Paradiesfische (Macropodus opercularis)

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Datenblatt: Macropodus opercularis
Deutscher Name:
Paradiesfisch
Herkunft:
Ostasien: flache Gewässer wie Reisfelder
Größe:
8 – 11 cm
Aquarium
Länge:
120 cm
Inhalt:
240 Liter
Beleuchtung:
Schattig
Einrichtung:
Dichte Bepflanzung mit Versteckmöglichkeiten
Wasserwerte
Temperatur:
16 – 26 °C
ph-Wert:
7 – 8
KH:
 °dKH
GH:
9 – 20 °dGH
Verhalten
Anzahl:
2
Bereich:
Mitte
Vermehrung:
Eierleger
Futter:
Allesfresser
Verhalten:
Paarweise oder 2 – 3 Weibchen pro Männchen
Schwierigkeitsgrad
Fortgeschrittene

Allgemeines über Paradiesfische


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Macropodus opercularis

Quelle: Bild auf Wikimedia Commons
Lizenz: Public domain
Urheber: BS Thurner Hof

In freiem Wasser schwimmen Paradiesfische, Macropodus opercularis, ruckartig. Sie schlängeln sich lieber mit den Brustflossen fächelnd vorsichtig durch Pflanzengestrüpp und beobachten alles mit lebhaften Augen.

Deshalb sind flache Aquarien bis 40 Zentimeter Höhe geeignet, die dicht und krautig bepflanzt sind.

Wenn noch eine Schwimmpflanzendecke vorhanden ist, zeigen Paradiesfische ein naturnahes Verhaltensspektrum.

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*Letzte Aktualisierung erfolgte am: 2018-04-26

Das Aquarium sollte mindestens 100 Zentimeter lang sein.

Wenn gezüchtet werden soll, sind 120 Zentimeter besser.


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Macropodus opercularis

Quelle: Bild auf Wikimedia Commons
Lizenz: Public domain
Urheber: BS Thurner Hof

Unter normalen Bedingungen im Aquarium sind Paradiesfische praktisch immer in Laichstimmung.

Sie sind dann unerträglich und kaum zu vergesellschaften.

Am Besten werden sie im Sommer in einem kleinen Teich und nur zur Überwinterung bei 16 bis 20° C im Aquarium gehalten.

Unter solchen Haltungsbedingungen sind es tolle Fische.


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Macropodus opercularis

Quelle: Bild auf Wikimedia Commons
Lizenz: Public domain
Urheber: BS Thurner Hof

Paradiesfische dürfen nicht zu warm gehalten werden.


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Macropodus hongkongensis

Quelle: Bild auf Wikimedia Commons
Lizenz: CC Attr. 3.0
Urheber: Chong Fat

Paradiesfische mögen nicht zu warmes Wasser. Die Temperatur sollte 23 - 24° C betragen. Paradiesfische laichen bereits ab 20 - 22° C. Oft werden Paradiesfische wie Tropenbewohner gehalten und gezüchtet. Die Tiere sind so ständig in Laichstimmung. Bei zu warm gehaltenen Tieren sollte die Temperatur schrittweise über eine Woche auf Zimmertemperatur verringert werden.


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Macropodus ocellatus Paar

Quelle: Bild auf Wikimedia Commons
Lizenz: CC Attr. 3.0
Urheber: Joris Raats

Auf eine plötzliche Abkühlung um 2 bis 3 Grad reagieren Paradiesfische sehr empfindlich. Das gilt auch, wenn die Tiere im Sommer in einem Teich oder Kübel gehalten werden sollen. Sie sollten nur an wirklich warmen Tagen umgesetzt werden. Auch Wasserwechsel sollten an warmen Tagen durchgeführt werden.

Beim Umsetzen wärmeres Wasser im anderen Becken ist dagegen kein Problem. Auch nach dem Neukauf sollten Paradiesfische zunächst eher in 1 bis 2 Grad wärmeres Wasser gesetzt werden. Danach lässt man das Wasser langsam auf die gewünschte Temperatur absinken.

