Grüne Schwebealgen Foto: Andreas Menke

Schwebealgen schwimmen im freien Wasser und führen zu einer deutlichen Trübung des Wassers. Es kommen grüne und weiße Schwebealgen vor. Die weißen Schwebealgen sind keine echten Algen sondern Bakterien, deshalb spricht man in diesem Fall auch von einer Bakterientrübung. Die grüne Schwebealge wird von einzelligen Grünalgen der Gattung Volvox verursacht.

Ursachen von Schwebealgen

Bakterientrübungen treten oft nach der Neueinrichtung eines Aquariums in der so genannten Einfahrzeit auf. In dieser Zeit entwickeln sich die für die Stoffwechselvorgänge im Aquarium wichtigen Bakterien. Da noch nicht alle Vorgänge im Aquarium aufeinander abgestimmt sind, können sich einige Bakterien teilweise explosionsartig vermehren. Hat sich im Aquarium ein Gleichgewicht der Stoffwechselvorgänge eingestellt, verschwindet die Trübung in der Regel wieder.

Grüne Schwebealgen entwickeln sich, wenn zu viele Nährstoffe und viel Licht vorhanden sind. Durch Reduzierung einer der beiden Faktoren wird die Algenblüte eingedämmt.

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Gegenmaßnahmen gegen grüne Schwebealgen

Aquarium abdunkeln

Grüne Schwebealgen Foto: Andreas Menke

Am Morgen werden die Fische noch einmal gefüttert. Dann wird ein Wasserwechsel durchgeführt, bei dem zwischen 50 und 70 % des Wassers ausgetauscht werden. Anschließend wird das Aquarium verdunkelt, indem z. B. eine Decke darüber gelegt wird.

Die Beleuchtung wird abgestellt. Nach 3 bis 5 Tagen wird die Abdeckung entfernt und das Licht wieder eingeschaltet. Während der Verdunklung werden die Fische nicht gefüttert.

Das Becken muss in der Zeit völlig dunkel bleiben. Nach der Verdunklung wird der Filter gereinigt und wieder ein kräftiger Wasserwechsel vorgenommen, um die abgetöteten Algen aus dem Aquarium zu entfernen.

UV-Klärer verwenden

Schwebealgen werden durch UV-Strahlung abgetötet. Falls kein Außenfilter vorhanden ist, an den der UV-Strahler angeschlossen werden kann, kann zur Umwälzung des Wassers eine einfache Kreiselpumpe verwendet werden.

Da UV-Klärer auch andere im Wasser schwebende Mikroorganismen abtöten und die Düngung beeinflussen, sollten sie nur zeitweise und mit Bedacht eingesetzt werden.

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Kräftige und häufige Wasserwechsel

Bei dieser Methode wird an mehreren Tagen hintereinander bis zu 90 % des Wassers gewechselt bis keine neuen Schwebealgen mehr auftreten.

Fressfeinde einsetzen

Wasserflöhe und Hüpferlinge fressen Schwebealgen. Es ist allerdings zu beachten, dass Wasserflöhe und Hüpferlinge ein willkommenes Futter für Fische sind. Es muss also eine immer wieder eine große Menge eingesetzt werden oder das Wasser durch einen besonderen Behälter geleitet werden, in dem nur die Wasserflöhe, aber keine Fische sind. Der Filter sollte in dieser Zeit abgestellt werden, oder benötigt ein feinmaschiges Netz als Vorfilter, da die Wasserflöhe sonst in den Filter gesaugt werden. Alternativ lässt man den Filter ohne Filtermaterial nur als Umwälzpumpe laufen.

Über Torf filtern

Nach einem Bericht vertragen Schwebealgen leicht saures Wasser nicht. Durch Filterung über Torf kann das Wasser leicht angesäuert werden, wenn die Ansprüche der gepflegten Fische das zulassen.

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2 Kommentare

  1. Habe mir meinen kleinen selbstgebauten mulmsauger genommen den ich aus einer 100ml
    Plastikflaschen gemacht hab.

    2 kleine klammern aus Kunststoff wie man sie in jedem Baumarkt findet.

    Ein bisschen herkömmlichen dünnen luftschlauch.

    Mehrere Packungen Taschentücher und

    ein Luft Regelventil.

