Graskarpfen

Datenblatt Graskarpfen

Lateinischer Name: Ctenopharyngodon idella
Handelsname: Graskarpfen
Ordnungsname: Karpfenartige (Cypriniformes)
Familie:
Xenocyprididae
Gattung:
Ctenopharyngodon
Herkunft: China
Größe in cm:
80 bis 120 cm
Teichgröße
Länge und Breite (cm): 4 Meter lang, 2 Meter breit
Inhalt in Litern:
10.000 Liter
Wasserwerte
Temperatur: 22 und 26 °C
pH: 6 bis 8, optimal um 7
GH: 8 und 12 dH
KH: ab 4°
Verhalten/Besatz
Bereich: im freien Wasser
Futter: Fadenalgen, Wasserpflanzen, Wasserlinsen, Entengrütze, Hornkraut, Wasserpest, Salat und Gras
Verhalten: Schwarmfisch
Anzahl: 1 bis 2
Lebenserwartung:
20 Jahre
Vergesellschaftung:
ja
Schwierigkeitsgrad: Fortgeschritten
Karpfen: Mehr Fisch, weniger Technik
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graskarpfen
Engbretson, Eric, Grass Carp, als gemeinfrei gekennzeichnet, Details auf Wikimedia Commons

Allgemeine Einleitung

Der Ctenopharyngodon idella ist auch unter den Namen Weißer Amur, Grasfisch oder Chinakarpfen bekannt und gehört zu der Gattung Ctenopharyngodon. Der Graskarpfen ist seit Jahrhunderten in China als Glücksfisch bekannt. Dort lebt er vor allem in Flüssen und Seen.

Die natürlichen Bestände sind heute nicht mehr auszumachen, da der Graskarpfen von den Menschen in sehr viele Gewässer künstlich eingesetzt worden ist. In Europa und Amerika wurde er vor allem zur Bekämpfung von Wasserpflanzen eingesetzt, da er in der Lage ist, große Mengen an Pflanzen zu fressen.

Am wohlsten fühlen sich die Fische bei Wassertemperaturen um die 22 bis 26 Grad Celsius. Wenn die Temperatur unter 10 Grad Celsius fällt, geht der Fisch in eine Winterruhe. Dann hält er sich am Boden auf und frisst kaum noch.

Damit die Karpfen überwintern können, muss der Teich eine ausreichende Tiefe haben. Ein Teich mit Fischen darf nie komplett frieren. Die benötigte Tiefe variiert je nach Region. In Deutschland beträgt die Tiefe jedoch mindestens 100 cm.

Generell mögen die Karpfen es jedoch warm, darum ist es sinnvoll, den Teich im Winter zu heizen. Der Graskarpfen verträgt zwar die tieferen Temperaturen, aber er fühlt sich nicht sonderlich wohl.

Auffallend ist der lang gestreckte Körper mit der stumpfen Schnauze und dem großen Maul ohne Bartfäden. An der Bauseite ist der Fisch leicht abgerundet. Die Schuppen schillern und sind recht groß. Zudem haben sie eine dunkle Umrandung.

Farblich sind die Karpfen vorwiegend dunkelgrün. Daher stammt auch der Name Grasfisch oder Graskarpfen. Die Seiten und der Bauch sind deutlich heller als der Rücken.

Geschlechtsunterschiede

Die Geschlechter sind rein optisch schwer zu unterscheiden. Oftmals sind die Männchen glänzender und etwas kleiner als die Weibchen, die eher unauffällig wirken. Dazu kommt, dass die Fische erst recht spät geschlechtsreif werden. Bei Jungfischen ist die Unterscheidung anhand der Optik nicht wirklich zuverlässig.

Die Zucht von Graskarpfen

Die Zucht von Graskarpfen ist nicht so einfach. Die Tiere werden frühstens mit 4 Jahren geschlechtsreif. In kühleren Regionen kann man teilweise 8 Jahre warten, bis die Fische sich fortpflanzen. Die Graskarpfen legen ihre Gelege in den Kies.

Aus diesem Grund sollte der Untergrund speziell vorbereitet werden. Die Weibchen legen die Eier nur, wenn das Wasser zwischen 27 und 29 Grad Celsius warm ist. Die Brutdauer variiert je nach Temperatur zwischen 30 und 40 Stunden.

Aufzucht der Jungfische

Die Jungfische sind im Gegensatz zu vielen erwachsenen Exemplaren keine reinen Pflanzenfresser. Ihr Darm ist anfangs noch zu kurz, um Pflanzen zu verdauen. Aus diesem Grund fressen die Jungfische vorwiegend andere kleine Tiere wie Wasserflöhe und Insekten.

Wenn die Fische sechs Zentimeter groß sind, steigen sie auf eine pflanzliche Ernährung um.

Vergesellschaftung

Graskarpfen sind recht friedliche Tiere. Aus diesem Grund können sie mit allen gewöhnlichen Teichfischen zusammen gehalten werden. Am besten verstehen sie sich aber mit Artgenossen.

Warum versuchen Graskarpfen aus dem Teich zu springen?

Wenn man sieht, dass die Fische aus dem Wasser springen, dann ist dies ein klarer Fall von Sauerstoffmangel. Karpfen benötigen sehr viel Sauerstoff zum Atmen. Fehlt es an Sauerstoff, passiert es oft, dass die Fische springen, um nach Luft zu schnappen.

Dabei landen sie dann manchmal auf dem Trockenen, was oft nicht gut ausgeht. Um diesem Problem vorzubeugen, sollte man eine Luftpumpe, einen Springbrunnen oder einen Wasserfall installieren. Manchmal springen Karpfen auch, um die Kiemen zu reinigen, wenn sie Ungeziefer haben.

Wie viel Futter benötigen Graskarpfen?

Graskarpfen sind Vielfresser. Sie benötigen ihr eigenes Körpergewicht an Nahrung. Bei so großen Mengen wird das natürliche Futter im Teich schnell knapp. Wenn man keinen riesigen Naturteich besitzt, muss man also kräftig füttern.

Bevorzugt werden weiche Wasserpflanzen und Algen, aber auch Gras ist mal in Ordnung. Daher sollte man in einem normalen Teich nur zwei Graskarpfen halten.

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