Die Geschlechtsunterschiede

Im verkaufsfähigen Alter können die Geschlechter relativ leicht unterschieden werden. Männchen sind länger bzw. schlanker und haben teilweise spitz auslaufende Flossen. Weibchen sind normalerweise blasser und haben kürzere Flossen. Bei Laichansatz sind sie rundlicher bzw. rundbäuchiger.


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Macropodus opercularis Weibchen links Männchen rechts

Quelle: Bild auf Wikimedia Commons
Lizenz: Public domain
Urheber: A-kun--a


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Macropodus opercularis Weibchen links Männchen rechts

Quelle: Bild auf Wikimedia Commons
Lizenz: Public domain
Urheber: A-kun--a

Futter für Makropoden

Makropoden können Futter in allen Wasserschichten erbeuten. Sie leben in der Natur teilweise in lehmigem, trübem Wasser. Nahrung finden sie dort mit ihrem Geschmackssinn. Als Flachwassertiere nehmen sie einen großen Teil der Nahrung von der Oberfläche auf, z. B. ertrinkende Insekten.

Geeignetes Futter:

  • Rote Mückenlarven
  • Schwarze Mückenlarven
  • Welstabletten

Paradiesfische sind ruppig.


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Paradiesfisch Männchen drohen vor dem Kampf

Quelle: Bild auf Wikimedia Commons
Lizenz: CC Attr. SA 3.0
Urheber: A-kun--a

Paradiesfische können sehr ruppig und aggressiv werden. Dabei können die Augen und die Schwanzflossen anderer Fische abgebissen werden. Paradiesfische werden untereinander, gegen andere Fadenfische und gegen ganz andere Fischarten aggressiv.

Einige Aquarianer empfehlen deshalb, Paradiesfische nur in einem Artenbecken zu halten.

Außerhalb der Paarungszeit können Makropoden, wenn die Rahmenbedingungen, z.B. Beckengröße, Einrichtung, Mitbewohner usw. stimmen, untereinander vergesellschaftet werden.

In der Gruppe gibt es unter den Paradiesfischen eine Hackordnung, ähnlich wie bei Hühnern. Der Schwächere zieht sich rituell zurück oder wird vertrieben. Wenn ein schwächeres Tier auf engem Raum nicht ausweichen kann, wird es unter Umständen von einem stärkeren Tier in die Flossen gebissen.
Auch wenn das schwächere Tier eine Demutshaltung einnimmt, richtet sich die Aufmerksamkeit auf die vibrierende Brustflosse, wie auch auf kleine Schnecken oder Planarien. Irgendwann schnappt der Stärkere dann zu.
Die Demutshaltung dient vermutlich zur Einleitung eines Rückzugs. Erfolgt kein Rückzug oder erfolgt der Rückzug zu spät, wird zugeschnappt oder der Schwächere gerammt.

Kampf zwischen zwei Macropodus opercularis Männchen (Film im ogg-Format)
Quelle: Film auf Wikimedia Commons
Lizenz: Public domain
Urheber: Tenn Hian-kun


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Paradiesfisch Männchen kämpfen um ihr Territorium

Quelle: Bild auf Wikimedia Commons
Lizenz: CC Attr. SA 3.0
Urheber: A-kun--a

Tiere aus subtropischen Gebieten mit gemäßigter Wärme, wie Paradiesfische, kommen schon bei Temperaturen in Laichstimmung, bei denen tropische Fischarten normalerweise noch nicht in Fortpflanzungslaune kommen. Ständig in Laichstimmung sind sie dann auch ständig entsprechend aggressiv.

Makropoden haben eine arbeitsteilige Brutflege und relativ treue Partnerschaften. Das Männchen betreut das Nest. Das Weibchen verteidigt das Revier. Ein einzelnes Brut pflegendes Paar kann ein 300 Liter Aquarium vollkommen für sich beanspruchen und alle anderen Tiere darin terrorisieren.


