Garnelen Krebse
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F: Vergesellschaftung Louisiana-Krebs und Garnelen?

Hallo,

jetzt hat uns auch die Wirbellosen-Sucht gepackt und wir haben unser kleines Becken (60l) in ein Garnelenbecken verwandelt. :-)

Jetzt stellen wir uns nach einiger Recherche im Internet aber die Frage, ob die Vergesellschaftung unserer Garnelen mit unseren beiden Louisiana-Flußkrebsen (Cambarellus shufeldtii) eine gute Entscheidung war!?

Der Garnelenbesatz:
3 Amanos
6 Zebragarnelen
3 Crystal Red
2 Rückenstrich-Garnelen A (Caridina/Neocaridina sp. "zeylanica")

Dazu noch:
5 Guppys (ja, ich weiß... :-), sie werden demnächst auch abgegeben)
1 Feuerschwanz-Fransenlipper

Die Frage entstand, als wir in der Artendatenbank von www.wirbellose.de lasen, dass die Krebse wohl "andere Kleintiere gleicher Größe mit großem Eifer" jagen würden. Bisher hatten wir eigentlich noch keine Verluste zu beklagen, jedoch würden wir z.B. auch gerne Garnelen nachzüchten können.

Hat jemand Erfahrungen mit der Vergesellschaftung dieses Krebses und Garnelen?

Vielen Dank im Voraus für Eure Antworten!

Viele Grüsse
Peter


Hi Peter.

>Hat jemand Erfahrungen mit der Vergesellschaftung dieses Krebses und
>Garnelen?

Du weißt schon, wie groß so ein Feuerschwanz wird und was er frißt?

<Glaskugel> Zu den Schuffels kann ich nur sagen, daß Du wohl über kurz oder lang Verluste haben wirst, außer Du hast 'ne Menge feines Gebüsch (Javamoos etc.), und dann wirst Du von den Garnelen nicht mehr allzuviel sehen. </Glaskugel>

Ausprobiert habe ich's noch nicht, aber meine (sehr flinken!) Badis- Babies überleben nur, wenn ich sie rechtzeitig rausfange.

Gruß und HTH, Jac


Hallo Roland,

> Du weißt schon, wie groß so ein Feuerschwanz wird und was er frißt?

Unser Feuerschwanz ist noch jung und noch nicht allzu groß.

> <Glaskugel>
> Zu den Schuffels kann ich nur sagen, daß Du wohl über kurz oder lang
> Verluste haben wirst, außer Du hast 'ne Menge feines Gebüsch (Javamoos
> etc.), und dann wirst Du von den Garnelen nicht mehr allzuviel sehen.
> </Glaskugel>

Bisher geht es eigentlich noch recht gut. Wir haben keine Ausfälle bei den Garnelen zu beklagen und "vollständig" sind sie bisher auch noch alle. :-)
Versteckmöglichkeiten haben sie auch reichlich. Und die nutzen sie leidlich aus. ;-)

> Ausprobiert habe ich's noch nicht, aber meine (sehr flinken!) Badis-
> Babies überleben nur, wenn ich sie rechtzeitig rausfange.

Und das ist auch unsere Sorge. Dass wir die Junggarnelen nicht rechtzeitig herausfangen können und sie somit nur als Appetithäppchen für die anderen "Insassen" dienen. Da müssen wir dann wohl einfach auf der Hut sein und schnell handeln.

Viele Grüsse!
Peter


Hallo Peter,

Ich habe Cambarellus montezumae und kleine farblose no-name Garnelen seit Jahren in einem sehr dicht besetzten 12-Liter Mini-Becken. Auf diesem engen Raum vermehren sich die Krebse am besten. Nur wenn sich die Krebse viel zu stark vermehrt haben (zu erkennen an Tieren mit fehlenden Gliedmaßen) nehme ich ein paar Tiere heraus. Die Garnelen halten sich in diesem Becken.

Ganz am Anfang hatte ich dort Tigergarnelen. Wie im Horrorfilm :( Es gab Garnelen, denen alle Gliedmaßen abgefressen wurden

http://www.cambarellus.de

Grüße, Roland


Bei mir machten sie das sogar mit den Radargarnelen. Ich wunderte mich anfangs, wo die denn ihre Beine verloren hatten ... bis ich merkte, dass die Chapalanus/Montezumae, die ich erst neu hinzubekam, erheblich brutaler als die Shufeldtii waren, mit denen es keinerlei Ärger in dieser oder anderer Hinsicht gab. Tja, dann mussten die Chapalanus umziehen ... zu einem anderen Aquarianer.


Ich habe die Shufeldtii zB in einem Becken mit Bienen, Hummeln, Rüükenstrich A, Tüpfel und Fire.Ebenso einige L144 Babies und inzwischen halbwüühsigen Simillima (maulbrütender Hexenwels).

