Otocinclus affinis Harnischwelse

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Otocinclus affinis haben nur ein sehr schmales Längsband, das nicht in die Flosse hineinreicht und keinen Schwanzwurzelfleck aufweist. Verglichen mit den anderen Arten ist der Otocinclus affinis geradezu kontrast- und farblos. Er zeigt keine kräftige braune Färbung auf dem Rücken. In der Haltung sind Otocinclus affinis heikler, weil sie keine hohen Temperaturen vertragen.

Otocinclus affinis ist eigentlich gar kein Otocinclus, sondern gehört in die Gattung Macrotocinclus.

Die Paarung von Otocinclus affinis


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Otocinclus affinis

Quelle: Bild auf Wikimedia Commons
Lizenz: CC Attr. SA 3.0
Urheber: Aleksandr Skopenko

Bei der Paarung reinigt das Weibchen eine Stelle an der Scheibe oder an einem Blatt. Das Männchen folgt stets dicht auf und putzt auf Höhe der Afterflosse. Dann dreht sich das Weibchen so zum Männchen, dass die Legeröhre über der geputzten Stelle ist. Das Männchen krümmt sich um den Kopf des Weibchens. Die Afterflosse ist vor dem Maul des Weibchens. Das Weibchen klebt ein oder zwei Eier an die geputzte Stelle. Die Tiere behalten diese Stellung ca. 10 Sekunden bei, dann schwimmen sie weiter.

Die Eier werden im ganzen Aquarium verteilt, überwiegend an Stellen mit Strömung.

In 30 Minuten wurden ca. 15 Paarungen gezählt. Die Tiere paarten sich anfangs in ca. 4 Minuten Abstand, später in weniger als 1 Minute Abstand. Die Paarungen dauern mehrere Stunden an, mit zwischenzeitlichen Pausen.

Die Eier sind milchig weiß und haben einen Durchmesser von ca. 1 Millimeter. Nach wenigen Stunden sind schon Embryos in den Eiern zu erkennen.

Manche Eier haften schlecht an der Unterlage. Besonders bei größeren Blättern sinken die Eier schnell auf den Boden.


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Otocinclus affinis

Quelle: Bild auf Wikimedia Commons
Lizenz: CC Attr. SA 3.0
Urheber: Marrabbio2

Nach ca. einem Tag sind die ersten Bewegungen der Embryos zu erkennen. Am 2. Tag nach der Eiablage schlüpfen die Jungen. Sie bleiben zuerst aber noch wo sie geschlüpft sind. Die frisch geschlüpften Jungen sind ca. 4 Millimeter und durchsichtig. Auf dem Schwanz sind senkrechte Striche, die an die Millimeter-Einteilung auf einem Lineal erinnern.

Wieder einen Tag später sind die Dottersäcke geschrumpft, und die Jungen beginnen sich entlang der Scheiben zu bewegen. Die Eltern können sich dann schon wieder oder immer noch paaren.

Nach 4 Tagen sind die Jungen schon 6 Millimeter groß. Sie schwimmen an den Scheiben entlang und putzen eifrig. Sie trauen sich dann auch schon auf den Boden. Die älteren Tiere sind dunkler gefärbt. Die Kopfform ist schon wie bei den großen Otocinclus. Die Oberseite ist gepunktet. Beidseitig am Kopf befindet sich ein dunkler Streifen und am Hinterleib sind 4 senkrechte Streifen.

Am nächsten Tag schwimmen die Jungen völlig frei durch das Aquarium. Auf Boden, Scheiben, Steinen, Wurzeln und Pflanzen wird eifrig geputzt.

Die beschriebenen Beobachtungen fanden in folgendem Umfeld statt:

  • Juwel 240l-Becken
  • Filter Eheim 2213 mit Filterschwamm und Siporax
  • 150 W Stabheizer
  • Boden grober Kies
  • Dekoration mit Flusskieseln und Wurzeln
  • Pflanzen:
    • Wasserpest
    • Hornkraut
    • Brasilianischer Wassernabel
    • Javafarn
    • Javamoos
    • Indischer Wasserwedel
    • Sagitarien
  • Temperatur: morgens 24° C, abends 25,5° C
  • Beleuchtung: 2 Stunden mit 2 x 38W Dennerle 5085
  • Wasserwerte:
    • pH-Wert 6,8
    • Karbonathärte < 3
    • Gesamthärte 6 - 10
    • Nitrit 0
    • Nitrat 10 - 25

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*Letzte Aktualisierung erfolgte am: 2018-05-26