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Macropodus opercularis

Quelle: Bild auf Wikimedia Commons
Lizenz: CC Attr. SA 2.5
Urheber: André Karwath

Sogar in Sommerteichen von 2 bis 4 Quadratmetern kann es vorkommen, dass ein Weibchen den ganzen Teich terrorisiert. Bis auf das eigene Männchen werden alle Reviermännchen gezielt in deren Revieren aufgespürt und abwechselnd durch den Teich gehetzt. Andere Weibchen und andere Arten werden angegriffen.
Beim eigenen Männchen wird die Brutpflege überwacht. Notfalls macht das Weibchen vor, er solle mehr Schaum produzieren und bringt ihm entschwommene Larven zurück. In mindestens 2 Fällen hat ein Weibchen, die Pflege fortgesetzt, Ersatz-Schaum gemacht und die Kleinen im Nest betreut als das Männchen verschunden war, evtl. durch Fischreiher, Katzen etc.
Weil Brut pflegende Männchen ungebetene Besucher heftig angreifen, nähert sich das Weibchen dem Nest so, dass der Abwehrtrieb des Männchens blockiert ist. Das Männchen duldet das Weibchen nicht ständig am Nest. Das Weibchen wiederum schickt das Männchen zum Nest zurück, wenn das Männchen wegschwimmt, um z. B. Futter nachzujagen usw.
Dieses natürliche Verhalten kann ein Pärchen in einem 50 Liter Aquarium nicht zeigen. Weil nur wenig Platz ist, jagt das Männchen das Weibchen dann genau so wie andere Fischarten. Makropoden können sehr gut aus dem Wasser und durch die Scheiben sehen. Ihr volles natürliches Verhalten zeigen Makropoden nur in großen Kübeln oder Kleinteichen, wo es nur ein Oben gibt.


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Macropodus opercularis

Quelle: Bild auf Wikimedia Commons
Lizenz: CC Attr. 3.0
Urheber: Matthias Kloszczyk

Fische mit ähnlichen Grundfarben wie die der Paradiesfische lösen in der Laichzeit heftige Angriffe aus. Z. B sind Mondscheinplaties, rote Platies, rote oder blaue Kampffische und die drei quer gestreiften Colisa-Arten oft in Gefahr angegriffen oder gejagt zu werden.
In der Laichzeit verprügeln Paradiesfische sogar Malawibuntbarsche, z. B. Männchen der Blauen Zebrabuntbarsche. Allerdings sollte eine solche Vergesellschaftung nicht nachgeahmt werden.

Makropoden überleben auch unter sehr ungünstigen Bedingungen in sauerstoffarmen schlammigen Flachgewässern. Wie Panzerwelse haben sie einen ausgezeichneten Geschmackssinn, auch wenn sie praktisch nichts sehen können. Deshalb können sie auch in trübem Wasser z. B. Regenwürmer oder Fische in Not finden. Sie merken irgendwie, wenn etwas nicht stimmt. Auch so können sich Angriffe auf andere Fische erklären.

Im Winter können Paradiesfische in einem kleineren Artbecken bei 16 bis 18° C gehalten werden. Außerhalb der Laichzeit sind sie so untereinander verträglich. Auch in schwach bepflanzten Becken bilden sie dann eine freie truppartige Schwimmformation.
Vielleicht bilden sie in den Ursprungsgebieten in der wasserreichen Zeit auch gänsemarschähnliche Trupps, wie immer wieder von den Colisas berichtet wird.
Bei Weibchen mit Laichansatz sollte die Temperatur jedoch nicht abgesenkt werden. Es kann sonst zu einer Laichverhärtung kommen.


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Macropodus opercularis

Quelle: Bild auf Wikimedia Commons
Lizenz: CC Attr. 3.0
Urheber: Matthias Kloszczyk

Macropodus opercularis concolor

Macropodus opercularis concolor sind nicht ganz so aggressiv wie andere Makropoden. In der Laichzeit werden aber auch sie aggressiv. Sie bilden Reviere, verteidigen diese nur gegen Artgenossen.

Macropodus opercularis concolor benötigen etwas höhere Temperaturen als andere Makropoden. Für eine Nachzucht sind Temperaturen von mindestens 26 bis 27° C notwendig.

In 240 Liter können 2 Männchen und 2 Weibchen gehalten werden, wenn sie relativ jung zusammen eingesetzt werden. Die Männchen jagen sich zeitweise. Sehr wichtig im Sozialverhalten ist das gemeinsame Aufwachsen in einer Gruppe. Nachzuchten sind weniger aggressiv als Wildfänge.