Da gibt es keinerlei Probleme untereinander. Da sich die Shufeldtii aber gut vermehren, fange ich immer welche raus,die ich abgebe, so dass deren Bestand nicht zu gross wird. Ebenso haben sie inzwischen in mehreren anderen (Fisch-) AQs Einzug gehalten, wo sie sich zwar kaum vermehren, aber gut halten.

> 5 Guppys (ja, ich weiß... :-), sie werden demnächst auch abgegeben)

Die stellen kein Problem dar.

> 1 Feuerschwanz-Fransenlipper

Den jedoch würde ich den Minikrebsen und auch Garnelen lieber nicht zumuten.

> dass die Krebse wohl "andere Kleintiere gleicher Größe mit großem
> Eifer" jagen würden.

Das kann ich nicht bestätigen. Selbst als die besagten Welse noch sehr klein waren, gab es keine Probleme. Nach kurzer Zeit hatten sich die sehr ruhigen Simillima sogar daran gewöhnt, dass immer wieder welche von den Krebsen über sie drüber krabbeln oder auch mal drauf sitzen bleiben. Du musst aber sicherstellen, dass es C.shufeldtii sind und nicht eine der Chapalanus-Unterarten. Die gehen richtig an die Sache ran und sind recht aggressiv.Auch wenn sie auf den ersten Blick fast gleich aussehen. Das mussten zB die Radargarnelen schon bitterböse erfahren. Auch andere Tiere sind, besser gesagt, waren über die gar nicht erfreut.

> Bisher hatten wir eigentlich noch keine Verluste zu beklagen, jedoch
> würden wir z.B. auch gerne Garnelen nachzüühten können.

Liegt irgendein kleiner Fisch angeschlagen, schlafend oder anderweitig wehrlos herum, knabbern ihn die Krebse schon ab. Ähnlich sieht es wohl auch mit den sehr kleinen Jungtieren der Caridinas aus. Es kommen aber immer welche durch. Solange du keine Zucht damit aufmachen willst, klappt das aber recht gut.

Ach ja, Verstecke brauchen die Krebse schon. Gerade die eiertragenden Weibchen ziehen sich gerne zurüük.Kurze Bambusröhren mit in etwa bleistiftdickem Innendurchmesser sind ideal.


Hallo Peter..

Shufeldtiis: Sind warmgemaessigt-subtropischer Herkunft. Hab' die im unbeheizten 80cm Becken jahrelang mit Kardinalfischen bei ca. 12-29°C vergesellschaftet. Keine Ausfaelle bei schlafenden Kardinalfischen, die sich denen gegenueber dennoch als kreisender Schlafschwarm darboten, aber kein Kardinalfischnachwuchs.. Hab' mit paar Krebslein angefangen und hatte bald 30-40 Stck. Sie lieben Javamoos-Unterstaende, Hoehlen unter Wurzeln oder kuenstliche Hoehlen.Ich hatte ihnen einen Verblenderlochstein und einen Kalksandlochstein je lange ausgekocht als Krebshochhaus reingestellt. Bald waren alle Wohnungen besetzt. :-)

Nur unter Unterstaenden machen sie auch tagsueber "Party". Sie klettern zudem wie Bergsteiger an Pflanzen bis zur Wasseroberflaeche, wenn das Licht aus ist (Lichtmittagspause und abends bei Zimmerlicht). Gruenalgen lieben sie sehr,und Bodenmulm arbeiten sie leidenschaftlich durch. Ich kann diese Bonsai-Krebse quasi nur empfehlen.

Da quasi 'garnelenblind', kann ich zur Vergesellschaftung mit selbigen nichts sagen. ;-)

> 1 Feuerschwanz-Fransenlipper

Der passt m.E. nicht dazu, und wird viel zu gross.

MfG Marco


Amerkianische Flusskrebse und Garnelen.

Hi an alle Wirbellosen-Experten!

Ich bin gerade dabei mir ein Garnelenbecken einzurichten und woll mich mal erkundigen, ob sich amerikanische Flußkrebes mit meinen Hummeln vertragen. Ich hab bis jetzt nur gehört, daß ausgewachsenen Krebse gerne Fisch fressen - aber wie schauts mit einem Shrimp-Cocktail aus? :)

lg Philipp


Hallo Philip,

ich würde dir dazu nicht raten, denn deine Hummeln sind gern gesehenes Futter unter Krebsen.

Gruß, Dennis


Hallo

Danke für die Warnung - damit ist die Idee für mich gestorben :)

lg Philipp


Hallo

aufgrund ähnlicher Gedanken (Amanogarnlen + Zwergflusskrebse) habe ich mich letztendlich entschlossen, mir ein extra Aquarium (ca. 30 L) zu besorgen und darin die Krebschen zu halten. Wobei ich sogar glaube, dass die kleinen Zwergflusskrebse gar nicht an meine "großen" Amanogarnelen 'rangehen würden. Aber testen möchte ich es auch nicht.

Gruß, Dennis


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