Wüstenheuschrecken

Datenblatt Wüstenheuschrecken

Lateinischer Name: Schistocerca gregaria
Herkunft: Nordafrika, Naher und Mittlerer Osten
Größe:
7 bis 9 cm
Alterserwartung: mehrere Monate
Zucht: möglich
Futter: Geeignet für Amphibien, Reptilien, Vögel, Nagetiere
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wüstenheuschrecken
SyrioTrauttmansdorff gardens – Schistocerca gregariaCC BY-SA 4.0

Allgemeine Informationen

Wüstenheuschrecken gehören zu den Wanderheuschrecken. Sie sind beeindruckende Kurzfühlerschrecken, die in Phasen schwarmhaft auftreten. In einem Schwarm können sich schon einmal 50.000.000 Wüstenheuschrecken aufhalten.

Diese Heuschreckenart wird recht groß. Die Weibchen werden zwischen 7 und 9 Zentimetern. groß und die Männchen schaffen eine Körperlänge zwischen 6 und 7,5 Zentimetern. Ihre großen Flügel ragen stets über den Hinterleib hinaus. Das Schild am Hals ist bei den Wüstenheuschrecken besonders ausgeprägt. Die Tiere sind graugelb bis ocker gefärbt und haben dunkle Flecken auf ihren Vorderflügeln. Die wandernden Heuschrecken erscheinen in leuchtendem Gelb.

Gerade gehäutete Heuschrecken sind zuerst rosa gefärbt und können sich bei verschlechterten Umweltbedingungen rotbraun färben. So entstehen Schwärme mit rotbraunen und gelben Heuschrecken. Ihre Hinterflügel tragen sie bei Ruhe meist in eingefalteter Position. Die roten Augen tragen Längsstreifen.

Die Hinterbeine sind gelblich bis braun gefärbt, was sich von anderen Arten abhebt.

Wüstenheuschrecken sind in den Wüstengebieten Nordafrikas, im Nahen sowie Mittleren Osten verbreitet. Die Schwarmbildung wird aufgrund der von ihnen verursachten ökonomischen Schäden genau beobachtet, um die Heuschrecken gegebenenfalls rechtzeitig bekämpfen zu können.

Darüber hinaus leben Wüstenheuschrecken auch in den ariden Regionen Südafrikas, bilden dort aber keine Schwärme.

Haltung

Um Wüstenheuschrecken zu halten, eignen sich Faunaboxen von normaler Größe, in denen rund 40 ausgewachsene Exemplare Platz haben. Eine größere Menge ist aufgrund des fehlenden Platzes nicht empfehlenswert, da die Tiere sonst aggressiv werden könnten.

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Wer sich viele Wüstenheuschrecken für seine Vorratshaltung zulegen möchte, sollte sich ein Terrarium in einer ausreichenden Größe kaufen.

Als Einrichtung empfehlen sich Äste oder Eierkartons, die den Insekten Möglichkeiten zum Klettern bieten und ihren Aktionsradius vergrößern. Rückzugsorte sind ebenfalls wichtig und lassen sich mit Papprollen realisieren.

Die Heuschrecken mögen Temperaturen zwischen 26 und 32 °C, die mithilfe eines Wärmestrahlers erzeugt werden können. Die Stromkabel sollten gut an der Terrariumrückwand angebracht und somit versteckt werden, denn Wüstenheuschrecken knabbern sonst auch diese an.

Zucht

Bei der Zucht von Wüstenheuschrecken ist etwas Fingerspitzengefühl gefragt. Auf jeden Fall sind etwas technische Arbeit, Hygiene und genügend Futter nötig.

Für die Zucht werden 2 oder mehr Behälter benötigt. In einem findet die Zucht statt, die anderem dienen der Jungtieraufzucht.

Zum Züchten eignet sich ein Plastikgefäß, eine Holzkiste oder ein älteres Terrarium. Wer die Wüstenheuschrecken dauerhaft züchten möchte, sollte etwas mehr Geld ausgeben und einen Behälter kaufen, dessen Boden mit einem Gittereinsatz ausgestattet ist. Dieses Gitter sollte aber recht enge Maschen haben. Die Exkremente und anderweitiger Schmutz fallen in den Schubkasten unter dem Gitter und lassen sich leicht entfernen.

Handwerker bauen ihren Wüstenheuschrecken selbst ein paar Holzkisten. Die Tiere im Zuchtbehälter benötigen mindestens den halben Tag Licht. Bei längerer Helligkeit stellt sich ein größerer Zuchterfolg ein.

Im Zuchtbehälter befinden sich idealerweise gleich viele Weibchen und Männchen. Wüstenheuschrecken sind nach vier Wochen geschlechtsreif und legen 200 bis 400 kleine Eier im Leben.

Wichtig ist auch das Eiablagesubstrat. Hier kommt eine Mischung aus Torf, Sand und Erde infrage, welches für einen guten Zuchterfolg keimfrei sein sollte. Sicherheitshalber kann es bei hohen Temperatureinstellungen einige Minuten im Backofen stehen.

Dieses Eiablagesubstrat gesondert in einen Behälter gefüllt. Es sollte stets etwas feucht sein, aber nie nass, denn sonst werden die Heuschreckeneier absterben.

Sobald die Heuschreckeneier im Substrat liegen, heißt es ungefähr 10 Tage Wartezeit, bevor der Eierbehälter entfernt und ersetzt wird. Der Eiablagebehälter wird bei 30 °C in den Aufzuchtbehälter gegeben. Nachts darf es ein paar Grad kühler sein. Die jungen Wüstenheuschrecken schlüpfen nach 21 Tagen.

Besonderheit

Wüstenheuschrecken eignen sich sehr gut zum Aufziehen junger Terrarientiere, da sich die Heuschrecken nicht verstecken, sondern frei bewegen. So verbrauchen die jungen Terrarientiere kaum Energie, wenn sie Futter erbeuten.

Futter und Verfütterung

Futter

Hier heißt es vorsichtig sein, denn das falsche Futter ist für den Heuschreckenbestand lebensbedrohlich. Wüstenheuschrecken vertragen kein sehr feuchtes Futter wie Tomaten, Gurken oder Salat. Pestizide sind tabu und Futtermangel sollte nicht bestehen, denn sie fressen ständig.

Sehr gutes Futter sind Brombeerblätter, Kräuter, Möhrenkraut, Weizenkeime und Haferflocken.

Wasser ist für die Wüstenheuschrecken nicht notwendig, denn trockenes und feuchtes Futter reguliert den Feuchtigkeitshaushalt. Deshalb ist es sinnvoll, stets beides gleichzeitig zu füttern, damit sie nicht sterben oder das Terrarienholz anknabbern.

Verfütterung

Wüstenheuschrecken sind beliebt bei Reptilien wie Geckos, Chamäleons oder Bartagamen. Auch Nagetiere, Amphibien oder Vögel fressen sie gern.

Ausgewachsene Wüstenheuschrecken haben an ihren Hinterbeinen scharfkantige Dornen. Es ist für die Reptilien angenehmer, wenn die Hinterbeine vor dem Verfüttern entfernt werden. Welches Tier möchte schon ein unangenehmes Stück in seinem Hals haben, das es nicht fressen kann.

Hier geht es nicht um das Verletzungsrisiko, sondern um das Vermeiden einer Unannehmlichkeit, denn die Heuschreckenbeine sind äußerst steif, sodass nach dem Herunterwürgen eines langen Insektes keine dornigen Hinterbeine hineinpassen. Diese bleiben dann den Terrarientieren in ihren Hälsen stecken, brechen später ab und rutschen schließlich hinunter.

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