie sehr friedlich. Allerdings laichen sie fast immer. Sie erinnern darin schon fast an den Millionenfisch Guppy. Der Boden wird beim Laichen nach den Wünschen der Buntbarsche umgestaltet. Wenn sie Junge führen, haben sie silbrig-blaue Augen.

Cichlasoma sajica fressen jedes Futter.

Wenn sie vor dem Aquarium eine Bewegung bemerken, suchen sie gerne Deckung unter Unterständen aus Steinen oder Wurzeln. Besonders wenn sich jemand zwischen einer Lichtquelle und dem Aquarium befindet. Sie sind aber keine Höhlentiere.

Die Gesamthärte kann 4° dGH betragen, die Karbonathärte 4° dKH und der ph-Wert 8. Aber auch in härterem Wasser können sie gehalten und vermehrt werden.

Cichlasoma sajica können in der Brutzeit sehr aggressiv werden, auch untereinander.

Besonders bei den ersten Brutversuchen können Sajicas untereinander sehr aggressiv werden. Bei unerfahrenen Paaren wird das Männchen teilweise heftig vom Weibchen attackiert, sobald das Männchen in der Nähe der Bruthöhle ist. Genauso können Weibchen vom Männchen angegriffen werden.

Oft fressen die Männchen bei den ersten Brutversuchen die Jungen. Das Weibchen versucht das Männchen dann zwar von den Jungfischen zu vertreiben. Weil Männchen oft größer sind, geht das aber nur wenige Tage gut. Danach sind oft alle Jungfische gefressen. Auch einige überlebende Junge halten dann beim Weibchen den Mutterinstinkt nicht mehr aufrecht. Nach wenigen Tagen sind dann alle Jungen gefressen.

Die gegenseitigen Angriffe können so heftig sein, dass die Tiere sich gegenseitig die Flossen zerfetzen und ganze Schuppen aus der Seite fallen.

Wenn beide Tiere das Brutverhalten gelernt haben, übernehmen beide die Brutpflege. Sobald das Weibchen zum Fressen wegschwimmt, übernimmt das Männchen die Brutpflege. Die Jungen bleiben scheinbar durch Rütteln der Flossen bei einem bestimmten Partner. Der andere Partner hat dann einen Moment Freizeit.
Die Jungen haben so eine sehr große Überlebenschance. Von ca. 50 Fischen können ca. 49 überleben und eine Größe erreichen, bei der sie von anderen Fischen nicht mehr gefressen werden.

Nach 3 Tagen schwimmen die Jungfische mit den Eltern von der Bruthöhle weg. Alle anderen Fische werden aus der Nähe der Jungen vertrieben. Sogar ein 150 Zentimeter Becken kann für 2 Barsche mit Jungen zu eng werden.

Alle anderen Fische stehen dann unter Umständen dicht an der Wasseroberfläche verängstigt in einer Ecke. Sogar Panzerwelse sind auf dem Boden nicht mehr sicher, sondern suchen sich hoch gelegene Verstecke.

Bei den Verfolgungsjagden können sich die Sajicas selbst verletzen. Z. B. wenn sie sich zwischen Steinen usw. durchdrücken. Nach einem Bericht hat sich ein Männchen das Auge so angerissen, dass es milchig-trüb war. Der ganze Kiemendeckel und die Seiten waren aufgerissen bzw. zerfleddert.

Sie schrecken auch nicht davor zurück, die Hand des Pflegers anzugreifen. Das ist bei einem 10 Zentimeter großen Fisch zwar harmlos. Bei einem 18 Zentimeter großen Sajica kann man aber schon Angst bekommen.

Welche Fischarten können mit Cichlasoma sajica vergesellschaftet werden?

Während der Laichzeit können Cichlasoma sajica auch gegen andere, deutlich größere Buntbarsche aggressiv werden. Mit anderen mittelamerikanischen Buntbarschen sollten sie deshalb nur vergesellschaftet werden, wenn die Arten schnell getrennt werden können, sobald Probleme auftauchen.

Möglich ist eine Vergesellschaftung evtl. mit Fadenfischen, z. B. dem Mosaikfadenfisch Trichogaster leeri (1m/1w) oder dem Blauen Fadenfisch Trichogaster trichopterus (1m/1w).

Auch größere Hechtlinge als oberflächennahe Fische kommen in Frage, wenn die Wasserwerte passen.