In einem 500 Liter Aquarium können 5 Tiere mit anderen asiatischen Fischarten gehalten werden, z. B. mit Bettas, Grundeln usw. Sie können auch mit größeren Mosaikfadenfischen, Trichogaster leeri, vergesellschaftet werden.

Geeignete Wasserwerte:

  • Karbonathärte unter 3 bis 5
  • Gesamthärte 9 bis 10
  • pH-Wert 6,4 bis 7

Damit das Wasser leicht sauer ist, kann über Torf gefiltert werden.

Entsprechend ihrer Herkunftsgebiete sollte das Aquarium dicht bepflanzt sein. Eine Hälfte des Beckens sollte dicht mit Hornkraut, Wasserlinsen, Froschbiss und anderen Schwimmpflanzen zugewachsen sein.

Wurzeln können im Becken sein, sind aber nicht unbedingt notwendig. Evtl. wird die Laichbereitschaft gefördert, wenn in den Ecken des Aquariums Wurzeln aufgebaut werden. Die Wurzeln müssen markante Punkte ergeben und einen Anreiz für die Männchen darstellen.

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Welche Fische können mit Makropoden vergesellschaftet werden?


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Macropodus opercularis

Quelle: Bild auf Wikimedia Commons
Lizenz: CC Attr. 3.0
Urheber: Matthias Kloszczyk

In einem gut strukturierten, unbeheizten Wohnraumbecken ist C. paleatus zur Vergesellschaftung geeignet. Die Paradiesfische beleben die oberen und mittleren Wasserschichten. Die Panzerwelse können in der Dämmerung und in der Nacht die unteren Wasserschichten fast ungestört durchschwimmen.
Außerdem tragen die Welse eine wirksame Rüstung, die einen gelegentlichen Stubser abwehrt.
C. paleatus können auch in unbeheizten Aquarien gehalten werden. Wenn sie längere Zeit in einem beheizten Becken gelebt haben, sollte die Temperatur wie bei den Paradiesfischen langsam abgesenkt werden.

Paradiesfische können mit Prachtbarben nicht vergesellschaftet werden. Einerseits sind Prachtbarben zu lebhaft. Andererseits verfolgen junge Makropoden nach einem Bericht sie so heftig, dass der Versuch nach drei Minuten beendet werden musste.

Paradiesfische vertragen sich mit Siamesischen Kampffischen, Beta splendens.

Allerdings kommen Paradiesfische erst in einem schwach besetzten Artenbecken richtig zur Geltung.

Hinweise zur Aufzucht

Macropodus opercularis Paarung (Film im ogg-Format)
Quelle: Film auf Wikimedia Commons
Lizenz: Public domain
Urheber: Tenn Hian-kun


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Paradiesfisch Brut wurde gerade vom Männchen in das Schaumnest gebracht

Quelle: Bild auf Wikimedia Commons
Lizenz: Public domain
Urheber: Tenn Hian-kun

In der Vermehrungszeit, d. h. wenn sich Revierbildung einstellt, und die Männchen versuchen durch Erzeugung von Luftblasen ein sog. Schaumnest zu bauen, dulden sie keinen anderen Artgenossen unter dem Nest, weder Männchen noch Weibchen. Nur ein akut laichbereites Weibchen wird geduldet, wenn es seine Nähe sucht und ihn ermutigt, ein großes stabiles Schaumnest zu bauen. Das Weibchen untersucht das Nest immer wieder und scheint sich Paaren zu wollen. Irgendwann laicht das Weibchen mit dem Männchen ab. Die Vermehrungsphase wird u. a. durch die Temperaturverhältnisse und Beleuchtungsdauer bestimmt.

Paradiesfische hüten die Brut in einer Elterngemeinschaft. Das Männchen beschützt den näheren Nestbereich, das Weibchen jagt Störenfriede, z. B. andere Fische quer durch das Brutaquarium. In der Nestzone duldet das Männchen in der Regel selbst das Weibchen nicht.
Deshalb sollte das Weibchen nach dem Ablaichen aus einem zu kleinen Brutaquarium herausgefangen werden. Das Weibchen sollte nach dem Ablaichen auch herausgefangen werden, wenn es anderen Bewohnern zu stark zusetzt.


