Marmorgarnele

Neocaridina palmata bosensis

Aussehen

Das Aussehen der Marmorgarnelen ( Neocaridina palmata bosensis )variiert unter den Tieren und den Geschlechtern. Es gibt Farbzeichnungen in Rot, Grün, Blau, Braun bis hin zu Schwarz. Typisch sind dunkle Flecken, die sich über den Körper verteilen. Manche Exemplare erscheinen hell gefärbt oder transparent gemustert.

Die Farben der Weibchen sind kräftiger als von den Männchen. Außerdem haben sie einen markanten Rückenstrich. Die erwachsenen und trächtigen Tiere tragen bei Fruchtbarkeit einen hellen Nackenfleck. Am Bauch besitzen sie ausladende Taschen.

Im Vergleich zu ihren männlichen Artgenossen sind die weiblichen Garnelen deutlich größer. Sie erreichen eine Größe von bis zu 30 mm, während die männlichen Tiere nur 25 mm groß werden.

Grau-braune Marmorgarnele im Aquarium
DirkBlankenhaus, Neocaridina-palmata, CC BY-SA 3.0

Haltung

Grundsätzlich gelten Marmorgarnelen als umgängliche und leicht zu haltende Aquariumbewohner. Dennoch benötigt eine artgerechte Haltung einige wichtige Kriterien:

Für das Wohlbefinden der Garnelen sollte das Aquariumbecken ein Volumen von mindestens 20 l haben. Diese Voraussetzung unterstützt zum einen die Vermehrungsfreude der Tiere, zum anderen ihre Bewegungsfreude. Garnelen nutzen gerne ihre langen Beine und laufen rasch durchs Becken. Die idealen Wassertemperaturen messen zwischen 20°- 28° Celsius und besitzen einen ph- Wert von 7- 8. Die richtige Einrichtung besteht vor allem aus einer natürlichen Gestaltung. Geeignet sind Moose, Algen und feinfiedrigen Pflanzen, aber auch Steine. Die Pflanzen gewährleisten den Garnelen einen Rückzugsort und dienen als schützenden Unterschlupf. Gleichzeitig sind sie eine bevorzugte Nahrung. Der Untergrund sollte feinkörnig sein.

Marmorgarnelen gelten als gesellige und verträgliche Wasserbewohner. Sie leben gerne in überschaubaren Gruppen und sollten niemals alleine, sondern immer mit anderen Garnelen oder verträglichen Mitbewohnern zusammenleben. Dabei ist es wichtig, dass die Tiere nicht überfordert werden und möglichen Stress aus dem Weg gehen können.

Tipp: Marmorgarnelen nehmen je nach Umgebung gerne eine transparente und unscheinbare Erscheinung an. Um einen optischen Kontrast im Becken zu erreichen, helfen ein dunkler Boden und ausreichend Pflanzen.

Ernährung

Marmorgarnelen gelten als Allesfresser und grasen gerne am Beckenboden. Sie suchen ihn nach pflanzlichen und tierischen Futterresten ab. Da sie Algen und junge Pflanzen bevorzugen, brauchen sie einen hohen Anteil an pflanzlichen Bestandteilen.

Generell setzt sich die richtige Ernährung aus Futtermitteln für omnivore Garnelen zusammen. Neben dem selbst hergestellten Futter bietet der Handel ausreichend Garnelenfutter an:

  • Frost- und Lebendfutter ( beispielsweise Mückenlarven)
  • Futter als Flocken- und Granulat
  • Algen in Form von Spirulina- Pulver
  • Futtermischungen in Form von Bodentabletten

Die richtige Nahrung ist für eine gelungene Häutung der Garnelen notwendig. Sie darf nicht zu proteinhaltig sein! Es ist wichtig auf Zusammensetzung und Dosierung des Futters und achten, besonders bei jungen Garnelen.

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Zucht

Ähnlich der Haltung der Marmorgarnelen beweist sich auch die Zucht als sehr einfach. Dieser Garnelenart zählt zum spezialisierten Fortpflanzungstyp. Sie bringt rasch eine große Anzahl an Nachkommen hervor.

Erfolgt die Haltung in einer großen Gruppe, gelingt die zielgerichtete Zucht der Tiere und die Anzahl ist im Aquarium besser zu regulieren. In der Regel findet die Fortpflanzung ungefähr alle 1,5 Monate statt. Die noch unbefruchteten Eier sitzen dicht gedrängt im Nacken der weiblichen Tiere. Nachdem diese ausgereift sind, häutet sich das Weibchen. Es erfolgt die Paarung der Garnelen und die Befruchtung des Geleges. Anschließend gelangen die befruchteten Eier unter den Hinterleib. Dort reifen sie noch 3 – 4 Wochen reifen. In dieser Zeit betreibt die männlichen Garnele rege Brutpflege und entfernt unbefruchtete oder abgestorbene Eier.

Nach dem Schlüpfen können 30- 50 Jungtiere auf einmal das Becken bevölkern. Die jungen Garnelen entwickelt sich sofort selbstständig von ihren Elterntieren. Da ihr Panzer nicht mit dem Körper mitwächst, häuten sie sich mehrfach während Wachstumsphase. Bei der Entwicklung können Abweichungen im Farbvergleich zu den Eltern entstehen.

Damit die neuen Bewohner ungestört wachsen können, benötigen sie ausreichend Schutz vor Fressfeinden und gefährlichen Filtern im Becken. Schon nach etwa 3–4 Monaten sind die Nachkommen bereit, sich ebenfalls fortzupflanzen.

Vergesellschaftung

Da Marmorgarnelen als unscheinbar, ausgeglichen und sehr gesellig gelten, sind sie hervorragend mit anderen Aquariumbewohnern zusammenzuhalten. Vor allem

ihr oftmals unscheinbares Äußeres, kann den Aquariumbetreiber dazu abregen, die Garnelenart mit farbigeren Arten zusammenzubringen. Zum Schutz der eigentliche Genetik, sollte jedoch eine Vergesellschaftung mit anderen Neocaridina- Arten nach Möglichkeit vermieden werden. Dazu sind die Arten voneinander getrennt zu halten. Als Mitbewohner eignen sich besonders die eigene Spezies sowie auch friedliebende, kleine Fische und Schnecken.

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