Weil Sajicabuntbarsche ziemlich groß werden und häufig ablaichen, wird am Besten nur ein Paar mit ähnlichen Ansprüchen und Größe eingesetzt. Z. B. Grünflossenbuntbarsche oder Zebrabuntbarsche. Alle drei Arten haben ein sehr ausgeprägtes Brutpflegeverhalten und vertreiben alle anderen Fische erbarmungslos aus dem jeweiligen Revier.

Wenn nur mittelamerikanische Fische gepflegt werden sollen, kommt eventuell die Vergesellschaftung mit dem Grünflossenbuntbarsch, C. nigrofasciatum, (1m/1w) in Frage. Auf die Bepflanzung sollte dann kein großer Wert gelegt werden.

Ebenfalls aus Mittelamerika stammen die Regenbogenbuntbarsche, Herotilapia multispinosa, (1m/1w). Diese sind normalerweise auch friedlich. In der Brutzeit sind sie unerträglich, so dass hier ebenfalls eine Möglichkeit zum Umsetzen notwendig ist.

Eine weitere passende Art aus Mittelamerika ist der Zebrabuntbarsch.

Wenn auch afrikanische Buntbarsche in Frage kommen, ist evtl. eine Vergesellschaftung mit dem Purpurprachtbarsch, Pelvicachromis pulcher, (1m/1w) möglich. Das Aquarium muss dann mit Wurzeln, Höhlen usw. gut strukturiert sein, damit sich beide Arten aus dem Weg gehen können.

Hinweise zur Zucht

Wenn möglichst viele Junge großgezogen werden sollen, werden die Jungen mit Artemia-Nauplien oder mit gekochtem Eigelb gefüttert. Grüne Welsdrops von Dennerle eignen sich ausgezeichnet. Auch wenn die Jungen nicht gezielt gefüttert werden, kommen aber meistens immer noch zu viele Junge durch.

Sajicas graben Vertiefungen in den Boden um darin zu laichen. Sie laichen ebenfalls gerne in Blumentöpfen. Diese sollten 2 Mal in der Woche gewechselt werden, um darin befindliche Gelege zu entfernen. Sonst kommen alle 4 Wochen etwa 100 Jungfische.

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Informationen aus der Wikipedia (Mit externen Links)

Sajica-Buntbarsch
Systematik
Ordnung: Barschartige (Perciformes)
Unterordnung: Lippfischartige (Labroidei)
Familie: Buntbarsche (Cichlidae)
Gattung: Cichlasoma
Art: Sajica-Buntbarsch
Wissenschaftlicher Name
Cryptoheros sajica
(Bussing, 1974)

Der Sajica-Buntbarsch (Cryptoheros sajica, Syn. Cichlasoma sajica, Archocentrus sajica), unter Aquarianern auch Costa-Rica-Buntbarsch genannt, ist ein eher friedlicher Vertreter der Buntbarschfamilie aus Zentralamerika.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Vorkommen

Der Sajica-Buntbarsch ist ein zentralamerikanischer Süßwasserfisch, der aus dem südlichen Costa Rica zwischen dem Punto Mala und dem Rio-Esquinas-Becken stammt.[1]

Er stammt aus Flussbiotopen mit Steinen, Verstecken und Sandboden oder feinem Kies, in dem er wühlt. Insgesamt gilt der Sajica-Buntbarsch als relativ robust und anpassungsfähig in Bezug auf die Wasserwerte. Die Wassertemperatur liegt in ihrem Verbreitungsgebiet zwischen 22 °C und 27 °C. Der pH-Wert liegt bei 6,5?7,5.

[Bearbeiten] Erscheinung

Das Sajica-Buntbarsch-Männchen kann eine Größe von etwa 18 Zentimetern erreichen, die selten überschritten wird. Das Weibchen hingegen bleibt bei ungefähr 12 Zentimetern.

Sein Körper ist schlank und seitlich zusammengedrückt. Der Kopf ist stumpf und besitzt sehr stark ausgeprägte Lippen. Der Körper weist eine graublaue bis graue Färbung auf, daneben besitzt er dunklere Streifen und Binden. Bei Erregung ist der Sajica in der Lage, sehr schnell seine Färbung bis fast ins Schwarze zu verändern. Am unteren Kiemendeckelrand sowie an den Körperseiten und den Flossenrändern befindet sich häufig strahlend bläuliche Flecken.[2]

Ein Geschlechtsunterschied ist äußerlich deutlich erkennbar. Die Männchen besitzen im adulten Alter eine hohe Stirn und die Flossen sind rötlich gefärbt. Die Weibchen hingegen besitzen eine nur flache Stirn und die Flossen sind gelblich.

