Flossenfäule
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Die Angaben auf diesen Seiten dienen ausschließlich als erste Anhaltspunkte, um bei Beratungsstellen und Tierärzten gesicherte Diagnosen und Behandlungsmethoden zu erfragen. Trotz größter Sorgfalt kann keine Verantwortung für die Richtigkeit von Diagnosen, Behandlungsvorschlägen und Tipps übernommen werden.

Symptome

Äußere Symptome

  • Flossenränder sehen milchig weiß aus.
  • Flossen fransen aus.
  • Flossen bekommen Löcher.
  • Flossenbasis ist entzündet (rot).

Verhalten

  • Fische scheuern sich.
  • Fische werden apathisch.

Innere Symptome

Fotos

Ein Klick auf ein Foto zeigt das ganze Bild, soweit vorhanden.


Fotos: Jenni Daus

Roter von Rio mit Flossenfäule und Glotzaugen. Die Fische litten vermutlich an einer inneren bakteriellen Infektion. Als Nebenwirkungen traten Flossenfäule und Glotzaugen auf.



Foto: Katrin Hubrich

Kampffischweibchen mit Flossenfäule an der Hinterflosse. Eine Behandlung mit dem Breitbandmittel Tetra General Tonic brachte keine Besserung.



Fotos: Gerhard / Scherah

Guppies mit starker Flossenfäule. Die Ränder der Flossen sind teilweise rot entzündet.



Fotos: Jörg / Shaky

Kakaduzwergbuntbarsch mit starker bakterieller Infektion. Die Flossen sind von Flossenfäule stark angegriffen. Die gleichzeitig abstehenden Schuppen und der etwas aufgetriebene Bauch deuten auf infektöse Bauchwassersucht hin.



Foto: Alex

Corydoras trilineatus mit Flossenfäule aufgrund einer bakteriellen Infektion. Die Pfeile im großen Bild zeigen die Stellen, an denen die Flossen zerstört sind.



Fotos: Michaela

Rot-Blauer Kolumbianer mit starker Flossenfäule



Foto: Christian Hippeli

Platy mit starker Flossenfäule, besonders an der Brustflosse sichtbar. Die grünen Fäden auf dem Bild sind Fadenalgen.



Foto: Nina Heit

Guppy-Weibchen mit Flossenfäule



Foto: Nils Grothaus

Kampffisch-Männchen mit sehr starker Flossenfäule

Kurzinformationen

Hauptsymptome: Flossen sehen zerfranst aus.
Ursachen: Bakterien, die sich stark vermehren, meistens durch mangelnde Wasserhygiene oder gestresste Fische
Heilbarkeit: Bei rechtzeitiger Diagnose leicht heilbar
Behandlung: Viele Wasserwechsel, Heilmittel

Ursachen

Das Auftreten von Flossenfäule weist bis auf wenige Ausnahmen immer auf ungünstige Haltungsbedingungen oder besondere Stressfaktoren hin. Zwar ist Flossenfäule eine bakterielle Erkrankung, die Erreger kommen jedoch in jedem Wasser vor und stellen für artgerecht gehaltene Fische keinerlei Gefahr dar. Die Erreger der Flossenfäule sind Bakterien der Gattungen Aeromonas, Pseudomonas und Vibrio.

Die Flossenfäule wird deshalb auch bakterielle Flossenfäule genannt. Nur bei geschwächten Fischen können die Erreger Schäden verursachen. Die Erkrankung beginnt meist an den Flossenrändern und wandert von dort immer weiter auf den Körper zu. Teilweise entstehen Löcher in den Flossen. Besonders anfällig für Flossenfäule sind Fischarten mit Schleierflossen. Gefährlich wird die Flossenfäule, wenn sie auf nicht nachwachsende Flossenteile (Flossenwurzel) oder den Körper übergreift.

Flossenfäule tritt ebenfalls zusammen mit anderen, oft auch bakteriellen, Erkrankungen auf, durch die das Immunsystem der Fische geschwächt wird.

Häufig befallen Pilze die Flossen, die durch Flossenfäule geschädigt sind. Der milchig-weiße Rand der befallenen Flossen wird durch Bakterien und Pilze verursacht.

Behandlungsvorschläge

Flossenfäule kann frühzeitig erkannt und erfolgreich behandelt werden. In leichten Fällen reicht zur Heilung meist die Verbesserung der Haltungsbedingungen. Erfahrungsgemäß tritt Flossenfäule häufig in Aquarien auf, deren Wasser durch Überbesatz oder zu wenig Wasserwechsel belastet ist. Bei Verdacht auf Flossenfäule kann die Ursache meistens durch Messen des Nitritwertes schnell ermittelt werden.

Häufige Wasserwechsel, bis kein Nitritwert mehr nachweisbar ist, und Fütterung von vitaminreicher Nahrung beenden in den meisten Fällen die Erkrankung schnell und lassen die Flossen rasch nachwachsen.

Salzbäder und eine Temperaturerhöhung können gegen die gleichzeitige Pilzinfektion eingesetzt werden.

In schwierigeren Fällen sollte man auf die im Zoohandel erhältlichen Heilmittel zurückgreifen, die speziell zur Behandlung der Flossenfäule angeboten werden. Bei größeren Flossen können die befallenen Stellen vorsichtig abgeschnitten werden. Auf keinen Fall darf dabei die Flossenwurzel verletzt werden. Da mit dem Abschneiden die Gefahr einer weiteren Infektion verbunden ist, muss so steril wie möglich gearbeitet werden. Nach dem Tierschutzgesetz dürfen solche Eingriffe nur vom Tierarzt vorgenommen werden.

Nur in besonders schweren Fällen, wenn Flossenwurzel oder Fischkörper schon befallen sind, ist der Einsatz eines vom Tierarzt verschriebenen Antibiotikums erforderlich.

In jedem Fall muss unbedingt die Ursache für das Auftreten der Flossenfäule ermittelt werden. Wenn die zur Erkrankung führenden Umstände nicht geändert werden, bricht die Krankheit mit Sicherheit früher oder später erneut aus.

Weitere Informationen

Heilmittel gegen Flossenfäule
Bakterielle Infektionen
Pilzinfektionen
Vorsorge

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