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Paradiesfisch Männchen bewacht die Brut

Quelle: Bild auf Wikimedia Commons
Lizenz: Public domain
Urheber: Tenn Hian-kun

Die Jungen werden am Besten in einem Aufzuchtaquarium großgezogen. Der Wasserstand sollte 10 bis 15 Zentimeter betragen. Durch den niedrigen Wasserstand ist überall im Aufzuchtaquarium genug Sauerstoff von der Oberfläche verfügbar.
Als Boden kann Sand oder Kies verwendet werden. Der Boden sollte biologisch belebt und einige Pflanzen vorhanden sein.

Wenn nicht alle Larven aus dem Schaumnest in das Aufzuchtbecken überführt werden, sind die Startbedingungen jeder einzelnen Larve im Aufzuchtbecken deutlich besser.

Erst wenn der Dottersack aufgebraucht ist, benötigen die Jungen anderes Futter. Sobald die Jungen freischwimmen, werden einige Schnecken eingesetzt. Es eignen sich Turmdeckel-, Posthorn-, kleine Blasen- und kleine Apfelschnecken. Die Schnecken vertilgen gestorbene Jungfische und verhindern, dass etwas am Beckenboden schimmelt. Wenn Jungfische mit Wasserschimmel in Kontakt kommen sterben sie.


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Gerade geschlüpfte Paradiesfischlarven sammeln sich unter dem Schaumnest

Quelle: Bild auf Wikimedia Commons
Lizenz: Public domain
Urheber: Tenn Hian-kun

Die jungen Makropoden fressen anfangs nur schwimmende oder festsitzende strudelnde Einzeller. Schwimmende Einzeller sind z. B. Pantoffeltierchen. Festsitzende Einzeller sind z. B. Glockentierchen. Viele festsitzende Einzeller sind im Mulm auf dem Boden, im Filterschlamm und in der Trübung, wenn Javamoos ausgespült wird. Diese sind Fressfeinde der biologisch aktiven Bakterien.

Die Jungen können auch mit Infusorien, d. h. Kleinstlebewesen, aus dem Aquarienhandel gefüttert werden. Infusorien gibt es in kleinen Flaschen in flüssiger Form, z. B. Liquifry No.1 oder JBL Nobil fluid.

Die Jungfische jagen die Kleinstlebewesen ähnlich wie die Eltern Schnecken an den Scheiben durch das Aquarium jagen, nämlich in Zeitlupe und mit hypnotischen Blicken. Weil sie anfangs so bedächtig jagen und fressen, sind etwas Mulm und Javamoos bzw. etwas Filterschlamm mit aufsitzenden Einzellern wichtig. Die Jungen jagen oft dicht über dem Sandboden und Mulm.

Damit die Einzeller nicht weggesaugt werden, sollte anfangs nicht gefiltert werden. Wenn sich eine Kahmhaut bildet, sollte ganz schwach und feinperlig durchlüftet werden, damit die Oberfläche frei bleibt.

Später können hin und wieder Mikrowürmchen angeboten werden. Nach einigen Wochen können die Jungen auch Artemia bewältigen. Artemia dürfen nicht zu früh gefüttert werden. Sie werden zwar gefressen, aber nicht immer richtig verdaut. Die Jungen sterben dann.
Artemianauplien aus der San Francisco Bay gelten als sehr klein und weichschalig.
Für Makropoden bieten sich auch Eier an, deren harte Außenschale chemisch weggeätzt wurde, so dass nur noch die weiche Membran übrig ist. So kann kein Darmverschluss durch Fressen der Schalen auftreten. So präparierte Eier haben eine sehr hohe Schlupfrate. Sie sind nicht getrocknet sondern in Lösung bzw. Ampullen erhältlich. Sie sind etwas teurer als die normalen Eier.

Feinste Süßwassernauplien, die aus fischfreien Gewässern getümpelt werden, sind am Anfang besser als Artemia.

Die Jungen müssen sich ihr Futter selber fangen. Wenn die Jungen im Futter stehen, entwickeln sich keine starken Tiere.

Wenn die Tiere das Labyrinth ausgebildet haben, sollte die weitere Aufzucht problemlos sein.


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*Letzte Aktualisierung erfolgte am: 2018-04-26