    Schlauch ins Aquarium hängen mit einer Klammer befestigen.
    Regelventil ans andere Ende.
    Mehrere lagen Taschentücher übereinander legen und zu so kleinen rechtecken schneiden das sie wenn das luftregelventil darin eingewickelt ist noch in die kleine Flasche reinpassen. (Durch den Boden natürlich da es ja ein mulmsauger ist dem der Boden entfernt wurde)

    Diese „filter“ flasche dann mit der anderen Klammer innerhalb eines Eimers am eimerrand befestigen und dann wasser ansaugen.

    Den Wasserdurchfluss mit dem Ventil so regulieren das Wasser nicht aufsteigt und die Flasche nicht komplett füllt sondern die Taschentücher nur nass macht und locker unten raus tropft/läuft. Ventil in die tücher einpacken, das ganze in die Flasche schieben und los geht’s.

    Nach kurzer Zeit wird man schon die schöne dunkle Grünfärbung der tücher sehn.

    Wer nicht dauernd den Eimer leeren will und den siphon neu starten will der nimmt noch nen Schlauch und hängt den vom eimer in ne kleinere kanne. Wenn die dann genügend gefüllt ist quetscht man den Schlauch ab, hängt ihn in den eimer unter Wasser und füllt das gefilterte Wasser ins Becken. Dann wieder Schlauch abquetschen, aus dem Eimer in die kanne hängen, loslassen, und das Wasser sollte automatisch wieder fließen.

    Dazu reduziere ich noch das Licht um 50% (schalte 1 Lampe ganz ab) UND verkürze noch die beleuchtungszeit (der zweiten lampe) um 30%

    Nach ca. 24 Stunden filtern war das Wasser schon augenscheinlich um 500% klarer. Man konnte vorher nicht mal bis zur Rückwand sehen (30cm tief) jetzt sieht man sogar wieder die dünnen Moose ganz hinten. Bisschen milchig ist es noch ABER:

    Am Anfang stellt sich natürlich schnell eine Besserung ein aber je länger man filtert desto mehr verdünnt man das ganze ja. Deshalb dauert das dann umso länger die selbe Menge erneut heraus zu filtern. Deshalb nicht direkt aufhören Wenn’s einigermaßen klar ist. Das ganze noch mindestens 3 – 4 Tage weiter machen mit dem filtern. Die tücher werden ganz sichr wieder grün werden auch wenn ihr denkt das wasser wäre jetzt klar.Nicht zu große Mengen auf einmal filtern sonst läuft das Aquarium zu leer und ihr killt eure Bakterien. Wasserwechsel nicht zu groß und zu häufig während dem filten sonst bringt ihr nur neue Nährstoffe rein. Klareres Wasser= tiefere Licht Durchdringung = besserer, schnellerer pflanzenwuchs. Die noch im Wasser befindlichen Nährstoffe sollten von den pflanzen trotz reduzierter Lichtleistung jetzt schneller verarbeitet werden.

    Weniger füttern

    Weniger Licht

    Durch Taschentücher oder anderes feinstes Material filtern.

    Vielleicht ein wenig SCHNELL wachsende (Schwimm)pflanzen wie Wasserpest oder hornkraut die man einfach und schnell entfernen kann. Die puffern nährstoffpeaks ganz gut weg

  2. Noch ein tip gegen grünes Wasser der gleichzeitig für Fischfutter sorgt. Gefäß neben das Aquarium stellen und so von der höhe einstellen das ein Schlauch der als siphon dient das Gefäß nicht zum überlaufen bringen kann. Ein paar wasserflöhe rein und ein paar Schnecken die die Häute fressen. Die Flöhe klären das Wasser. Gefäß höher stellen oder anheben sodass das Wasser wieder ins Aquarium fließen kann. Gefäß abstellen und es füllt sich automatisch wieder mit grünem Aquariumwasser das dann wieder gereinigt wird. Ein kleines luftregelventil sorgt dafür das die großen Wasserflöhe nicht durch den Schlauch ins Aquarium gewogen werden. Ein paar kleine schaffen es durch das Ventil werden aber schnell gefressen das die Fische sofort lernen. Wera automatisch haben will der nutzt ne kleine Pumpe, stellt das Gefäß höher und sorg für einen Überlauf zurück ins Aquarium.

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Letzte Aktualisierung am 10.04.2020 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API