Spiegelkarpfen

Datenblatt Spiegelkarpfen

Lateinischer Name: Cyprinus carpio
Handelsname: Spiegelkarpfen
Ordnungsname: Karpfenartige (Cypriniformes)
Familie:
Karpfenfische (Cyprinidae)
Gattung:
Cyprinus
Herkunft: Europa ohne Skandinavien
Größe in cm:
35 bis 50
Teichgröße
Länge und Breite (cm): ab 200
Inhalt in Litern:
ab 5000
Wasserwerte
Temperatur: 4 bis 32 °C
pH:
6 bis 8
KH:
ab 4
Verhalten/Besatz
Bereich: unterer Bereich
Futter: Allesfresser, Lebendfutter (Insektenlarven, Würmer, Schnecken, Kleinkrebse), Wasserpflanzen (Wasserlinsen, Wasserpest, Hornkraut), Karpfenfutter
Verhalten: Schwarmfisch, friedlich
Anzahl: ab 5 Tiere
Lebenserwartung:
bis 50 Jahre
Vergesellschaftung:
ja
Schwierigkeitsgrad: Anfängerfisch
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Viva la carpa! Als die Mafia den Aischgründer Spiegelkarpfen haben...
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spiegekarpfen
Dezidor, Cyprinus carpio, CC BY-SA 3.0

Allgemeine Einleitung

Dieser überaus beliebte Speisefisch wurde von den Römern und Griechen in Europa eingeführt. Die Wildform stammt aus den Zuflüssen des Schwarzen Meeres und des Aralsees.

Bereits in der Antike wurden die Fische in speziellen Teichen gehalten und gezüchtet. Schnell verbreiteten sie sich über ganz Europa. In manchen Wildgewässern werden die Tiere als invasive Art geführt. Sie bedrohen durch ihr Fressverhalten das Ökosystem und die dort heimische Fische.

Die Karpfen werden häufig in Baggerseen, Teichen oder in langsam strömende Flussbereiche ausgesetzt. Teilweise dringen sie bis in die Brackwasserbereiche dieser Flüsse vor.

Spiegelkarpfen sind ebenfalls als Königskarpfen bekannt.

Aussehen

Als typische Karpfen haben die Tiere einen hohen Rücken. Bei der Zuchtform ist der Körper gedrungener und fülliger als bei der Wildform. Auf dem Kopf haben sie einen Buckel.

Auffällig ist sein großes endständiges Maul, das er rüsselartig hervorstülpen kann. Das Maul ist, wie bei allen Karpfen, zahnlos. Die Fische haben drei Reihen backenzahnähnliche, kräftige Schlundzähne.

An der Oberlippe befinden sich seitlich zwei Paar Barteln. Das vordere Bartelpaar ist kürzer. Die Augen sind klein. An den Flanken findet sich eine durchgehende Seitenlinie.

Die Fische sind an den Seiten goldgelb bis bräunlich gefärbt. Ihr Bauch ist ebenfalls goldgelb oder weiß. Der Rücken ist schwarzgrün bis graugrün. Eine tief gegabelte Schwanzflosse, dazu eine lange, hohe Rückenflosse lassen eindeutig den Karpfen erkennen.

Die Besonderheit, die den Spiegelkarpfen zum Spiegelkarpfen macht, sind seine Schuppen. Die Tiere haben nur wenige große Schuppen. Sie sitzen vor allem an den Flossenansätzen oder in einer Reihe am Rücken. Die Seiten sind schuppenlos.

Verhalten

Die Tiere durchwühlen eifrig den Boden des Teiches nach Nahrung. Sie fressen alles, was sie an Kleinlebewesen finden und vergreifen sich ebenfalls an Wasserpflanzen. Dabei stehen sie kopfüber über dem Grund.

Wie viel die Fische fressen und wie schnell sie wachsen, hängt von der Wassertemperatur ab. Das meiste Futter nehmen sie bei 20 bis 25 °C auf und wachsen entsprechend.

Sinkt die Temperatur im Herbst unter 8 °C, fressen sie so gut wie nichts mehr. Sie bereiten sich auf ihre Winterruhe vor. Dann brauchen sie nicht mehr gefüttert zu werden. Sie überwintern in den unteren eisfreien Bereichen.

Teich

An die Wasserwerte stellen die Tiere keine besonderen Ansprüche. Der Teichboden sollte weich sein. Das kommt ihrer Ernährungsweise entgegen. Die Fische fühlen sich in Teichen mit teilweiser, üppiger Randbepflanzung am wohlsten. Die Pflanzen müssen von Zeit zu Zeit erneuert, bzw. ersetzt werden.

Durch das ständige Gründeln und die doch beträchtlichen Ausscheidungen wird das Teichwasser schnell trüb und Algen können sich breit machen. Eine starke Filteranlage verhindert das.

Der Teich muss in ausreichend großen Bereichen mindestens 140 cm tief sein. Das gewährleistet, dass das Wasser dort nicht bis zum Grund durchfriert. Dorthin ziehen sich die Tiere im Winter zurück. Ein Eisfreihalter sorgt für den nötigen Sauerstoff.

Geschlechtsunterschiede

In der Paarungszeit sind die Männchen am Laichausschlag zu erkennen.

Ernähren sich die Tiere ausschließlich mit natürlichem Futter, haben die Männchen einen ockerfarbenen Bauch und ockerfarbene Schwanz- und Afterflossen. Bekommen die Fische Karpfenfutter, verschwindet diese Färbung.

Zucht

Die Männchen werden mit 2 bis 3 Jahren geschlechtsreif, die Weibchen mit 3 bis 4 Jahren. Steigt die Wassertemperatur im Frühjahr auf 20 °C, kommen die Karpfen in Laichstimmung. Das passiert von Mai bis Juni/Juli.

Die Fische begeben sich in warme, flache Bereiche mit dichter Bepflanzung. Fehlen solche Gebiete im Teich, wird es mit der Nachzucht nicht klappen. Die Karpfen sind Haftlaicher oder Krautlaicher. Im Balzspiel treibt das Männchen das Weibchen vor sich her.

Die Partner synchronisieren so ihre Laichbereitschaft. Anschließend stimuliert das Männchen das Weibchen zur Eiablage. Er stößt ihr mehrmals mit dem Maul in die Flanke. Die Eier werden vom Männchen im Wasser befruchtet. Sie sinken herunter und bleiben an Pflanzen oder Steinen haften. Würden sie in den schlammigen Boden fallen, würden die Jungen ersticken.

Die Eltern kümmern sich nicht um das Gelege, die Brut bleibt sich selbst überlassen. Ein Weibchen kann bis zu 1 Million Eier legen. Je nach Wassertemperatur schlüpfen die Larven nach 3 bis 8 Tagen.

Aufzucht

Ist der Dottersack aufgebraucht, ernähren sich die Winzlinge von Zooplankton und Pflanzensamen. Anfangs bevorzugen sie kleine Rädertierchen, später Kleinkrebse und Larven.

Vergesellschaftung

Spiegelkarpfen können mit anderen friedlichen Fischen vergesellschaftet werden.

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