[Bearbeiten] Verhalten

Insgesamt sind Sajica-Buntbarsche eher ruhig. Untereinander und auch anderen Fischen gegenüber können sie während der Paarungszeit eine hohe Aggressivität entwickeln. Während der Paarungs- und Brutzeit könne sie den Aquarianer beim Hantieren im Aquarium angehen, was für ihren hohe Brutpflege spricht.

Mit dem Zebrabuntbarsch (Archocentrus nigrofasciatus, Syn. Cichlasoma nigrofasciatum, Cryptoheros nigrofasciatum) kommt es durchaus zu Kreuzungen, da beide sehr eng miteinander verwandt sind. Es muss also in privaten Aquarien von der Vergesellschaftung beider Arten abgesehen werden.

[Bearbeiten] Paarungs- und Aufzuchtverhalten

Dem eigentlichen Ablaichen geht ein sehr langes Balzverhalten voraus, dass sich bei jungen und unerfahrenen Fischen auch über Monate hinziehen kann. Das Männchen gräbt hierbei Gruben und untergräbt auch Aufbauten, was dem Imponieren dient. Das Weibchen nutzt manches Mal diese Stellen zum Ablaichen und die Brutstelle wird von beiden Partnern geputzt. Auf dieser Fläche werden dann in vielen Fällen alle Pflanzen ausgerissen und Steinchen entfernt. Das Revier wird von da an stark verteidigt.

Der Sajica-Buntbarsch ist ein Offenbrüter. Zum Ablaichen wählt er gerne Höhlen. Die Sajica-Buntbarsch-Paare betreiben gemeinsam eine intensive Brutpflege vor und nach dem Schlupf.[3]

Die ersten Gelege umfassen etwa 300 Eier und diese zeigen eine gelbliche Färbung. Bereits nach drei Tagen erfolgt der Schlupf. Die Larven werden immer wieder in verschiedene Gruben umgebettet. Nach fünf Tagen können die Jungfische frei schwimmen und Nahrung aufnehmen.

[Bearbeiten] Ernährung

In freier Wildbahn ernährt sich dieser Fisch von anderen Fischen, Regenwürmern, Krebstieren, Insekten, kleinen Fröschen und Weichtieren. Aber in der Aquaristik ist er auch mit Trockenfutter und Lebendfutter zufriedenzustellen. Eine abwechslungsreiche Ernährung ist ein unbedingt erforderlich.

[Bearbeiten] Aquarienhaltung

Der Sajica-Buntbarsch erfreut sich in der privaten Aquaristik großer Beliebtheit und ist häufig in Gesellschaftsaquarien mit gleich großen Fischen zu sehen. Auch der Zuchterfolg ist hoch, und inzwischen sind verschiedene Zuchtformen erschienen.

[Bearbeiten] Hinweise

  1. Zierfischverzeichnis Sajicabuntbarsch
  2. Wally Kahl, Burkard Kahl, Dieter Vogt: Kosmos-Atlas Aquarienfische. Franckh-Kosmos, Stuttgart 2003, ISBN 3-440-09476-6, Seite 198
  3. Hans J. Mayland: Süßwasser-Aquarium. Falken, Niedernhausen 1985, ISBN 3-8068-4191-8, Seite 254

[Bearbeiten] Literatur

  • William A. Bussing: Peces de las aguas continentales de Costa Rica (Freshwater Fishes of Costa Rica). Ed. de la Univ. de Costa Rica, San José 1998, ISBN 9977-67-489-2.
  • Rainer Stawikowski, Uwe Werner: Die Buntbarsche Amerikas. Band 1. Ulmer, Stuttgart 1998, ISBN 3-8001-7270-4.
  • Rüdiger Riehl, Hans A. Baensch: Aquarien-Atlas. Band 2. 9. Auflage. Mergus, Melle 2004, ISBN 3-88244-014-7.

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Sajica-Buntbarsch (Cryptoheros sajica) ? Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien


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